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Brunnenwettbewerb geht in die Verlängerung

Erstellt von Pressestelle |

Weinmarkt Brunnen - Jury vergibt zwei zweite und zwei dritte Plätze

Aufgrund eines Unentschiedens geht der Wettbewerb um den neuen Brunnen am Weinmarkt in die Verlängerung. Nachdem die Jury am vergangenen Freitag zu keiner Entscheidung kam, wird den zwei zweiten und den zwei dritten Plätzen die Chance gegeben, ihre Ideen bis 15. September nachzubessern. Im November soll dann entschieden werden, welcher Brunnen zukünftig den Platz vor der Weberzunft zieren soll. Die zwei zweiten Plätze wurden an Agnes Keil aus Memmingen und Andreas Brauneis aus Augsburg vergeben.

„Die Änderungen am Weinmarkt sind immer noch umstritten, dennoch fehlt dem Platz augenblicklich das Element Wasser,“ eröffnete Zweite Bürgermeisterin Claudia Knoll die Vernissage im Antonierhaus.

Zwölf Künstler hatten ihre Brunnenmodelle zum Wettbewerbsthema „Die zwölf Bauernartikel“ eingereicht. Diese wurden 1525 im Haus der Kramerzunft am Memminger Weinmarkt verfasst. Der Grundstein für die demokratischen Freiheitsrechte wurde damit in Memmingen gelegt.

„Es war eine harte Arbeit und die Jury hat es sich bei weitem nicht leicht gemacht“, berichtete Jurymitglied Winfried Becker vom Berufsverband Bildender Künstler Schwaben-Süd. Dennoch habe man sich nicht eindeutig entscheiden können. Es gäbe noch Unstimmigkeiten zwischen den Modellen, ihren Konzepten und Beschreibungen. Außerdem sei der Bezug zu den Bauernartikeln nicht immer zufriedenstellend umgesetzt.

Grundidee bei dem Brunnen von Brauneis sind zwölf Bronzetafeln, die - scheinbar aufeinander „gestellt“ – einen neun Meter hohen, vierseitigen Turm bilden. Auf jeder Tafel ist einer der zwölf Bauernartikel niedergeschrieben. Von der Jahreszahl 1525, die im Innern der vier Wände an der Spitze der Stele angebracht ist, soll eine „Wasserwolke“ senkrecht nach unten ins flache Brunnenbecken sinken.

Das Modell von Keil zeigt eine etwa fünf Meter hohe Skulptur, die sich scheinbar in Richtung Krammerzunft bewegt. Neben der Figur soll ein Wasserbecken mit zwölf Wasserhähnen errichtet werden. Dadurch soll wiederum der Bezug zu den zwölf Artikeln hergestellt werden.

In der Jury sitzen Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger, Einzelhandelsvorsitzende Mechthild Feldmeier, Kulturamtsleiter Dr. Hans-Wolfgang Bayer, Künstler Dieter Kunerth, Landschaftsarchitekt Ludwig Schegk, Stadtrat Herbert Müller und Winfried Becker.

Jurymitglieder begutachten ein Modell
Jurymitglied Mechthild Feldmeier (vorne links) betrachtet zusammen mit der Zweiten Bürgermeisterin Claudia Knoll und dem Dritten Bürgermeister, Helmut Börner, das Brunnenmodell von Peter Schwenk aus Meitenbeth.
Der Vorschlag von Andreas Brauneis
Die Umsetzung des Themas von Andreas Brauneis aus Augsburg erreichte den zweiten Platz. Zwölf Bronzetafeln sollen sich zu einer neun Meter hohen Stele türmen.
Das Modell von Agnes Keil
Ebenfalls auf dem zweiten Platz ist das Modell von Agnes Keil aus Memmingen. Die „Memminger Freiheit“ schreitet Richtung Weberzunft. Bilder: Pressestelle Memmingen