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20 Jahre Eissporthalle Memmingen

Erstellt von Pressestelle |

Konzerte, Eishockey und Eistänze - vielfältige Nutzung am Hühnerberg

Die Memminger Eissporthalle feiert einen runden Geburtstag. Seit nunmehr 20 Jahren besteht die Halle auf dem Memminger Hühnerberg. Bei einer Presseführung mit Vertretern des Stadtrats und der Sportvereine erinnerte sich Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger an den „Boom“, den die neue Eissporthalle vor 20 Jahren auslöste. „Begünstigt durch den Neubau hatten wir anfangs erhebliche Besucherzahlen. Seither kamen über eine Million Menschen allein zum Publikumslauf“, so Oberbürgermeister Dr. Holzinger. Nach anfänglichem Hoch haben sich die Besucherzahlen bei beachtlichen 40 000 Besucherinnen und Besuchern pro Saison eingependelt, was zeigt, dass Schlittschuhlaufen in der Region nach wie vor populär ist.

Am 4. Dezember 1987 wurde die Memminger Eissporthalle als 40. in ganz Bayern feierlich eröffnet. Architekt war Dipl.-Ing. Helmut Börner. Heute, 20 Jahre später, zählt die Halle noch immer zu den schönsten und modernsten ihrer Art. „Viele Städte beneiden uns um diese Anlage“, berichtet Andrea Fischer, Leiterin der Eissporthalle. Vor allem die Eishockey-Gastmannschaften seien immer wieder von der Memminger Spielstätte angetan, so Fischer. Der Eishockeysport ist neben dem Publikumslauf ein weiteres Standbein der Halle. Über 830 000 Besucher lockte er in die Halle. Drei Eishockey Clubs nutzten sie in den 20 Jahren ihres Bestehens. Der erste war zugleich der erfolgreichste. Der SC Memmingen kämpfte sich gar bis in die 2. Bundesliga hoch. Und die Zuschauer strömten in die Eissporthalle. Fast 82 000 kamen in der Saison 1991/92, fast 2500 im Schnitt pro Spiel. Ein Jahr später folgte ein finanziell jähes Ende. Die Erinnerung an fantastisches, hochklassiges Eishockey aber bleibt. Dem Nachfolgeverein, dem EHC Memmingen ging es Jahre später ähnlich. Hohe Ligen erfordern teure Spieler, was auch den EHC in den Ruin trieb. Der ECDC Memmingen arbeitet finanziell vorsichtiger und hat sich in seinem dritten Jahr in der Bayernliga fest etabliert. Bei der Presseführung war die gesamte Eishockey- Vereinshistorie Memmingens versammelt. Helge Pramschüfer, 1. Vorstand des ECDC Memmingen, der seinerzeitige Vorsitzende des EHC Memmingen, Stadtrat Helmut Börner, sowie Pendant vom SC Memmingen, Stadtrat Wolfgang Nieder.

Auch große Konzerte haben schon in der Eissporthalle stattgefunden. Musikgrößen wie Herbert Grönemeyer (1991), Joe Cocker (1994), Sting (1997), Bryan Adams (1997 und 1999) oder die Scorpions (1999) begeisterten hier schon die Menschen der Region. Bis zu 6 000 Musikfans lockten sie in die Halle. In 45 Konzerten wurden über 200 000 Zuschauer gezählt. 22 davon waren ausverkauft. „Wahre Magnete waren die Zillertaler Schürzenjäger. Fünf Mal kamen sie in den 1990ern nach Memmingen. Vier Mal spielten sie dabei vor 6 000 Zuschauern“, erinnert sich Fischer. Ausnahmezustand herrschte auch rund um den Hühnerberg als im März 1996 die Kelly Family zwei Konzerte in Memmingen gab. Die wachsenden technischen Anforderungen für Konzerte sowie verstärkte Konkurrenz in der Umgebung hat in den letzen Jahren das Stelldichein internationaler Showgrößen in Memmingen zum Versiegen gebracht. 2004 lockte Jeanette Biedermann noch einmal 5 000 Besucher. In diesem Jahr war einzigst der Moscow Circus on Ice mit zwei Auftritten in der Memminger Eissporthalle zu Gast.

Die Eissporthalle wird also wieder genutzt, wofür sie gebaut wurde. Neben den Mannschaften des ECDC nutzen Amateurspieler und die Eiskunstläufer der DJK Memmingen die Eisflächen. Immer zwischen und nach den Publikumsläufen sorgen sie für eine vollbelegte Halle. Oberbürgermeister Dr. Holzinger sieht sich bestätigt: „Memmingen wird auch im Bereich des Eissports seiner Rolle als Oberzentrum gerecht. Ich kann jeden nur einladen, wieder einmal am Memminger Hühnerberg vorbeizuschauen!“. Der 1. Dezember bietet dafür eine tolle Gelegenheit. Acht Stunden Publikumslauf am Stück, das gab es noch nie in Memmingen. „Und im Anschluss um 19 Uhr kann ebenfalls bei freiem Eintritt Bundesliga-Eishockey geschaut werden“, ergänzt Fischer. Die Damen des ECDC Memmingen empfangen den EC Bergkamen.

Oberbürgermeister Dr. Holzinger hält den Spaten vom damaligen Spatenstich zum Bau der Halle
Den Spaten des damaligen Spatenstichs sowie ein Luftbild aus dieser Zeit zeigte der damalige SCM Vorsitzende, Stadtrat Wolfgang Nieder (2.v.l.), Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger (von links), Architekt Helmut Börner, Stadtrat Norbert Schwarzer, Sportreferent Fritz Such, Fraktionsvorsitzendem Werner Häring sowie Bürgermeister Hans Ferk. Fotos: Pressestelle der Stadt Memmingen
Dr. Holzinger sitzt in der Eismaschine
Eismeister Wolfgang Amman zeigte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger sein Arbeitsgerät, die Eismaschine.
Der Technische Leiter erläutert die Hallentechnik
Technischer Leiter Georg Geiger erläutert (von links) Stadtrat Norbert Schwarzer, Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und Sportreferent Fritz Such das technische Innenleben der Eissporthalle.