10.03.2016: Das Spektrum reicht von akuten Notfällen, wie beispielsweise einem Unfall, über Fragen zur (ungewollten) Schwangerschaft, der „NummergegenKummer“ bis hin zur häuslichen Gewalt. Erstellt hat den plakativen Aushang die städtische Gleichstellungsbeauftragte in Kooperation mit der Jugendpflegerin der Stadt Memmingen und dem „Arbeitskreis Jugendliche“. Die Plakate und kleinere Handzettel können im Gleichstellungsbüro im Rathaus abgeholt oder angefordert werden. Kontakt: Gleichstellungsbeauftragte Claudia Fuchs, Marktplatz 1, Rathaus, 3. Stock, 87700 Memmingen, Tel. 08331.850.260, E-Mail: frauenbeauftragte@memmingen.de
13.10.2023: Sind auch Frauen „Fachmänner“? Haben Männer einen „Mädchennamen“? Wir wollen unsere Konzeption geschlechtersensibel überarbeiten – können Sie uns behilflich sein? Diese und ähnliche Fragen und Anliegen werden zunehmend an das Gleichstellungsbüro der Stadt Memmingen gerichtet. In der Arbeitshilfe finden sich deshalb kreative Tipps und Formulierungsbeispiele. Interessierte erhalten den Flyer über das Gleichstellungsbüro: Telefonisch unter 08331 / 850 260 oder Mail an: gleichstellungsbeauftragte@memmingen.de
13.06.2016: Insgesamt 2 500 Euro spendete die Dorr Unternehmensgruppe aus Kempten für soziale Projekte in der Stadt. Mit dem Geld wurden jetzt vier Bäume finanziert und im Pausenhof der Lindenschule im Memminger Osten gepflanzt. Ein Teil des Betrages wird als Zuschuss für die Wanderausstellung „Alles unter einem Hut!? - Flexible Lebensentwürfe für Frauen und Männer“ des Frauennetzwerkes verwendet. „Ich möchte der Firma Dorr ausdrücklich für Ihre großzügige Spende danken“, begrüßte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger Werner Voth, Geschäftsführer der Dorr Unternehmensgruppe, und Klaus Roggors, Niederlassungsleiter in Memmingen, neben den Ehrengästen im Pausenhof der Lindenschule. Insgesamt vier größere Bäume hatte die Stadtgärtnerei im Pausenhof für die Pflanzaktion vorbereitet. Bei den Bäumen handelte es sich um 15-jährige Linden, passend zum Namen der Schule. Mit Blick auf die im Schulhof stehenden Bäume meinte Dr. Holzinger: „Es wird wohl so dreißig Jahre dauern, bis die jetzt gepflanzten Linden die Größe erreichen werden“. „Durch Ihre Spende ist es jetzt möglich, das Lindenareal im Pausenhof zu erweitern“, dankte Schulleiter Franz Schneider. Die jetzt neu gepflanzten Bäume ergänzten den Lindenbestand aus den 80-Jahren. Die „Kunstwerke“ aus den alten Ahornbäumen mussten aus Sicherheitsgründen jetzt gefällt werden. So war Platz für die neuen Linden. Die Ehrengäste ließen es sich nicht nehmen, mit den vorbereiteten Spaten selbst Hand anzulegen, während die Schülerinnen und Schüler der Schule die Pflanzaktion beobachteten. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Frauennetzwerkes Memmingen e.V. und 20 Jahre Bayerisches Gleichstellungsgesetz konzipierte der Vorstand des Frauennetzwerkes und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Memmingen eine Wanderausstellung „Alles unter einem Hut!? – Individuelle Lebensentwürfe für Frauen und Männer“. 500 Euro der Spende werden jetzt als Zuschuss für die neue Ausstellung verwendet. Berta Huber, die Vorsitzende des Frauennetzwerkes, bedankte sich sehr herzlich für die großzügige Spende: „Die Vereinbarkeit von Familien und Beruf ist ein Dauerthema. Hier gibt es kein Patentrezept“. Die Ausstellung solle zum Nachdenken anregen und helfen, Ideen zu entwickeln, wie sich die beruflichen Wege entwickeln und welche Folgen sich daraus ergeben könnten, so Huber weiter. „Derzeit arbeiten die Ausstellungsmacherinnen zusammen mit dem Netzwerk und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, Claudia Fuchs, an der Umsetzung“, erläuterte Huber. „Seit 1985 gibt es eine Niederlassung der Firma Dorr in Memmingen. Wir legen großen Wert darauf, dass an jedem Firmensitz der Dorrgruppe für soziale Projekte gespendet wird“, betonte Geschäftsführer Werner Voth.
08.05.2020: Die Erfahrung zeigt, dass Paare, die heiraten, oft intensiv mit Hochzeitsvorbereitungen wie Tischschmuck, Blumen, Kleidung etc. befasst sind, jedoch nicht genügend mit notwendigen rechtlichen und finanziellen Fragen rund um Ehe und Partnerschaft. Fragen, wie z.B. ein fairer finanzieller Ausgleich vereinbart wird, wenn einer der Ehepartner zu Gunsten von familiären Aufgaben beruflich zurücksteckt, bleiben oft außen vor. Das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales hat eine neue Broschüre herausgegeben, die mit vielen Fallbeispielen aus der Praxis die rechtlichen Regelungen und Folgen anschaulich und vor dem Hintergrund der jeweiligen Paarkonstellation erklärt. Handelt es sich um eine Zuverdienstehe, eine Einverdienstehe, eine Doppelverdienstehe, eine zweite/ späte Ehe, unverheiratete Partnerschaften mit und ohne Kinder, eine eingetragenen Lebenspartnerschaft, einen Ehe mit Auslandsbeteiligung? Hat einer der Eheleute ein eigenes Unternehmen oder ein Erbe? Je nach Konstellation ist es wichtig, unterschiedliche Regelungen und Vereinbarungen zu treffen. Erhältlich ist die Broschüre im Gleichstellungsbüro der Stadt Memmingen. Kontakt: Claudia Fuchs, Rathaus, Marktplatz 1, 87700 Memmingen, Tel. 08331 / 850260 oder E-Mail: gleichstellungsbeauftragte@memmingen.de
06.03.2017: Im Jahr 2012 initiierte die New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler den weltweiten Kampagnentag „One Billion Rising“, der sich gegen Gewalt an Frauen richtet. Am vergangenen Dienstag fand nun bereits zum zweiten Mal in Memmingen eine Aktion zu dieser weltweiten Bewegung statt. Unter dem Motto „Steht auf, streikt, tanzt“ wurde ein Tanz für Gerechtigkeit und Gewaltfreiheit im Innenhof des Antonierhauses dargeboten. Choreografiert von Nadja Habermann vom Dance&ArtHouse „naDANSja“ zeigten Schülerinnen und Schüler aus Aitrach und Leutkirch einen Lichtertanz und den eigens einstudierten Thementanz zu One Billion Rising. „Eine Milliarde erhebt sich“, so übersetzte Berti Huber bei der Eröffnungsrede das Thema One Billion Rising für die zahlreich Zuschauenden. Laut Huber, der ersten Vorsitzenden des Frauennetzwerkes, finden an diesem Tag, dem Valentinstag, mehr als 10.000 solcher Veranstaltungen in etwa 190 Ländern der Welt statt. Das Frauennetzwerk Memmingen e.V. fungierte als Mitveranstalterin an diesem Abend, gemeinsam mit Claudia Fuchs, der Gleichstellungsbeauftragten und dem Verein zum Schutz misshandelter Frauen und Kinder e.V. Im Anschluss an den Tanz unter freiem Himmel eröffnete Cornelia Schlögl, die erste Vorsitzende des Frauenhaus-Vereins, die Bilderausstellung „Ich habe nicht alles gesagt, aber ich habe alles gemalt“ in der Stadtbibliothek. In der Wanderausstellung des Frauenhauses Göttingen e.V. zeigen ehemalige Bewohnerinnen eines Frauenhauses in aussagekräftigen Acrylbildern ihr Erleben und ihre Träume. Unter einfühlsamer Anleitung der Künstlerin Lilly Stehling entstanden wunderschön farbenfrohe und eindrucksvolle Bilder, die aus dem Leben von Frauen erzählen, die nach einer Gewalterfahrung durch den Partner erzählen und neugierig machen. Die Bilder des Kunstprojekts zeigen in besonderer Weise wie Frauen auch schwierige Situationen im Leben kreativ bewältigen können. „Das macht Mut!“ kommentierte Cornelia Schlögl die gezeigten Kunstwerke. Mithilfe der Ausstellung wolle man sich mit dem leider in der Gesellschaft immer noch vorhandenen Thema „Häusliche Gewalt“ öffentlich auseinandersetzen und präventive Aufklärungsarbeit leisten, so Schlögl. In der Zeit vom 15. – 25. Februar 2017 ist die Ausstellung in der Stadtbibliothek Memmingen zu sehen. In der Zeit vom 15. – 22. März 2017 wird die Ausstellung im CINEPLEX Memmingen gezeigt.
17.05.2023: Am vergangenen Freitag kamen zahlreiche Kunstbegeisterte in den Antoniersaal zur Eröffnung der Ausstellung „Was koscht´ die Sau?“ Die Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e.V. und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Memmingen hatten dazu eingeladen, die farbige Kunst der Frieda Prutscher zu betrachten. In ihrer schwungvollen Ansprache zur Begrüßung konnte Bürgermeisterin Margareta Böckh auch Familie Schulzki aus Augsburg begrüßen. Irmgard Schulzki, die leider aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich anwesend sein konnte, ist Patenkind und Erbin des künstlerischen Nachlasses von Frieda Prutscher. Angereist waren Ehemann Joachim und Sohn Stefan Schulzki, die Grüße überbrachten und den Ausstellungsmacherinnen dafür dankten, dieses langgehegte „Herzensprojekt“ verwirklicht zu haben. Für die Frauengeschichtswerkstatt zeichnete Sonja Waschke in einer gefühlvollen und anschaulichen Rede und einem gedanklichen Rundgang durch die Ausstellung das umfassende Schaffen dieser besonderen Künstlerin. „Nicht nur die Räumlichkeiten sind geschichtsträchtig, auch die Künstlerin Frieda Prutscher hat auf ihre Art Geschichte künstlerisch gestaltet. Das Anliegen der Frauengeschichtswerkstatt ist es, Frauen sichtbar und bekannt zu machen. Beides ist bei Frieda Prutscher nicht mehr nötig“, so Sonja Waschke. Frieda Prutscher verbrachte wichtige Jahre ihres künstlerischen Schaffens in Memmingen. Viele Memmingerinnen und Memminger kennen beispielsweise die eindrucksvollen, vor Jahrzehnten entstandenen, immer noch modernen farbigen Glasmosaike an Hochhaus-Eingängen in der Buxheimer Straße. Mit „Kunst am Bau“ hat sie sich nicht nur in Memmingen einen Namen gemacht. Frieda Prutscher bekam von der öffentlichen Hand größere Aufträge in ganz verschiedenen Bereichen, so auch die Ausgestaltung der Schule in Memmingerberg, ein Brunnen im Hof des Landgerichtsgefängnisses, die Gestaltung ornamentaler Glasfenster in der Kirche in Bühl am Alpsee. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die 1915 geborene Kemptenerin die Möglichkeit, mit einer Ausbildung ihre umfassende Begabung so zu ergänzen, dass sie zum Beruf werden konnte. Mit ihrem umfassenden Talent schuf sie gleichzeitig Beton- und Bronzeguss, Drahtplastik, Holzschnitzerei, Stein- und Glasmosaiken, Linolschnitte, Tafelmalerei in Öl, Tempera und Aquarell. Nach einem Studienaufenthalt in Italien entstanden Prutschers großformatige expressionistische Bilder. 1958 erhielt Frieda Prutscher den Kunstpreis der Stadt Kempten und war damit die zweite Frau, der diese Auszeichnung zuteilwurde. Erste Vorsitzende der Frauengeschichtswerkstatt Ute Perlitz überreichte einen Blumenstrauß an die Leihgeber der Ausstellung und danke allen Beteiligten für Ihr Engagement bei der Realisierung dieses Ausstellungsprojektes. Sie verwies auch auf das Begleitprogramm 5 „K“ für Kinder und Jugendliche. „Im Namen der FGW wünsche ich allen Gästen spannende Eindrücke und gute Gespräche über diese einzigartige Künstlerin und ihre Werke“, so Ute Perlitz. Musikalisch bereicherte Tina Buttler-Eberle die Eröffnung. Mit ausdrucksstarker Stimme und begleitet von Gitarrenklängen ergänzte sie perfekt die positive und inspirierte Stimmung im Antoniersaal.
Arbeitskreis Jugendliche Im Arbeitskreis „Jugendliche“ bündeln Fachkräfte aus unterschiedlichen Organisationen, Einrichtungen und Beratungsstellen ihre Expertise, um jugendbezogene Fragestellungen ganzheitlich zu bearbeiten. Das Networking kommt sowohl den Fachkräften als auch der jugendlichen Zielgruppe zugute, da Kompetenzaustausch, Kooperationen und praxisnahe Lösungsansätze gefördert werden. Das Ziel des Arbeitskreises ist die Förderung von Chancengleichheit, Gleichberechtigung und Teilhabe junger Menschen in allen Lebensbereichen.
04.03.2026: Lediglich 12 der 40 Stühle wurden mit leuchtenden Tüchern weiblich gekennzeichnet. So bildlich vor Augen geführt fanden die Besucherinnen und Besucher diese rechnerischen 30 % Frauensitze „schon ziemlich wenig“. Viele Fragen zum Wahlprozedere konnten beantwortet werden und auch der QR-Code auf den Probestimmzettel des Wahlamtes wurde gerne mitgenommen und war vielfach nicht bekannt. Gleichberechtigte politische Teilhabe ist eine Voraussetzung für eine vielfältige und zukunftsfähige Demokratie. Studien zeigen, dass gemischte Gremien zu ausgewogeneren und nachhaltigeren Entscheidungen beitragen. Ziel der Initiatoren war es, Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Frauen, zu motivieren, sich politisch zu beteiligen und Kandidaturen zu unterstützen, die sich für Gleichstellung und Fraueninteressen stark machen. Am 27. Februar rückte auch der Equal Pay Day die Lohnungleichheit in den Fokus. Frauen arbeiten rechnerisch bis zu diesem Datum unbezahlt, während Männer schon im Jahresverlauf entlohnt werden. Strukturelle Änderungen sind nötig in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Der aktuelle Gap liegt bei 16 Prozent in Deutschland. Unter dem diesjährigen Motto „equal pay every day“ wird sichtbar, dass sich Lohnungleichheit dauerhaft auf das Leben von Frauen auswirkt und oft in Altersarmut mündet. Die Unterrepräsentanz von Frauen in politischen Gremien und die bestehende Lohnlücke sind Ausdruck struktureller Benachteiligungen, die sich durch viele gesellschaftliche Bereiche ziehen. „Politische und wirtschaftliche Gleichstellung gehören untrennbar zusammen und es ist gesetzliche Aufgabe der Bayerischen Gleichstellungsstellen auf die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Gremien hinzuwirken“, so Claudia Fuchs, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Memmingen. Die Veranstalterinnen freuten sich über die positive Resonanz und viele Interessierte, denn Demokratie lebt von Beteiligung. Besonders wenn der Tag der Kommunalwahl auf den Internationalen Frauentag fällt und ihn damit zu einem „Frauen-Wählt-Tag“ macht.
Impressum / Herausgeber Stadt Memmingen Hausanschrift: Marktplatz 1 87700 Memmingen Postanschrift: Postfach 1853 87688 Memmingen Rechtsform: Körperschaft des öffentlichen Rechts Vertretungsberechtigter: Oberbürgermeister Jan Rothenbacher Marktplatz 1 87700 Memmingen Telefon +49 8331 850-0 Telefax +49 8331 850-1299 poststelle (at) memmingen.de www.memmingen.de Aufsichtsbehörde: Regierung von Schwaben Fronhof 10 86152 Augsburg Umsatzsteueridentifikation: UST-ID-Nr. DE129098416 Redaktion Claudia Fuchs Dipl. Sozialpädagogin (FH) Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Rathaus, Marktplatz 1 87700 Memmingen Telefon: 08331/850-2463 Fax: 08331/5433 eMail: frauenbeauftragte (at) memmingen.de
Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e.V. Bis vor ein paar Jahren war die Geschichtsschreibung auch in unserer Region nahezu ausschließlich eine „Männliche“. In den Chroniken ist über Frauen wenig zu lesen. Das Interesse an Frauengeschichte zu wecken und die Geschichte der Frauen in Memmingen zu entdecken führte auf Initiative der damaligen Frauenbeauftragten Sigrid Baur dazu, dass 1994 die „Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e.V.“ (FGW) gegründet wurde. Homepage der Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e. V. Das erste Buch über Memminger Frauen Erscheinungsjahr 2012 Im Jahre 1811 hat der Memminger Rechtsrat Benedikt Schelhorn ein Buch herausgegeben mit dem Titel „Lebensbeschreibung einiger des Andenkens würdiger Männer von Memmingen“ Wenig mehr als 200 Jahre später präsentiert die Memminger Frauengeschichtswerkstatt ihr Buch Memminger Frauen Biographien. Geschichten. Bilder Nie vorher sind Texte über Leben und Wirken „des Andenkens würdiger Frauen von Memmingen“ veröffentlicht worden 18 Mitglieder der Frauengeschichtswerkstatt Memmingen und zwei befreundete Autorinnen haben das Leben Memminger Frauen vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart erforscht und in 77 Kapiteln beschrieben. Dabei ging es immer auch um das Umfeld, die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse der Epoche, in der diese Zeitzeuginnen lebten bzw. leben. Allen Frauen gemeinsam ist der Bezug zu Memmingen. Sie sind entweder hier geboren, verbrachten/verbringen ihr Leben hier, sind zugezogen oder wurden von hier verjagt. Einige wurden für ihre Verdienste ausgezeichnet, andere waren vergessen und mussten erst wieder entdeckt werden. Das zweite Buch über Memminger Frauen Frauengeschichtswerkstatt veröffentlicht 2017 ihr zweites Buch Memminger Frauen Biographien. Geschichten. Bilder Band 2 Die Mitglieder der Frauengeschichtswerkstatt Memmingen und weitere Autorinnen haben das Leben Memminger Frauen vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart erforscht und in 51 Kapiteln beschrieben. Dabei ging es immer auch um das Umfeld, die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse der Epoche, in der diese Zeitzeuginnen lebten bzw. leben. Allen Frauen gemeinsam ist der Bezug zu Memmingen. Sie sind entweder hier geboren, verbrachten/verbringen ihr Leben hier, sind zugezogen oder wurden von hier verjagt. Einige wurden für ihre Verdienste ausgezeichnet, andere waren verfolgt, wurden vergessen und mussten erst wieder entdeckt werden. Manche konnten noch selbst über ihr Leben berichten, bei einigen ließen uns Nachkommen an ihren Erinnerungen teilhaben, nicht selten konnten nur mit Hilfe umfangreicher Recherchen in Archiven, vergilbten Handschriften und gedruckten Überlieferungen die Buchtexte geschrieben werden. Der zweite Band „Memminger Frauen“ kann erfreulicherweise mit zahlreichen farbigen Bildern aufgelegt werden. Jubiläumsausstellung "Memmingerinnen" - 25 Jahre Frauengeschichtswerkstatt Die Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e.V. ist seit 1994 ununterbrochen aktiv. Bis 2018 arbeitete sie in fast gleicher Besetzung von knapp zwanzig Frauen. Über 80 Lebensbilder von Frauen aus Memmingen konnten die ehrenamtlich tätigen Frauen bislang erforschen und veröffentlichen. Zu ihrem Jubiläum präsentierte das Stadtmuseum Memmingen das einzigartige Schaffen der Frauengeschichtswerkstatt Memmingen. Am 10. Juli 2019, um 19 Uhr wurde die Ausstellung „Memmingerinnen - 25 Jahre Frauengeschichtswerkstatt“ eröffnet. Sie bot einen Überblick von der Gründungsphase bis heute, mit Fotos, Exponaten und 57 Kurzbiographien zu besonderen Memmingerinnen. Plakatbild der Ausstellung "Memmingerinnen" zum 25-jährigen Jubiläum der Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e. V. in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Memmingen. (Bildrechte: Stadt Memmingen) AUSSTELLUNG: “WAS KOSCHT´ DIE SAU?” DIE FARBIGE KUNST DER FRIEDA PRUTSCHER Die Künstlerin Frieda Prutscher verbrachte wichtige Jahre ihres künstlerischen Schaffens in Memmingen. Mit „Kunst am Bau“ hat sie sich nicht nur in Memmingen einen Namen gemacht. Frieda Prutscher bekam Aufträge in ganz verschiedenen Bereichen, so auch die Ausgestaltung der Schule in Memmingerberg, ein Brunnen im Hof des Landgerichtsgefängnisses, die Gestaltung ornamentaler Glasfenster in der Kirche in Bühl am Alpsee. Mit ihrem umfassenden Talent schuf sie gleichzeitig Beton- und Bronzeguss, Drahtplastik, Holzschnitzerei, Stein- und Glasmosaiken, Linolschnitte, Tafelmalerei in Öl, Tempera und Aquarell. Die Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e.V. würdigte 2023 gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt das umfassende Schaffen dieser besonderen Künstlerin. Ausstellungsplakat (Bildrechte: Stadt Memmingen, Gestaltung: Christian Schäfler)