26.09.2019: Auch in diesem Jahr nahmen wieder Vertreter des Behindertenbeirats Memmingen an der jährlichen Fachtagung des Netzwerkes Allgäu teil. Unter dem Thema „Öffentlicher Personennahverkehr – barrierefrei! Chancen und Möglichkeiten“ erörterte Ministerialrat Carsten Fregin die Fördermöglichkeiten des Freistaates Bayern für einen barrierefreien ÖPNV. Zudem wurden verschiedene Ideen und Möglichkeiten zum Ausbau von Bahnhöfen und Haltestellen im Allgäu vorgestellt. In der Pause standen den Teilnehmern drei verschiedene, barrierefreie Busmodelle zur Besichtigung zur Verfügung. Klarer Favorit für den Memminger Stadtverkehr ist für die Vertreter des Behindertenbeirates der neu entwickelte Easybus. Dieser hebt sich durch generationenübergreifende Ausstattungselemente hervor. Darin enthalten sind unter anderem spezielle Sitzplätze für Rollatorengänger, zusätzlich ausreichend Platz für Kinderwagen und Rollstühle und ein deutlich breiterer Mittelgang, der das Rangieren mit Rollator ermöglicht.
11.09.2019: Mittels einer Rampe haben Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nun die Möglichkeit samt Rollator oder Rollstuhl den beliebten Treffpunkt in Dickenreishausen, der auch als Wahllokal dient, zu nutzen. Aber auch Mütter und Väter mit Kinderwagen gelangen nun komfortabel in das Gebäude. Die weiterhin bestehende Treppe wurde zudem mit zusätzlichen Handläufen versehen. „Uns ist wichtig, dass auch die Stadtteile barrierefrei werden“, betonte Verena Gotzes, die den Antrag als Stadträtin unterstütze und bedankte sich bei Gerhard Unold für das Vertrauen und sein Engagement als Vorsitzender des Bürgerausschusses. Auch Oberbürgermeister Schilder liegen die Stadtteile am Herzen. Deshalb ließ er es sich nicht nehmen, die fertiggestellte Rampe in Augenschein zu nehmen. „Die Stadt ist stets bemüht um eine zügige Umsetzung solcher Maßnahmen, die einen großen Zweck erfüllen und den Menschen im täglichen Leben eine Erleichterung sind“, so das Stadtoberhaupt. Unold bedankte sich im Namen des Bürgerausschusses bei Verena Gotzes für das zielstrebige Bearbeiten des Anliegens und bei Oberbürgermeister Manfred Schilder für die Bereitstellung der Mittel.
29.07.2019: Bereits zur Begrüßung mit zweiter Bürgermeisterin Margareta Böckh und AOK Direktorin Regina Merk-Bäumel war das Gelände im Stadtpark Neue Welt gut gefüllt und das Wetter präsentierte sich von seiner besten Seite. Beide bedankten sich in ihrem Grußwort für das Engagement aller Beteiligten und betonen, wie bereichernd die Kooperation zwischen AOK, Regens Wagner und der Stadt Memmingen für eine Veranstaltung wie diese ist. Das wird besonders deutlich, wenn man in das bunt gemischte Publikum blickt: Von Klein bis Groß, Jung und Alt, Menschen mit und ohne Behinderung; hier ist jeder mittendrin. „Ich wünsche Ihnen allen einen ereignisreichen Tag und nutzen Sie die Möglichkeit, gemeinsam ins Gespräch zu kommen“, schloss zweite Bürgermeisterin Margareta Böckh ihr Grußwort. Zum zweiten Mal fand dieses Jahr der Familientag ohne Grenzen als Kooperationsprojekt aus den Veranstaltungen „Sport ohne Grenzen“ und dem „AOK Familientag“ statt. In Kontakt kommen, Vorurteile und Berührungsängste abbauen und das kombiniert mit Spaß und tollen Erlebnissen, das ist das Ziel des Familientags ohne Grenzen. Eine Hüpfburg, ein Dunkelzelt, Kinderschminken, Rollstuhlbasketball und vieles mehr, begleitet von einem umfassenden Bühnenprogramm mit Showeinlagen der Tanzschule Tosca, Musikern und Zumba-Tänzer bieten jede Menge Action für Klein und Groß. Auf dem aufgebauten Fußballfeld ging es ebenfalls heiß her. Beim Turnier der Bananenflankenliga war voller Körpereinsatz gefragt und die Begeisterung der Spieler am Sport für das Publikum spürbar. Für gehörlose Gäste wurde auch in diesem Jahr ein geführter Rundgang mit Gebärdensprachdolmetscher angeboten.
11.06.2019: Pünktlich zum 31. Straßenfest zeigte sich der Sommer von seiner besten Seite. Bei strahlendem Sonnenschein konnten Verena Gotzes und Regina Sproll, die Vorsitzenden des Behindertenbeirates, gemeinsam mit dem dritten Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger und dem stellvertretenden Landrat Dr. Stephan Winter die zahlreichen Besucher auf dem Theaterplatz begrüßen. „Wir sind hier am Theaterplatz mitten in Memmingen – das ist ein Zeichen dafür, dass das Thema Inklusion Mitten in Memmingen angekommen ist“, formulierte der dritte Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger, der den Oberbürgermeister und Schirmherrn Manfred Schilder an diesem Tag vertrat. Herzlich bedankte er sich bei allen Organisatoren, die zum Gelingen des Festes und damit zum Abbau vieler Vorurteile und Barrieren in den Köpfen der Menschen beitragen. „Mir gefällt das ungezwungene Miteinander auf diesem Fest, stellte ein Besucher fest, der zum ersten Mal auf dem Straßenfest war. Zwischen den Aufführungen der Dancing School Tosca, dem Fanfarenzug Aitrach, dem Trachtensportverein und vielen mehr, sorgte das „Schlager-Duo“ Florian und Dieter für beste Stimmung. Überrascht wurden die Besucher von einem Flashmob der Lebenshilfe gemeinsam mit der Tanzgruppe von Nick Gertler. Für staunende Augen bei Klein und Groß sorgte auch Clownfrau Luise, die mit Luftballontieren, Seifenblasen und ihren Balancekünsten auftrumpfte. Neben Getränken und Speisen war auch ein umfangreiches Kinderprogramm geboten. „Unser Hauptanliegen ist es, Berührungsängste und Vorurteile der Menschen abzubauen und das geht am besten, im ungezwungenen, geselligen Miteinander“, so Organisatorin Regina Sproll.
09.05.2019: „Zuhause ist da, wo ich mich wohlfühle!“ entgegnet eine Passantin spontan auf die Frage, was für sie passender Wohnraum und gutes Wohnen sei. Neben der Aussage „bezahlbarer Wohnraum“ fällt diese Antwort besonders häufig und es wird schnell deutlich, passender Wohnraum ist ein emotionales Thema. Wohlfühlen, das bedeutet für die Befragten an diesem Vormittag in der Memminger Fußgängerzone unter anderem Familie, nette Mitbewohner, ein gutes Miteinander, mehrere Generationen unter einem Dach, ein Blick ins Grüne. Es sei aber auch eine angemessene Größe und eine barrierefreie Ausstattung, die es erlaube, in den liebgewonnenen Räumen alt werden zu können. Anlässlich des europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung veranstaltet der Behindertenbeirat jedes Jahr einen Aktionsstand in der Fußgängerzone. Das diesjährige Thema „passender Wohnraum“ betrifft jedoch eine weitaus größere Gruppe als nur Menschen mit Behinderung. Deshalb holten sich die Veranstalter mit der Diakonie, dem Seniorenbeirat, der Stadt Memmingen und Regens Wagner Offene Hilfen weitere Kooperationspartner mit ins Boot. Gemeinsam möchten sie auf die Schwierigkeiten bezahlbaren, barrierefreien Wohnraum zu finden aufmerksam machen und mit den Bürgerinnen und Bürgern hierüber ins Gespräch kommen. „Jeder Mensch braucht ein passendes Zuhause. Das Recht auf menschenwürdiges Wohnen bleibt eine der drängenden Herausforderungen, für die wir uns einsetzen“, erklären die Veranstalter des Aktionsstandes.
18.04.2019: Vor zehn Jahren trat in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) in Kraft. Ziel war es, Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben und gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. „Es ist noch Einiges zu tun, aber wir haben als Stadt auch schon viel erreicht“, formuliert die Vorsitzende des Behindertenbeirates Verena Gotzes bei ihrer Begrüßung im Rathaus und stellt im Zuge dessen Gebärdensprachdolmetscherin Jimena Sauer vor, die schon die Bürgerversammlung im vergangenen Jahr begleitete und auch die Sitzung an diesem Abend für die gehörlosen Teilnehmer übersetzt. Mit einer kurzen Präsentation blickt die stellvertretende Vorsitzende Regina Sproll auf das vergangene Jahr zurück und berichtet dabei unter anderem von Aktionen wie dem Familientag ohne Grenzen, dem Aktionsstand zum europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung und dem Straßenfest auf dem Theaterplatz, die alle auch in diesem Jahr wieder durchgeführt werden. Erfreuliche Nachrichten brachte auch Oberbürgermeister Manfred Schilder mit zur Sitzung, der nach der Verlesung des Antrages aus dem Vorjahr zur barrierefreien Ausstattung des Freibades berichten konnte, dass ein mobiler Lifter für den Beckeneinstieg angeschafft wurde. Dass Barrierefreiheit mehr ist als eine Rampe zeigt der Behindertenbeirat in zwei Anträgen an den Rathauschef. Um Menschen mit Lernschwierigkeiten oder anderen sprachlichen Barrieren nicht auszuschließen ist es wichtig, Informationen in „Leichter Sprache“ zur Verfügung zu stellen. Dass dies auch auf der Homepage der Stadt Memmingen, beispielsweise zu Themen wie „Wie und wo beantrage ich einen Personalausweis“ umgesetzt wird, forderte der Behindertenbeirat nun bei seiner Sitzung im Rathaus. Ausgehend von den Vorbereitungen zur Ausstellung „imPERFECT“, die im Herbst in der MEWO Kunsthalle startet und für möglichst alle Besuchergruppen zugänglich sein soll, kam die Frage nach einem taktilen Orientierungsplan für das Gebäude am Bahnhof auf. Insbesondere Menschen mit Sehbehinderung sind auf diese taktil erfassbaren Übersichtspläne angewiesen.
11.02.2019: „Lesen regt die Fantasie an. Und dazu haben ab heute alle Besucher der Stadtbibliothek Memmingen, egal ob mit Lernschwierigkeiten oder ohne, die Möglichkeit“, führt Oberbürgermeister Manfred Schilder bei der feierlichen Spendenübergabe dankend in seinem Grußwort an. Menschen mit Behinderung sollen ihre Menschenrechte in gleichem Maße ausüben und volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben genießen, so will es die Behindertenrechtskonvention. Verständliche Sprache ist ein wichtiger Türöffner, damit möglichst alle Menschen teilhaben können. Immer mehr Flyer, Internetauftritte und Broschüren werden deshalb in Leichter Sprache gestaltet. Wer Bücher in Leichter oder Einfacher Sprache braucht, soll sie bekommen. Nur so macht lesen (lernen) Spaß. Und nur wer lesen kann, kann selbst über sein Leben bestimmen. Um das zu ermöglichen, entstand ein Kooperationsprojekt mit der Stadt Memmingen, Regens Wagner und dem Rotary Club Memmingen. 100 Bücher dieser Art konnten nun durch eine Spende des Rotary Clubs Memmingen für die Stadtbibliothek angeschafft werden. Dadurch kann die städtische Einrichtung ihren Besuchern nun ein vielfältiges Sortiment an Exemplaren in Leichter und Einfacher Sprache anbieten, die nicht nur Menschen mit Lernschwierigkeiten viel Freude bereiten. „Ich freue mich ganz besonders diese Anschaffung unterstützen zu können, da Bildung und insbesondere Lesen ein wichtiger Aspekt in unserer Gesellschaft ist. Dieses Projekt zu unterstützen, darin waren wir uns sofort einig.“, so Burkhard Arnold, Präsident des Rotary Club Memmingen. Bei einer feierlichen Spendenübergabe überreichte der Präsident des Rotary Clubs Memmingen, symbolisch einen Stapel der Bücher an Oberbürgermeister Manfred Schilder und den Leiter der Stadtbibliothek Franz Schneider. Rainer Schlögel gab den Besuchern während einer kurzen Lesung aus dem Buch „Ziemlich beste Freunde“ bereits einen kleinen Vorgeschmack auf die neuen Exemplare. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Patrick Züfle am Schlagzeug, Sängerin Silke Mrzyk und Musikpädagoge Tobias Mrzyk von der städtischen Musikschule. Bücher in Einfacher Sprache sind leicht lesbar und doch packend. Sie erzählen Geschichten so, dass jeder sie verstehen kann. So haben auch Menschen, die nicht gut lesen können die Möglichkeit, sich in andere Welten versetzen zu lassen, zu träumen, zu verreisen, ohne das eigene Zimmer zu verlassen. Die Begriffe Einfache Sprache und Leichte Sprache werden oft synonym verwendet. Jedoch sind beide Begriffe eindeutig definiert und abgegrenzt. Leichte Sprache hat die Zielgruppe der Menschen mit Lernschwierigkeiten, früher als geistige Behinderung bezeichnet. Einfache Sprache zielt auf Menschen ab, die zwar lesen können, aber Probleme haben, komplexere Texte zu verstehen wie z.B. Menschen mit Legasthenie, Menschen mit Aphasie, gehörlose oder schwerhörige Menschen, deren Sprachentwicklung oft verzögert ist, oder auch alte Menschen mit (leichter) Demenz. Hinzu kommt auch die Zielgruppe der Menschen, die nicht alltagstauglich Deutsch sprechen. Texte in Leichter Sprache werden von ausgebildeten Übersetzern übersetzt und von Menschen mit Lernschwierigkeiten geprüft.
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Die Volkshochschule - Leichte Sprache Was ist die Volkshochschule? Hier klicken Hinweise der Volkshochschule Memmingen für Menschen mit Behinderung Kontakt: Volkshochschule Memmingen Kolbehaus Donaustr. 1 87700 Memmingen Telefon: 08331 850-1616 E-Mail: vhs (at) memmingen.de Internet: www.vhs-memmingen.de
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