14.06.2020: Erzieherinnen und Erzieher tragen dazu bei, allen Kindern in Deutschland Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Bildung, Betreuung und Erziehung zu ermöglichen. Denn gute Betreuung findet dort statt, wo es motivierte und gut qualifizierte pädagogische Fachkräfte in ausreichender Zahl gibt. Das Bundesfamilienministerium unterstützt daher mit dem Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher: Nachwuchs gewinnen, Profis binden“ Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen dabei, pädagogische Fachkräfte zu gewinnen und bereits ausgebildete Fachkräfte im Beruf zu halten und ihre Kompetenzen zu stärken. Auch die Stadt und Unterhospitalstiftung Memmingen sind im Bereich "Aufstiegsbonus für Profis" mit dabei: Wir freuen uns, dass 33 unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unseren KiTas dabei durch Zulagen zwischen 100-300 EUR/Monat (brutto) aufgrund ihrer besonderen Qualifizierung im Rahmen dieses Programms profitieren und ihr Wissen und ihre Fähigkeiten im Rahmen von Workshops und Seminaren weiter geben. Weitere Infos zum Bundesprogramm finden Sie hier . Wenden Sie sich gerne auch direkt an uns .
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren erhalten eine Pauschale von 15 Euro monatlich für Vereins-, Kultur- oder Ferienangebote, um z.B. beim Musikunterricht, beim Sport, bei Spiel und Geselligkeit oder bei Freizeiten mitmachen zu können. Die Pauschale wird direkt an den Leistungsberechtigten ausgezahlt. Mit der Pauschale können auch Anschaffungen finanziert werden, wenn diese für die Teilhabe notwendig sind (z. B. spezielle Sportausrüstung). In begründeten Ausnahmefällen können darüber hinaus weitere tatsächliche Aufwendungen berücksichtigt werden, wenn es dem Leistungsberechtigten im Einzelfall nicht zugemutet werden kann, diese aus der monatlichen Pauschale von 15 Euro und aus dem Regelbedarf zu bestreiten. Wichtig: Die Leistung wird bei Vorliegen der grundsätzlichen Voraussetzungen auf Antrag erbracht. Leistungsberechtigte nach dem SGB II können sich an ihr zuständiges Jobcenter wenden Nachweis der Mitgliedschaft/Anmeldung Wohngeldbescheid oder Kinder(geld)zuschlagsbescheid oder Sozialhilfebescheid oder Bescheid nach dem Asylbewerberleistungsgesetz § 6b Bundeskindergeldgesetz i.V.m. § 28 SGB II, § 34 SGB XII, AsylbLG Jobcenter Memmingen
Schülerinnen und Schüler erhalten jeweils zum Beginn des ersten Schulhalbjahres (August) und zum zweiten Schulhalbjahr (Februar) eine Pauschale für den persönlichen Schulbedarf. Anschaffungen wie Schulranzen, Sportzeug und Schreib-, Rechen- und Zeichenmaterialien (z.B. Füller, Malstifte, Taschenrechner) sollen dadurch erleichtert werden. Die Unterstützung erfolgt direkt an die Leistungsberechtigten. Die aktuellen Pauschalen liegen bei 65 Euro für das zweite Schulhalbjahr 2024/2025 und 130 Euro für das erste Schulhalbjahr 2025/2026. Die Höhe des Schulbedarfpakets wird jährlich zusammen mit den Regelbedarfsstufen nach § 28 SGB XII fortgeschrieben.“ Wichtig: Die Leistung kann nur erbracht werden, wenn bei Vorliegen der grundsätzlichen Voraussetzungen rechtzeitig vorher ein Antrag gestellt wurde. Leistungsberechtigte nach dem SGB II können sich an ihr zuständiges Jobcenter wenden. Wohngeldbescheid oder Kinder(geld)zuschlagsbescheid oder Sozialhilfebescheid oder Bescheid nach dem Asylbewerberleistungsgesetz Nachweis über Schulbesuch (z. B. Schulbescheinigung) § 6b Bundeskindergeldgesetz i.V.m. § 28 SGB II, § 34 SGB XII, AsylbLG Jobcenter Memmingen
12.02.2022: Im Seniorenzentrum Bürgerstift wird in den kommenden Monaten ein spannendes neues Projekt gestartet: Eine Kindergartengruppe zieht in die Alten- und Pflegeeinrichtung an der Frauenkirche ein. Die neue Gruppe ist eine Außenstelle des Stadtweiherkindergartens und wird pädagogisch einen Schwerpunkt auf die Begegnung von Jung und Alt setzen. „Mit dem Kindergarten im Bürgerstift kommen die Generationen näher zusammen. Ich freue mich über die Planung und bin gespannt, was daraus alles wachsen wird“, betont Oberbürgermeister Manfred Schilder. Die Idee dazu kam im Team des Bürgerstifts auf. „Bei Besuchen von Kindern in unserem Haus haben wir immer wieder festgestellt, wie positiv unsere Bewohnerinnen und Bewohner auf die Kleinen reagieren. Kinder zaubern ein Lächeln ins Gesicht der Seniorinnen und Senioren“, erklärt Martin Mayer, Leiter des Bürgerstifts. Beim Amt für Kindertageseinrichtungen wurde der Vorschlag interessiert aufgenommen und weiterentwickelt. Das pädagogische Konzept sieht Ziele vor wie „Toleranz und Rücksichtnahme gewinnen“, „Kulturgut erhalten und weitergeben“, „Sensibilität füreinander fördern und Berührungsängste abbauen“ oder „das Gefühl erhalten, für jemand wichtig zu sein.“ Möglich ist Vieles, wie gemeinsam gärtnern, singen oder backen. „Dabei achten wir schon bei den Rahmenbedingungen darauf, dass das Projekt gute Voraussetzungen hat und mögliche Schwierigkeiten vermieden werden: Beginnend von einem eigenen Eingang für die Kindergartengruppe bis zur Belegung der Gruppe vor allem mit etwas älteren Kindergartenkindern“, betont Bernhard Hölzle, Leiter des Amts für Kindertageseinrichtungen. Bei pandemiebedingt erhöhten Infekti¬onsschutzregeln kann die Kindergartengruppe auch komplett separat und für Jung und Alt sicher betrieben werden. „Hier bauen wir auf die gute Zusammenarbeit mit der Hausleitung und der Bewohnervertretung des Bürgerstiftes: Wir sind froh, dass wir von dort so aktiv unterstützt und eingeladen wurden, dieses Projekt gemeinsam anzugehen“, erklärt Hölzle. Für die Beschäftigten des Bürgerstifts bietet sich die Chance, das eigene Kind direkt an der Arbeitsstelle betreut zu wissen. Dies könnte sich zu einem wichtigen Plus für das Bürgerstift entwickeln, wenn dringend gesuchtes Pflegepersonal die möglichen Einrichtungen bei der Wahl der geeigneten Arbeitsstelle miteinander vergleicht. Die Kindergartengruppe wird in Räumlichkeiten im Untergeschoss des Bürgerstifts ziehen, die bislang für einen Gymnastikraum gedient haben und nur wenig genutzt wurden. 104m² stehen dort für einen Gruppenraum und einen Nebenraum zur Verfügung. Die neue Gruppe bietet bis zu 15 Kindern Platz. Damit kommt die Einrichtung der neuen Gruppe dem aktuell bestehenden Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder entgegen und bietet Eltern eine neue Möglichkeit, einen Kindergartenplatz für ihre Kind zu erhalten. Die neue Kindergartengruppe im Bürgerstift (Gebäude Nord) mit dem Konzept „Mehrere Generationen unter einem Dach“ soll im Frühjahr/Frühsommer 2022 starten. Die Betreuungszeiten sind von Montag bis Freitag jeweils von 7:30 Uhr bis 15 Uhr. Interessierte Familien können sich an das Amt für Kindertageseinrichtungen unter kita(at)memmingen.de wenden. Quelle: Pressestelle der Stadt Memmingen
21.12.2021: Im Seniorenzentrum Bürgerstift wird in den kommenden Monaten ein spannendes neues Projekt gestartet: Eine Kindergartengruppe zieht in die Alten- und Pflegeeinrichtung an der Frauenkirche ein. Die neue Gruppe ist eine Außenstelle des Stadtweiherkindergartens und wird pädagogisch einen Schwerpunkt auf die Begegnung von Jung und Alt setzen. „Mit dem Kindergarten im Bürgerstift kommen die Generationen näher zusammen. Ich freue mich über die Planung und bin gespannt, was daraus alles wachsen wird“, betont Oberbürgermeister Manfred Schilder. Die Idee dazu kam im Team des Bürgerstifts auf. „Bei Besuchen von Kindern in unserem Haus haben wir immer wieder festgestellt, wie positiv unsere Bewohnerinnen und Bewohner auf die Kleinen reagieren. Kinder zaubern ein Lächeln ins Gesicht der Seniorinnen und Senioren“, erklärt Martin Mayer, Leiter des Bürgerstifts. Beim Amt für Kindertageseinrichtungen wurde der Vorschlag interessiert aufgenommen und weiterentwickelt. Das pädagogische Konzept sieht Ziele vor wie „Toleranz und Rücksichtnahme gewinnen“, „Kulturgut erhalten und weitergeben“, „Sensibilität füreinander fördern und Berührungsängste abbauen“ oder „das Gefühl erhalten, für jemand wichtig zu sein.“ Möglich ist Vieles, wie gemeinsam gärtnern, singen oder backen. „Dabei achten wir schon bei den Rahmenbedingungen darauf, dass das Projekt gute Voraussetzungen hat und mögliche Schwierigkeiten vermieden werden: Beginnend von einem eigenen Eingang für die Kindergartengruppe bis zur Belegung der Gruppe vor allem mit etwas älteren Kindergartenkindern“, betont Bernhard Hölzle, Leiter des Amts für Kindertageseinrichtungen. Bei pandemiebedingt erhöhten Infekti¬onsschutzregeln kann die Kindergartengruppe auch komplett separat und für Jung und Alt sicher betrieben werden. „Hier bauen wir auf die gute Zusammenarbeit mit der Hausleitung und der Bewohnervertretung des Bürgerstiftes: Wir sind froh, dass wir von dort so aktiv unterstützt und eingeladen wurden, dieses Projekt gemeinsam anzugehen“, erklärt Hölzle. Für die Beschäftigten des Bürgerstifts bietet sich die Chance, das eigene Kind direkt an der Arbeitsstelle betreut zu wissen. Dies könnte sich zu einem wichtigen Plus für das Bürgerstift entwickeln, wenn dringend gesuchtes Pflegepersonal die möglichen Einrichtungen bei der Wahl der geeigneten Arbeitsstelle miteinander vergleicht. Die Kindergartengruppe wird in Räumlichkeiten im Untergeschoss des Bürgerstifts ziehen, die bislang für einen Gymnastikraum gedient haben und nur wenig genutzt wurden. 104m² stehen dort für einen Gruppenraum und einen Nebenraum zur Verfügung. Die neue Gruppe bietet bis zu 15 Kindern Platz. Damit kommt die Einrichtung der neuen Gruppe dem aktuell bestehenden Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder entgegen und bietet Eltern eine neue Möglichkeit, einen Kindergartenplatz für ihre Kind zu erhalten. Die neue Kindergartengruppe im Bürgerstift (Gebäude Nord) mit dem Konzept „Mehrere Generationen unter einem Dach“ soll im Frühjahr/Frühsommer 2022 starten. Die Betreuungszeiten sind von Montag bis Freitag jeweils von 7:30 Uhr bis 15 Uhr. Interessierte Familien können sich an das Amt für Kindertageseinrichtungen unter kita(at)memmingen.de wenden. Quelle: Pressestelle der Stadt Memmingen
Bestandsgruppe F Zunft-, Vereins- und Privatarchive Nachlass Dr. Friedrich Stöhlker (Depositum) Seit Mitte der 1990er Jahre hat der Heimatdienst Buxheim e.V., auch Dank der Vermittlung von P. Siegfried Schäffler SDB (Marianum), einen intensiven und freundschaftlichen Kontakt zu Dr. Friedrich Stöhlker und seiner Frau Inge-Beate Stöhlker entwickelt. Diese engen Beziehungen gipfelten zum einen in der Verleihung der Ehrenbürgerwürde Buxheims (5.9.2001), zum andern in der Überlassung des wissenschaftlichen Nachlasses im Jahre 2008 durch Frau Stöhlker und ihre Familie nach dem Tode ihres Mannes bzw. Vaters (30.11.2007) an den Heimatdienst Buxheim e.V.. Frau Stöhlker hatte eigenhändig den Nachlass gesichtet, geordnet und zur Übergabe vorbereitet, darunter die über 150 Aktenordner mit Personalschematismen, Archiv-Exzerpten, Transkriptionen und Literatursammlungen zu den Kartäusern, insbesondere zu den deutschen Kartausen (Buxheim, Ittingen, Tückelhausen u.a.). Dieses so gewichtige geistige Vermächtnis des bedeutendsten Kartäuserforschers des 20. Jahrhunderts ist als Dauerleihgabe im Stadtarchiv Memmingen der Forschung zugänglich. F_Stoehlker_Verzeichnis_01.pdf F_Stoehlker_Biographie.pdf
Tierseuchen sind Infektionskrankheiten die sich in der Regel rasant verbreiten. Manche stellen für den Menschen keine Gefahr dar, andere wiederum sind auf den Menschen übertragbar. Neben zum Teil erhebliche Leiden die beim Tier entstehen sind auch große wirtschaftliche Schäden mit einem Ausbruch einer Tierseuche verbunden. Daher ist es Aufgabe des Veterinäramtes Memmingen der Einschleppung von Seuchen durch Vorbeugung entgegenzutreten und im Falle eines Auftretens die Seuche wirkungsvoll zu bekämpfen. Im Einzelnen sind das folgende Maßnahmen: Regelmäßige Untersuchung von Tieren und Beständen Schnelle Diagnostik bei Seuchenverdacht Lückenlose Tierkennzeichnung (HIT-Datenbank) Europaweites Melde- und Berichtswesen (Tierseuchennachrichtensystem TSN) Einfuhrkontrollen Exportbescheinigungen Für eine effiziente Seuchenbekämpfung ist es unerlässlich, dass alle Tierbestände beim Veterinäramt gemeldet sind. Diese Meldepflicht ist gesetzlich für Halter aller üblichen Nutztierrassen incl Bienen und Geflügel - auch von Privathaltungen - vorgeschrieben. Weitere Informationen: Informationen des Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit über Tierseuchen und Tiergesundheit Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Bayerisches Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Informationen zu Tierseuchen in Wikipedia
Auskünfte aus dem Melderegister sind kostenpflichtig und können persönlich, schriftlich oder online (siehe unten) aber nicht per Email und nicht telefonisch beantragt werden. Eine Auskunft darf nur dann erteilt werden, wenn die gesuchte Person mit den gemachten Angaben zweifelsfrei identifizierbar ist. Daher ist bei der Beantragung jeweils der Familienname, frühere Namen, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht oder eine Anschrift in Memmingen anzugeben. Außerdem ist anzugeben, dass die Daten weder zu Werbezwecken noch für Adresshandel verwendet werden. Es sei denn, die betroffene Person hat dem ausdrücklich zugestimmt. Der Antrag ist formlos möglich. Melderegisterauskünfte können Sie auch rund um die Uhr online über das Internet abrufen! Dabei erhalten Sie Auskunft über den Vor- und Familiennamen (mit akademischem Grad), derzeitige Anschriften sowie sofern die Person gestorben ist, diese Tatsache Online-Terminvereinbarung mit dem Bürgeramt Für jede schriftlich gestellte Melderegisterauskunft ist eine Gebühr von 10,00 Euro zu entrichten. Bitte legen Sie Ihrer Anfrage einen Freiumschlag und 10,00 Euro in Bar bei. Für jede Online-Melderegisterauskunft werden 8,00 Euro verrechnet.
19.04.2024: Liebe KiTa-Kolleginnen und Kollegen in den kommunal verwalteten KiTas, wir werden die Betriebsträgerschaft bei unseren KiTas zum 01.01.2025 vereinheitlichen. Diesen Grundsatzbeschluss hat der Finanzausschuss des Stadtrates nun gefasst. Wahrscheinlich wird man das im ersten Moment nicht gleich merken, weil alle diese KiTas schon immer aus einer Hand durch das KiTa-Amt verwaltet wurden. Für die Eltern ändert sich praktisch nichts. Nur die internen Strukturen werden einfacher: Es wird nun alles über eine gemeinsame Trägerschaft der Stadt Memmingen rechtlich abgewickelt und nicht über die mm-Unterhospitalstiftung und die mm-Stadt-Trägerschaft parallel: Also einfachere Arbeitsvertragsgestaltung für die Mitarbeitenden bei Bewahrung des Bestandes und weniger interne Verrechnungen. Das ist uns beides wichtig. Mit diesem Beschluss haben wir jetzt gut Zeit bis zum Jahreswechsel, die internen Abläufe umzustellen und für die Mitarbeitenden anzupassen. Zu Fragen dazu stehen das Personalamt, die Personalvertretung und das KiTa-Amt zur Verfügung. Auch wird des dazu noch eine eigene Personalversammlung geben und Sie bekommen dann noch eine persönliche Info. Ihr Amt für Kindertageseinrichtungen
24.07.2026: Zum Ferienbeginn eröffnet die letzte Ausstellung in der MEWO Kunsthalle, bevor es über den Sommer etwas ruhiger wird. Dafür verspricht der Termin ein besonderes Live-Erlebnis. Im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung "Schatten der Vergangenheit" (1. August 2026 bis 22. November 2026) findet eine Performance statt, die Tanz und Bildende Kunst verbindet. Das gesamte Projekt wurde von Beverley Onyangunga, Filip Anić und Kennedy Muntanga konzipiert und setzt sich mit der kolonialen Geschichte des Kongo-Freistaats und den bis heute spürbaren Folgen auseinander. Das Thema wiegt schwer, aber das Projekt verspricht den spannenden Blick dreier junger, internationaler Kunstschaffender in ihrer gemeinsamen Suche nach Ausdrucksformen jenseits der Sprache. Memmingen ist dabei die erste Station des sich weiterentwickelnden Projekts, das in der Folge auch in Großbritannien und Kroatien präsentiert wird. "Schatten der Vergangenheit" in der MEWO Kunsthalle in Memmingen ist der erste Teil des fortlaufenden Performance- und Ausstellungsprojektes "Shadows of the Free State", das von Beverley Onyangunga, Filip Anić und Kennedy Muntanga für Ausstellungsorte in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und in Kroatien entwickelt wurde. Thematischer Ausgangspunkt ist die koloniale Geschichte des Kongo-Freistaats – von 1885 bis 1908 ein formal unabhängiger Staat in Zentralafrika, der jedoch als Privatbesitz unter der absoluten Kontrolle des damaligen belgischen Königs Leopold II. stand. Die zu dieser Zeit begangenen Verbrechen resultierten schon früh in internationalen Protesten, doch die kolonialistische Ausbeutung von Menschen und Bodenschätzen setzt sich bis heute fort. Schatten dieser Vergangenheit verfolgen uns bis in die Gegenwart. Eventuell kann eine Auseinandersetzung mit dieser Geschichte dazu beitragen, unsere eigene Zeit besser zu verstehen und Verhaltensmuster zu begreifen. Doch Vergangenheit wird nicht allein durch Geschichtsschreibung erschlossen, teilweise überdauern auch Erfahrungen. So werden die Traumata der Opfer und Täter vererbt und beeinflussen die Wahrnehmung und das Tun der nachfolgenden Generationen. Filip Anić, Shadows of the Free State (Skizze zur Performance), 2026 "Shadows of the Free State" versucht, sich diesem Thema auf künstlerische Weise zu nähern. Manipulierte Fotografien von Beverley Onyangunga und Zeichnungen von Filip Anić geben den Rahmen vor. Onyangunga ergänzt historische Schwarz-Weiß-Fotografien durch rotgefärbte Gliedmaßen und verdeutlicht damit die Brutalität des damaligen Regimes, das selbst kleinste Vergehen mit Amputation bestrafte. Anić zeichnet, was während der Performance geschieht, wie die Tänzer*innen Farbe auf die Leinwände übertragen und so ihre Spuren hinterlassen. Zentrum des Projekts ist jedoch die Performance – live am Eröffnungsabend und als Dokumente in der Ausstellung (bestehend aus einem Film und den bemalten Leinwänden), die von Kennedy Muntanga choreografiert wird. Beverley Onyangunga (* 1995 in London, UK) studierte Bildende Kunst am Chelsea College of Arts in London. Ihre multidisziplinäre Arbeit ist durch ihre kongolesische Herkunft und ihre britische Sozialisation geprägt. Sie lebt und arbeitet in London. Filip Anić (* 2001 in Osijek, HR) studiert derzeit in einem Masterstudiengang an der Academy of Arts and Culture in Osijek. Er lebt und arbeitet in Osijek. Kennedy Junior Muntanga (* in Ndola, ZM) zog als Kind nach Leeds (UK), wo er früh seine Tanzausbildung begann. 2019 schloss er sein Studium an der Rambert School of Ballet and Contemporary Dance in London ab und arbeitete seither als Tänzer und Choreograf für zahlreiche international bekannte Kompanien. Weitere Termine: Digitale Führung durch ›Schatten der Vergangenheit‹ Do, 17. September 2026, 19 Uhr. Anmeldung per E-Mail unter vermittlung(at)mewo-kunsthalle.de