28.12.2021: Über die Auszeichnung „ÖkoKids“ dürfen sich die Kindergärten Stadtweiherstraße und Steinheim freuen. Beide Einrichtungen haben im vergangenen Kindergartenjahr Projekte zur Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung im Sinne des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes durchgeführt und sich somit am Vorhaben „ÖkoKids – KindertageseinRICHTUNG NACHHALTIGKEIT“ beteiligt. Dafür erhielten sie nun bei einer digitalen Verleihung das ÖkoKids-Zertifikat vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. (LBV). Im Kindergarten Steinheim begannen alle Gruppen am gleichen Tag mit dem Thema:“ Wie sensibilisieren wir unsere Kindergartenkinder zum Thema Nachhaltigkeit und schützen damit die Umwelt.“ Die Kinder entschieden, wohin die Reise geht, was sie bereits über diese Thematik wissen, was sie interessiert und was sie erfahren, erforschen und lernen möchten. Jede Gruppe entwickelte ihr eigenes Projekt. Sogar die Kleinsten, die Teddybären, haben eine über zwei Meter große Sonnenblume gezüchtet und viel über Schmetterlinge gelernt. Auch die übrigen Gruppen beschäftigten sich mit dem Bau einer Wetterstation bis hin zum Up-Cycling mit dem Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Im Kindergarten in der Stadtweiherstraße waren die Schwerpunkte unter anderem Nachhaltigkeit im Kita-Alltag, Umwelt und Natur. Dazu führte das pädagogische Team der Einrichtung mit den Kindern verschiedene Angebote im Rahmen dieses Projektes durch. Zum Abschluss erhielten die Kinder die Umweltprofi Urkunde. Zu diesen Angeboten zählten unter anderem: Mülltrennung – wie wird der Müll getrennt? Die Gruppen führen Plastik-, Bio-, und Restmüllbehälter zur Mülltrennung mit den Kindern ein Müllvermeidung – wie kann Müll vermieden werden; wann ist eine Verpackung wirklich notwendig? Brotzeit möglichst ohne Verpackung Wiederverwertung – Basteln und Gestalten mit wertlosem Material z. B Fahrzeuge, Vogelhäuser etc. aus Tetra Pak, Alufolie usw. Bepflanzung und Pflege der Hochbeete im Garten – Aufzucht von Bohnen, Gemüse-, Kräuter-, und Obstanbau wie Erdbeeren, Minze, Kürbis, Paprika…, das Ansäen einer bunten Blumenwiese für die Insekten und Bienen Das Konzept und die Projekte dieser beiden Kindergärten machen beispielhaft sichtbar, wie sich Kindergärten mit dem Thema Umwelt und Nachhaltigkeit auseinandersetzen und somit dazu beitragen können, Schlüsselkompetenzen und Werte im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung bei den Kindern zu fördern, sowie Nachhaltigkeit in der Einrichtung zu verankern. Genau das möchte die LBV mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz erreichen. Um die Kindergärten, die sich mit solchen Projekten beschäftigen zu würdigen und kenntlich zu machen, verlieh die LBV bereits zum elften Mal die Auszeichnung. Quelle: Pressestelle Stadt Memmingen
30.06.2020: Die Landesarbeitsgemeinschaft der bayerischen Gleichstellungsstellen (LAG) ist ein bayernweites Bündnis von kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten aus Städten, Gemeinden und sonstigen kommunalen Gebietskörperschaften und vertritt derzeit über 100 Mitglieder. Einmal im Jahr lädt die LAG zu einer gemeinsamen Sitzung - dieses Jahr coronabedingt im virtuellen Raum. Fachlichen Input lieferten die Gleichstellungsbeauftragten mit Analysen aus ihrem Arbeitsalltag, Trainerin Susanne Westphal vom Institut für Arbeitslust, Dr. Christiane Nischler-Leibl und Ariane Wissmeier-Unverricht vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales. Hauptthemen waren Auswirkungen der Coronakrise auf den Alltag von Frauen und auf die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten, der sich immer mehr abzeichnende Role Back, was die Geschlechterrollen betrifft, und das Thema Häusliche Gewalt. Wie die Sprecherinnen der LAG schon in einem Schreiben an den bayerischen Ministerpräsidenten Söder betont haben, darf die Coronakrise mit den Vielfachbelastungen von Frauen nicht zu einer Krise für die Frauen werden und zu alten und einschränkenden Rollenmustern zurückführen. Doch gerade die Coronazeit macht bereits immer weiterhin bestehende Ungleichverhältnisse zusätzlich deutlich und verstärkt diese sogar. Frau Dr. Nischler-Leibl stellte in ihren Ausführungen heraus, dass das Einsetzen für Gleichstellung nun noch wichtiger geworden ist. Auch das Ministerium wird sich dies weiterhin ganz genau anschauen und innovative Vorschläge einbringen um die Arbeitsbedingungen von Frauen, die vielfach als systemrelevant gelten, zu verbessern. Insbesondere sind in diesem Zusammenhang politische Lösungen zur Förderung der partnerschaftlichen Vereinbarkeit von Familie und Beruf unverzichtbar. Auch das Thema Gewaltbetroffenheit von Frauen macht die Stellung der Frau im, immer noch patriarchalem, System deutlich. Dies erfordert einen vermehrten Beratungsbedarf und einen Austausch mit den Hilfesystemen. „Für die Umsetzung all dieser Themen braucht es auch weiterhin eine funktionierende Gleichstellungsarbeit. Wir freuen uns, dass das Ministerium das Thema bayernweite Ausstattung der Gleichstellungsstellen in den neu zu erstellenden Bayerischen Gleichstellungsbericht einfließen lassen wird,“ so Claudia Fuchs, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Memmingen. Die Sprecherinnen der Landesarbeitsgemeinschaft zeigten sich erfreut, dass die Tagung auch in virtueller Form bei den Kolleginnen sehr positive Resonanz fand.
23.07.2026: Wenn Anna und Konstantin Pantschenko im MIR (Migrations- und Integrationshilfe) in der Münchner Straße ankommen, dann erwarten sie in der Regel bis zu acht Kinder vom Kindergarten- bis ins Grundschulalter. Jeden Freitag betreut das Ehepaar einen Zeichenkurs für Aquarellmalerei und das seit über 4 Jahren. „Als im Frühjahr 2022 so viele Menschen aus der Ukraine geflüchtet sind, war uns klar, dass wir helfen wollen“, sagt Anna Pantschenko. Und da Anna und Konstantin früher in Kasachstan in pädagogischen Berufen gearbeitet haben, entschieden sie sich dazu ehrenamtlich Zeichenkurse anzubieten. „Die Kinder konnten im Frühjahr 2022 nicht kurzfristig in den KiTas untergebracht werden. Deshalb wollten wir vor allem diese Mädchen und Jungen ansprechen“, erzählt Anna. Und zusätzlich suchten Sie den Kontakt zu den geflüchteten Familien: „Wir kamen 2002 aus Kasachstan nach Memmingen. Wir wissen, wie man sich fühlt; welche Informationen man braucht; über die Stadt und die deutsche Lebensweise, wenn man neu ist. Das wollten wir vermitteln. Beschäftigung für die Kinder, Infos für die Eltern“, fasst es Konstantin zusammen. Das Projekt hat seither durchgängig Bestand, mit wechselnden Kindern und Eltern, aber mit immer neuen Ideen. Für ihre Stunden bereitet Anna jede Woche etwas vor, für beide Altersstufen. Zum Beispiel in den Garten gehen und sich einen Baum genau ansehen oder Kürbisse mitbringen, die die Kinder dann abzeichnen können oder bunte Vorlagenbilder: „Die Motive für die jüngeren Kinder sind einfacher, sie können sich nicht so lange konzentrieren. Die der Älteren sind anspruchsvoller. Manchmal erlernen sie auch eine neue Technik,“ erzählt Anna Pantschenko. Ihr Mann übernimmt entweder die jüngeren Kinder oder kommt mit den Erziehungsberechtigten ins Gespräch. Manchmal liest eines der Mädchen auch den jüngeren Kindern aus den Kinderbüchern des MIR vor. Jurij Borodkin, Leiter des MIR, freut sich sehr, dass die Zeichenstunde von Anna und Konstantin so ein Erfolg ist. Und dass ganz nebenbei die Menschen aus der Ukraine sich im MIR wohlfühlen und die Beratungsstelle kennen. „Das ehrenamtliche Engagement der beiden ist wirklich überragend und dass, obwohl sie kein Ukrainisch können. Die Kommunikation läuft auf Deutsch und zum Teil Russisch, für alle Beteiligten Fremdsprachen“, führt Borodkin aus. Trotzdem klappe es bemerkenswert gut, sich zu verständigen. Die vielen wunderbaren Kunstwerke die in den vier Jahr entstanden sind, dürfen die Kinder als Mappe mit nach Hause nehmen, wenn sie nicht mehr in den Kurs kommen. Zusätzlich gibt es eine Ausstellungswand mit wechselnden Bildern im Gemeinschaftsraum des MIR. Auf welche die Kinder ganz stolz seien, berichtet Anna Pantschenko. Und es erfüllt sie ebenfalls mit Freude, wenn die Kinder sich wie selbstverständlich verabschieden und sich bereits freuen auf den nächsten Freitag.
11.05.2026: Jetzt ist es raus: Im Stadtweiherwald gibt es Wichtel! Denn der Stadtweiherwald ist ein richtig alter Wald, in dem sich mystische Wesen wohl fühlen, erklärt Revierleiterin Carola Prinz rund 25 Kindern, die im Wald vor ihr stehen. Carola Prinz arbeitet beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Krumbach-Mindelheim und ist für das Forstrevier Memmingen zuständig. Gemeinsam mit der Klasse 3a der Edith-Stein-Schule macht sie eine Tour durch den Stadtweiherwald - ein Walderlebnistag steht auf dem Stundenplan. An der ersten Station heißt es Fühlen und Tasten. „In den Boxen ist nichts, was lebt und beißt“, verspricht die Försterin. Etwas zögerlich schieben die Kinder ihre Hände in die vorbereiteten Fühlboxen. Sie ertasten Moos, Blätter, Zapfen und sogar ein kleines Reh-Geweih, das die Kinder ausgiebig untersuchen dürfen. Als Belohnung für richtig erfühlte Waldgegenstände gibt es kleine Kristall-Steinchen für die Wichtel. Revierleiterin Carola Prinz und Stefan Honold, Leiter der Forstverwaltung der Stadt Memmingen, haben das Konzept für den Walderlebnistag gemeinsam erarbeitet. Er ist ein neues Angebot für alle dritten Klassen in Memmingen. „Wir möchten Kindern den Lebensraum Wald näherbringen. Der Walderlebnistag soll ihnen Spaß machen und sie sollen den Wald als einen schützenswerten und kostbaren Naturraum erfahren“, erklärt Stefan Honold das Konzept. Mit Hilfe einer Geschichte rund um die Wichtel als mystische Waldbewohner tauchen die Kinder ein in die Welt des Waldes. Auf dem Weg zur nächsten Erlebnisstation erzählt eine Schülerin von ihrem Opa, der vom Wald viel weiß und mit dem sie oft in den Wäldern rund um Memmingen unterwegs ist. Das Mädchen hat Glück mit ihrem Opa, für andere Kinder sind die drei Stunden im Wald eine seltene Erfahrung. „In der dritten Klasse ist der Wald Thema im Heimat- und Sachunterricht (HSU). Wir kommen bald zu den Waldtieren, da unterstützt der Walderlebnistag den Unterricht sehr gut“, erklärt die Klassenlehrerin Eugenia Depprich, die ihre Schützlinge gut im Blick hat. Die Gruppe verlässt den Waldweg und biegt auf einen Pirschpfad ein, der durch das Unterholz führt. Es gibt Silhouetten von Waldtieren zu entdecken: Dachs, Wildschwein, Specht, Eichhörnchen, Reh – für jedes entdeckte Tier gibt es einen Wichtel-Kristall. Die Kinder entdecken den Wald spielerisch und lernen viel über Wildkräuter, Tiere, Sträucher und Bäume. An einer weiteren Station schwärmen die Drittklässler jeweils zu zweit aus, einer hat die Augen verbunden, der andere führt zu einem Baum, dessen Rinde in Ruhe abgetastet und erfühlt wird. Während die Birke papierartig abblättert, hat die Eiche eine tief gefurchte Rinde. Jede Rinde fühlt sich anders an. Nach neun Spielstationen haben die Schulkinder den Stadtweiherwald mit viel Spaß kennengelernt und jede Menge Wissen zum Wald gewonnen. Übrigens: Nach dem Walderlebnistag können die Kinder die folgenden Fragen souverän beantworten: - Was frisst ein Reh? Knospen oder Blätter? Früchte oder Insekten? (Knospen, Früchte) - Wohnen Eichhörnchen in einem Nest oder in einem Kobel (Kobel) - Wie heißt das Kind vom Reh (Kitz) - Was ist größer, Hirsch oder Reh (Hirsch) - Nenne mir 2 Vögel, die bei uns vorkommen (Meise, Buchfink, Amsel…) - Was hat der Hirsch auf dem Kopf (Geweih) - Was frisst der Waldkauz am liebsten (Mäuse) - Was frisst die Fledermaus (Insekten) - Warum schießen Jäger Rehe (zur Regulierung, menschliche Nahrung, Hege) - Wie heißen die Bauwerke, auf denen der Jäger sitzt und jagt (Hochsitz, Bodensitz, Ansitzleiter, Kanzel) - Welches Tier jagt in der Nacht? Reh, Luchs oder Wildhamster (Luchs) - Wer sieht besser, der Adler oder das Reh (Adler)
13.10.2022: Bei einem Festakt im Kreuzherrnsaal feierten die Mitglieder des Behindertenbeirats gemeinsam mit der Stadtspitze und zahlreichen Gästen das 30-jährige Bestehen des Behindertenbeirats. Am 06. Februar 1991 trat der Behindertenbeirat zum ersten Mal zu einer konstituierenden Sitzung zusammen. Oberbürgermeister Manfred Schilder überbrachte seine Glückwünsche: „Es ist großartig, wie viel der Behindertenbeirat in den letzten Jahrzehnten bereits geschafft hat – dennoch bleibt noch viel zu tun. Ich danke allen Beteiligten für ihr unermüdliches Engagement und gratuliere im Namen der Stadt und auch ganz persönlich herzlich zum Jubiläum.“ Verena Gotzes, 1. Vorsitzende des Behindertenbeirats und Regina Sproll, die stellvertretende Vorsitzende, dankten bei ihrer Begrüßung allen Anwesenden für ihr Kommen. „Ich freue mich, anlässlich unseres Jubiläums mit Ihnen zu feiern. Schön, dass Sie so zahlreich erschienen sind und dadurch Ihre Wertschätzung für unsere Arbeit zeigen“, führte Gotzes in die Feierlichkeit ein. Auch Alt-Oberbürgermeister und Ehrenbürger Dr. Ivo Holzinger nahm am Festakt teil: „Als wir Anfang der 90-er Jahre den Beirat ins Leben gerufen haben, war unser Ziel, Barrieren in Memmingen zu entfernen. Einiges konnte bereits verbessert werden. Dafür und für den beharrlichen Einsatz danke ich allen Beiratsmitgliedern.“ Gemeinsam ließen Verena Gotzes, Regina Sproll und Erika Winterwerb, Mitglied des Behindertenbeirats, die 30 Jahre des Behindertenbeirats Revue passieren und stellten den Gästen die bedeutendsten Errungenschaften im Bereich der Barrierefreiheit in Memmingen vor. So wurden beispielsweise auf Betreiben des Behindertenbeirats 1998 in der Innenstadt und dem Antonierhaus barrierefreie Toiletten geschaffen und 2000 alle Bahnsteige durch Rampen und Aufzüge erreichbar umgestaltet. Seit über drei Jahrzehnten veranstaltet der Behindertenbeirat zudem jährlich das „Straßenfest für Menschen mit und ohne Behinderung“. Vortragsredner Moritz Brückner schilderte anschließend dem Publikum in seinem Impulsvortrag eindrücklich seinen Surfunfall, den er mit 19 Jahren in Chile erlitt und seitdem er querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzt. „Der Bruchteil einer Sekunde hat alles verändert und mein Leben total auf den Kopf gestellt,“ erklärte der heute 23-Jährige. „Es hat sich alles geändert und nur mit Hilfe meiner Familie, Freunde, Therapeuten und Ärzte konnte ich mich im Alltag wieder zurechtfinden.“ Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen die Thematik nahe zu bringen, was es bedeutet, im Rollstuhl zu sitzen. Damit möchte er Hemmschwellen beseitigen und die Integration von Rollstuhlfahrer:innen vorantreiben. Bei einer kleinen Podiumsrunde gewährten auch Simone Magel-Dipre, Mutter einer schwer-mehrfach behinderten Tochter und Peter Holzmann, der durch einen Unfall erblindete, Einblicke in ihren Alltag, der nicht nur körperlich sondern auch seelisch herausfordernd ist. Musikalisch wurde der Festakt von Schlagzeuglehrer Tobias Mrzyk, Schlagzeuger Patrick Züfle und der Sängerin Silke Mrzyk umrahmt.
14.04.2026: Liebe KiTa-Mitarbeitende und liebe Erziehungsberechtigte, die Bertelsmann-Stiftung hat erstmalig eine Studie erstellt, in der versucht wird, die KiTa-Personalausstattung in ganz Deutschland zu vergleichen. Dabei haben wir es bundesweit fast bis ganz nach vorne geschafft und bayernweit sind unsere KiTas in Memmignen sogar am besten aufgestellt. Da können wir ein Stück weit stolz und vor allem dankbar für die Kolleginnen und Kollegen in den KiTas sein, die eine gute Betreuung, Beziehung und Erziehung zu gestalten. Gleichzeitig stehen unsere KiTas genauso jeden Tag vor der Herausforderung, mit Krankheitsausfällen, steigenden Bedarfen der Kinder und gleichzeitig knapper werdenden Finanzmitteln klar zu kommen. Es gibt einige Gründe, warum und wobei wir in Memmingen einfach gut sind, z.B.: Wir investieren viel in die Ausbildung: Über 60 Auszubildende sind bei uns tätig. Das ist wichtig und nachhaltig. Wir haben teilweise recht kleine KiTas und viele kreative Einrichtungen: Das bedeutet ein Mehr an pädagogischer Vielfalt, individuelle Strukturen und innovative Konzepte. Unserere KiTas leisten mit Zusatzkräften viel für behinderte, von seelischer Behinderung bedrohte und entwicklungsverzogerte Kinder in unseren Einrichtungen. Wir sind Teil des Programms Sprach-KiTas: Dazu beschäftigen wir mehr Sprachfachkräfte wie vergleichbare Städte. Wir freuen uns, dass wir hier so gut abgeschnitten haben: Dennoch gibt es natürlich vor Ort immer wieder Dinge, die wir besser machen wollen. Daran versuchen wir und die KiTa-Kolleginnen und -Kollegen stetig zu arbeiten. Da gilt es immer wieder neu zu reflektieren, zu priorisieren und kreativ zu sein. Anbei finden Sie Unterlagen zur Studie und einen Link zur Bertelsmannstiftung. Viele Grüße Ihr Amt für Kindertageseinrichtungen
04.03.2026: Lediglich 12 der 40 Stühle wurden mit leuchtenden Tüchern weiblich gekennzeichnet. So bildlich vor Augen geführt fanden die Besucherinnen und Besucher diese rechnerischen 30 % Frauensitze „schon ziemlich wenig“. Viele Fragen zum Wahlprozedere konnten beantwortet werden und auch der QR-Code auf den Probestimmzettel des Wahlamtes wurde gerne mitgenommen und war vielfach nicht bekannt. Gleichberechtigte politische Teilhabe ist eine Voraussetzung für eine vielfältige und zukunftsfähige Demokratie. Studien zeigen, dass gemischte Gremien zu ausgewogeneren und nachhaltigeren Entscheidungen beitragen. Ziel der Initiatoren war es, Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Frauen, zu motivieren, sich politisch zu beteiligen und Kandidaturen zu unterstützen, die sich für Gleichstellung und Fraueninteressen stark machen. Am 27. Februar rückte auch der Equal Pay Day die Lohnungleichheit in den Fokus. Frauen arbeiten rechnerisch bis zu diesem Datum unbezahlt, während Männer schon im Jahresverlauf entlohnt werden. Strukturelle Änderungen sind nötig in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Der aktuelle Gap liegt bei 16 Prozent in Deutschland. Unter dem diesjährigen Motto „equal pay every day“ wird sichtbar, dass sich Lohnungleichheit dauerhaft auf das Leben von Frauen auswirkt und oft in Altersarmut mündet. Die Unterrepräsentanz von Frauen in politischen Gremien und die bestehende Lohnlücke sind Ausdruck struktureller Benachteiligungen, die sich durch viele gesellschaftliche Bereiche ziehen. „Politische und wirtschaftliche Gleichstellung gehören untrennbar zusammen und es ist gesetzliche Aufgabe der Bayerischen Gleichstellungsstellen auf die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Gremien hinzuwirken“, so Claudia Fuchs, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Memmingen. Die Veranstalterinnen freuten sich über die positive Resonanz und viele Interessierte, denn Demokratie lebt von Beteiligung. Besonders wenn der Tag der Kommunalwahl auf den Internationalen Frauentag fällt und ihn damit zu einem „Frauen-Wählt-Tag“ macht.
07.07.2026: Alkohol begleitet viele Momente unseres Alltags – oft ganz selbstverständlich. Die bundesweite Aktionswoche Alkohol, die im Zeitraum vom 13.06.-21.06.2026 stattfand, regte dazu an, den eigenen Umgang mit Alkohol bewusst zu reflektieren. Die Suchtpräventionsfachkräfte der Gesundheitsämter der Stadt Memmingen und des Landkreises Unterallgäu sowie der Psychosozialen Beratungsstelle Memmingen (AWO), haben verschiedene Angebote organisiert, unterstützt durch Fliegenpilz e.V. – Verein für Suchtprävention. Hierbei wurden Fachkräfte, Jugendliche, Senioren und die breite Bevölkerung in der Region erreicht. Ziel der verschiedenen Veranstaltungen war es, nicht mit erhobenem Zeigefinger zu belehren, sondern über Risiken aufzuklären, Informationen zu vermitteln und den Austausch über das oftmals unterschätzte Thema Alkohol(-abhängigkeit) zu fördern. Den Auftakt machte ein Aktionsstand auf dem Memminger Wochenmarkt zum Thema „Sucht im Alter“ in Zusammenarbeit mit der Seniorenfachstelle Memmingen. Darauf aufbauend fand ein ärztlicher Vortrag zu diesem Thema für Betroffene, Angehörige und Interessierte statt. Am 17.06.26 und am 18.06.26 hatten psychologische und pädagogische Fachkräfte aus der Region die Möglichkeit, sich zum Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien zu informieren und auszutauschen, erstmalig in einem besonderen Format. In Kooperation mit regionalen und überregionalen Partnern standen ein Film, die Erarbeitung verschiedener Impulse an Thementischen, sowie ein moderiertes Fachgespräch auf dem Programm. Fast 100 Fachkräfte widmeten an diesen beiden Tagen den Kindern aus suchtbelasteten Familien besondere Aufmerksamkeit. An Eltern, Erziehungsberechtigte und interessierte Personen richtete sich der hybride Vortrag „Cheers oder nein, Danke!? – Alkohol in unserem Alltag“ in Kooperation mit der VHS Memmingen. Mit Blick auf Kinder und Jugendliche fanden neben einem schulischen Präventionsangebot an der Mittelschule Mindelheim auch Aktionen im Jugendhaus Memmingen und im Jugendhaus Babenhausen statt. Die Jugendlichen konnten ihr Wissen bei einem Quiz testen, alkoholfreie Cocktails zubereiten und sich über K.O.-Tropfen und die Schutzmöglichkeiten informieren. Abgerundet wurde die Aktionswoche Alkohol mit der Teilnahme am Sporttag in Memmingen unter dem Motto „Alkoholfrei Sport genießen“.
10.06.2026: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV): Zum 1. Juli 2026 wird der Wassercent in Bayern erstmals erhoben. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte dazu in München: "Der Wassercent ist ein Meilenstein für den Grundwasserschutz in Bayern. Er gibt unserem wichtigsten Lebensmittel einen Wert. Der Wassercent soll zu einem möglichst schonenden Umgang mit der Ressource Wasser beitragen. Ziel ist ein unbürokratischer Wassercent mit einfacher Struktur. Die Einnahmen aus dem Wasserentnahmeentgelt werden zweckgebunden für Maßnahmen zum Wasserschutz und für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung verwendet." Mit der Novelle des Bayerischen Wassergesetzes wurde zum 1. Januar 2026 der Wassercent in Bayern eingeführt. Die erste Erhebung erfolgt im Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2026. Die ersten konkreten Zahlungen erfolgen dann im Jahr 2027. Alle Wassernutzer, die Grundwasser unmittelbar aus einem eigenen Brunnen entnehmen, sind zur Zahlung des Wasserentnahmeentgelts verpflichtet. Hierunter fallen beispielsweise öffentliche Wasserversorger, aber auch private Entnehmer und die Industrie. Das Entgelt beträgt einheitlich 10 Cent pro entnommenem Kubikmeter Grundwasser (1.000 Liter). Alle Wasserentnehmer zahlen aufgrund des gesetzlich vorgesehenen Freibetrags erst ab einer Menge, die 5.000 Kubikmeter im Jahr übersteigt. Im ersten Erhebungszeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2026 beträgt der Freibetrag auf Grund des halben Jahres 2.500 Kubikmeter. Bei der Festsetzung des konkreten Wasserentnahmeentgelts wird entweder der im Wasserentnahmebescheid festgelegte jährliche Entnahmewert oder die tatsächliche Entnahmemenge zugrunde gelegt, sofern der Entnehmer diese gegenüber der Wasserrechtsbehörde mitteilt. Dabei genügt die Glaubhaftmachung der tatsächlich entnommenen Menge an Wasser. Es gilt der Grundsatz von Vertrauen und Selbstverantwortung, es besteht dementsprechend keine gesetzliche Messverpflichtung. Bereits bestehende Messverpflichtungen, beispielsweise aus dem Zulassungsbescheid oder der Eigenüberwachungsverordnung, bleiben unberührt. Alle Wasserentnehmer, die unter die Entgeltpflicht fallen, können daher bis zum 1. März 2027 gegenüber der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde, d. h. entweder dem Landratsamt oder der kreisfreien Stadt, ihre tatsächlich entnommene Wassermenge melden. Das Umweltministerium empfiehlt dazu, entsprechende Zählerstände von Messeinrichtungen wie beispielsweise Wasseruhren oder Stromzähler bei Pumpen zum 1. Juli 2026 und zum 31. Dezember 2026 zu dokumentieren. Die Dokumentation ist für die erforderliche Glaubhaftmachung der tatsächlich entnommenen Wassermenge erforderlich. Haushalte, die das Wasser von der Wasserversorgung beziehen, sind keine Entnehmer im Sinne des Wasserentnahmeentgelts, sie werden direkt von den Wasserversorgern an den Kosten beteiligt. Potenziell Entgeltpflichtige erhalten im Herbst 2026 ein Informationsschreiben von ihrem jeweils zuständigen Landratsamt oder kreisfreien Stadt mit weiterführenden Informationen zur Einführung des Wasserentnahmeentgelts, insbesondere zur Möglichkeit der elektronischen Übermittlung der tatsächlich entnommenen Wassermengen für den ersten Erhebungszeitraum (1. Juli bis 31. Dezember 2026). Weiterführende Informationen zum Thema Wassercent finden Sie unter: https://www.stmuv.bayern.de/themen/wasserwirtschaft/novelle_baywg/index.htm
29.04.2026: Die Entgelte der Städtische Musikschule werden zum 01. September 2026 moderat angehoben. Dies beschlossen die Mitglieder des Memminger Stadtrats einstimmig in der jüngsten Sitzung. Damit wird die bereits eingeschlagene Linie fortgesetzt, die Entgelte künftig regelmäßig, spätestens alle zwei Jahre, anzupassen. Zuletzt waren die Entgelte zum 1. September 2024 um rund 19 Prozent erhöht worden, nachdem zuvor fünf Jahre lang keine Anpassung erfolgt war. Vor dem Hintergrund der zwischenzeitlichen Tarifsteigerungen von insgesamt 5,9 Prozent in den Jahren 2025 und 2026 wird nun eine durchschnittliche Erhöhung von etwa 4 Prozent umgesetzt. Ziel ist es, die Musikschule weiterhin attraktiv und zugleich wirtschaftlich stabil zu halten. Die Anpassung führt zu Mehreinnahmen in Höhe von rund 18.000 Euro. Gleichzeitig bleibt die soziale Ausgewogenheit gewahrt: Für einkommensschwächere Familien besteht weiterhin die Möglichkeit, eine Ermäßigung zu beantragen. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihrer finanziellen Situation Zugang zu musikalischer Bildung haben. Ein Vergleich mit umliegenden Musikschulen zeigt zudem, dass sich die Entgelte in Memmingen weiterhin in einem vergleichbaren Rahmen bewegen: So kostet beispielsweise der Einzelunterricht (30 Minuten) jährlich in Memmingen 744 Euro (seit 01.09.2024), in Mindelheim 627,60 Euro (seit 01.09.2022), in Ottobeuren ebenfalls 744 Euro (seit 01.09.2023), in Illertissen/ Vöhringen/ Bellenberg 750 Euro (seit 01.09.2022) und im Unterallgäu 780 Euro (seit 01.09.2023). Im Zuge der Anpassung wurde auch die Entgeltordnung in einzelnen Punkten überarbeitet. Diese Änderungen ergeben sich aus praktischen Erfahrungen im laufenden Betrieb und dienen einer klareren und effizienteren Anwendung. Darüber hinaus präsentiert sich die Musikschule Memmingen zunehmend in einem modernen Erscheinungsbild. Mit neuem Namen, frischem Logo und einer zeitgemäßen Gestaltung der Räumlichkeiten setzt die Einrichtung sichtbare Impulse. Ein besonderer Akzent ist die Benennung eines Raumes als „Rittmayer-Saal“, der die Verbindung zu den Stiftern Rittmayer würdigt, deren Nachlass den Betrieb der Musikschule maßgeblich unterstützt.