Einen Eindruck der Dynamik, Phantasie und Ausstrahlung dieser schwärmerischen Zeit bietet das Konzert des Collegium Instrumentale Stuttgart. Dirigent ist Albrecht Schmid.
08.05.2026: Gesundheit ganzheitlich denken - das war schon die Maxime des Wasserdoktors Sebastian Kneipp, an die auch die Gesundheitsregionplus Unterallgäu-Memmingen anknüpft. Jetzt soll eine langfristige und abgestimmte Präventionsstrategie für die Region entwickelt werden. Dazu fand im Landratsamt Unterallgäu die Veranstaltung „Regionale Strategieentwicklung im Bereich Prävention“ statt, mit rund 60 Vertreterinnen und Vertretern aus Gesundheitsförderung, Pflege, Bildung, aus Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit, aus Beratung, Verwaltung, Medizin und Politik. Eingeladen hatten Landrat Alex Eder und Oberbürgermeister Jan Rothenbacher als Vorsitzende des Steuerungsgremiums der Gesundheitsregionplus. Eder verwies in seiner Begrüßung auf die lange Tradition des Unterallgäus als „Kneippland“, in dem Gesundheitsförderung und Vorsorge seit jeher eine wichtige Rolle spielen. Kern der Veranstaltung war ein moderierter, interaktiver Austausch an fünf Thementischen. Unter den Überschriften „Gut ins Leben starten“, „Gesund aufwachsen“, „Lebensmitte gesund gestalten“, „Gesund alt werden“ sowie „Vulnerable, schwer erreichbare Zielgruppen“ trugen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Wissen, Erfahrungen und Ideen zusammen und tauschten sich aus. Sie entwickelten erste Visionen und konkrete Ansätze für eine vernetzte Präventionsstrategie und benannten relevante Akteurinnen und Akteure für die weitere Ausgestaltung dieser Strategie. Im Laufe des Jahres 2026 wollen sie die Arbeit in kleineren Arbeitsgruppen fortführen, um die Ergebnisse zu vertiefen und konkrete Ziele zu formulieren. So soll eine gemeinsame und nachhaltige Präventionsstrategie für den Landkreis Unterallgäu und die Stadt Memmingen entstehen - als Grundlage für mehr Gesundheit und Lebensqualität in der Region. Als übergreifendes Konzept dient der „Masterplan Prävention“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention. Zudem gab Nicola Galm von der Gesundheitsregionplus einen kurzen Überblick über die bisherige Arbeit im Bereich Gesundheitsförderung. Dabei hob sie hervor, welche neuen Möglichkeiten sich durch die gesetzliche Verankerung der Gesundheitsregionenplus in Bayern für die zukünftige Arbeit ergeben. Diese Entwicklung ermögliche eine langfristige, strategische Planung. Einen fachlichen Impuls lieferte Andrea Wolff von der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit der Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e.V. (LZG). Sie erläuterte, wie fruchtbar die aktive Einbindung aller relevanten Akteurinnen und Akteure sei. Zugleich betonte sie, dass gute und passende Lösungen für die Region auch gemeinsam mit den verschiedenen Zielgruppen in der Bürgerschaft entwickelt werden sollten. Anna Westbrock von der Gesundheitsregionplus Unterallgäu-Memmingen präsentierte zudem zentrale Ergebnisse einer regionalen Bedarfs- und Bestandsanalyse im Bereich Prävention. Sie hob wichtige Ansatzpunkte wie die Stärkung der Verhältnisprävention und gesunder Lebensbedingungen, die zielgruppenspezifische Ausrichtung von Maßnahmen sowie die Förderung von Sichtbarkeit, Entstigmatisierung und Gesundheitskompetenz hervor. Der Masterplan Prävention des Bayerischen Staatsministeriums kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/
11.05.2026: Jetzt ist es raus: Im Stadtweiherwald gibt es Wichtel! Denn der Stadtweiherwald ist ein richtig alter Wald, in dem sich mystische Wesen wohl fühlen, erklärt Revierleiterin Carola Prinz rund 25 Kindern, die im Wald vor ihr stehen. Carola Prinz arbeitet beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Krumbach-Mindelheim und ist für das Forstrevier Memmingen zuständig. Gemeinsam mit der Klasse 3a der Edith-Stein-Schule macht sie eine Tour durch den Stadtweiherwald - ein Walderlebnistag steht auf dem Stundenplan. An der ersten Station heißt es Fühlen und Tasten. „In den Boxen ist nichts, was lebt und beißt“, verspricht die Försterin. Etwas zögerlich schieben die Kinder ihre Hände in die vorbereiteten Fühlboxen. Sie ertasten Moos, Blätter, Zapfen und sogar ein kleines Reh-Geweih, das die Kinder ausgiebig untersuchen dürfen. Als Belohnung für richtig erfühlte Waldgegenstände gibt es kleine Kristall-Steinchen für die Wichtel. Revierleiterin Carola Prinz und Stefan Honold, Leiter der Forstverwaltung der Stadt Memmingen, haben das Konzept für den Walderlebnistag gemeinsam erarbeitet. Er ist ein neues Angebot für alle dritten Klassen in Memmingen. „Wir möchten Kindern den Lebensraum Wald näherbringen. Der Walderlebnistag soll ihnen Spaß machen und sie sollen den Wald als einen schützenswerten und kostbaren Naturraum erfahren“, erklärt Stefan Honold das Konzept. Mit Hilfe einer Geschichte rund um die Wichtel als mystische Waldbewohner tauchen die Kinder ein in die Welt des Waldes. Auf dem Weg zur nächsten Erlebnisstation erzählt eine Schülerin von ihrem Opa, der vom Wald viel weiß und mit dem sie oft in den Wäldern rund um Memmingen unterwegs ist. Das Mädchen hat Glück mit ihrem Opa, für andere Kinder sind die drei Stunden im Wald eine seltene Erfahrung. „In der dritten Klasse ist der Wald Thema im Heimat- und Sachunterricht (HSU). Wir kommen bald zu den Waldtieren, da unterstützt der Walderlebnistag den Unterricht sehr gut“, erklärt die Klassenlehrerin Eugenia Depprich, die ihre Schützlinge gut im Blick hat. Die Gruppe verlässt den Waldweg und biegt auf einen Pirschpfad ein, der durch das Unterholz führt. Es gibt Silhouetten von Waldtieren zu entdecken: Dachs, Wildschwein, Specht, Eichhörnchen, Reh – für jedes entdeckte Tier gibt es einen Wichtel-Kristall. Die Kinder entdecken den Wald spielerisch und lernen viel über Wildkräuter, Tiere, Sträucher und Bäume. An einer weiteren Station schwärmen die Drittklässler jeweils zu zweit aus, einer hat die Augen verbunden, der andere führt zu einem Baum, dessen Rinde in Ruhe abgetastet und erfühlt wird. Während die Birke papierartig abblättert, hat die Eiche eine tief gefurchte Rinde. Jede Rinde fühlt sich anders an. Nach neun Spielstationen haben die Schulkinder den Stadtweiherwald mit viel Spaß kennengelernt und jede Menge Wissen zum Wald gewonnen. Übrigens: Nach dem Walderlebnistag können die Kinder die folgenden Fragen souverän beantworten: - Was frisst ein Reh? Knospen oder Blätter? Früchte oder Insekten? (Knospen, Früchte) - Wohnen Eichhörnchen in einem Nest oder in einem Kobel (Kobel) - Wie heißt das Kind vom Reh (Kitz) - Was ist größer, Hirsch oder Reh (Hirsch) - Nenne mir 2 Vögel, die bei uns vorkommen (Meise, Buchfink, Amsel…) - Was hat der Hirsch auf dem Kopf (Geweih) - Was frisst der Waldkauz am liebsten (Mäuse) - Was frisst die Fledermaus (Insekten) - Warum schießen Jäger Rehe (zur Regulierung, menschliche Nahrung, Hege) - Wie heißen die Bauwerke, auf denen der Jäger sitzt und jagt (Hochsitz, Bodensitz, Ansitzleiter, Kanzel) - Welches Tier jagt in der Nacht? Reh, Luchs oder Wildhamster (Luchs) - Wer sieht besser, der Adler oder das Reh (Adler)
08.05.2026: Das Stadtmuseum Memmingen eröffnet am Internationalen Museumstag am Sonntag, 17. Mai, um 11 Uhr, eine weitere Ausstellung im Barockjahr: „Barock, Bombasin und Bonbons“ widmet sich den tiefgreifenden Neuerungen des Barocks und verfolgt deren Entwicklung bis in den Spätbarock und das Rokoko. Im Zentrum stehen textile Innovationen wie Bombasin sowie Zuckerwaren wie Bonbons – exemplarische Zeugnisse einer Epoche, in der sich Konsumverhalten und Alltagskultur nachhaltig wandelten – mit Fortwirkungen bis in die Gegenwart. Ein besonderer Fokus liegt auf den globalen Handelsverflechtungen, die diese Veränderungen ermöglichten. Memmingen nahm dabei als bedeutende Handelsstadt eine zentrale Position ein. Entlang der europäischen Handelsroute Venedig – Innsbruck – Memmingen – Frankfurt – Amsterdam zirkulierten Waren, Gelder, Menschen und Innovationen. Seide, Baumwolle, Kaffee und Zucker aus Asien, dem Mittelmeerraum und den kolonialen Anbaugebieten gelangten in stets höheren Mengen nach Mitteleuropa, wo sie weiterverarbeitet und in neue kulturelle Kontexte eingebettet wurden. Die Ausstellung zeigt, wie sich globale Güter mit lokalem Handwerk verbanden und neue Formen materieller Kultur hervorbrachten. Diese Entwicklungen prägten nicht nur Kleidung und Tafelkultur, sondern auch soziale Praktiken und Repräsentationsformen, deren Grundmuster bis heute erkennbar sind. Am Beispiel von Benedikt von Herman wird die enge Verschränkung von internationalem Handel und wirtschaftlichem Erfolg sichtbar. Seine Aktivitäten in Venedig und Memmingen, die ihn zu einem der wohlhabendsten Individuen des 18. Jahrhunderts in ganz Europa machten, verdeutlichen die Bedeutung individueller Akteure innerhalb transregionaler Netzwerke und machen die Reichweite Memminger Handelsbeziehungen anschaulich. „Barock – Bombasin und Bonbons“ versteht den Barock als eine Epoche von Austausch und Transformation. Die Ausstellung macht erfahrbar, wie intensiv globale Verflechtungen das Leben vor Ort prägten – und wie nachhaltig die in dieser Zeit angestoßenen Entwicklungen bis heute nachwirken. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher wird die Ausstellung eröffnen und Museumsleiterin Regina Gropper wird eine kuratorische Einführung in die Ausstellung geben. PD Dr. Magnus Ressel wird die historische Recherche zu den Ausstellungsthemen noch weiter erläutern. Kathrin Ebenhoch (Klavier) und Sandra Miller (Flöte) sorgen für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung. Das Ausstellungsprojekt wird unterstützt durch VR Bank, die Sparkassenstiftung Memmingen-Mindelheim und das Begleitprogramm durch die Anton & Petra Ehrmann-Stiftung. Mehr Infos unter www.stadtmuseum-memmingen.de Vernissage am Sonntag, 17.05.2026, 11 Uhr im Stadtmuseum Memmingen im Hermansbau (Zangmeisterstr. 8, 87700 Memmingen) Im Anschluss: Empfang und Besichtigung der Ausstellung Ausstellungsdauer: 17. März 2026 – 22. Dezember 2027 Winterschließzeit: ab 21. Dezember 2026 – März 2027
Ballet Classique Solenne präsentiert „Schwanensee“ – die Europa-Tournee 2026 mit internationalem Ensemble, prachtvollen Kostümen und klassischer Eleganz in einer neuen Inszenierung.
An jedem Sonntag Führung um 15 Uhr. Glasfenster, Malerei, Architektur, Parklandschaft im Günztal. Biblische und mythologische Bilder des Künstlers Erich Schickling (1924-2012).
Für Hillus Herzdropfa gilt die einfache Formel von Thaddäus Troll: „Schwabe ist wer schwäbisch spricht“ Unser Schwobaländle ist keines der Bundesländer, das von Politikern festgelegt wurde, vielmehr ist es ein „Kulturraum“ ein Gebiet in dem Menschen eine gemeinsame Kultur teilen.
Vortrag von Wolf-Dieter Storl
Bilderbuchtheater für die ganze Familie
30.04.2026: Bis 28. Mai wird ein „Mobiles Grünes Zimmer“ in Memmingen aufgestellt. Auf dem Weinmarkt entsteht damit für vier Wochen ein begrünter Aufenthaltsort mitten in der Innenstadt. Die mobile Installation besteht aus bepflanzten Wänden und schattenspendenden Elementen. Sie bietet Bürgerinnen und Bürgern einen Ort zum Verweilen und dient gleichzeitig als anschauliches Beispiel für Maßnahmen der Klimaanpassung im urbanen Raum. Gerade an heißen Tagen kann das Grüne Zimmer als schattiger Rückzugsort oder auch als Wartebereich neben der Bushaltestelle im öffentlichen Raum genutzt werden. Mit dem Projekt möchte die Stadt Memmingen auf zentrale Themen der Klimaanpassung aufmerksam machen. Dazu zählen insbesondere der Umgang mit zunehmender Hitze, die Bedeutung von Stadtgrün sowie die Entsiegelung von Flächen zur Verbesserung des Stadtklimas. Begleitend werden einzelne Fachbereiche der Stadtverwaltung das Grüne Zimmer zu ausgewählten Zeiten nutzen, um über verschiedene Themen zu informieren und mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Das Programm ist auf der Website veröffentlicht. Es sind unter anderem das Gesundheitsamt, das Friedhofsamt sowie das Stadtplanungsamt miteinbezogen. Interessierte sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen und sich zu informieren. Da kein fester Regenschutz vorhanden ist, kann der „Raum“ jedoch ausschließlich bei geeigneter Witterung bespielt werden. Ein weiterer Bestandteil des Programms ist ein Online-Webinar zur Gebäudebegrünung am 11. Mai um 18:00 Uhr. Der Bundesverband GebäudeGrün e. V. (BuGG) bietet ein Webinar an, in dem Möglichkeiten und Vorteile von Dach- und Fassadenbegrünungen vorgestellt werden. Zudem wird auf das Förderprogramm Klimaanpassung der Stadt Memmingen eingegangen. Anmeldungen sind bereits jetzt über den Link der VHS möglich. Mit dem Einsatz des Mobilen Grünen Zimmers setzt die Stadt Memmingen ein sichtbares Zeichen für mehr Lebensqualität, Klimaanpassung und nachhaltige Stadtentwicklung. Das Projekt wird durch die Sparkasse Schwaben-Bodensee als Sponsor unterstützt.