29.04.2026: Die städtischen Katastrophenschutzeinheiten haben ihre Zusammenarbeit im Rahmen einer groß angelegten Übung der Stadt Memmingen „TeReEx 2026“ erfolgreich auf die Probe gestellt. Rund 130 ehrenamtliche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW), Bayerischem Roten Kreuz (BRK), Malteser Hilfsdienst, Johanniter-Unfall-Hilfe und Deutscher Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) nahmen am vergangenen Wochenende (24.-26. April) an der Übung im Bundeswehr-Übungsdorf Bonnland am Truppenübungsplatz Hammelburg teil. Bereits am Freitag errichteten die Einsatzkräfte eine Zeltstadt und starteten am Abend mit einem ersten komplexen Einsatzszenario. Simuliert wurden unter anderem eine Unfallfahrt aufgrund eines medizinischen Notfalls mit zahlreichen Schäden, ein Gebäudeschaden durch einen umgestürzten Baum sowie ein Wohnhausbrand. Nach einer ersten unübersichtlichen Phase lief die strukturierte Abarbeitung an: Die Feuerwehr übernahm Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung und Menschenrettung aus den verunfallten Fahrzeugen sowie aus dem Gebäude. Der Rettungsdienst versorgte Verletzte, führte Sichtungen durch und richtete einen Behandlungsplatz ein. Das THW unterstützte mit technischer Bergung, Ausleuchtung der Einsatzstelle, Abstützmaßnahmen und verschaffte sich mithilfe von Drohnentechnik einen Überblick über das Schadensgebiet. Die Wasserrettung konzentrierte sich auf die Rettung von Personen im und am Gewässer. Am zweiten Übungstag gab es zunächst verschiedene Ausbildungsstationen, darunter Rettungsübungen aus Höhen und Tiefen, Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie Trainingseinheiten für den Atemschutzeinsatz und die technische Hilfeleistung. Darauf folgte eine weitere anspruchsvolle Übungsphase mit mehreren gleichzeitigen Schadenslagen. Dazu zählten unter anderem ein abgestürztes Fahrzeug in einer Kiesgrube, ein Garagenbrand mit vermissten Personen sowie eine Explosion in einer Kanalbaustelle mit verschütteten Personen, was umfangreiche Ortungs- und Rettungsmaßnahmen notwendig machte. Weitere Einsatzstellen banden zusätzliche Kräfte: Eine Person musste aus einem Gewässer gerettet werden, während andernorts ein Maschinenunfall sowie ein weiterer Fahrzeugbrand schnelle technische Hilfeleistung und medizinische Versorgung erforderten. Die umfangreiche Übung war von Sandra Schneider vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz und von Stephan Zettler vom Technischen Hilfswerk vorbereitet worden. Die Szenarien stellten bewusst hohe Anforderungen an Koordination und Kommunikation, und boten eine realitätsnahe Übungslage für alle beteiligten Organisationen. Neben der fachlichen Ausbildung standen auch der Austausch und die Vernetzung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Fokus. Die Großübung zeigte einmal mehr die hohe Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit des Memminger Katastrophenschutzes.
29.04.2026: Der Memminger Stadtrat hat die Zwölfte Satzung zur Änderung der Satzung zur Regelung von Fragen des Gemeindeverfassungsrechts einstimmig angenommen. Mit den Anpassungen werden Strukturen verschlankt, Zuständigkeiten neu geordnet und Regelungen zu Entschädigungen und Ersatzleistungen aktualisiert. Ein wesentlicher Punkt der Satzungsänderung ist, dass der Vergabeausschuss sowie der Ausschuss für Gesundheit und Pflege nicht mehr besetzt werden. Vergaben sollen künftig neu geregelt und durch die jeweils zuständigen Fachausschüsse übernommen werden. Das Aufgabenfeld des Ausschusses für Gesundheit und Pflege wird im Kultur-, Bildungs- und Sozialausschuss bzw. im Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens Klinikum AöR richtig platziert. Die Details werden in der Geschäftsordnung für den Stadtrat geregelt, welche in der konstituierenden Sitzung am 11. Mai beschlossen wird. Zudem werden die monatlichen Aufwandsentschädigungen und Ersatzleistungen auf glatte Beträge aufgerundet. Die Beträge hängen an der Beamtenbesoldung und wurden seit der letzten Anpassung im Mai 2020 lediglich dynamisiert. Der Grundbetrag der Aufwandsentschädigung für die Stadtratsmitglieder beträgt jetzt 443 Euro monatlich, das Sitzungsgeld für die Ausschusssitzungen 45 Euro. Fraktionsvorsitzende erhalten zusätzlich bei bis zu vier Fraktionsmitgliedern eine monatliche Aufwandsentschädigung von 402 Euro, für jedes weitere Fraktionsmitglied 81 Euro. Die Ersatzleistungen, z. B. für Selbständige, werden auf 38 Euro je Stunde Sitzungsdauer festgelegt. Neu ist, dass jetzt auch Betreuungskosten beispielsweise für Kinder übernommen werden können. Die monatliche Sachaufwandspauschale für die Fraktionen in Höhe von 90 Euro je Fraktionsmitglied und die Telekommunikationspauschale von monatlich 25 Euro bleiben in der Höhe seit Mai 2020 unverändert. Die Satzung tritt mit Beginn der Wahlperiode des neuen Stadtrats am 1. Mai 2026 in Kraft.
29.04.2026: Die Entgelte der Städtische Musikschule werden zum 01. September 2026 moderat angehoben. Dies beschlossen die Mitglieder des Memminger Stadtrats einstimmig in der jüngsten Sitzung. Damit wird die bereits eingeschlagene Linie fortgesetzt, die Entgelte künftig regelmäßig, spätestens alle zwei Jahre, anzupassen. Zuletzt waren die Entgelte zum 1. September 2024 um rund 19 Prozent erhöht worden, nachdem zuvor fünf Jahre lang keine Anpassung erfolgt war. Vor dem Hintergrund der zwischenzeitlichen Tarifsteigerungen von insgesamt 5,9 Prozent in den Jahren 2025 und 2026 wird nun eine durchschnittliche Erhöhung von etwa 4 Prozent umgesetzt. Ziel ist es, die Musikschule weiterhin attraktiv und zugleich wirtschaftlich stabil zu halten. Die Anpassung führt zu Mehreinnahmen in Höhe von rund 18.000 Euro. Gleichzeitig bleibt die soziale Ausgewogenheit gewahrt: Für einkommensschwächere Familien besteht weiterhin die Möglichkeit, eine Ermäßigung zu beantragen. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihrer finanziellen Situation Zugang zu musikalischer Bildung haben. Ein Vergleich mit umliegenden Musikschulen zeigt zudem, dass sich die Entgelte in Memmingen weiterhin in einem vergleichbaren Rahmen bewegen: So kostet beispielsweise der Einzelunterricht (30 Minuten) jährlich in Memmingen 744 Euro (seit 01.09.2024), in Mindelheim 627,60 Euro (seit 01.09.2022), in Ottobeuren ebenfalls 744 Euro (seit 01.09.2023), in Illertissen/ Vöhringen/ Bellenberg 750 Euro (seit 01.09.2022) und im Unterallgäu 780 Euro (seit 01.09.2023). Im Zuge der Anpassung wurde auch die Entgeltordnung in einzelnen Punkten überarbeitet. Diese Änderungen ergeben sich aus praktischen Erfahrungen im laufenden Betrieb und dienen einer klareren und effizienteren Anwendung. Darüber hinaus präsentiert sich die Musikschule Memmingen zunehmend in einem modernen Erscheinungsbild. Mit neuem Namen, frischem Logo und einer zeitgemäßen Gestaltung der Räumlichkeiten setzt die Einrichtung sichtbare Impulse. Ein besonderer Akzent ist die Benennung eines Raumes als „Rittmayer-Saal“, der die Verbindung zu den Stiftern Rittmayer würdigt, deren Nachlass den Betrieb der Musikschule maßgeblich unterstützt.
15.10.2026: Wir freuen uns sehr über die Rückkehr von Angie Malinowski aus der Elternzeit. Bereits an unserem Tag der offenen Tür können Sie Frau Malinowski im Unterrichtsraum U4 im 1. OG persönlich kennenlernen und ggf. eine Schnupperstunde vereinbaren. Kontakt: angi.malinowski@stadt-memmingen.de
28.04.2026: Memmingen wurde am vergangenen Wochenende (24.-26.4.) zum Treffpunkt für den medizinischen Nachwuchs in Bayern: Rund 35 Medizinstudierende sowie betreuende Ärztinnen und Ärzte und begleitende wissenschaftliche Mitarbeitende, kamen im Rahmen des Förderprogramms „Beste Landpartie Bayern (BeLA)“ in die Stadt. Das Netzwerktreffen wurde von der Gesundheitsregionplus Unterallgäu-Memmingen organisiert, um den Austausch unter den Studierenden zu fördern, die Region erlebbar zu machen und einen Kontakt zur lokalen Ärzteschaft sowie politischen Entscheidungsträgern zu vermitteln. Nach einer Stadtführung und einem Bowlingabend stand der Samstag ganz im Zeichen der medizinischen Weiterbildung: In praxisnahen Workshops konnten die Studierenden ihre Fähigkeiten im Ultraschall (Sonographie) erweitern. Ergänzt wurde das Programm durch interaktive Fallbesprechungen mit Ärztinnen und Ärzten aus Stadt und Landkreis, die wertvolle Einblicke in den ärztlichen Alltag ermöglichten. Ein besonderes Highlight bildete am Sonntag ein Brunch im Memminger Rathaus mit Oberbürgermeister Jan Rothenbacher, Landrat Alex Eder und dem CSU-Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek. Zudem nahmen Ärztinnen und Ärzte teil, die sich kürzlich in der Region niedergelassen haben oder perspektivisch eine Praxisabgabe planen. In entspannter Atmosphäre entstand ein offener Dialog, bei dem persönliche Einblicke, berufliche Perspektiven und konkrete Zukunftsmöglichkeiten in der Region diskutiert wurden. Memmingen und das Unterallgäu konnten sich den Studierenden als lebendige, lebenswerte und beruflich attraktive Region präsentieren. Das Programm „Beste Landpartie Bayern (BeLA)“ ist eine Initiative zur Förderung des ärztlichen Nachwuchses im ländlichen Raum. Es richtet sich an Medizinstudierende, die sich frühzeitig mit einer möglichen beruflichen Zukunft außerhalb der Ballungszentren auseinandersetzen möchten. Neben finanzieller Unterstützung bietet das Programm praxisnahe Einblicke, Mentoring sowie gezielte Vernetzungsmöglichkeiten mit regionalen Akteurinnen und Akteuren im Gesundheitswesen. Aktuell gibt es vier BeLA-Standorte in Bayern: Augsburg, Erlangen, München und Würzburg. Die Gesundheitsregionplus Unterallgäu-Memmingen ist BeLA-Region der Universität Augsburg. Für die Studierenden eröffnet BeLA wertvolle Perspektiven: Sie erhalten frühzeitig Zugang zu praktischer Erfahrung, bauen tragfähige Netzwerke auf und lernen potenzielle Arbeits- und Lebensorte intensiv kennen. Gleichzeitig profitiert die Region von diesem Engagement, indem sie sich als attraktiver Standort für junge Ärztinnen und Ärzte präsentiert und langfristig zur Sicherung der medizinischen Versorgung beiträgt.
28.04.2026: Bereits seit über 50 Jahren verleiht die Stadt Memmingen ihren jährlichen Fassadenpreis. In diesem Jahr wurden zwei Projekte in der Altstadt ausgezeichnet. „Die Bauträger und Bauträgerinnen haben hier vorbildlich modernisiert. Beide Häuser wirken sich positiv auf die Umgebung aus und zeigen, dass gestalterische Lebendigkeit und historisches Fingerspitzengefühl Hand in Hand gehen können“, lobt Oberbürgermeister Jan Rothenbacher. Bei einer kleinen Feier mit den Eigentümerfamilien und den zuständigen Planern bedankte er sich bei den Verantwortlichen für die gelungenen Instandsetzungen, die dabei helfen, das Memminger Stadtgefühl zu erhalten. Ausgezeichnet wurde die Gesamtrestaurierung des Hauses in der Herrenstraße 18. Die Begründung der Jury: Insgesamt überzeugt die Maßnahme durch ihre hohe gestalterische Sensibilität, ihre denkmalpflegerische Qualität und ihr klares architektonisches Konzept. Sie zeigt eindrucksvoll, dass die behutsame Weiterentwicklung historischer Bausubstanz nicht im Widerspruch zu zeitgemäßer Architektur steht, sondern deren Voraussetzung sein kann. „Die Auszeichnung würdigt somit ein Projekt, das mit großem Respekt vor dem Bestand und zugleich mit architektonischem Selbstbewusstsein einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Memminger Altstadt leistet“, würdigt Uwe Weißfloch, Leiter des Stadtplanungsamtes, den zuständigen Planer und Eigentümer Roland Niedermeier. Das ausgezeichnete Haus ist Teil der Sanierung von insgesamt vier Gebäuden in der Herrenstraße und Buchdruckergasse, die in den nächsten Jahren den Straßenzug weiter aufwerten werden. Weiterhin wurde ausgezeichnet die bemerkenswerte Transformation des Doppelhauses Hintere Gerbergasse 3 & 3 ½ durch zwei Familien aus Buxheim. Die Begründung der Jury: Das umfassend erneuerte Doppelhaus überzeugt nicht nur durch seine eigene gestalterische Qualität, mit einer klaren ruhigen Fassadengestaltung wirkt es sich nachhaltig positiv auf den umliegenden Stadtraum aus. Die gesamte Straße gewinnt durch die Maßnahme an Klarheit, Wertigkeit und Identität. Der öffentliche Raum erfährt eine deutliche Aufwertung und erhält eine neue, qualitätvolle Prägung. Stadtplaner Uwe Weißfloch betont: „Die Sanierung zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial auch in vermeintlich unscheinbaren oder nicht denkmalgeschützten Gebäuden liegt und welchen Beitrag sie zur Stärkung und Weiterentwicklung historischer Stadtstrukturen leisten können.“ Beide Projekte wurden mit einem Preisgeld von je 2.000 Euro bedacht.
24.04.2026: Am 25. April jährt sich die Flugzeugpatenschaft zwischen der Stadt Memmingen und Lufthansa zum 35. Mal. Aktueller Namensbotschafter ist die „Memmingen“, ein hochmoderner Airbus A320neo mit der Registrierung D-AIIA. Es ist bereits das dritte Flugzeug, das den Namen der Stadt in die Welt trägt. Seit ihrer Indienststellung Anfang Januar 2026 hat die neue „Memmingen“ rund 30 Destinationen in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten angesteuert. Auf mehr als 510 Flügen beförderte sie dabei knapp 64.000 Passagiere sicher an ihr Ziel. Stationiert ist die Maschine am Flughafen München. Den Anfang der Patenschaft machte eine Boeing 737-500 (D-ABIL), die am 25. April 1991 am Flughafen München feierlich auf den Namen „Memmingen“ getauft wurde. Taufpatin war Margrit Holzinger, Ehefrau des damaligen Oberbürgermeisters Dr. Ivo Holzinger. Das Flugzeug blieb bis August 2015 im Einsatz und wurde anschließend verkauft. Ihr folgte ein Airbus A320 mit dem Kennzeichen D-AIWC, der im Dezember 2018 in die Lufthansa-Flotte aufgenommen wurde. Im April 2024 wechselte das Flugzeug konzernintern zur Airline Discover. Das Prinzip der Flugzeugpatenschaften bleibt dabei immer gleich: Scheidet ein Flugzeug aus der Flotte aus, wird der Name auf eine neue Maschine übertragen. Der Name der Patenstadt ist stets gut sichtbar außen am Rumpf neben der vorderen Einstiegstür angebracht. Die getauften Flugzeuge fungieren als fliegende Botschafter ihrer Städte und tragen deren Namen rund um den Globus. Die „Berlin“ machte im September 1960 den Anfang. Mittlerweile bestehen bei Lufthansa mehr als 300 solcher Patenschaften. Bei der Namensvergabe orientiert sich die deutsche Fluggesellschaft an der historischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung des betreffenden Ortes. Auch Städte, die in besonderer Weise mit der Luftfahrt oder Lufthansa verbunden sind, finden Berücksichtigung.
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21.04.2026: Die Stadt Memmingen erweitert ihr digitales Informationsangebot für Zugewanderte und stellt mit dem Welcome Hub ab sofort eine zentrale Informationsplattform auf der städtischen Homepage zur Verfügung. Mit dem Welcome Hub bündelt die Stadt Memmingen wichtige lokale Informationen für Zugewanderte sowie für Fachstellen und Ehrenamtliche in einem leicht verständlichen Online-Angebot. Ziel ist es, aktuelle und verlässliche Inhalte zu relevanten Themen des Alltags übersichtlich bereitzustellen und den Zugang zu Informationen zu erleichtern. Das Angebot ist bereits online und wird schrittweise weiter ausgebaut. Der Welcome Hub ist derzeit in deutscher Sprache sowie in Einfacher Sprache verfügbar. Zusätzlich sind über zehn Sprachen verfügbar, weitere Sprachen werden im Laufe des Jahres ergänzt. Die Übersetzungen sowie die Inhalte in Einfacher Sprache werden mit Unterstützung einer KI automatisiert erstellt und fortlaufend überprüft und ergänzt. Im Zuge der Umstellung wird die bisher von der Stadt Memmingen genutzte Plattform Integreat nicht weitergeführt. Die dort bereitgestellten Inhalte wurden in das neue Angebot auf der städtischen Homepage überführt. Lukas Krupinski, Integrationsbeauftragter der Stadt: „Wir sind im engen Austausch mit den Organisationen und Fachstellen, die Integreat genutzt haben und wollen sie ermutigen, nun den Welcome Hub in Ihrer Arbeit zu berücksichtigen. Das erweiterte Angebot soll noch mehr Ratsuchenden weiterhelfen.“ Zur Willkommenswebsite
20.04.2026: An der Ach in Steinheim kann man nicht nur gut radeln und joggen, man kann mittlerweile auch Wasserbüffel beobachten. Es sind die Tiere des Steinheimer Ehepaars Lea und Robin Robrook, die bereits im zweiten Jahr helfen, fast zehn Hektar Ausgleichsflächen der Stadt Memmingen instand zu halten. „Wasserbüffel sind die idealen Landschaftspfleger. Sie verhindern die Verbuschung, halten das Gras kurz und haben kein Problem mit feuchten Wiesen“, berichtet Robin Robrook. „Das alles fördert die Artenvielfalt auf den extensiv bewirtschafteten Wiesen“, freut sich Ferdinand Fehler, von der Unteren Naturschutzbehörde. Er ist Fachkraft für Naturschutz und Landschaftspflege der Stadt Memmingen und hat die Beweidung durch die Wasserbüffel der Familie Robrook sehr begrüßt und möglich gemacht. Wasserlöcher, wenig Büsche und dann auch noch der Dung der Tiere: das alles führt zu einer großen Biodiversität auf den beweideten Flächen. Vor allem insektenfressenden Vögeln und lichtkeimenden Pflanzen kommt das zugute. Zusätzlich muss das städtische Gartenamt nicht mit hohem Personalaufwand und Spezialmaschinen anrücken, um das Gras einmal im Jahr zu schneiden und die Büsche zu kürzen. „Die Büffelbeweidung ist ein super Projekt“, findet Oberbürgermeister Jan Rothenbacher, bei einem Termin vor Ort. „Die Büffel werten die Fläche viel besser auf als wir es könnten und sind gleichzeitig schon ein tierischer Anziehungspunkt geworden, vor allem bei Familien mit Kindern.“ Lea Robrook schwärmt vom ausgeglichenen Wesen der mittlerweile mehr als 20 Büffel, die von allen in der Familie geliebt werden. Personen, die sie schon länger kennen, können problemlos mit allen Tieren der Herde in den Austausch treten und es ist eine Mutterkuhhaltung im Herdenverbund möglich. Trotzdem warnen die Besitzer: „Es sind die ersten Kälbchen mit auf der Weide sowie unser Stier, die Tiere sind verständlicherweise nicht zutraulich, da sie ihren Nachwuchs schützen. Also bitte Abstand halten!“ Beim Termin konnten sich Oberbürgermeister Jan Rothenbacher und Dritter Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger ein Bild von den positiven Auswirkungen der Büffelbeweidung machen. Und direkt von Familie Robrook erfahren, welche Arbeiten auf der Fläche anfallen und wie die Pläne für die Zukunft sind. Wasserbüffel sind auf extensiv bewirtschafteten Flächen besonders wertvoll, weil sie auch sehr nasse, nährstoffarme Standorte nutzen, die für andere Weidetiere oft ungeeignet sind. Durch Fraß, Tritt und das Anlegen von Suhlen halten sie die Landschaft offen, fördern die Artenvielfalt und schaffen Lebensräume für typische Feuchtgebietsarten. Wasserbüffel waren früher in Europa beheimatet. Die jetzigen Wasserbüffelgattungen in Deutschland stammen jedoch aus Asien. Robin Robrook erzählt, dass er bald das besonders schmackhafte Fleisch der Büffel in einem Hofladen selber vermarkten will. Vielleicht auch mit weiteren Produkten die auf dem früheren „Kutterhof“ produziert werden, schließlich betreiben die beiden auch Ackerbau; halten Hühner, Hasen und Wachteln. Ferdinand Fehler hat mittlerweile einige der weiteren städtischen Ausgleichsflächen für Beweidungen mit den entsprechenden Tieren vergeben können. Es gibt Weiden mit Pferden, Schafen, Hochlandrindern und bald auch Alpakas. „Das bringt die Biodiversität und den Naturschutz auf unseren Ausgleichsflächen wirklich weiter“, betont Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger.