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Ausstellung „Orte der Demokratie“ im Maximilianeum in München feierlich eröffnet

Erstellt von Pressestelle |

Festakt im Bayerischen Landtag – Wanderausstellung soll auch in Memmingen gezeigt werden

Landtagspräsidentin Ilse Aigner und der ehemalige Bundespräsident Dr. Joachim Gauck haben die Ausstellung „Orte der Demokratie in Bayern“ im Beisein von Oberbürgermeistern, Abgeordneten und Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalpolitik im Senatssaal des Bayerischen Landtags eröffnet. Ein Würfel des Künstlerpaars Sabine Ackstaller und Moritz Schweikl soll künftig an den 13 ausgewählten Orten in ganz Bayern auf deren Bedeutung für die Demokratiegeschichte hinweisen. Die Kramerzunft am Weinmarkt ist einer der „Orte der Demokratie in Bayern“. Die Ausstellung soll daher auch in Memmingen gezeigt werden, das Datum steht aktuell noch nicht fest.

„Wir wollen die Demokratie feiern“, betonte Landtagspräsidentin Ilse Aigner in ihrer Rede bei der feierlichen Eröffnung der Ausstellung „Orte der Demokratie in Bayern“, zu der auch der ehemalige Bundespräsident Dr. Joachim Gauck ins Maximilianeum kam. Gemeinsam mit den Präsidiumsmitgliedern des Bayerischen Landtags, zahlreichen Abgeordneten sowie Vertretern der Kommunalpolitik würdigte sie 13 Orte in ganz Bayern, die in positiver Weise bedeutend für die Demokratie in Bayern waren und sind.
Denn die Demokratie sei keine Selbstverständlichkeit, führte Landtagspräsidentin Ilse Aigner aus: „Demokratien erhalten sich nicht von selbst. Der Text unseres Grundgesetzes entscheidet nicht über die Stabilität unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, sondern die Bürgerinnen und Bürger tun es. Ihre Entschiedenheit tut es.“ Deshalb sei es wichtig, Demokratie sichtbar zu machen. „Ein großer Feind – vielleicht der größte Feind der Demokratie ist die Gleichgültigkeit, das Gewährenlassen der Radikalen. Das heißt: Jede und jeder Einzelne ist mitverantwortlich für unser Land, unsere Demokratie, unsere Freiheiten. Demokratie lebt von Demokratinnen und Demokraten. Unser freiheitlicher, demokratischer Staat braucht die Akzeptanz, den Bewahrungs- und den Gestaltungswillen seiner Bürgerinnen und Bürger.“

Mit den „Orten der Demokratie in Bayern“ will der Bayerische Landtag Orientierungspunkte markieren. „Wir wollen die Demokratie – buchstäblich – aufpolieren, ihr Glanz verleihen. Auch im wörtlichen Sinne – mit dem goldenen „Würfel der Demokratie“ an entscheidenden Wegmarken in unserem Land, an Orten in Bayern, an denen sich für die Entwicklung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung wegweisende Ereignisse zugetragen haben, an Orten, an denen herausragende Persönlichkeiten, Vorbilder gewirkt haben“, so Aigner. „Diese Orte sollen sichtbar werden, wirken, motivieren – gegen die Selbstverständlichkeit.“

Die Ausstellung soll nach einer ersten Phase im Maximilianeum, wo sie bis zum 19. November zu sehen ist, in den kommenden Jahren in ganz Bayern an den zwölf weiteren „Orten der Demokratie in Bayern“ gastieren. Die genauen Termine werden entsprechend vorher bekanntgegeben.

Memmingen war beim Festakt im Landtag mit einer kleinen Delegation vertreten (v.l.): Kulturamtsleiter Dr. Hans-Wolfgang Bayer, Ehrenbürger Herbert Müller, Vorsitzender des Kuratoriums Memminger Freiheitspreis 1525, Oberbürgermeister Manfred Schilder, Stadtratsreferentin Sabine Rogg und Fritz Brey jun. für die Stifterfamilie Brey des Memminger Freiheitspreises. (Foto: Sabine Rogg)
Ein Würfel des Künstlerpaars Sabine Ackstaller und Moritz Schweikl soll künftig an den 13 Orten der Demokratie in Bayern auf die Bedeutung des jeweiligen Ortes für die Demokratiegeschichte hinweisen. In Memmingen soll der Würfel zukünftig in der Nähe der Kramerzunft am Rossmarkt an den Stufen zum Stadtbach stehen. (Bildarchiv Bayerischer Landtag, Foto: Rolf Poss)
Die Wanderausstellung „Orte der Demokratie in Bayern“ soll auch in Memmingen gezeigt werden. Zeitpunkt und Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben. (Bildarchiv Bayerischer Landtag, Foto: Rolf Poss)