Zukunft Altstadt In der Sitzung des Stadtrates am 17. Mai 2021 wurden die Zukunft der Altstadt Memmingen und die damit verbundene Städtebauförderung auf eine neue Grundlage gestellt: Das neue Sanierungsgebiet „Altstadt“ wurde als Satzung beschlossen. Die Sanierungssatzung erlangte am 28.05.2021 Rechtskraft. Die Vorbereitenden Untersuchungen für die Altstadt zeigen die Zielrichtung und die Maßnahmen für das Zentrum der Stadt Memmingen für die nächsten 15 Jahre auf. Die Erhaltungssatzung und die Gestaltungssatzung zielen mit ihren gestalterischen Inhalten auf den Schutz und die nachhaltige Weiterentwicklung der Altstadt als qualitätsvollen Lebensraum ab. Die städtebauliche Entwicklung des Rosenviertels ist ein wichtiger Baustein für die Belebung der Altstadt. Weitere bauliche Projekte, wie z.B. die Neugestaltung des Weinmarktes, tragen zum Erhalt des charakteristischen Stadtbildes bei und fördern die Aufenthaltsqualität in den öffentlichen Räumen. Die Stadt Memmingen verfolgt in der Altstadt insgesamt das Ziel, bestehende Nutzungen zu stärken, Stadträume für alle zu schaffen sowie neue Entwicklungsimpulse zu setzen. Ansprechpartner Altstadt Stadtplanung Petra Grupp Tel. 08331/850-588 Schlossergasse 1 87700 Memmingen stadtplanung (at) memmingen.de
Erhaltungs- und Gestaltungssatzung Der Erhalt des Stadtbildes der Altstadt von Memmingen ist ein städtebaulich, kulturell und gesellschaftlich wichtiges Anliegen und steht im Interesse der Allgemeinheit. Der historische Stadtraum ist in seiner Gesamtheit als Ensemble in der Denkmalliste des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege geführt. Die Stadt Memmingen widmet sich seit vielen Jahren der Erhaltung, Erneuerung und Gestaltung dieses historischen Potenzials. Deshalb hat sich die Stadt dazu entschlossen, eine Erhaltungssatzung und eine Gestaltungssatzung für den historischen Altstadtbereich zu erlassen. Ziel der Satzung ist der Schutz und die nachhaltige Weiterentwicklung der Altstadt als qualitätvollen Lebensraum. Die Erhaltungssatzung und die Gestaltungssatzung sind mit der Veröffentlichung im Satzungs- und Verordnungsblatt am 20.11.2021 rechtskräftig geworden. Erhaltungssatzung Die Erhaltungssatzung beabsichtigt den Erhalt der städtebaulichen Gestaltung der Stadt Memmingen. Zum Gesamterscheinungsbild der Altstadt tragen wesentlich die Proportionen der Gebäude sowie die Bewahrung und das Einfügen neuer Bauformen in die historische Parzellenstruktur der Altstadt bei. Ziel der Satzung ist der Schutz und die nachhaltige Weiterentwicklung der Altstadt als qualitätvoller Lebensraum. Gestaltungsfibel Die neue Gestaltungsfibel dient als Lesehilfe für die in der Erhaltungs- und in der Gestaltungssatzung getroffenen Vorschriften. Sie soll helfen, alte und neue Architektur wahrzunehmen und zu begreifen. Die interessierte Memminger Bevölkerung und Besuchende, aber auch künftige Bauleute sollen so ein Gefühl für das Erscheinungsbild der Memminger Innenstadt bekommen. Gestaltungssatzung Die Gestaltungssatzung trifft gestalterische Festsetzungen im Hinblick auf den Neu- und Umbau sowie die Modernisierung von Gebäuden. Bauliche Veränderungen und Neubauten sollen sich nach bestimmten baulichen und strukturellen Grundprinzipien wie beispielsweise die Vorgaben zur Dach- und Fassadengestaltung und der Anordnung und Ausgestaltung von Fenstern und Türen, richten. Die zum Teil sehr detaillierten Regelungen sind notwendig, um so das Einfügen in das historische Stadtbild sicherstellen können. Anprechpartner Altstadt Stadtplanung Patrizia Britvec Tel. 08331 / 850-514 Schlossergasse 1 87700 Memmingen
Sanierungsgebiet Altstadt Für das Untersuchungsgebiet Altstadt wurden in der Zeit von Mai 2019 bis April 2021 gemäß § 141 BauGB Vorbereitende Untersuchungen durchgeführt. Ziel war es, die Stadtsanierung in der Memminger Altstadt in einem größeren Umgriff fortzusetzen. Im Ergebnis der Vorbereitenden Untersuchungen wurden städtebauliche Missstände festgestellt, Sanierungsziele für die künftige Entwicklung der Altstadt entwickelt und es wurde ein Gebiet definiert, für das zur Behebung dieser städtebaulichen Mängel die Durchführung von Sanierungsmaßnahmen notwendig und zielführend ist. Im Sinne des § 142 Abs. 1 BauGB wurde das Sanierungsgebiet förmlich festgelegt und so begrenzt, dass sich die Sanierungsmaßnahmen zweckmäßig durchführen lassen. Die öffentliche Bekanntmachung erfolgte am 28.05.2021. Zur Vereinheitlichung der Genehmigungspflichten nach § 144 BauGB in den drei Sanierungsgebieten in Memmingen trat die Änderungssatzung für das Sanierungsgebiet Altstadt am 08.12.2023 mit ihrer Veröffentlichung in Kraft. Die Kosten- und Finanzierungsübersicht ist dem Bericht der Vorbereitenden Untersuchungen zu entnehmen (VUA Stufe 3 Maßnahmenkonzept). Die Maßnahmen im Sanierungsgebiet Altstadt werden künftig aus den Mitteln des Bund-Länder-Programms „Lebendige Zentren“ gefördert. Sanierungsgebiet Altstadt - Umgriff 2021-05-28_Umgriff_Sanierungsgebiet_Altstadt.pdf Sanierungsgebiet Altstadt - Satzung 20231208_Aenderungssatzung_Sanierungsgebiet_Altstadt_komp.pdf Informationen für Eigentümer zum Sanierungsgebiet Altstadt Sanierungsgebiet_Altstadt_-_Flyer_mit_Informationen.pdf Anprechpartner Sanierungsgebiet Altstadt Stadtplanung Patrizia Britvec Tel. 08331 / 850-514 Schlossergasse 1 87700 Memmingen
Bearbeitung der VU Grünzug Memminger Ach zwischen Amendingen und Steinheim Bereits im Zuge der ersten Untersuchungen der Gebietskulisse in den Jahren 2018 und 2019 wurde durch die beauftragten Büros das enorme Potential der Freiräume entlang der Memminger Ach festgestellt und eine detailliertere Untersuchung dringend empfohlen. Der hohe Freizeitwert des Bereichs sowie sein ökologisches Potential sind bereits im Zuge der Vorbereitenden Untersuchungen erkannt, jedoch nicht detailliert untersucht worden. Dies ist ab Frühjahr 2021 mit einer eigenen VU zum Grünzug entlang der Memminger Ach nachgeholt worden. Das beauftragte Büro LARS consult aus Memmingen hat nach ersten Begehungen und Bestandsaufnahmen im Sommer 2021 einen umfangreichen Katalog der Stärken und Schwächen des Bereichs erarbeitet und hierzu Wegeverbindungen, die Sport- und Erholungssituation, das Landschaftsbild sowie die Gewässerökologie und die naturräumliche Ausstattung untersucht. Auf diese Analysephase folgte die Erarbeitung eines Rahmenplans, in dem übergeordnete Ziele und Handlungsfelder formuliert sowie Entwicklungsziele für die zuvor festgelegten Schwerpunktbereiche skizziert wurden. Neben der gezielten Beteiligung der betroffenen Grundstückseigentümer wurde die breite Öffentlichkeit im Oktober 2021 in das Projektgebiet eingeladen und an vier Themenstationen über die Entwicklung des Grünzuges entlang der Memminger Ach informiert. Hier bestand auch die Möglichkeit, eigene Ideen und Wünsche einzubringen und an den ausgehängten Plänen zu verorten. Die Ergebnisse der Informationsveranstaltungen wurden seitens des Planungsbüros gebündelt und bewertet, das Konzept nochmals angepasst und in einer weiteren Bürgerinformationsveranstaltung im April 2022 vorgestellt. Vorbereitende Untersuchung für das Gebeit Steinheim & Amendingen - Naherholungsraum entlang der Memminger Ach Im Zuge der Vorbereitenden Untersuchung Steinheim wurde durch eine schriftliche Befragung aller Steinheimer Haushalte ermittelt, dass zwei Drittel der Bewohner diesen Grünzug in ihrer Freizeit nutzen. Rund 70 % würden sich hier gern öfter und länger aufhalten, wenn es ein entsprechendes Angebot gäbe. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchung die Wichtigkeit verzahnender Wegeverbindungen zwischen dem Ort und der Memminger Ach ermittelt. Im Detail wurden hier die Reduzierung der Barrierewirkung zwischen Siedlung und Landschaft, die Erhaltung und Entwicklung dorfspezifischer Biotopmosaike und die Sicherung der Ein- und Ausblicke benannt. Auch die Bevölkerung von Amendingen nutzt den Freiraum entlang der Memminger Ach bereits heute in verschiedener Art für die Naherholung. Der Stadtrat der Stadt Memmingen hat am 28.09.2020 den Einleitungsbeschluss der Vorbereitenden Untersuchung nach § 141 BauGB beschlossen. Abschlussbericht Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner Daniela Streitenberger Stadtplanungsamt Memmingen 08331/850-2551 daniela.streitenberger@ memmingen.de
Verlagerung der Grüngutsammelstelle / Erweiterung Sportpark Verlagerung der Grüngutsammelstelle Die in Steinheim betriebene Grüngutsammelstelle verursachte in den Sommermonaten regelmäßig große Konflikte zwischen ihren zahlreichen Nutzern und der Steinheimer Bevölkerung. Auch im Rahmen der VU Steinheim ist das Konfliktpotential erkannt und entsprechende Lösungsmöglichkeiten erarbeitet worden. Im Ergebnis dieser Entwicklungen und Erkenntnisse wurde deshalb eine komplette Verlagerung der Grüngutsammelstelle an einen anderen, weniger konfliktträchtigen Standort geplant. In einem ersten Schritt sind im Sommer 2021 verschiedenste potentielle Standorte im Stadtgebiet von Memmingen ermittelt und auf ihre Eignung hin untersucht worden. Bei der Suche nach einem geeigneten Standort spielte vor allem die Erreichbarkeit und das möglichst geringe Konfliktpotenzial mit Wohnnutzungen eine entscheidende Rolle. Letztlich wurde eine Fläche im Gewerbegebiet-Nord als geeignetste Alternative ermittelt und als künftiger Standort entwickelt werden. Die Eröffnung der neuen Grüngutsammelstelle im Oberen Buxheimer Weg - etwa 350 m westlich des alten Standortes - erfolgt im Sommer 2024. Erweiterung Sportpark Im Maßnahmenpaket der Vorbereitenden Untersuchungen Steinheim wurde die Erweiterung der bestehenden Sportflächen auf den Bereich der früheren Grüngutsammelstelle dringend empfohlen. Der Standort westlich des Sportplatzes soll künftig also als Sportpark für die Steinheimer Bevölkerung entwickelt werden, sobald die Grüngutsammelstelle verlagert wurde. Die Stadt Memmingen ist hier bereits seit Jahresanfang 2023 in engem Austausch mit dem SV Steinheim sowie dem Bürgerausschuss des Ortsteils. Es wurde damit begonnen, Ideen und Wünsche zu sammeln und auf ihre Umsetbarkeit sowie die jeweiligen Umsetzungshorizonte zu überprüfen. Parallel liefen Abstimmungen und Gespräche bezüglich einer temporären Nutzung der freiwerdenden Flächen der Grüngutsammelstelle durch den SV Steinheim. Nachdem die konkreten Planungen und vor allem eine Umsetzung des erweiterten Sportparks zeitnah nicht möglich ist, stellt die Zwischennutzung durch den Verein eine gute Möglichkeit dar, das Sportangebot dennoch kurzfristig zu vergrößern. Bei Verfügbarkeit entsprechender finanzieller Mittel ist hier eine gemeinsam mit der Bürgerschaft entwickelte Nachnutzung der Fläche als Sportpark mit Angeboten für jede Altersstufe geplant. Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner Daniela Streitenberger Stadtplanungsamt Memmingen 08331/850-2551 daniela.streitenberger@ memmingen.de
Bürgerinnen und Bürgerbeteiligung Die regelmäßige und aktive Einbindung der Bürgerschaft ist ein wichtiger Pfeiler der Vorbereitenden Untersuchungen in Steinheim. Nur durch die direkte Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner können alle wertvollen Informationen gesammelt und an entscheidender Stelle berücksichtigt werden. Im Zuge des Projektablaufs haben viele verschiedene Formen der Bürgerbeteiligung stattgefunden. Erste Bürgerwerkstatt in der Turnhalle in Steinheim Planschaufenster im ehemaligen Automatenraum der Sparkasse Workshop zur Ortsmitte Informationsveranstaltung in Schützenheim in Steinheim Abschlussbericht Bürgerinnen und Bürgerbeteiligung Umfrage Umfrage Informationsveranstaltung & Bürgerversammlung Arbeitskreis am 11. Mai 2019 - Ortsmitte Steinheim Diskussions- und Vortragsabend am 10. Mai 2019 - Höfe, Umnutzungen, Neues Wohnen Werkstatt Zukunft Steinheim am 12. Oktober 2018 Informationsveranstaltung & Bürgerversammlung Umfrage Informationsveranstaltung & Bürgerversammlung Arbeitskreis am 11. Mai 2019 - Ortsmitte Steinheim Diskussions- und Vortragsabend am 10. Mai 2019 - Höfe, Umnutzungen, Neues Wohnen Werkstatt Zukunft Steinheim am 12. Oktober 2018 Arbeitskreis am 11. Mai 2019 - Ortsmitte Steinheim Umfrage Informationsveranstaltung & Bürgerversammlung Arbeitskreis am 11. Mai 2019 - Ortsmitte Steinheim Diskussions- und Vortragsabend am 10. Mai 2019 - Höfe, Umnutzungen, Neues Wohnen Werkstatt Zukunft Steinheim am 12. Oktober 2018 Diskussions- und Vortragsabend am 10. Mai 2019 - Höfe, Umnutzungen, Neues Wohnen Umfrage Informationsveranstaltung & Bürgerversammlung Arbeitskreis am 11. Mai 2019 - Ortsmitte Steinheim Diskussions- und Vortragsabend am 10. Mai 2019 - Höfe, Umnutzungen, Neues Wohnen Werkstatt Zukunft Steinheim am 12. Oktober 2018 Werkstatt Zukunft Steinheim am 12. Oktober 2018 Umfrage Informationsveranstaltung & Bürgerversammlung Arbeitskreis am 11. Mai 2019 - Ortsmitte Steinheim Diskussions- und Vortragsabend am 10. Mai 2019 - Höfe, Umnutzungen, Neues Wohnen Werkstatt Zukunft Steinheim am 12. Oktober 2018
Klimabäume Insgesamt werden im Zuge der Umgestaltung 13 neue Bäume gepflanzt die zukünftig das Mikroklima am Weinmarkt positiv beeinflussen werden und zur Biodiversität in der Stadt beitragen. Die Ausgestaltung der Baumgruben legt den Fokus in die Tiefe, um das naheliegende Grundwasser für die Bäume zu erschließen. Bei den neuen Baumarten handelt es sich um eine bunte Mischung von Klimabäumen, die als Ausdruck der Vielschichtigkeit unserer demokratischen Gesellschaft in freier Stellung auf dem Weinmarkt verortet wurden. Die Bäume werden derzeit in der Bauschule Lorberg vorkultiviert, da diese einen entsprechenden Kronenanasatz benötigen, um zu gewährleisten, dass diese entsprechend hoch sind. Auf diese Weise können Busse darunter vorbeifahren und die Feste und Märke darunter stattfinden. Bürgerforum Klimabäume
Satzung zum Sanierungsgebiet Steinheim SanierungsgebietSteinheimFinal.pdf Sanierungsgebiet_Flyer.pdf Infos zum Sanierungsgebiet "Steinheim mit Memminger Ach" Grundlegendes zum Sanierungsgebiet Die zwingende, verfahrensrechtliche Voraussetzung für den Erlass eines Sanierungsgebietes ist die Durchführung Vorbereitender Untersuchungen (VU) nach § 141 BauGB. Den Beginn der ersten Vorbereitenden Untersuchungen, der VU Steinheim hat der Stadtrat im April 2018 beschlossen. Das dafür beauftragte Planerteam hat zusammen mit der Stadt Memmingen für den Ortsteil die bestehenden Defizite und Missstände aber auch Chancen und Potentiale analysiert. In der Sitzung des Stadtrates am 22. Juni 2020 wurde als Grundlage für eine Verbesserung und Aufwertung des Quartiers der Abschluss der Vorbereitenden Untersuchung einschließlich Maßnahmenplan und Maßnahmenliste beschlossen. Das Planungsteam und die Verwaltung haben in diesem Zusammenhang die Festlegung eines Sanierungsgebietes vorgeschlagen, das in dieser Sitzung als Sanierungsmaßnahme im vereinfachten Verfahren gemäß § 142 Absatz 4 BauGB beschlossen wurde. Der Umsetzungshorizont für die Sanierung liegt üblicherweise bei 15 Jahren. Die im Ergebnis der VU Steinheim deutlich gewordene Notwendigkeit nach einer detaillierten Untersuchung des Grünzugs entlang der Memminger Ach ist im Rahmen einer weiteren VU (Grünzug Memminger Ach) von Frühjahr 2021 bis Frühjahr 2022 bearbeitet worden. Das beauftragte Planungsbüro hat auch hier in mehreren Bearbeitungsstufen die Stärken und Schwächen sowie Defizite und Chancen des Untersuchungsraums beurteilt und zahlreiche Aufwertungsmaßnahmen entwickelt. Mit Beschluss des Stadtrates am 19.06.2023 ist sowohl der Maßnahmenkatalog dieser Vorbereitenden Untersuchungen, als auch der vergrößerte Umgriff des Sanierungsgebietes beschlossen worden. Das neue, um den Bereich entlang der Memminger Ach ergänzte Sanierungsgebiet "Steinheim mit Memminger Ach" erhält mit Veröffentlichung Rechtskraft und soll die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen in den kommenden 15 Jahren gewährleisten. Was bedeutet das für alle Grundstückeigentümer innerhalb des Sanierungsgebietes? Es sind im Sanierungsgebiet Bauvorhaben genehmigungspflichtig die die Errichtung, Änderung, Nutzungsänderung oder Beseitigung von baulichen Anlagen um erhebliche Veränderungen zum Ziel haben. Die Stadt Memmingen kann beim Grundstücksverkauf ein gesetzliches Vorkaufsrecht ausüben, sofern dies zur Verwirklichung der Sanierungsziele erforderlich wäre. Im Sanierungsgebiet besteht für Privateigentümer die Möglichkeit der finanziellen Förderung von Baumaßnahmen. Maßnahmen, die den Förderbedingungen des Kommunalen Förderprogramms entsprechen, können im Umfang der hierzu festgelegten Fördersätze finanziell unterstütz werden. Darüber hinaus haben Grundstückseigentümer bei Sanierungen eines Gebäudes in der Regel die Möglichkeit, Steuervorteile nach § 7h EStG zu nutzen. In beiden Fällen ist eine Kontaktaufnahme mit dem Stadtplanungsamt im Vorfeld der Maßnahme zwingend notwendig. Es wird deshalb empfohlen, bei geplanten Maßnahmen möglichst frühzeitig Kontakt mit der Stadt Memmingen/Stadtplanungsamt aufzunehmen. Nähere Informationen hierzu finden Sie unter Kommunales Förderprogramm sowie unter Sanierungsmanagement . Umgriff Sanierungsgebiet Steinheim Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner Daniela Streitenberger Stadtplanungsamt Memmingen 08331/850-2551 daniela.streitenberger@ memmingen.de
Über Steinheim Lage und Daten Ortsbild & Zuhause sein Bewohner & Wohnen Versorgung & Öffentliches Leben Bauernhöfe & Landwirtschaft Gewerbe & Arbeiten Grün-, Freiraum & Erholen Mobilität & Unterwegs sein Lage und Daten Memmingen gehört als kreisfreie Stadt zum bayrischen Regierungsbezirk Schwaben. Sie bildet als Oberzentrum neben dem Doppelzentrum Ulm/Neu-Ulm einen der beiden Schwerpunkte in der Region Donau-Iller, welche jeweils hälftig einen baden-württembergischen und einen bayrischen Teil umfasst. Die oberschwäbische Stadt hat derzeit etwa 43.200 Einwohner (31.12. 2017). Unmittelbar westlich schließt das Land Baden-Württemberg an, nach den übrigen Himmelsrichtungen ist Memmingen vom Landkreis Unterallgäu umgeben. Steinheim ist ein Ortsteil der Stadt Memmingen. Es liegt etwa drei Kilometer nördlich vom Stadtzentrum entfernt, eingebettet in die Naturräume der Steinheimer Feld- und Terrassenlandschaft und des Tals der Memminger Ach. Die erste urkundliche Erwähnung Steinheims stammt aus dem Jahr 764, als sich das Dorf im Eigentum des Klosters Ottobeuren befand. Vermutlich bereits 972 war es Pfarrei. Mit dem Kauf durch die Unterhospitalstiftung gelangte es Mitte des 15. Jahrhunderts in den Besitz der freien Reichsstadt Memmingen. 1525 wurde der Ort von der Reformation erfasst und wurde evangelisch-lutherisch. Im Jahr 1803 erhielt die Gemeinde ihre Selbstständigkeit. Zum Zeitpunkt der Eingemeindung im Juli 1976 hatte Steinheim etwa 1.200 Einwohner – heute leben knapp 3.000 Menschen hier. Der Ort liegt etwa drei Kilometer nördlich vom Memminger Stadtzentrum entfernt, grenzt im Westen an die Gemeinde Buxheim und an die Iller als Grenzfluss zu Baden-Württemberg, im Norden an die Gemeinde Heimertingen sowie im Osten und Süden an die Ortsteile Eisenburg und Amendingen. Ortsbild & Zuhause sein Der Ort hat sich als Haufendorf entlang der heutigen Heimertinger Straße – vormals Landstraße nach Ulm – entwickelt. Die landwirtschaftlichen Hofstellen sind regelmäßig und giebelständig zu dieser Straße hin angelegt, die heute mit ihrem Durchgangsverkehr wesentlich das Ortsbild bestimmt. So fallen einerseits die historischen Bauernhöfe mit markanten Schauseiten und ihren hohen – oft mit Photovoltaik besetzten – Dächern auf, die „Stüble“, die prägenden Scheunen und Schuppen sowie einige besondere Bauwerke wie beispielsweise die St.-Martins-Kirche, das Spritzenhaus, die alte Schmiede, der aufgegebene Gasthof „Zur Krone“ oder der Zehntstadel. Andererseits kennzeichnen den verkehrs- und immissionsbelasteten Ortskern auch aufgegebene landwirtschaftliche Hofstellen, Nutzungs- und Strukturverlust, städtebauliche Brüche und Sanierungsstau, Straßenräume ohne Aufenthaltsqualitäten und eine wenig ausgeprägte Ortsmitte mit nur wenigen öffentlichen Treffpunkten. Einige Hofstellen wurden bereits durch Neubauten wie das Raiffeisenzentrum ersetzt. Die Wohnfunktion hat sich vielfach in die Randbereiche verlagert – Einfamilienhausgebiete mit undefinierten Siedlungsrändern haben sich in die umgebenden Naturräume ausgedehnt. Leere und untergenutzte landwirtschaftliche Hofstellen stehen im Gegensatz zu den wachsenden Wohngebieten am Ortsrand. Typische Allgäuer Hofstelle Kirche St. Martin Moderne Bebauung am Ortsrand Bewohner & Wohnen Der demographische Wandel beeinflusst auch Steinheim. Die Bewohner werden immer älter, gleichzeitig ziehen junge Familien an die Peripherien der Großstädte. Kleine Haushalte treten immer mehr an die Stelle der Großfamilien, zudem entsteht ein Bedarf an neuen Wohn- und Familienformen. Die gebaute Umwelt muss auf diesen Wandel reagieren und kann ihn im positiven Sinne begleiten. Gefragt werden künftig Wohnhäuser sein, die gemischte soziale Strukturen, Gemeinschaft sowie attraktive und bezahlbare Wohnformen befördern. Neues Wohnen in alten Höfen ist eine mögliche Option. Die Lage im Naturraum – im Ländlichen – kann ein Standortvorteil sein. Die Identität des Ortes soll erhalten und gegebenenfalls weiterentwickelt werden. Steinheim und Amendingen stehen in direkter Konkurrenz in ihrer Funktion als Wohnstandorte. Während Amendingen jedoch mit der Kernstadt Memmingen verwachsen ist, ist Steinheim als eigenständiger Ortsteil noch erkennbar. Leerstand mit Potentialen Moderne Reihenhaustypologie Generationenwechsel erfordert neue Angebote Versorgung & Öffentliches Leben Trotz kleinerer Läden und Dienstleister ist die Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs im Ort unzureichend, die Steinheimer versorgen sich vorwiegend in den Märkten und Einrichtungen der Gewerbegebiete und der Innenstadt. Nahversorger und weitere Dienstleister würden die Grundversorgung Steinheims stabilisieren und als Treffpunkte die Gemeinschaft beleben. Auch gastronomische Angebote fehlen weitgehend. Steinheim besitzt eine Grundschule mit Turnhalle und einen Kindergarten sowie wenige Spielplätze. Die Angebote der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Infrastruktur müssen überprüft und an den „wachsenden Ort“ angepasst werden. Benötigt werden derzeit insbesondere Kindergartenplätze sowie Angebote für Senioren. Zur Qualität eines Wohnorts gehört auch die nachbarliche Gemeinschaft. Steinheim besitzt eine aktive Kirchgemeinde und eine ausgeprägte Vereinsstruktur. Die Bewohner feiern eine Vielzahl von Festen an verschiedenen Plätzen im Ort, zweimal im Jahr auch auf der Heimertinger Straße. Insgesamt gibt es jedoch zu wenig qualifizierte öffentliche Begegnungsorte. Des Weiteren hat der Einwohnerzuwachs bewirkt, dass eine Identifikation mit dem Ort nicht mehr selbstverständlich ist. Der Umbau des Zehntstadels zum Bürgergemeinschaftshaus ist ein erster Schritt, mit baulichen Mitteln die Gemeinschaft nachhaltig zu befördern. Eine wichtige Rolle kann unter anderem auch dem Ausbau der Freizeit- und Sportanlagen sowie einem Umbau der Kirchenräume von St. Martin und ihrem Umfeld zukommen. Metzgerei sichert den täglichen Bedarf Bäckerei als Treffpunkt im Dorf Vereinsmitteilungen im Schaukasten Bauernhöfe & Landwirtschaft In Steinheim ist seit Jahrhunderten mit Leidenschaft Landwirtschaft betrieben worden. Davon erzählen seine Bewohner, davon zeugen bauliche Struktur und Aussehen des Ortes. Einen Hof wirtschaftlich zu führen ist jedoch zunehmend schwer bis unmöglich geworden. Heute stellt sich auch in diesem Ort die Frage nach der Zukunft der Landwirtschaft und der Weiter- oder eben der Umnutzung der großen, oft historischen und das Ortsbild prägenden Höfe. Landwirtschaft mit Leidenschaft Ortsbildprägende Hofstelle Bewirtschaftete Hofstelle Gewerbe & Arbeiten Südlich von Steinheim befindet sich das Gewerbegebiet Memmingen Nord. Die von der gewerblichen Nutzung ausgehenden Immissionen schränken die mögliche Entwicklung der Wohnbauflächen Steinheims in Richtung Süden ein und begründen wesentlich die Notwendigkeit eines trennenden Grüngürtels. Weitere potenzielle Gewerbeflächen befinden sich westlich Steinheims entlang der Europastraße. Diese greifen in den Naturraum der Steinheimer Feld- und Terrassenlandschaft ein, bieten aber auch Entwicklungsmöglichkeiten. Am südlichen Ortseingang von Steinheim sind die Relius Farbenwerke gelegen. Außerdem befinden sich im Ort – neben dem Betrieb landwirtschaftlicher Höfe im Haupt- und Nebenerwerb – kleinere Handwerksbetriebe und Dienstleister. Umfeld der Firma Relius Wohnen und Arbeiten unter einem Dach Bestehender Gewerbetrieb Grün-, Freiraum & Erholen Der Ort liegt eingebettet in die Steinheimer Feld- und Terrassenlandschaft. Trotz ihrer Prägung durch monofunktional genutzte landwirtschaftliche Flächen und angrenzende Verkehrsadern vermittelt sie eine große Weite und Offenheit. Östlich des Ortes befindet sich die Memminger Ach, die als zentrale Freizeit- und Erholungskomponente der Stadt gilt. Als zusammenhängender Landschaftsraum erstreckt sich der Talraum des Baches entlang des gesamten Stadtgebiets und führt vom Benninger Ried über das Landesgartenschaugelände bis zum Naturraum um Steinheim, welcher der Naherholung dient. Die Wege oder auch die Kneippanlage am Haienbach werden gern genutzt. Die Weite der umgebenden Landschaft wirkt über Ein- und Ausblicke in den Ort hinein. Wo Reste der alten dörflichen Strukturen erhalten sind, vermitteln sie Großzügigkeit. Öffentliche Frei- und Grünraumstrukturen sind kaum ausgebildet, es finden sich jedoch markante große alte Bäume, Bauerngärten und zu blühenden Hochbeeten verwandelte ehemalige Güllegruben. Die Siedlungsränder sind derzeit zumeist unscharf entwickelt. Eine großflächige Ausdehnung Steinheims in die umgebenden Landschaftsräume wird von Seiten der Stadt nicht angestrebt. Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) wird ein durchgängiger Grüngürtel zwischen den Ortsteilen Steinheim und Amendingen sowie zwischen Steinheim und dem Gewerbegebiet Memmingen Nord empfohlen. Erholungsraum entlang der Ach Treffpunkt am Baseballplatz Beliebtes Naherholungsziel Mobilität & Unterwegs sein Die Verkehrsbelastung der Heimertinger Straße ist mit 12.000-13.000 Kfz/24 h derzeit sehr hoch. Die Wohn- und Aufenthaltsqualitäten im Ortszentrum sowie die Gestaltqualität des öffentlichen Raums haben darunter sehr gelitten. Potenziell soll westlich von Steinheim eine Umgehungsstraße gebaut werden. Bereits mittelfristig sollen jedoch Maßnahmen zur verkehrlichen Entlastung geprüft werden und in Folge eine Umgestaltung der Heimertinger Straße erfolgen. Weiterhin bedarf der öffentliche Personennahverkehr einer Stärkung, die Taktfrequenz der Buslinien in die Innenstadt und in die naheliegenden Versorgungszentren ist gering. Rad- und Fußwegeverbindungen existieren, verlaufen jedoch teilweise lückenhaft und nicht barrierefrei, oft auf asphaltierten landwirtschaftlichen Wegen. Einzige Ampelanlage der Heimertinger Straße Handlungsbedarf im ÖPNV Netz Einbindung ins Radwegenetz Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner Daniela Streitenberger Stadtplanungsamt Memmingen 08331/850-2551 daniela.streitenberger@ memmingen.de
Sanierungsmanagement In den vergangenen Jahren sind in Steinheim zahlreiche landwirtschaftliche Hofstellen aufgegeben oder in einen Nebenerwerb überführt worden. Damit verbunden ist ein enormer Leerstand der ehemaligen landwirtschaftlichen Hofgebäude, Stallungen, Maschinenhallen, Silo- und Lagerflächen, denen ein großer Siedlungsdruck gegenübersteht. Sowohl für das Ortsbild als auch für die innere Wahrnehmung der Bevölkerung ist es deshalb von großer Bedeutung, diesen prägenden Gebäudebestand zu erhalten und möglichst sinnvoll und nachhaltig umzunutzen und so das Erscheinungsbild Steinheims langfristig zu sichern. Mit Erhalt und Weiterentwicklung der ehemaligen Hofstellen und ortsbildprägenden Gebäude kann darüber hinaus die Identität des Ortes gestärkt und das gesellschaftliche Miteinander gefördert werden. Ziel der Umbau- und Umnutzungsmaßnahmen soll deshalb ein vielfältiger Mix aus unterschiedlichsten Nutzungen sein, die sowohl die Wohnsituation als auch das soziale Miteinander stärken. Um die Eigentümer mit diesen großen Herausforderungen nicht allein zu lassen, hat die Stadt Memmingen das Planungsbüro raumsequenz aus Memmingen mit dem Sanierungsmanagement Steinheim beauftragt. Der Sanierungsmanager besucht die Eigentümer vor Ort, bespricht mit ihnen die Wünsche und Vorstellungen für eine künftige Nutzung und erarbeitet erste Ideen für eine bauliche Entwicklung des Gäudes oder der Hofstelle. Er berät bezüglich kommunaler Fördermittel und entscheidet, ob die Erstellung einer (finanziell geförderten) Machbarkeitsstudie sinnvoll ist. Sind Sie Eigentümer oder Besitzer einer Immobilie (Grundstück, Gebäude, Hofstelle, etc.) im Sanierungsgebiet und denken über bauliche Veränderungen nach, nehmen Sie gern Kontakt zum Stadtplanungsamt auf und wir stellen den Kontakt zum Sanierungsmanager her. Gern können Sie das Büro auch direkt kontaktieren. Sie wollen Ihre Hofstelle Sanieren? Ihre Hofstelle liegt innerhalb des Sanierungsgebietes "Steimheim" und Sie haben Interesse an einer Erstberatung was bzw. wie die Hofstelle zukünftig genutzt werden und welche Fördermittel hierzu in Frage kommen können Sie sich gerne für einen ersten Beratungstermin melden. Das Sanierungsmanagemet wird in Steinheim durch das Büro raumsequenz verteten. memmingen - raumsequenz.de Das seit 2022 in Steinheim eingesetzte Saneirungsmanagement hat bereits im ersten Einsatzjahr einige Beratungen durchgeführt und vielversprechende Projekte initiiert, deren Umsetzung in den kommenden Jahren starten wird. Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner Stadt Memmingen: Daniela Streitenberger Stadtplaungsamt Memmingen 08331/850-2551 daniela.streitenberger @memmingen.de