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„Die Lage ist so kritisch wie noch nie“

Erstellt von Pressestelle |

Gespräch mit dem Bürgermeister von Tschernihiw – persönlicher Austausch als Zeichen der Solidarität

Oberbürgermeister Manfred Schilder sprach bei einem Videoanruf mit seinem Amtskollegen in der ukrainischen Partnerstadt Tschernihiw und erkundigte sich nach der Stimmung im Land. Oberbürgermeister Vladyslav Atroshenko war bereits gestern von der Situation zutiefst betroffen. „Die Lage ist so kritisch wie noch nie“, äußerte Atroshenko. Putins Aktion sei außerhalb jeglicher Gesetze, eine militärische Aktion scheine unvermeidbar. Das Memminger Stadtoberhaupt tauschte sich mit Atroshenko auf persönlicher Ebene aus; erkundigte sich nach dessen Einschätzung der Lage und der weiteren Entwicklung. „Wir sind gedanklich an Ihrer Seite und hoffen auf eine zügige Lösung des Konflikts.“

In der Zwischenzeit hat sich die Einschätzung Atroshenkos bestätigt. Nach offiziellen Angaben greift das russische Militär derzeit nicht nur die östlichen Gebiete in der Ukraine an, sondern hat Ziele im gesamten Land unter Beschuss genommen. Wie die Lage in der Memminger Partnerstadt ist, kann derzeit nicht abgeschätzt werden. „Ich bin entsetzt und zutiefst bedrückt, dass dieser Konflikt nicht diplomatisch gelöst werden konnte. In Gedanken bin ich bei den langjährigen Partnern und Freunden in der Ukraine und hoffe auf eine möglichst baldige Beilegung dieser Militäraktion“, so Schilder.

Bereits im Vorfeld des Gesprächs schickte der Memminger Oberbürgermeister einen Brief an seinen Amtskollegen indem er versicherte, dass er persönlich, die Mitglieder des Stadtrates sowie alle Memminger Bürgerinnen und Bürger mit ihren Gedanken an der Seite der Menschen in der Ukraine sowie ganz speziell bei allen guten Freunden in der Partnerstadt seien. Zusätzlich bekräftigte er darin die Solidarität der Stadt Memmingen zu ihren Freunden in Tschernihiw und verwies auf die territoriale Souveränität der Ukraine, die ebenso wie die künftige Freiheit im europäischen Geiste, durch die Krise bedroht sei. 

Alexandra Hartge, Leiterin der Stabsstelle Städtepartnerschaften, die den Kontakt mit der Partnerstadt betreut, äußerte sich ebenfalls sehr besorgt. „Die Freundschaft zwischen unseren beiden Städten besteht seit über 30 Jahren und wir tragen sie tief in unseren Herzen. In Gedanken sind wir bei ihnen.“

Hintergrund:

Die Partnerschaft der Stadt Memmingen mit Tschernihiw hat ihre Ursprünge Anfang der 1990er Jahre. Es fanden in den fast drei Jahrzehnten der Freundschaft zahlreiche Austauschmaßnahmen in den Bereichen Schulen, Wirtschaft und Kultur statt. Die offizielle Partnerschaftsurkunde der beiden Städte wurde im Jahr 2009 unterschrieben.

Oberbürgermeister Manfred Schilder (rechts) im Gespräch mit Tschernihiws Bürgermeister Atroshenko, links Übersetzer Viktor Weiler. (Bild: Manuela Frieß – Pressestelle der Stadt Memmingen)