Flächennutzungsplan Der Flächennutzungsplan bildet die sogenannte vorbereitende Bauleitplanung der Kommune. Ziel der Planung ist eine nachhaltige und zukunftsfähige Siedlungsentwicklung auf Grundlage des zu erwartenden Bedarfs sowie übergeordneter Planungsvorgaben. Der Flächennutzungsplan wird in der Regel für einen Zeitraum von etwa 10 bis 15 Jahren aufgestellt. Die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes wurde am 28.11.2025 rechtswirksam. Die in ihm dargestellten Siedlungsflächen umfassen zum einen den aktuellen Bestand, zum anderen aber auch die von der Stadt Memmingen für die Zukunft angedachten Siedlungsentwicklungen. Mit Fertigstellung des Flächennutzungsplans besteht jedoch kein Baurecht - erst mit Überführung der Darstellungen in eine verbindliche Bauleitplanung (Bebauungsplan) werden die Siedlungsausweisungen flächenscharf und für jedermann bindend. Das Planwerk des Flächennutzungsplans umfasst das gesamte Stadtgebiet von Memmingen. Neben den klassischen Gebietstypen (Wohnbaufläche, gemischte, gewerbliche und Sonderbaufläche) werden in ihm auch größere Energiefreileitungen, Schutzgebiete, Bodendenkmäler und dergleichen nachrichtlich dargestellt, also aus übergeordneten Fachplanungen übernommen. In Memmingen werden über die Siedlungsflächen hinaus große Bereiche von Wäldern und landwirtschaftlichen Nutzflächen eingenommen, die ebenfalls im Flächennutzungsplan dargestellt sind und um Grünflächen, Straßenverkehrsflächen und sonstige Flächennutzungen ergänzt, so dass jede Fläche im Stadtgebiet einer Nutzung zugeordnet ist. Landschaftsplan Darüber hinaus umfasst der Flächennutzungsplan auch Aussagen des Landschaftsplans. Der Landschaftsplan analysiert die Bestandssituation für die unterschiedlichen Belange des Natur- und Umweltschutzes, erkennt Konflikte und Defizite und leitet daraus entsprechende Maßnahmen ab. Diese werden in die Darstellungen des Flächennutzungsplans integriert und erhalten damit gegenüber der Kommune selbst sowie gegenüber allen an der Neuaufstellung beteiligten Behörden und Trägern öffentlicher Belange Verbindlichkeit.
01.09.2026: In den Memminger KiTas beginnt für rund 450 Kinder und Jugendliche in diesen Tagen das neue KiTa-Jahr. Herzlich willkommen: Wir wünschen eine schöne und kreative Zeit in unseren KiTas! Insgesamt bietet die Stadt Memmingen in Zusammenarbeit mit den freien Trägern dann fast 2000 Plätze an über 30 Standorten neben den sonstigen Betreuungsangeboten wie Tagespflege und Schulbetreuung an. Auf dieser Internetseite finden Sie das Wichtigste über unsere KiTas. Gerne stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen für Ihre Anliegen und Fragen zum Thema Kinderbetreuung zur Verfügung. Auch wir als Amt für Kindertageseinrichtungen steht Ihnen gerne beratend zur Seite. Anbei finden Sie auch die Öffnungszeiten der kommunalen KiTas 2026/2027 und eine Elterninfo. Ihr Amt für Kindertageseinrichtungen
Buchung unter tourismus-memmingen.de
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Ehrenamt und Vereine Informationen rund um das Ehrenamt und das Vereinsangebot für Kinder und Jugendliche Erweitertes Führungszeugnis für Ehrenamtliche Online Beantragung des erweiterten Führungszeugnisses : sehr einfach mit der "AusweisApp" (mit NFC-fähigem Smartphone; Mindestalter 16J.; Bund-ID-Konto erstellen) alle Personen unter 16 Jahren müssen weiterhin persönlich beim Einwohnermeldeamt erscheinen. Alternativ können Personensorgeberechtigte (ohne Vollmacht) für ihr minderjähriges Kind ein Führungszeugnis beantragen. Das erweiterte Führungszeugnis nach § 30 Abs. 5 und § 30a Abs. 2 BZRG kann online oder persönlich beim Einwohnermeldeamt der Wohnsitzgemeinde beantragt werden. Ehrenamtliche aus Memmingen wenden sich an das Bürgeramt in der Kalchstraße, alle anderen an die Einwohnermeldeämter ihrer Gemeinde bzw. Verwaltungsgemeinschaft. In der Regel dauert es zwischen ein bis zwei Wochen zwischen Antragstellung und Zusendung durch das Bundesamt für Justiz. Kostet das erweiterte Führungszeugnis etwas? Nein, die Ausstellung ist für alle ehrenamtlich tätigen Personen kostenfrei. Der Verein/Träger bescheinigt mit Unterschrift und Stempel auf dem Vordruck die ehrenamtliche Tätigkeit (siehe unten Downloads: Einzelbestätigung). Mit dieser Bescheinigung können die ehrenamtlich Tätigen das erweiterte Führungszeugnis beim Einwohnermeldeamt beantragen. Wer bekommt das Zeugnis dann zugeschickt? Das erweiterte Führungszeugnis wird immer und ausschließlich der antragstellenden Person zugeschickt. Diese kann es dann dem Verein/Träger vorlegen. Wichtig: Das Zeugnis muss nur vorgelegt werden, der Verein Träger darf es nicht einbehalten. Es verbleibt beim Ehrenamtlichen und kann somit auch zur Vorlage bei anderen Vereinen genutzt werden. Gibt es eine Alternative zur Vorlage beim Verein/Träger? Ja! Nicht jede Eintragung ist relevant für den Kinder- und Jugendschutz: bei uns in Memmingen besteht deshalb auch die Möglichkeit, sich beim Stadtjugendamt nach Vorlage des erweiterten Führungszeugnisses kostenlos ein „Negativzeugnis“ ausstellen zu lassen, in dem bestätigt wird, daß keine vom § 72 a SGB VIII erfassten Eintragungen aus dem vorgelegten erweiterten Führungszeugnis hervorgehen. (Stadtjugendamt, Ulmerstraße 2, 2. OG, Zimmer-Nr. 202). Um welche Eintragungen im erweiterten Führungszeugnis geht es? § 72a Abs. 1 S. 1 SGB VIII erfasst folgende Straftatbestände des StGB (Stand: Dez. 2021): § 171 Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht § 174 Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen § 174a Sexueller Missbrauch von Gefangenen, behördlich Verwahrten oder Kranken und Hilfsbedürftigen in Einrichtungen § 174b Sexueller Missbrauch unter Ausnutzung einer Amtsstellung § 174c Sexueller Missbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses §§ 176 bis 176b Tatbestände des sexuellen Missbrauchs von Kindern §§ 177 bis 179 Tatbestände der sexuellen Nötigung und des sexuellen Missbrauchs § 180 Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger § 180a Ausbeutung von Prostituierten § 181a Zuhälterei § 182 Sexueller Missbrauch von Jugendlichen § 183 Exhibitionistische Handlungen § 183a Erregung öffentlichen Ärgernisses §§ 184 bis 184c Verbreitung, Erwerb und Besitz pornografischer Schriften § 184d Zugänglichmachen pornografischer Inhalte mittels Rundfunk oder Telemedien; Abruf kinder- und jugendpornografischer Inhalte mittels Telemedien § 184e Veranstaltung und Besuch kinder- und jugendpornografischer Darbietungen §§ 184f-g Verbotene und jugendgefährdende Prostitution § 184i Sexuelle Belästigung § 184j Straftaten aus Gruppen § 184k Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen § 184l Inverkehrbringen, Erwerb und Besitz von Sexpuppen mit kindlichem Erscheinungsbild § 201a Abs. 3 Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen § 225 Misshandlung von Schutzbefohlenen §§ 232 bis 233a Tatbestände des Menschenhandels § 234 Menschenraub § 235 Entziehung Minderjähriger § 236 Kinderhandel Wie dokumentiert der Verein/Träger die Vorlagen der erweiterten Führungszeugnisse? Es genügt, eine Liste der eintragsfreien erweiterten Führungszeugnisse zu führen, in der der Name des Ehrenamtlichen, das Datum der Ausstellung, sowie das Vorlagedatum hinterlegt sind. Diese Liste unterliegt einer datenschutzrechtlichen Sorgfaltspflicht. Das heißt, sie darf nur den dafür im Verein beauftragten Personen zugänglich sein. Ausgeschiedene Ehrenamtliche sind aus der Liste zu löschen. Das Jugendamt stellt hierfür eine Excel-Vorlage zur Verfügung (siehe Downloads rechts oben auf dieser Seite). Bei Ablauf der Gültigkeit werden die ehrenamtlichen Mitarbeiter in der Liste farblich hervorgehoben. In den Vereinen sollte ein Ansprechpartner benannt werden, dem die Führungszeugnisse vorgelegt werden und der die Liste führt. Wie sehen die gängigen Fristen aus? Es darf bei Vorlage nicht älter als 3 Monate sein. Die Vorlagepflicht beginnt für Ehrenamtliche, die das 14. Lebensjahr vollendet haben. Das Führungszeugnis gilt maximal 5 Jahre. Vereine können jedoch auch eine andere Frist festlegen und bspw. alle 3 Jahre zur Vorlage auffordern. Downloads Einordnungshilfe.pdf Einzelbestaetigung.pdf Vorlagen-Vereine.xls FAQ-Praxisfragen-1.pdf FAQ-Praxisfragen-2.pdf Fortbildungen und Termine für Ehrenamtliche, Jugendleiter und Jugendleiterinnen Infoveranstaltung “Fit für Kinder- und Jugendschutz - Schutzkonzept für Jugendverbände und Vereine” , 21.10.2026 (17:00 - 18:30 Uhr), eine Trainingseinheit für den Themenbereich sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend "Jugendleiter-Grundkurs (Juleica)" der Evangelischen Jugend Memmingen 30.03. bis 03.04.2026 (Pfeifferhof in Rot an der Rot) "Die Anmeldung erfolgt wie immer über unseren Veranstaltungskalender in den Evangelischen Terminen, der auch auf unserer Homepage verlinkt ist. Hier muss lediglich die betreffende Veranstaltung ausgewählt und das Anmeldeformular angeklickt uns ausgefüllt werden." (Anmeldeschluss: 25.02.2026) "Jugendleiter-Grundkurs (Juleica)" der Katholischen Jugendstelle Memmingen 07.04. bis 11.04.2026 (Jugendhaus Waldmühle in Böhen) Anmeldung Zuschussantrag zur Förderung der Jugendarbeit Die Stadt Memmingen gewährt Zuschüsse zur Förderung der Jugendarbeit aus den für diesen Zweck bereitgestellten Mitteln der Stadt Memmingen. Die Förderung erfolgt auf der Grundlage nach §12 und § 74 SGB VIII. Antragsberechtigt sind alle Jugendorganisationen, die Mitglied im Stadtjugendring Memmingen sind. Downloads Zuschussrichtlinien_-_Stand_17.06.2026.pdf Zuschussantrag_Stadt_Memmingen_2026-01-01.pdf Bankverbindung_fuer_Grundfoerderung.pdf
28.04.2026: Bereits seit über 50 Jahren verleiht die Stadt Memmingen ihren jährlichen Fassadenpreis. In diesem Jahr wurden zwei Projekte in der Altstadt ausgezeichnet. „Die Bauträger und Bauträgerinnen haben hier vorbildlich modernisiert. Beide Häuser wirken sich positiv auf die Umgebung aus und zeigen, dass gestalterische Lebendigkeit und historisches Fingerspitzengefühl Hand in Hand gehen können“, lobt Oberbürgermeister Jan Rothenbacher. Bei einer kleinen Feier mit den Eigentümerfamilien und den zuständigen Planern bedankte er sich bei den Verantwortlichen für die gelungenen Instandsetzungen, die dabei helfen, das Memminger Stadtgefühl zu erhalten. Ausgezeichnet wurde die Gesamtrestaurierung des Hauses in der Herrenstraße 18. Die Begründung der Jury: Insgesamt überzeugt die Maßnahme durch ihre hohe gestalterische Sensibilität, ihre denkmalpflegerische Qualität und ihr klares architektonisches Konzept. Sie zeigt eindrucksvoll, dass die behutsame Weiterentwicklung historischer Bausubstanz nicht im Widerspruch zu zeitgemäßer Architektur steht, sondern deren Voraussetzung sein kann. „Die Auszeichnung würdigt somit ein Projekt, das mit großem Respekt vor dem Bestand und zugleich mit architektonischem Selbstbewusstsein einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Memminger Altstadt leistet“, würdigt Uwe Weißfloch, Leiter des Stadtplanungsamtes, den zuständigen Planer und Eigentümer Roland Niedermeier. Das ausgezeichnete Haus ist Teil der Sanierung von insgesamt vier Gebäuden in der Herrenstraße und Buchdruckergasse, die in den nächsten Jahren den Straßenzug weiter aufwerten werden. Weiterhin wurde ausgezeichnet die bemerkenswerte Transformation des Doppelhauses Hintere Gerbergasse 3 & 3 ½ durch zwei Familien aus Buxheim. Die Begründung der Jury: Das umfassend erneuerte Doppelhaus überzeugt nicht nur durch seine eigene gestalterische Qualität, mit einer klaren ruhigen Fassadengestaltung wirkt es sich nachhaltig positiv auf den umliegenden Stadtraum aus. Die gesamte Straße gewinnt durch die Maßnahme an Klarheit, Wertigkeit und Identität. Der öffentliche Raum erfährt eine deutliche Aufwertung und erhält eine neue, qualitätvolle Prägung. Stadtplaner Uwe Weißfloch betont: „Die Sanierung zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial auch in vermeintlich unscheinbaren oder nicht denkmalgeschützten Gebäuden liegt und welchen Beitrag sie zur Stärkung und Weiterentwicklung historischer Stadtstrukturen leisten können.“ Beide Projekte wurden mit einem Preisgeld von je 2.000 Euro bedacht.
18.09.2026: Im Rahmen der langen Nacht der Demokratie am Samstag, 3. Oktober 2026 veranstaltet das Ensemble Paraplui ein Offenes Singen um 19 Uhr am Marktplatz in Memmingen. Alle Sangesfreudigen sind herzlich dazu eingeladen!
04.03.2026: Liebe Eltern und Erziehungsberechtige, liebe KiTa-Mitarbeitende, am Dienstag 10.03.2026 tagt um 16.30 Uhr der Jugendhilfeausschuss im Rathaus u.a. zu Themen aus dem Bereich der Kindertageseinrichtungen. Über den Link https://ris.memmingen.de/bi/info.asp sind alle Unterlagen dazu abrufbar. Sie finden ab hier ebenso den Jahresbericht 2025 des KiTa-Amtes und die aktuelle Haushaltsvorlage. Zuerst möchte wir allen KiTa-Kolleginnen und Kollegen für das vergangene Jahr danken: In unseren Einrichtungen wurde wieder viel erreicht. Darauf können alle stolz sein. Genauso sind wir für die Zusammenarbeit mit allen Eltern dankbar. Das ist die Grundlage, auch in 2026 die KiTas gemeinsam weiter zu entwickeln, auch wenn die Stadt Memmingen insgesamt knapper kalkulieren und genauer bei der Finanzierung priorisiren muss. Ein wichtiges Signal ist gleichzeitig, dass im Vermögenshaushalt wieder erhebliche Mittel Kommen Sie gerne auf uns zu, wenn Sie Fragen dazu haben, oder besuchen Sie bei Interesse die öffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Ihr Amt für Kindertageseinrichtungen
Modernisierung des Stadtarchivs Memmingen (1999) Erster Aspekt: Neueinrichtung des Stadtarchivs im Grimmelhaus - der Arbeitsschwerpunkt der vergangenen Jahre Mit der Sanierung und Erweiterung des Grimmelhauses ab 1975 für Kulturamt, Stadtbücherei, Stadtbibliothek, Stadtarchiv und Volkshochschule hat die Stadt Memmingen einen wesentlichen Schritt zur Modernisierung dieser Kultureinrichtungen getan. Seither standen zwei trockene Archivmagazine unter dem Dach zur Verfügung. Allerdings - zu geringe Platzreserven bei Bücherei und Archiv, die ungünstigen, weil zu warmen klimatischen Verhältnisse und der teilweise fehlende Aufzugsanschluß in den Dachgeschossen zwangen bald zu internen Nutzungsänderungen und schließlich zu einer Neukonzeptionierung, deren Grundlage 1989 der Stadtratsbeschluß zur Verlegung der Stadtbücherei ins Antonierhaus wurde. Die Konzeption des Archivumbaues bezweckte eine optimale Unterbringung oder Neuschaffung aller archivischen Funktionsbereiche sowie eine sinnvolle Trennung bzw. Verbindung dieser Bereiche im bestehenden Gebäude Grimmelhaus. Die einzelnen Schritte waren die Einrichtung einer Restaurierungswerkstatt (1991/92), eines modernen Archivmagazins (1996), der interne Umzug der Arbeitsplätze über Mitarbeiter und der Zeitgeschichtlichen Sammlungen (1998) und schließlich die Neueinrichtung des Lesesaal unter finanzieller Förderung durch den Kulturfonds Bayern (50%). Zweiter Aspekt: Gliederung, Ergänzung und Erschließung der Bestände - ein Schwerpunkt der vergangenen Jahre und der Schwerpunkt der künftigen Jahre Die neue Bestandstektonik (siehe Bestände) ordnet alle Archivalien sechs Bestandsgruppen zu; diese Gruppen spiegeln die hoffentlich zukunftsorientierte und nachhaltig wirksame Neuausrichtung des Stadtarchivs wieder – weg von der jahrzehntelang fast ausschließlichen Konzentration auf das reichsstädtische Archivgut: Aus den bisherigen Altbeständen "Stadtarchiv" und Stiftungsarchiv" entstanden die Bestände A Reichsstadt und D Stiftungen. Die Früchte zahlreicher Aktenaussonderungen in den Ämtern, Dienststellen und Betrieben der Stadt ab 1803 finden sich in Bestand B; daran anschließend die Archive/Registraturen der eingemeindeten Orte in Bestandsgruppe C zugeordnet. Die aktive Sammlungs- und Erwerbstätigkeit des Stadtarchivs über den Bereich der Verwaltungsakten hinaus spiegelt sich in den Beständen E Sammlungen sowie F Privatarchive und Nachlässe wieder. Dritter Aspekt: Zugänglichmachung der Bestände - das immerwährende zentrale Anliegen des Stadtarchivs Im Alltag des Stadtarchivs steht die Betreuung der Archivbenützer im Vordergrund, die aus Nah und Fern nach Memmingen kommen. In den letzten zehn Jahren konnten die Archivalien nur in einem kleinen Raum unter dem Dach des Grimmelhauses eingesehen werden. Ein öffentlich zugänglicher Lesesaal mit Freihandbibliothek war deshalb seit langem angestrebt, um die archivische Öffentlichkeitsarbeit (u.a. Unterrichts-projekte mit Memminger Schulen) weiter ausbauen zu können. Mit dem 9. November 1999 wurde das wichtigste Ziel der Bemühungen um eine Modernisierung aller Funktionsbereiche des Stadtarchivs Realität; gleichzeitig fand die biedermeierliche Beschaulichkeit der alten Archivmagazine bzw. der Leseplätze im Künerhaus und auch noch hier im Grimmelhaus ein Ende. Unmittelbar vor dem Lesesaal-Eingang sollen Kleinausstellungen die Vielfalt der hier aufbewahrten Quellen aufzeigen. Planung und Durchführung lagen beim städt. Hochbauamt; die Architektur des Lesesaales ist Programm: Offenheit und Transparenz der Glaswände sollen der Öffentlichkeit signalisieren, daß das Stadtarchiv eine allen Bürgerinnen und Bürgern zugängliche und diesen verpflichtete Einrichtung ist, eine Einrichtung, aus der Forschung, Schulen, Bürgerschaft und Verwaltung intensiv Nutzen ziehen können. Damit ist das Grimmelhaus dem Ziel, der Stadt Memmingen ein "Haus ihrer Geschichte" zu sein, einen weiteren, großen Schritt näher gekommen. Geschichte des Stadtarchivs Modernisierung des Stadtarchivs