02.04.2021: „Das ist ein großer Gewinn für unsere Bildungslandschaft und für unseren familienfreundlichen Landkreis“, sagt Landrat Alex Eder. Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat dem Vorschlag zugestimmt, eine Staatliche Fachakademie für Sozialpädagogik an der Außenstelle Memmingen der Staatlichen Berufsschule Mindelheim zu errichten. Schon am 1. August 2021 können dort Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet werden. Das freut auch den Memminger Oberbürgermeister Manfred Schilder: „Das ist ein Meilenstein in den Bemühungen gegen den Fachkräftemangel. Es ist schön, dass wir gemeinsam für die Attraktivität der Ausbildung hier vor Ort sorgen können. Deshalb bedanke ich mich recht herzlich bei meinem Kollegen Alex Eder, der hierfür die Initiative ergriffen hat. Gemeinsam können wir mehr für die Region erreichen.“ Am Standort der Außenstelle Memmingen befindet sich bislang unter anderem eine Berufsfachschule für Kinderpflege. Hier kann man eine Ausbildung zur Kinderpflegerin und zum Kinderpfleger absolvieren. Um aber Erzieherin oder Erzieher zu werden, musste man bislang eine entsprechende Fachakademie in Kaufbeuren, Kempten oder Krumbach besuchen. Künftig ist dafür kein Ortswechsel mehr nötig. Die Fachakademie für Sozialpädagogik baut auf die Berufsfachschulen für Kinderpflege auf. Infrage kommt sie darüber hinaus für Schüler der Ausbildungsrichtung Sozialwesen einer Fachoberschule. Solche Fachoberschulen gibt es zum Beispiel in Memmingen und Bad Wörishofen. Absolventen dieser Schulen können ohne Ausbildung zum Kinderpfleger direkt an die Fachakademie gehen. Zunächst startet die Ausbildung in den bestehenden Räumen der Außenstelle in Memmingen. Der Landkreis Unterallgäu als Sachaufwandsträger der Berufsschule Mindelheim beginnt außerdem, den Umbau zu planen. Der unsanierte Gebäudetrakt der Schule an der Mindelheimer Straße 6 in Memmingen soll umfassend modernisiert und umgebaut werden, um hier drei Fachräume und Sanitärräume für die neue Fachakademie zu schaffen. Außerdem wird die Gebäudehülle energetisch saniert. Für das Schuljahr 2021/22 können sich interessierte Bewerberinnen und Bewerber für die Ausbildung zum Erzieher ab 12. April 2021 direkt bei der Verwaltung der Schule in Memmingen oder per E-Mail anmelden: verwaltung@bfsnmm.de . Auskünfte erhalten Sie unter Telefon (0 83 31) 9 84 88 40. Quelle: Pressestelle der Stadt Memmingen
16.02.2023: Der Terminkalender der Kandidaten zur Wahl des Oberbürgermeisters/ der Oberbürgermeisterin ist voll. Wahlveranstaltung an Wahlveranstaltung reihen sich aneinander und bei diversen Podiumsdiskussionen können sich die WählerInnen ein Bild von den KandidatInnen machen. Dennoch hat es sich auch der Behindertenbeirat nicht nehmen lassen, den AnwärterInnen mittels eines Quiz auf den Zahn zu fühlen. Bewaffnet mit ihren Smartphones, auf denen die Fragen zu unterschiedlichsten Themenbereichen gespielt wurden, gingen Amtsinhaber Manfred Schilder und Kandidat Jan Rothenbacher an den Start. Ebenso ließen sich auch Stadtrat Uwe Rohrbeck, sowie die zweite Bürgermeisterin Margareta Böckh nicht nehmen, sich der Herausforderung zu stellen. In 26 Fragen bewiesen die TeilnehmerInnen ihr Wissen rund um Inklusion und die Barrierefreiheit in Memmingen. Beispielsweise gab es zu erraten, an welcher Stelle der auf einem Foto angezeigte, schwer überwindbare Pflasterbelag zu finden ist. Hier war am Hallhof die richtige Antwort. Oder in welchem Jahr Deutschland die UN Behindertenrechtskonvention ratifizierte. Auch, dass der damalige Ministerpräsident Horst Seehofer verkündete „Bayern wird in 10 Jahren komplett barrierefrei – im gesamten öffentlichen Raum, im gesamten ÖPNV“, galt es zu erraten. Die stellvertretende Vorsitzende Regina Sproll stellte den beiden Kandidaten in der anschließenden Gesprächsrunde die Frage: „Wenn Sie eine Sache in Memmingen zur Inklusion bzw. Barrierefreiheit ändern könnten, was wäre das?“ „Mehr barrierefreier Wohnraum“, antwortete Rothenbacher sofort. Ein Thema, dass für immer mehr Menschen in der Gesellschaft relevant werden wird, gerade im Alter. Und wichtig sei dabei auch, dass dieser bezahlbar ist, ergänzt er. Schilders Wunsch wäre, dass Träger und Organisationen der Behindertenhilfe eine bessere finanzielle Ausstattung durch den Staat bekommen, „damit diese nicht auf Spenden angewiesen sind“, erklärt der Oberbürgermeister. Abschließend betonte die Vorsitzende des Behindertenbeirates, Verena Gotzes, „wir Menschen mit Behinderung wollen nicht mehr als andere. Wir wollen die Möglichkeit, der gleichberechtigten Teilhabe am Leben in der Gesellschaft.“ Krimhilde Dornacher konnte leider krankheitsbedingt nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Nur Sensoy blieb dem Termin fern.
14.07.2026: Mit frischen Ideen, bewährten Klassikern und vielen neuen Angeboten startet die Volkshochschule Memmingen unter dem Motto „Bildung in Bestform“ in das neue Semester. Ab sofort ist das komplette Kursangebot online verfügbar, das gedruckte Programmheft liegt pünktlich zum Memminger Kinderfest am 23. Juli aus. Nach den Sommerferien erwartet die Teilnehmenden ein vielfältiges Programm aus Bildung, Kultur, Gesundheit, Kreativität, Sprachen und persönlicher Weiterentwicklung. Besonders bei Sprach- und Gesundheitskursen empfiehlt die vhs aufgrund der hohen Nachfrage eine frühzeitige Anmeldung. Fitness und Gesundheit Frische Impulse setzt die vhs im Gesundheitsbereich. Erstmals stehen Mini-Yoga-Retreats, Tai-Chi- und Qi-Gong-Wochenenden sowie Boxtraining für Frauen auf dem Programm. Eine neue Kursleiterin aus Kanada bringt zudem ein Tanz-Fitness-Konzept nach Memmingen, das Bewegung, Muskelaufbau und Lebensfreude miteinander verbindet. Auch Kinder können in Bad Grönenbach und Babenhausen altersgerechte Bewegungsangebote entdecken. Ergänzt wird das Programm durch bewährte und neue von Krankenkassen geförderte Präventionskurse wie Yoga und Pilates. Für mehr Gelassenheit im Alltag sorgen Angebote wie Meditation mit Klangschalen oder Progressive Muskelentspannung. Der Kurs „Aufrecht gehen, aufrecht stehen“ unterstützt dabei, Stress abzubauen und gleichzeitig Haltung, Muskulatur und Beweglichkeit zu stärken. Kulinarik Kulinarisch lädt die vhs erneut zu einer Reise durch verschiedene Länder und Kulturen ein. In Kochkursen für Erwachsene stehen internationale Küchen im Mittelpunkt – von der aromatischen Levante-Küche bis zur Persischen Küche. Dabei wird deutlich: Genuss und gesunde Ernährung lassen sich hervorragend verbinden. Wie sich die herbstliche Ernte kreativ in haltbare Brotaufstriche für den Winter verwandeln lässt, vermittelt eine junge Dozentin, die das traditionelle Einwecken modern interpretiert. Kinder erwerben in Backkursen spielerisch wichtige Alltagskompetenzen und entdecken dabei die Freude am gemeinsamen Arbeiten und Genießen. Kreatives Kreative Köpfe können sich auf beliebte Mal- und Zeichenkurse sowie auf die japanische Kunst des Kintsugi freuen. Dabei werden zerbrochene Gegenstände mit Gold repariert – ein inspirierender Ansatz, der zeigt, wie aus vermeintlichen Brüchen etwas Besonderes entstehen kann. In Wochenendworkshops, u. a. zu Reliefschnitzen, haben Interessierte Gelegenheit, Techniken zu erlernen, auszuprobieren und Kunst zu schaffen. EDV und Beruf Im Bereich Beruf und Digitalisierung rückt das Thema Künstliche Intelligenz (KI) stärker in den Fokus. Praxisnah zeigen die Kurse, wie KI in unterschiedlichen Branchen sowie im Bereich Social Media sinnvoll eingesetzt werden kann. Eine neue Dozentin begleitet Menschen beim Berufsstart nach Ausbildung oder Studium ebenso wie beim erfolgreichen Wiedereinstieg nach der Familienphase. Ergänzend bietet die etablierte Xpert-Reihe weiterhin zertifizierte kaufmännische Weiterbildung. Exkursionen und Vorträge Eine wichtige Verbindung zwischen Weiterbildung und regionaler Wirtschaft schaffen die Betriebsführungen der vhs. Interessierte erhalten spannende Einblicke in mittelständische Unternehmen der Region und erleben Produkte, Dienstleistungen und Arbeitsweisen direkt vor Ort. Im kommenden Semester öffnen u. a. die Baufirma Unglert, die Firma Alois Müller und Fakt-motion ihre Türen. Im Veranstaltungsprogramm stehen außerdem Lesungen mit Michal Hvorecky (Bratislava) und Uschi Zietsch-Jambor (Buchautorin und Verlegerin) sowie der Reisebericht einer Iranerin, die allein, ohne festen Plan und Ziel, neun Länder mit dem Fahrrad bereist hat. Geschichtsbegeisterte können sich auf die Fortsetzung der Reihe „Memmingen im Wandel der Zeit“ freuen. Gemeinsam mit Stadtarchivar Christoph Engelhard rücken diesmal in einem neuen, gesprächsbezogenen Format die 1970er Jahre in den Mittelpunkt. Neben historischen Einblicken, auch mit vielen historischen Fotos, sind die Teilnehmenden ausdrücklich eingeladen, eigene Erinnerungen und Erfahrungen einzubringen. Verbraucherbildung Seit über einem Jahrzehnt ist die vhs „Stützpunkt Verbraucherbildung“ und bietet vom Bayerischen Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz geförderte Kurse zur Verbraucherbildung an. In diesem Semester liegt der Fokus auf aktuellen Kennzeichenerkennung in Parkhäusern und Park-Apps, aber auch KI und Finanzthemen. Lange Nacht der Demokratie Auch in diesem Jahr beteiligt sich die vhs erneut an der „Langen Nacht der Demokratie“. Unter dem Motto „Gemeinsam (klingen) für Freiheit und Vielfalt“ erwartet Besucherinnen und Besucher auf dem Memminger Marktplatz am Tag der Deutschen Einheit ein vielfältiges Programm zum Mitmachen, Zuhören und Austauschen, darunter auch „Deutschland singt“. Informationen und Anmeldung Informationen und Anmeldung zum neuen Semesterprogramm unter: vhs@memmingen.de | 08331 850-1616 | www.vhs-memmingen.de
10.07.2026: Nach rund dreijähriger Bauzeit wurde Memmingens neues sportorientiertes Freizeitbad „Schwimmwerk Memmingen“ am Freitag, 10. Juli 2026, feierlich eröffnet. „Während vielerorts Bäder schließen, setzen wir ein bewusstes Zeichen für die Zukunft unserer Stadt: Mit dem Schwimmwerk haben wir ein modernes Bad für den Schwimmunterricht unserer Kinder, für Wassersportvereine und für alle Schwimmbegeisterten geschaffen. Wir eröffnen ein attraktives, energieeffizientes und nachhaltiges Schwimmbad für Bewegung und Sport, Freizeit und Entspannung – ein großer Gewinn für Memmingen und die ganze Region“, betonte Oberbürgermeister Jan Rothenbacher. Mit einem gemeinsamen Eröffnungssprung ins 25-Meter-Becken des Hallenbads starten Schwimmerinnen und Schwimmer der Memminger Wassersportvereine feierlich den Badebetrieb – ein Sprung in eine neue Schwimmbad-Ära. Die Baukosten liegen bei rund 47,7 Mio. Euro. Gefördert wurde der Neubau durch den Freistaat Bayern mit rund 3,7 Mio. Euro (Förderung als Schulsportanlage) sowie mit 500.000 Euro aus dem KfW-Programm. Den kirchlichen Segen für das neue Schwimmbad erteilten Dekan Christoph Schieder vom evangelisch-lutherischen Dekanat Memmingen und Stadtpfarrer Pater Joshy Palakunnel O. Praem. von der katholischen Pfarreiengemeinschaft Memmingen. Nachhaltige Architektur und moderne Technik „Beim neuen Schwimmwerk wurden nachhaltige Architektur und moderne Technik konsequent gemeinsam gedacht – immer mit dem Ziel, dauerhaft niedrige Betriebskosten zu erreichen und zugleich einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen sicherzustellen. Damit ist das Projekt zukunftsweisend und eine Investition für kommende Generationen“, erklärte Hochbauamtsleiterin Tanja Aberle. Rund 20 Planungsbüros für Tragwerksplanung, Planung Architektur, Freiraumgestaltung, Bauphysik, Brandschutz, technische Gebäudeausstattung und anderes arbeiteten gemeinsam an dem Großprojekt. Ein fester Kern von Planerinnen und Planern traf sich wöchentlich zur Abstimmung auf der Baustelle oder digital. Weit über 60 Gewerke waren am Bau des Kombibades beteiligt. „Wir freuen uns sehr, dass sich die Idee, die wir 2008 im Wettbewerb formuliert haben, als sehr tragfähig erwiesen hat. Im Laufe des langen Planungsprozesses wurden in einer großartigen Teamleistung viele Aspekte intensiv diskutiert und optimiert“, erklärte Architekt Bernhard Asböck (Asböck Architekten, München). „Die Zusammenarbeit zwischen dem Hochbauamt, den Stadtwerken als künftigem Betreiber und allen Planungskollegen war hervorragend, und auch alle Firmen haben mitgewirkt, unsere Vorstellungen eines zeitgemäßen Bades umzusetzen.“ Die Architektur des Schwimmwerks zeichnet sich durch eine bewusste Reduktion auf wenige, hochwertige und langlebige Materialien aus. Prägend für das Gebäude sind die markanten Holztragwerke mit ihren dynamisch geformten Trägern und den charakteristischen V-Stützen, die Konstruktion und Architektur miteinander verbinden und dem Innenraum eine warme und zugleich moderne Atmosphäre verleihen. Großflächige Glasfassaden schaffen helle, offene Räume und stellen einen engen Bezug zwischen Innen- und Außenbereich her. „Mit seiner Passivhauszertifizierung, dem Einsatz nachhaltiger Materialien wie Holz und einem konsequenten Monitoring im Betrieb steht das Schwimmwerk beispielhaft für klimafreundliche, wirtschaftliche und zukunftsfähige öffentliche Infrastruktur“, erklärt Marcus Geske, Leiter der Stadtwerke Memmingen, die Bauherr und Betreiber des Schwimmwerks Memmingen sind. Passivhauskonzept: Optimierter Energieverbrauch Als Passivhaus-Hallenbad kombiniert das Schwimmwerk eine hochgedämmte, nahezu luftdichte Gebäudehülle mit modernster Technik und intelligenter Lüftungsführung. Dadurch können der Wärmebedarf um rund 70 Prozent und der Strombedarf um etwa 30 Prozent gegenüber konventionellen Hallenbädern reduziert werden. Die Wärmeversorgung des Bades erfolgt über die Nutzung von Grundwasser mittels Wärmepumpentechnik. Auf diese Weise können rund 78 Prozent des Wärmebedarfs CO₂-neutral und ohne Einsatz fossiler Energieträger gedeckt werden. Ein wesentlicher Anteil des für den Betrieb benötigten Stroms wird durch eine großflächige Photovoltaikanlage auf den Dachflächen erzeugt. Ergänzend kommen Wärmerückgewinnungssysteme hinzu, die Energie aus Duschwasser und Filterspülwasser erneut nutzbar machen. Auch eine kontrollierte Schichtlüftung trägt wesentlich zur Energieeinsparung und zu einem angenehmen Raumklima bei. Ausstattung des Hallen- und Freibads Im Hallenbad gibt es ein 25-Meter-Becken mit 8 Bahnen, einem Ein-Meter-Sprungbrett und einem Drei-Meter-Sprungbrett. Das Schwimmerbecken ist mit einer NinjaCross-Anlage (mit zwei Parcours) ausgestattet und für die Wettkampfkategorie B ausgelegt. Zudem gibt es ein Lehrschwimmbecken mit Nackenduschen und Massagedüsen, ein Kursbecken mit Hubboden sowie ein Kleinkinderbecken. Auch eine Dampfsauna und eine Ruhelounge finden sich im Hallenbadbereich. Im Freibadbereich gibt es ein Schwimmerbecken mit sechs 50-Meter-Bahnen, ein Nichtschwimmerbecken mit Rutsche, Strömungskanal und Wasserpilz, Boden- und Massagedüsen, sowie ein Kleinkinderbecken mit kleiner Rutsche und verschiedenen Spritztieren. Im Freibadbereich erwarten die Badegäste zukünftig neben einem großzügigen Kioskbereich verschiedene Freizeitfelder auf denen Beach Volleyball, Boccia oder Tischtennis gespielt werden kann sowie ein großer Sandspielplatz für die Kleinsten. Die gesamte Wasserfläche beträgt ca. 2.233m². Die Wasserfläche im Hallenbad beträgt rund. 804m² und bietet damit fast doppelt so viel Wasserfläche wie im alten Hallenbad. Die Wasserfläche des Freibades beträgt ca. 1.429m².
10.11.2017: Rund 250 Besucherinnen und Besucher kamen zur Buchpräsentation „Memminger Frauen. Biographien. Geschichten. Bilder“ ins Memminger Rathaus, zu der die Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e. V. und die Gleichstellungsbeauftragte Claudia Fuchs eingeladen hatten. Der große Sitzungssaal platzte aus allen Nähten und die erste Vorsitzende des Vereins Ursula Hinske-Gengnagel zeigte sich überwältigt von dieser Resonanz auf das zweite Buch. Sie verwies darauf, dass alle Autorinnen ehrenamtlich und mit großem Engagement am Werk waren und bat herzlich darum nun zu „kaufen, kaufen, kaufen“. Das Buch sei auch ein schönes Weihnachtsgeschenk, riet die Vereinsvorsitzende mit Augenzwinkern. Bürgermeisterin Margareta Böckh würdigte in ihrem Grußwort die Bedeutung dieses langerwarteten zweiten Werkes und nannte beispielhaft die Modedesignerin Gabriele Strehle, deren Label „Strenesse“ überregional große Bekanntheit erlangte. Die Bürgermeisterin sprach sich erneut dafür aus, dass es endlich auch eine Ehrenbürgerin in der Stadt geben müsse. „Dafür werde ich mich, gemeinsam mit unserer Gleichstellungsbeauftragten, nachdrücklich einsetzen“, so Margareta Böckh. Die Mitglieder der Frauengeschichtswerkstatt Memmingen und weitere Autorinnen haben das Leben Memminger Frauen aus Vergangenheit und Gegenwart erforscht und in 51 Kapiteln beschrieben. Der zweite Band „Memminger Frauen“ ist mit zahlreichen farbigen Bildern ausgestattet. Allen Frauen gemeinsam ist der Bezug zu Memmingen. Sie sind entweder hier geboren, verbrachten/verbringen ihr Leben hier, sind zugezogen oder wurden von hier verjagt. Einige wurden für ihre Verdienste ausgezeichnet, andere waren verfolgt, wurden vergessen und mussten erst wieder entdeckt werden. Manche konnten noch selbst über ihr Leben berichten, bei einigen ließen uns Nachkommen an ihren Erinnerungen teilhaben. Nicht selten liegen den Buchtexten umfangreiche Recherchen in Archiven und privaten Nachlässen zugrunde. Die Schauspielerin Anke Siefken brachte beispielhaft ausgewählte Biographien in brillanter Weise zu Gehör und endete nach einer kurzweiligen Stunde stimmgewaltig mit dem Lied „Ob es so, oder so oder anders kommt“ passend zur Biographie von Lena Valaitis. Musikalisch gekonnt und passend umrahmt wurde die Lesung von der wunderbaren Musikerin Annette Weber auf dem Akkordeon. Das Publikum dankte den beiden Akteurinnen mit stürmischem und lang anhaltendem Beifall und stimmte ins Schlusslied begeistert ein. Anschließend überreichten die Autorinnen allen anwesenden Zeitzeuginnen und Angehörigen ein Exemplar des Buches und dankten damit für die großen Offenheit und gute und oftmals berührende Zusammenarbeit mit der Frauengeschichtswerkstatt. Beim anschließenden geselligen Beisammensein in der Rathaushalle wurden viele persönliche Erinnerungen und Geschichten ausgetauscht und am Verkaufstisch der FGW herrschte großer Andrang. Das Buch „Memminger Frauen“ ist ab sofort in den Memminger Buchhandlungen für 14,80 € erhältlich
26.06.2026: Mit rund 120 Besucher:innen wurde mit einer Vernissage am Donnerstagabend, 25.06.2026, die Ausstellung „Das Große Format – Zeitgenössische Kunst im Kreuzherrnsaal Memmingen“ eröffnet. Das Ausstellungsprojekt ist eine gemeinsame Initiative des Kulturamts der Stadt Memmingen und des Berufsverbandes Bildender Künstler Schwaben Süd e. V. und wird seit 2015 im zweijährigen Turnus realisiert. Im Mittelpunkt des Abends stand die Verleihung der beiden Kunstpreise, mit denen herausragende künstlerische Positionen der Ausstellung ausgezeichnet wurden. Den Kunstpreis der Sparkasse Schwaben-Bodensee, dotiert mit 1.500 Euro, erhielt Monica Gayer (Landsberg am Lech) für ihre Arbeit „Parallel“. Der erstmals vergebene Kunstpreis der Alois Goldhofer Stiftung, dotiert mit 1.000 Euro, ging an Lucie Sommer-Leix (Waltenhofen) für ihre Arbeit „Lieber wollte ich eine Hagebutte im Zaun sein, als eine Rose in euer Gnaden (Shakespeare)“.Dritte Bürgermeisterin Petra Beer würdigte in ihrer Begrüßung die Bedeutung der Ausstellung für den Kulturstandort Memmingen und dankte den beiden Preisstiftern. Kulturamtsleiter Sebastian Huber stellte das Ausstellungsprojekt und das Juryverfahren vor und hob die langjährige Kooperation zwischen dem Kulturamt und dem Berufsverband Bildender Künstler Schwaben Süd hervor. Im Anschluss verkündete die Vorsitzende des Berufsverbandes, Peggy Uhlich, die beiden Preisträgerinnen und erläuterte in ihren Laudationes die Entscheidungen der Jury. „Hier sehen wir Menschen, teils sichtbar, teils verdeckt. Wer ist verborgen? Wer darf sichtbar sein? Durch die parallel ausgeführte Spachteltechnik lässt das Werk viele Fragen offen, die jeder für sich beantworten kann“, fasst Uhlich ihre Eindrücke zur ausgezeichneten Arbeit Parallel von Monica Gayer zusammen. Zur Arbeit Lieber die Hagebutte am Zaun, als eine Rose in Euer Gnaden der Preisträgerin Lucie Sommer-Leix, resümiert Uhlich: „Die Mischtechnik mit dem rätselhaften Titel führt uns hinein in die Welt der Symbole. Kerze, Tauben und Fische, sowie die Farben rot und weiß. All das spricht für Bescheidenheit, Reinheit, Liebe und Zufriedenheit.“ Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Sandra Miller (Blockflöte) und Kathrin Ebenhoch (Klavier), die mit Werken von Gordon Jacob, Chiel Meijering und Agnes Dorwarth den Abend gestalteten. Die Ausstellung präsentiert neun großformatige Arbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler des Berufsverbandes Bildender Künstler Schwaben Süd e. V., die in einem Juryverfahren ausgewählt wurden. Vertreten sind Marijanca Ambos, Winfried Becker, Brigitte Dorn, Monica Gayer, Monica Javani-Wiedemann, Angela Lohr, Franz Mair, Lucie Sommer-Leix und Cornelia Zembrod. Gezeigt werden Malerei, Fotografie und Skulptur, die im historischen Kreuzherrnsaal in einen spannenden Dialog mit der barocken Architektur treten. Die Ausstellung ist noch bis einschließlich 5. Juli 2026 im Kreuzherrnsaal Memmingen zu sehen. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.