15.05.2026: Die Baumaßnahmen in der Herrenstraße werden weitergeführt. In drei Abschnitten wird die Herrenstraße saniert und in dieser Zeit vollständig gesperrt. Fußgänger können die Herrenstraße mit Einschränkungen weiterhin nutzen. Die Zangmeisterstraße ist bis zur Hermannsgasse befahrbar und kann genutzt werden.
13.05.2026: Der Seniorenbeirat der Stadt Memmingen wurde neu gewählt. In der ersten Sitzung des neuen Stadtrats entschieden die Rätinnen und Räte über die Besetzung dieses wichtigen Beirats, der sich für die Belange und die Teilhabe älterer Menschen in Memmingen einsetzt. Neben dem Oberbürgermeister bzw. dessen Vertretung setzt sich der Seniorenbeirat aus zwölf weiteren ehrenamtlichen Mitgliedern zusammen. In den Beirat gewählt wurden: Wolfgang Albert, Manfred Bretzel, Herbert Gistel, Rita Häring, Roswitha Hopf, Walter Link, Albert Madlener, Raimund Rau, Walter Röllig, Brigitte Wassermann, Gernot Winkler und Karl-Heinz Scheufele; Ersatzleute sind: Peter Czech, Wolfgang Gawens, Eva-Maria Schmidbauer, Alfred Katonski, Friedrich Hermann, Iris Schreiber, Hans Bernd Müller, Martin Schedel, Johannes Holl und Dietmar Männer. Die Mitglieder des Seniorenbeirats fungieren als Ansprechpartner und Bindeglied zur Verwaltung. Vorschläge und Anträge dieses Beirats werden auf dessen Antrag im Stadtrat behandelt, soweit nicht der Oberbürgermeister zuständig ist.
13.05.2026: Europa mitten in Memmingen erleben – dazu luden das Europabüro der Stadt Memmingen und die Europa-Union Kreisverband Memmingen, sowie Schülerinnen und Schüler des Bernhard-Strigel- und des Vöhlin-Gymnasiums zu einem Bürgerdialog auf den Marktplatz ein. Unter dem Motto „Memmingen in Europa“ verwandelte sich das Herz der Stadt am Europatag in einen lebendigen Treffpunkt für Austausch, Information und europäische Begegnung. Am Donnerstagnachmittag nutzten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich über Europa, die Europäische Union und internationale Zusammenarbeit zu informieren. Die Veranstaltung bot dabei nicht nur informative Gespräche, sondern auch ein abwechslungsreiches und gastfreundliches Rahmenprogramm. Besonders die Schülerinnen und Schüler der beiden Gymnasien engagierten sich mit großem Einsatz und machten Europa für die Besucherinnen und Besucher erlebbar. von Patisserie über ein Glücksrad, Europaquiz und einen ansprechenden Zeitstrahl zur Europäischen Gesichte. Parallel dazu informierte die Europa-Union, KV Memmingen und das Europabüro die Passanten mit Broschüren, Flyern und kreativen Give-aways über europäische Themen und Projekte. Für besondere Aufmerksamkeit sorgten zudem landestypische Köstlichkeiten aus verschiedenen europäischen Nachbarländern, die den Gästen angeboten wurden und den europäischen Gedanken auch kulinarisch erlebbar machten. Auch Oberbürgermeister Jan Rothenbacher besuchte die Veranstaltung und zeigte sich erfreut über das große Engagement der jungen Menschen und der beteiligten Organisationen. „Europa lebt von Aufklärung, Information. Austausch und von Begegnungen. Gerade Veranstaltungen wie diese zeigen, wie wichtig der europäische Gedanke für unsere Stadt und unsere Gesellschaft ist“, betonte Rothenbacher. Der Vorsitzende der Europa-Union Memmingen, Arnold, hob die Bedeutung des direkten Dialogs mit den Bürgerinnen und Bürgern hervor: „Europa beginnt nicht in Brüssel, sondern hier vor Ort – im Gespräch miteinander. Es ist schön zu sehen, mit wie viel Offenheit und Interesse die Menschen auf uns zukommen.“ Auch die Leiterin des Europabüros, Hartge, zog ein positives Fazit der Veranstaltung: „Besonders beeindruckend war das Engagement der Schülerinnen und Schüler. Sie haben Europa mit viel Kreativität, Offenheit und Begeisterung präsentiert und damit viele Menschen erreicht.“ Die Veranstalter zeigten sich insgesamt sehr zufrieden mit dem Verlauf des Nachmittags. Der offene Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern, das große Interesse an europäischen Themen und die engagierte Beteiligung der jungen Menschen machten „Memmingen in Europa“ zu einer rundum gelungenen Veranstaltung auf dem Memminger Marktplatz.
13.05.2026: Der Memminger Stadtrat ist in die Amtsperiode 2026-2032 gestartet. 15 neue Stadträtinnen und Stadträte wurden von Oberbürgermeister Jan Rothenbacher vereidigt. Zudem wählte der Stadtrat die Stellvertreter des Oberbürgermeisters: Michael Ruppert wurde zum Zweiten Bürgermeister gewählt, Petra Beer zur Dritten Bürgermeisterin. Mit einer ökumenischen Andacht in St. Johann wurde die neue Wahlperiode eingeläutet. Dekan Christoph Schieder und Stadtpfarrer Pater Joshy Palakunnel stellten das Wirken des Stadtrats unter Gottes Segen. Gemeinsam wurde auch dem getöteten 14-jährigen Jugendlichen gedacht, der vor wenigen Tagen in Memmingen gewaltsam zu Tode gekommen ist. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher dankte den Stadträtinnen und Stadträten, die das Amt neu oder zum wiederholten Mal übernehmen. „Es ist ein besonderes Ehrenamt. Es geht um Verantwortung, Engagement, um ein Zusammenbringen aller Interessen, Anliegen, Sorgen, Nöte, Erfahrungen, Wünsche und Perspektiven der Stadtgesellschaft. Es ist eine anspruchsvolle und große Aufgabe“, betonte der Oberbürgermeister. Für den Stadtrat, ein Aufsichts- und Strategiegremium, gelte es, die Arbeit des Oberbürgermeisters und der Verwaltung kritisch und konstruktiv zu begleiten. Für das Amt des Zweiten Bürgermeisters wurde nur ein Kandidat vorgeschlagen. Der Stadtrat wählte Michael Ruppert (CSU) im ersten Wahlgang. Seit 2020 ist der 58-Jährige Mitglied des Memminger Stadtrats. In der vergangenen Wahlperiode hatte er das Referat für Finanzen, Grundstücke und Einzelhandel inne. Für das Amt der Dritten Bürgermeisterin wurden Petra Beer (SPD), Dr. Monika Schunk (Grüne) und Kathrin Fleschhut (CRB) vorgeschlagen. Im ersten Wahlgang erhielt Dr. Monika Schunk 15 Stimmen, Petra Beer 13 Stimmen und Katrin Fleschhut 10 Stimmen. In einer anschließenden Stichwahl fielen 21 Stimmen auf Petra Beer und Dr. Monika Schunk erhielt 12 Stimmen. Petra Beer (64 Jahre) ist seit 2002 Mitglied des Memminger Stadtrats. Seit 2014 ist sie stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende. Von 2002-2007 war sie Referentin für Verkehr, seit 2007 Referentin für weiterführende Schulen. Petra Beer wurde 2008 in den Bezirkstag gewählt, sie ist stellvertretende Bezirkstagspräsidentin. Mit einstimmigen Beschlüssen bildete der Stadtrat Ausschüsse und entschied über deren Besetzung sowie die Besetzung von Beiräten, Beteiligungen an Zweckverbänden und sonstigen Gremien. Auch eine Geschäftsordnung wurde einstimmig verabschiedet. Zur Berechnung der Sitzverteilung in den Ausschüssen wurde, wie bereits vor 2020 verwendet, wieder das Hare-Niemeyer-Verfahren eingeführt.
11.05.2026: Die erste urkundliche Erwähnung Dickenreishausens steht im Zusammenhang mit der Gründung des Klosters Rot an der Rot im Jahr 1126. Die Siedlung zählte zum Gründungsbesitz des Klosters. Bei einer Feierstunde zum 900-jährigen Bestehen des Dorfes und zu 50 Jahren Gebietsreform tauchten die rund 100 Gäste ein in die bewegte und wechselvolle Geschichte Dickenreishausens. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher gratulierte herzlich zum 900-jährigen Bestehen. In den vergangenen Monaten setzte sich der Heimat- und Gedächtnisverein Dickenreishausen mit der Vorsitzenden Hildegard Braun im Stadtarchiv intensiv mit der langen Historie des Dorfes auseinander. Stadtarchivar Christoph Engelhard ließ in der Feierstunde in der evangelischen Kirche St. Agatha und St. Ottilia die wichtigsten Ereignisse Revue passieren, mit vielen historischen Dokumenten und Fotos bebildert. Während in den ersten Jahrhunderten die Grundherren von Dickenreishausen immer wieder wechselten, blieb das Dorf ab 1472 beim Spital der Reichstadt Memmingen. Die Bewohner waren Kriegen und Krisen ausgesetzt. Sie litten während der Bauernkriege um 1525 wie auch im Dreißigjährigen Krieg. Krankheiten rafften die Bevölkerung hinweg. Die Fluren des Dorfes waren für die Getreideversorgung der Region von großer Bedeutung. Eine Flurbereinigung im 18. Jahrhundert sollte die Erträge steigern, während die Bauern die Dorfgemeinschaft dadurch bedroht sahen - eine umstrittene Maßnahme der Reichsstadt. Nach dem Ende der Reichsstadt zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam Dickenreishausen im Königreich Bayern unter Aufsicht eines Bezirksamtmanns. Ortsvorsteher und Bürgermeister kümmerten sich nun um die Belange im Dorf. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Dickenreishausen Haltepunkt an der neuen Lokalbahn zwischen Memmingen und Legau mit beliebter Bahnhofsrestauration. Vor 50 Jahren sprach sich in einer Bürgerbefragung die Mehrheit der Dickenreishauser Bürgerinnen und Bürger für eine Eingemeindung in die Stadt Memmingen aus, berichtete der langjährige frühere Vorsitzende des Bürgerausschusses, Gerhard Unold. Ein wichtiges Argument war die damals problematische Abwassersituation, die durch einen Anschluss über Memmingen an das neu gebaute Gruppenklärwerk Heimertingen gelöst wurde. Seit 1997 gibt es einen Bürgerausschuss, der wichtige Anliegen mit dem Oberbürgermeister, dem Stadtrat und der Stadtverwaltung bespricht. Mit der Eingemeindung habe Dickenreishausen vor 50 Jahren nicht den Bürgermeister verloren, das Dorf müsse ihn nur teilen, erklärte OB Jan Rothenbacher. „Der Oberbürgermeister der Stadt Memmingen ist auch der Bürgermeister von Dickenreishausen, jeder kann mit seinen Anliegen kommen.“ 2025 wurde die denkmalgeschützte Steinerne Brücke sehenswert restauriert, informierte Gerhard Unold. Ein moderner Kindergarten wurde eröffnet. Und der Oberbürgermeister konnte den Neubau der Kreisstraße MM20, der so genannten Hurrentrasse, zwischen dem Illerwinkel und Dickenreishausen eröffnen. „Dickenreishausen ist auch ein Vorbild in der Klimapolitik“, betonte Unold. Viele Haushalte hätten mittlerweile auf eine zentrale Nahwärmeversorgung umgerüstet. Alexandra Demmeler, neu gewählte Vorsitzende des Bürgerausschusses, und ihre Stellvertreterin Isabell Lanki moderierten den Festabend. Pfarrer Markus Müller gab einen geistlichen Impuls. Musikalisch wurde der Abend gestaltet durch den Posaunenchor Dickenreishausen-Woringen unter der Leitung von Dorothea Königsberger und durch Andreas Kutter an der Orgel. Bei einem gut besuchten Empfang im neuen Pfarrgemeindesaal klang der Jubiläumsabend mit Gesprächen und Fotografien aus der Geschichte Dickenreishausens aus.
11.05.2026: Die Stadt Memmingen baut ihre internationale Tourismusstrategie weiter aus und setzt dabei gezielt auf Kroatien. Seit dem Start der Werbemaßnahmen im Jahr 2025 kann die Stadt bereits erste Erfolge verzeichnen: Die Zahl der Übernachtungen kroatischer Gäste ist im vergangenen Jahr um 38 Prozent gestiegen. Im Mittelpunkt steht im Jahr 2026 eine Out-of-Home-Kampagne an 36 Standorten in der kroatischen Hauptstadt Zagreb, die für zwei Wochen im Stadtbild präsent sein wird. Die Maßnahme ist Teil der internationalen City Life Kampagne der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT Balkan) und wird durch den Memmingen Airport unterstützt. Kroatien als Testmarkt mit klarer Datenbasis Kroatien wurde bewusst als Testmarkt ausgewählt. Die Reisebereitschaft steigt – nicht zuletzt durch einen wachsenden Mittelstand in der kroatischen Gesellschaft. Gleichzeitig zählen City Trips und sogenanntes „Slow Travel“ zu den wichtigsten Reisetrends. Deutschland ist nach Spanien eines der beliebtesten Reiseziele der Kroaten. Das geht aus einer aktuellen Markterhebung der DZT Balkan hervor, die von Cristian Sallai, Regionalleiter der DZT Balkan, vorgestellt wurde. Memmingen trifft damit genau den Nerv der Zeit: eine Altstadt, die man nicht besichtigt, sondern erlebt, kurze Wege und eine Atmosphäre, die für Leichtigkeit und Entschleunigung steht. Der besondere Standortvorteil: Vom Flughafen sind es nur rund zehn Minuten in die Innenstadt – ein Komfort, der insbesondere für Kurzreisen attraktiv ist. „Memmingen steht für unkompliziertes Reisen. Ankommen – und schon mittendrin sein“, sagt Tourismusamtsleiterin Joy Neugebauer. Kroatien zählt bei den Website-Zugriffen pro Einwohner bereits zu den drei stärksten Märkten – direkt hinter der Schweiz und Österreich. Die gezielte Marktbearbeitung zeigt damit messbare Wirkung – noch bevor sich alle Effekte vollständig in den Übernachtungszahlen widerspiegeln, die jährlich veröffentlicht werden. Für Memmingen ist Kroatien ein Testmarkt. Ziel ist es, erfolgreiche Maßnahmen künftig auf weitere Länder zu übertragen. Flughafen als Schlüssel zur Internationalisierung Ein entscheidender Faktor ist die gute Erreichbarkeit über den Memmingen Airport. Die direkten Flugverbindungen machen Memmingen für internationale Gäste besonders attraktiv. Das zeigt sich auch in der Gesamtentwicklung: Der Anteil internationaler Gäste liegt aktuell bei 39 Prozent (Februar 2026) – und damit deutlich über dem Durchschnitt in Bayern (rund 20 Prozent laut Bayerischem Landesamt für Statistik). „Wir setzen bewusst auf ausgewählte Märkte und entwickeln diese gezielt weiter“, so Neugebauer. „Der Flughafen ist dabei unser Tor zur Welt.“ Kampagne zeigt Wirkung – auch in sozialen Medien Begleitet wird die Kampagne von Pressearbeit und Influencer-Kooperationen. Die Resonanz ist deutlich: Ein beteiligter Influencer (Instagram: brziputopis) erzielte mit seinen Beiträgen zu Memmingen eines seiner erfolgreichsten Postings – mit Reichweiten, die seine bisherigen Bestwerte übertrafen. Als Grund nennt er die Reaktionen seiner Follower: Memmingen sei ein Ort, den man zwar kenne, aber bislang nicht als Reiseziel wahrgenommen habe. Genau diese Mischung aus Vertrautheit und Neugier sorgt für hohe Aufmerksamkeit. Die Wirkung bleibt dabei nicht nur digital: Der Influencer selbst plant bereits eine zweite Reise nach Memmingen – gemeinsam mit seiner Großmutter, die durch seine Beiträge auf die Stadt aufmerksam geworden ist. Memmingen zeigt damit: Internationale Sichtbarkeit entsteht nicht durch Größe – sondern durch klare Positionierung, starke Partnerschaften und Kampagnen, die Menschen wirklich erreichen.
Einen Eindruck der Dynamik, Phantasie und Ausstrahlung dieser schwärmerischen Zeit bietet das Konzert des Collegium Instrumentale Stuttgart. Dirigent ist Albrecht Schmid.
08.05.2026: Gesundheit ganzheitlich denken - das war schon die Maxime des Wasserdoktors Sebastian Kneipp, an die auch die Gesundheitsregionplus Unterallgäu-Memmingen anknüpft. Jetzt soll eine langfristige und abgestimmte Präventionsstrategie für die Region entwickelt werden. Dazu fand im Landratsamt Unterallgäu die Veranstaltung „Regionale Strategieentwicklung im Bereich Prävention“ statt, mit rund 60 Vertreterinnen und Vertretern aus Gesundheitsförderung, Pflege, Bildung, aus Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit, aus Beratung, Verwaltung, Medizin und Politik. Eingeladen hatten Landrat Alex Eder und Oberbürgermeister Jan Rothenbacher als Vorsitzende des Steuerungsgremiums der Gesundheitsregionplus. Eder verwies in seiner Begrüßung auf die lange Tradition des Unterallgäus als „Kneippland“, in dem Gesundheitsförderung und Vorsorge seit jeher eine wichtige Rolle spielen. Kern der Veranstaltung war ein moderierter, interaktiver Austausch an fünf Thementischen. Unter den Überschriften „Gut ins Leben starten“, „Gesund aufwachsen“, „Lebensmitte gesund gestalten“, „Gesund alt werden“ sowie „Vulnerable, schwer erreichbare Zielgruppen“ trugen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Wissen, Erfahrungen und Ideen zusammen und tauschten sich aus. Sie entwickelten erste Visionen und konkrete Ansätze für eine vernetzte Präventionsstrategie und benannten relevante Akteurinnen und Akteure für die weitere Ausgestaltung dieser Strategie. Im Laufe des Jahres 2026 wollen sie die Arbeit in kleineren Arbeitsgruppen fortführen, um die Ergebnisse zu vertiefen und konkrete Ziele zu formulieren. So soll eine gemeinsame und nachhaltige Präventionsstrategie für den Landkreis Unterallgäu und die Stadt Memmingen entstehen - als Grundlage für mehr Gesundheit und Lebensqualität in der Region. Als übergreifendes Konzept dient der „Masterplan Prävention“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention. Zudem gab Nicola Galm von der Gesundheitsregionplus einen kurzen Überblick über die bisherige Arbeit im Bereich Gesundheitsförderung. Dabei hob sie hervor, welche neuen Möglichkeiten sich durch die gesetzliche Verankerung der Gesundheitsregionenplus in Bayern für die zukünftige Arbeit ergeben. Diese Entwicklung ermögliche eine langfristige, strategische Planung. Einen fachlichen Impuls lieferte Andrea Wolff von der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit der Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e.V. (LZG). Sie erläuterte, wie fruchtbar die aktive Einbindung aller relevanten Akteurinnen und Akteure sei. Zugleich betonte sie, dass gute und passende Lösungen für die Region auch gemeinsam mit den verschiedenen Zielgruppen in der Bürgerschaft entwickelt werden sollten. Anna Westbrock von der Gesundheitsregionplus Unterallgäu-Memmingen präsentierte zudem zentrale Ergebnisse einer regionalen Bedarfs- und Bestandsanalyse im Bereich Prävention. Sie hob wichtige Ansatzpunkte wie die Stärkung der Verhältnisprävention und gesunder Lebensbedingungen, die zielgruppenspezifische Ausrichtung von Maßnahmen sowie die Förderung von Sichtbarkeit, Entstigmatisierung und Gesundheitskompetenz hervor. Der Masterplan Prävention des Bayerischen Staatsministeriums kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/
11.05.2026: Jetzt ist es raus: Im Stadtweiherwald gibt es Wichtel! Denn der Stadtweiherwald ist ein richtig alter Wald, in dem sich mystische Wesen wohl fühlen, erklärt Revierleiterin Carola Prinz rund 25 Kindern, die im Wald vor ihr stehen. Carola Prinz arbeitet beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Krumbach-Mindelheim und ist für das Forstrevier Memmingen zuständig. Gemeinsam mit der Klasse 3a der Edith-Stein-Schule macht sie eine Tour durch den Stadtweiherwald - ein Walderlebnistag steht auf dem Stundenplan. An der ersten Station heißt es Fühlen und Tasten. „In den Boxen ist nichts, was lebt und beißt“, verspricht die Försterin. Etwas zögerlich schieben die Kinder ihre Hände in die vorbereiteten Fühlboxen. Sie ertasten Moos, Blätter, Zapfen und sogar ein kleines Reh-Geweih, das die Kinder ausgiebig untersuchen dürfen. Als Belohnung für richtig erfühlte Waldgegenstände gibt es kleine Kristall-Steinchen für die Wichtel. Revierleiterin Carola Prinz und Stefan Honold, Leiter der Forstverwaltung der Stadt Memmingen, haben das Konzept für den Walderlebnistag gemeinsam erarbeitet. Er ist ein neues Angebot für alle dritten Klassen in Memmingen. „Wir möchten Kindern den Lebensraum Wald näherbringen. Der Walderlebnistag soll ihnen Spaß machen und sie sollen den Wald als einen schützenswerten und kostbaren Naturraum erfahren“, erklärt Stefan Honold das Konzept. Mit Hilfe einer Geschichte rund um die Wichtel als mystische Waldbewohner tauchen die Kinder ein in die Welt des Waldes. Auf dem Weg zur nächsten Erlebnisstation erzählt eine Schülerin von ihrem Opa, der vom Wald viel weiß und mit dem sie oft in den Wäldern rund um Memmingen unterwegs ist. Das Mädchen hat Glück mit ihrem Opa, für andere Kinder sind die drei Stunden im Wald eine seltene Erfahrung. „In der dritten Klasse ist der Wald Thema im Heimat- und Sachunterricht (HSU). Wir kommen bald zu den Waldtieren, da unterstützt der Walderlebnistag den Unterricht sehr gut“, erklärt die Klassenlehrerin Eugenia Depprich, die ihre Schützlinge gut im Blick hat. Die Gruppe verlässt den Waldweg und biegt auf einen Pirschpfad ein, der durch das Unterholz führt. Es gibt Silhouetten von Waldtieren zu entdecken: Dachs, Wildschwein, Specht, Eichhörnchen, Reh – für jedes entdeckte Tier gibt es einen Wichtel-Kristall. Die Kinder entdecken den Wald spielerisch und lernen viel über Wildkräuter, Tiere, Sträucher und Bäume. An einer weiteren Station schwärmen die Drittklässler jeweils zu zweit aus, einer hat die Augen verbunden, der andere führt zu einem Baum, dessen Rinde in Ruhe abgetastet und erfühlt wird. Während die Birke papierartig abblättert, hat die Eiche eine tief gefurchte Rinde. Jede Rinde fühlt sich anders an. Nach neun Spielstationen haben die Schulkinder den Stadtweiherwald mit viel Spaß kennengelernt und jede Menge Wissen zum Wald gewonnen. Übrigens: Nach dem Walderlebnistag können die Kinder die folgenden Fragen souverän beantworten: - Was frisst ein Reh? Knospen oder Blätter? Früchte oder Insekten? (Knospen, Früchte) - Wohnen Eichhörnchen in einem Nest oder in einem Kobel (Kobel) - Wie heißt das Kind vom Reh (Kitz) - Was ist größer, Hirsch oder Reh (Hirsch) - Nenne mir 2 Vögel, die bei uns vorkommen (Meise, Buchfink, Amsel…) - Was hat der Hirsch auf dem Kopf (Geweih) - Was frisst der Waldkauz am liebsten (Mäuse) - Was frisst die Fledermaus (Insekten) - Warum schießen Jäger Rehe (zur Regulierung, menschliche Nahrung, Hege) - Wie heißen die Bauwerke, auf denen der Jäger sitzt und jagt (Hochsitz, Bodensitz, Ansitzleiter, Kanzel) - Welches Tier jagt in der Nacht? Reh, Luchs oder Wildhamster (Luchs) - Wer sieht besser, der Adler oder das Reh (Adler)
08.05.2026: Das Stadtmuseum Memmingen eröffnet am Internationalen Museumstag am Sonntag, 17. Mai, um 11 Uhr, eine weitere Ausstellung im Barockjahr: „Barock, Bombasin und Bonbons“ widmet sich den tiefgreifenden Neuerungen des Barocks und verfolgt deren Entwicklung bis in den Spätbarock und das Rokoko. Im Zentrum stehen textile Innovationen wie Bombasin sowie Zuckerwaren wie Bonbons – exemplarische Zeugnisse einer Epoche, in der sich Konsumverhalten und Alltagskultur nachhaltig wandelten – mit Fortwirkungen bis in die Gegenwart. Ein besonderer Fokus liegt auf den globalen Handelsverflechtungen, die diese Veränderungen ermöglichten. Memmingen nahm dabei als bedeutende Handelsstadt eine zentrale Position ein. Entlang der europäischen Handelsroute Venedig – Innsbruck – Memmingen – Frankfurt – Amsterdam zirkulierten Waren, Gelder, Menschen und Innovationen. Seide, Baumwolle, Kaffee und Zucker aus Asien, dem Mittelmeerraum und den kolonialen Anbaugebieten gelangten in stets höheren Mengen nach Mitteleuropa, wo sie weiterverarbeitet und in neue kulturelle Kontexte eingebettet wurden. Die Ausstellung zeigt, wie sich globale Güter mit lokalem Handwerk verbanden und neue Formen materieller Kultur hervorbrachten. Diese Entwicklungen prägten nicht nur Kleidung und Tafelkultur, sondern auch soziale Praktiken und Repräsentationsformen, deren Grundmuster bis heute erkennbar sind. Am Beispiel von Benedikt von Herman wird die enge Verschränkung von internationalem Handel und wirtschaftlichem Erfolg sichtbar. Seine Aktivitäten in Venedig und Memmingen, die ihn zu einem der wohlhabendsten Individuen des 18. Jahrhunderts in ganz Europa machten, verdeutlichen die Bedeutung individueller Akteure innerhalb transregionaler Netzwerke und machen die Reichweite Memminger Handelsbeziehungen anschaulich. „Barock – Bombasin und Bonbons“ versteht den Barock als eine Epoche von Austausch und Transformation. Die Ausstellung macht erfahrbar, wie intensiv globale Verflechtungen das Leben vor Ort prägten – und wie nachhaltig die in dieser Zeit angestoßenen Entwicklungen bis heute nachwirken. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher wird die Ausstellung eröffnen und Museumsleiterin Regina Gropper wird eine kuratorische Einführung in die Ausstellung geben. PD Dr. Magnus Ressel wird die historische Recherche zu den Ausstellungsthemen noch weiter erläutern. Kathrin Ebenhoch (Klavier) und Sandra Miller (Flöte) sorgen für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung. Das Ausstellungsprojekt wird unterstützt durch VR Bank, die Sparkassenstiftung Memmingen-Mindelheim und das Begleitprogramm durch die Anton & Petra Ehrmann-Stiftung. Mehr Infos unter www.stadtmuseum-memmingen.de Vernissage am Sonntag, 17.05.2026, 11 Uhr im Stadtmuseum Memmingen im Hermansbau (Zangmeisterstr. 8, 87700 Memmingen) Im Anschluss: Empfang und Besichtigung der Ausstellung Ausstellungsdauer: 17. März 2026 – 22. Dezember 2027 Winterschließzeit: ab 21. Dezember 2026 – März 2027