Barrierefreies Memmingen Hinweis auf Optimierung der Barrierefreiheit im Stadtgebiet Ihre Hinweise zu möglichen Barrieren leisten einen wichtigen Beitrag zur weiteren Verbesserung der Lebensqualität in unserer Stadt. Machen Sie mit und unterstützen Sie uns dabei, Memmingen Schritt für Schritt barriereärmer zu gestalten. Die Erfassung von Barrieren im Stadtgebiet stellt eine Maßnahme des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts dar. Folgende Stelle in Memmingen ist meiner Meinung nach nicht barrierefrei und bietet aus meiner Sicht einen Handlungsbedarf: Ort / ggf. Straße und Hausnummer * Genaue Beschreibung des Problems: * Betroffene Personengruppe: Verbesserung durch folgenden Vorschlag: * Freiwillige Angaben für evtl. Rückfragen: Name: Kontakt: Ich bin damit einverstanden, dass meine personenbezogenen Angaben elektronisch gespeichert und verarbeitet werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen. Durch die Anzeige der genannten möglichen Barriere entsteht für die Kommune weder eine rechtliche Verpflichtung zur Umsetzung entsprechender Maßnahmen noch zur Beseitigung des angezeigten Zustands. Absenden Formular zum Download Hinweis auf Optimierung der Barrierefreiheit im Stadtgebiet Alternative: Formular herunterladen, ausfüllen, ausdrucken und per Post versenden Stadtplan barrierefrei Behindertenbeirat_Stadtplan.pdf
14.04.2021: Der 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Jedes Jahr laden zahlreiche Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe zu vielen verschiedenen Aktionen ein, um auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Deutschland aufmerksam zu machen. Dieses Mal lautet das Motto: „Deine Stimme für Inklusion – mach mit!“ Es ist ein Aufruf an alle Menschen, Missstände aufzudecken, Teilhabe-Barrieren sichtbar zu machen und Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, sich für ihre Rechte einzusetzen – für mehr Miteinander statt Nebeneinander. Trotz erschwerter Bedingungen durch die Corona-Pandemie, haben unzählige Menschen neue Wege gefunden, um weiterhin Corona konforme Aktionen und Projekte umzusetzen. Am Dienstag, den 04. Mai von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr sollen verschiedenste Stimmen zum Thema Inklusion in Memmingen sichtbar gemacht werden, um für das Thema zu sensibilisieren und zu zeigen, was jede*r tun kann. Dazu werden am Freiheitsbrunnen am Weinmarkt, sowie auf dem Theaterplatz Birken aufgestellt, an die die Bürger*innen von Memmingen ihre Stimme für Inklusion hängen können. Damit wollen wir uns stark machen, für eine inklusive Gesellschaft. Dazu gibt es bereits vorgefertigte Sprechblasen, die ausgeschnitten und beschriftet werden können. Diese werden dann vor Ort an den Bäumen aufgehängt. Die Sprechblasen können im Vorfeld hier auf der Homepage des Behindertenbeirates (untenstehend) heruntergeladen oder angefordert werden. Bitte wenden Sie sich dazu an die Inklusionsfachstelle der Stadt Memmingen anna.birk@memmingen.de | 08331 850740 oder an die Offenen Hilfen Regens Wagner regina.sproll@regens-wagner.de | 08331 97476230. Die ausgefüllten Sprechblasen können dann am 04. Mai von 10:00 – 13:00 Uhr an die Birken gehängt oder bereits vorab an die oben angegebenen Mailadressen geschickt werden (dann werden diese vom Behindertenbeirat an die Birken gehängt). Die Corona-Pandemie macht Präsenz-Veranstaltungen zurzeit unmöglich. Die Vorsitzende des Behindertenbeirates Verena Gotzes freut sich sehr über eine rege Beteiligung an der diesjährigen Aktion: „dass Menschen mit Behinderung und ihre Anliegen trotz Corona wahrgenommen werden und nicht unsichtbar sind“.
Freizeit, Kultur und Sport Kultur: Barrierefreie Veranstaltungsräume Stadthalle: Barrierefreie Stellplätze in der Tiefgarage, Aufzug, barrierefreies WC und Hörschleife für Menschen mit Höreinschränkungen sind vorhanden. Antoniersaal: Stufenloser Zugang, barrierefreies WC im Antonierhof vorhanden. Kopfsteinpflaster im Hof. Kreuzherrensaal: Stufenloser Zugang, Hebebühne und barrierefreies WC vorhanden. Strigel-Museum: Am Eingang zum Antonierhof bitte läuten, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen können über die Bücherei in Begleitung eines Mitarbeiters mit Aufzug in das Museum gelangen. Barrierefreies WC im Antonierhof vorhanden. Krypta St. Josefs-Kirche: Rampe, elektrischer Türöffner, barrierefreies WC vorhanden. Mewo-Kunsthalle: Nach Anmeldung über Sprechanlage neben dem Haupteingang wird der Seiteneingang geöffnet. Barrierefreies WC und Aufzug vorhanden. Landestheater Schwaben Memmingen: Stufenlos erreichbar, 2 barrierefreie Stellplätze in der Tiefgarage, Aufzug, barrierefreies WC. Alle Ebenen sind mit dem Aufzug erreichbar. Hörschleife für Menschen mit Hörbeeinträchtigung ist vorhanden (bitte bei Kauf der Karten mitteilen, dass eine Hörschleife benötigt wird). Zugehöriges Restaurant/Bar ist barrierefrei erreichbar. Sport: Rampe ans Wasser für Angler im Rollstuhl am Pfaffenwinkelweiher Hallenbad: Stufenloser Eingang, Behindertenumkleidekabine, Behinderten-WC und Einstiegshilfe am Becken vorhanden. Pfaffenwinkelweiher: Angelmöglichkeit (nur für Inhaber eines gültigen Fischereischeines), Rampe zum Wasser vorhanden.
01.06.2026: Holger Kiesel dazu: „Ich mache mir große Sorgen um die Zukunft. Als studierter Historiker fühle ich mich immer öfter auf sehr unangenehme Weise an dunkle Zeiten erinnert. Menschen mit Behinderung haben wieder Angst, dass man ihnen ihre Lebensgrundlage entzieht. Es geistern zahlreiche Kürzungsvorschläge herum, die einen massiven Angriff auf unseren Sozialstaat darstellen. Diese Kürzungsvorschläge finden sich teilweise schon in Gesetzesentwürfen wieder. Deshalb sage ich es noch einmal deutlich: an den Leistungen für Menschen mit Behinderung sowie Kinder und Jugendliche darf nicht gespart werden.“ Die Behindertenbeauftragten betonen, dass Einsparungen bei Teilhabeleistungen weder die bestehenden Probleme lösen noch langfristig Kosten senken werden. Unterstützungsbedarfe verschwinden nicht durch Streichlisten – sie verlagern sich nur. Sowohl der Freistaat Bayern als auch Bezirke, Städte, Landkreise und Gemeinden stehen in der Pflicht. Wer einen zukunftsfähigen Sozialstaat will, darf sich nicht an der Aushöhlung von Teilhaberechten beteiligen, sondern muss an Lösungen mitwirken, die Inklusion stärken und Bürokratie abbauen. Die Behindertenbeauftragten appellieren an die Bayerische Staatsregierung sowie an die Bayerischen Bezirke, Städte und Landkreise, sich gegen Kürzungen bei Leistungen für Menschen mit Behinderungen sowie bei Kindern und Jugendlichen zu stellen. Die geplanten Einschnitte dürfen nicht zur Grundlage gesetzgeberischer Initiativen gemacht werden. Stattdessen braucht es endlich konsequente und massive Zukunftsinvestitionen in Barrierefreiheit, inklusive Strukturen und echte gesellschaftliche Teilhabe. Holger Kiesel Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung Winzererstraße 9, 80797 München Telefon: 089 1261-2799 Internet: http://www.behindertenbeauftragter.bayern.de E-Mail: behindertenbeauftragter@stmas.bayern.de
09.05.2022: Fehlende Barrierefreiheit sorgt für Unsicherheit und längere Wegstrecken, nicht nur für Menschen mit Behinderung. „Tempo machen für Inklusion – barrierefrei zum Ziel“ war deshalb das Thema des diesjährigen europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, an dem sich auch der Behindertenbeirat der Stadt Memmingen mit einer Aktion beteiligte. Neben dem jährlichen Informationsstand am Weinmarkt, schickte der Behindertenbeirat in diesem Jahr sogenannte „Barriere-Checker*innen“ in die Altstadt. Ausgerüstet wurden die einzelnen Gruppen, die aus Schülern*innen der Heilerziehungspflegeschule und den Unterallgäuer Werkstätten bestanden, mit entsprechenden Materialien von Aktion Mensch, wie Maßbändern, Notizheften und Absprerrbändern. Jede Barriere verhindert die gesellschaftliche Teilhabe und individuelle Mobilität von Menschen mit Behinderung. Das wissen auch das Landestheater und die Stadtbibliothek und öffneten extra für diese Aktion ihre Türen, um den „Barriere-Checker*innen“ ihre barrierefreien Angebote zu präsentieren. Barrieren führen zu weniger Flexibilität im Alltag Es ging aber auch darum, noch bestehende Barrieren aufzudecken. Wie zum Beispiel fehlende, sichtbare Beschilderung am Bahnhof oder die schmalen Bordsteine am ZOB mit unebenem Pflasterbelag, wie eine Gruppe beim anschließenden Austausch berichtete. Während die „Barriere-Checker*innen“ unterwegs waren, gab es für die Passanten am Informationsstand des Behindertenbeirates einiges zu entdecken. Schüler des bfz stellten ihre Partnerschule für Kinder mit geistiger Behinderung in Afrika vor und die Freiwilligenagentur Schaffenslust informierte über ihr neues Projekt „Engagement für alle“ – ein Projekt für mehr Inklusion im Ehrenamt.
29.03.2023: Deutschland steht als Gesellschaft vor massiven Herausforderungen für die Zukunft. Energieversorgung, Klimaschutz, Mobilität, Überalterung oder Fachkräftemangel sind nur einige davon. Auch Barrierefreiheit ist nicht nur die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung und die gleichberechtigte Teilhabe im Alltag, an gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen. Barrierefreiheit ist ein Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft. Eine Welt ohne Barriere ist für alle zugänglicher und lebenswerter. Der Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, steht deshalb in diesem Jahr unter dem Motto „Zukunft barrierefrei gestalten“. Denn es gibt viele noch nicht umgesetzte Forderungen für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Menschen mit Behinderung können und wollen Teil der Lösung sein – als ExpertInnen in eigener Sache und MitgestalterInnen von Anfang an. Der Behindertenbeirat lädt sie herzlich an den Aktionsstand am Weinmarkt, am Dienstag, 2. Mai 2022 von 09:00 bis 12:00 Uhr ein. Zusätzlich finden in diesem Jahr, ausgehend vom Aktionsstand „Stadtführungen mit anderen Sinnen“ in Kooperation mit der KAB und dem Projektbüro „Stadt der Freiheitsrechte“ statt. Näheres dazu in der Anlage. Außerdem werden am Weinmarkt und am Theaterplatz im Laufe des Tages Kreide-Kunstwerke zum Thema „Barrieren überwinden - zueinander finden“ entstehen. Hier werden verschiedene Gruppen von Menschen mit und ohne Behinderung zusammen mit einer Kreide-Künstlerin malen. Diese Aktion wird von den Offenen Hilfen von Regens Wagner angeboten und in Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeirat durchgeführt. Gerne darf mitgemalt werden! Wir freuen uns auf zahlreiche BesucherInnen. Behindertenbeirat der Stadt Memmingen
13.10.2022: Bei einem Festakt im Kreuzherrnsaal feierten die Mitglieder des Behindertenbeirats gemeinsam mit der Stadtspitze und zahlreichen Gästen das 30-jährige Bestehen des Behindertenbeirats. Am 06. Februar 1991 trat der Behindertenbeirat zum ersten Mal zu einer konstituierenden Sitzung zusammen. Oberbürgermeister Manfred Schilder überbrachte seine Glückwünsche: „Es ist großartig, wie viel der Behindertenbeirat in den letzten Jahrzehnten bereits geschafft hat – dennoch bleibt noch viel zu tun. Ich danke allen Beteiligten für ihr unermüdliches Engagement und gratuliere im Namen der Stadt und auch ganz persönlich herzlich zum Jubiläum.“ Verena Gotzes, 1. Vorsitzende des Behindertenbeirats und Regina Sproll, die stellvertretende Vorsitzende, dankten bei ihrer Begrüßung allen Anwesenden für ihr Kommen. „Ich freue mich, anlässlich unseres Jubiläums mit Ihnen zu feiern. Schön, dass Sie so zahlreich erschienen sind und dadurch Ihre Wertschätzung für unsere Arbeit zeigen“, führte Gotzes in die Feierlichkeit ein. Auch Alt-Oberbürgermeister und Ehrenbürger Dr. Ivo Holzinger nahm am Festakt teil: „Als wir Anfang der 90-er Jahre den Beirat ins Leben gerufen haben, war unser Ziel, Barrieren in Memmingen zu entfernen. Einiges konnte bereits verbessert werden. Dafür und für den beharrlichen Einsatz danke ich allen Beiratsmitgliedern.“ Gemeinsam ließen Verena Gotzes, Regina Sproll und Erika Winterwerb, Mitglied des Behindertenbeirats, die 30 Jahre des Behindertenbeirats Revue passieren und stellten den Gästen die bedeutendsten Errungenschaften im Bereich der Barrierefreiheit in Memmingen vor. So wurden beispielsweise auf Betreiben des Behindertenbeirats 1998 in der Innenstadt und dem Antonierhaus barrierefreie Toiletten geschaffen und 2000 alle Bahnsteige durch Rampen und Aufzüge erreichbar umgestaltet. Seit über drei Jahrzehnten veranstaltet der Behindertenbeirat zudem jährlich das „Straßenfest für Menschen mit und ohne Behinderung“. Vortragsredner Moritz Brückner schilderte anschließend dem Publikum in seinem Impulsvortrag eindrücklich seinen Surfunfall, den er mit 19 Jahren in Chile erlitt und seitdem er querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzt. „Der Bruchteil einer Sekunde hat alles verändert und mein Leben total auf den Kopf gestellt,“ erklärte der heute 23-Jährige. „Es hat sich alles geändert und nur mit Hilfe meiner Familie, Freunde, Therapeuten und Ärzte konnte ich mich im Alltag wieder zurechtfinden.“ Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen die Thematik nahe zu bringen, was es bedeutet, im Rollstuhl zu sitzen. Damit möchte er Hemmschwellen beseitigen und die Integration von Rollstuhlfahrer:innen vorantreiben. Bei einer kleinen Podiumsrunde gewährten auch Simone Magel-Dipre, Mutter einer schwer-mehrfach behinderten Tochter und Peter Holzmann, der durch einen Unfall erblindete, Einblicke in ihren Alltag, der nicht nur körperlich sondern auch seelisch herausfordernd ist. Musikalisch wurde der Festakt von Schlagzeuglehrer Tobias Mrzyk, Schlagzeuger Patrick Züfle und der Sängerin Silke Mrzyk umrahmt.
11.06.2019: Pünktlich zum 31. Straßenfest zeigte sich der Sommer von seiner besten Seite. Bei strahlendem Sonnenschein konnten Verena Gotzes und Regina Sproll, die Vorsitzenden des Behindertenbeirates, gemeinsam mit dem dritten Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger und dem stellvertretenden Landrat Dr. Stephan Winter die zahlreichen Besucher auf dem Theaterplatz begrüßen. „Wir sind hier am Theaterplatz mitten in Memmingen – das ist ein Zeichen dafür, dass das Thema Inklusion Mitten in Memmingen angekommen ist“, formulierte der dritte Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger, der den Oberbürgermeister und Schirmherrn Manfred Schilder an diesem Tag vertrat. Herzlich bedankte er sich bei allen Organisatoren, die zum Gelingen des Festes und damit zum Abbau vieler Vorurteile und Barrieren in den Köpfen der Menschen beitragen. „Mir gefällt das ungezwungene Miteinander auf diesem Fest, stellte ein Besucher fest, der zum ersten Mal auf dem Straßenfest war. Zwischen den Aufführungen der Dancing School Tosca, dem Fanfarenzug Aitrach, dem Trachtensportverein und vielen mehr, sorgte das „Schlager-Duo“ Florian und Dieter für beste Stimmung. Überrascht wurden die Besucher von einem Flashmob der Lebenshilfe gemeinsam mit der Tanzgruppe von Nick Gertler. Für staunende Augen bei Klein und Groß sorgte auch Clownfrau Luise, die mit Luftballontieren, Seifenblasen und ihren Balancekünsten auftrumpfte. Neben Getränken und Speisen war auch ein umfangreiches Kinderprogramm geboten. „Unser Hauptanliegen ist es, Berührungsängste und Vorurteile der Menschen abzubauen und das geht am besten, im ungezwungenen, geselligen Miteinander“, so Organisatorin Regina Sproll.
05.06.2025: Sie ist 5,4 cm hoch und besteht aus über 2.000 bunten Legosteinen: Eine Legorampe wurde am europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (7.5.) an Oberbürgermeister Jan Rothenbacher übergeben und soll in Zukunft als buntes Symbol für mehr Barrierefreiheit im Rathaus genutzt werden. „Mit den Legorampen überwinden wir Barrieren im Alltag und machen diese Barrieren dabei auch sichtbar“, erklärte Oberbürgermeister Jan Rothenbacher. Barrieren, Schwellen und Probleme im Alltag von Menschen mit Behinderung seien oft für andere unsichtbar und unbemerkt. „Es gibt in unserer Stadt, in unserer Gesellschaft immer wieder Barrieren, die es zu überwinden gilt, dafür wollen wir sensibilisieren“, betonte der Oberbürgermeister. Auch der Fröbel-Kindergarten, die Erich-Schickling-Stiftung und Claudias Eiswagen haben Legorampen erhalten. Das Projekt startete vor einem Jahr mit einem öffentlichen Aufruf, nicht mehr benötigte Legosteine zu spenden, informierte die stellvertretende Vorsitzende des Behindertenbeirats der Stadt Memmingen, Regina Sproll von Regens Wagner. Rund 20 Kilo Lego-Spenden wurden seitdem bei Regens Wagner für das Projekt abgegeben. „Die Spendenbereitschaft für Legosteine hier in Memmingen und der Umgebung war sehr groß und hat uns echt umgehauen“, betonte Regina Sproll. Durch eine finanzielle Unterstützung von Aktion Mensch konnten weitere benötigte Legosteine erworben werden. An vier Abenden wurden die vier Rampen dann gebaut – 80 Menschen halfen dabei zusammen. Die größte Rampe misst eine Höhe von 14 cm und besteht aus etwa 17.500 Steinen. Genutzt werden die Rampen nun im Memminger Rathaus, im Memminger Fröbel-Kindergarten, bei der Schickling-Stiftung in Ottobeuren sowie an „Claudias Softeiswagen“ (Heimertingen). Student Marcel Asli begleitete das Projekt federführend im Rahmen seines Praxissemesters. Er hat die Rampen ausgemessen, den Bedarf an Steinen ausgerechnet, das Bauen angeleitet. „Das Projekt ist mehr als nur eine kreative Idee. Es ist ein temporärer Lösungsansatz auf dem Weg zu mehr Barrierefreiheit in unserer Gesellschaft.“ „Es ist uns klar, dass die Rampen nicht voll und ganz barrierefrei sind, aber sie erregen Aufmerksamkeit und erleichtern den Zugang zu Gebäuden für alle. Die Rampen regen zum Nachdenken und zum Austausch an“, betonte Regina Sproll. Außerdem wurde mit den Rampen noch ein weiteres Ziel erreicht: „Das selbstverständliche Miteinander – unvoreingenommen kamen Menschen in unsere Einrichtung und wollten einfach Lego bauen oder Lego-Spenden abgeben. Lego lockte Kinder, Jugendliche, Menschen mit und ohne Behinderung, Alt und Jung an. Nach kurzer Anleitung haben alle gemeinsam gebaut und man half sich gegenseitig“, berichtete Regina Sproll. „Die bunten Rampen sind ein Hingucker und schaffen ein Bewusstsein für die Alltagsprobleme von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen“, erklärte Verena Gotzes, Vorsitzende des Behindertenbeirats der Stadt Memmingen. „Schon Kinder werden durch die bunten Legosteine auf die Rampen aufmerksam. Dadurch stellen sie Fragen und erfahren, dass Behinderung zum Leben dazugehört.“ Kooperationspartner: Das Projekt Legorampen wurde umgesetzt vom Behindertenbeirat der Stadt Memmingen, der Stadt Memmingen, von Regens Wagner Offene Hilfen und der Bildungsregion Memmingen-Unterallgäu.
Mitgliedschaften und Kooperationen VKIB Vereinigung kommunaler Interessenvertreter von Menschen mit Behinderung in Bayern e. V. (VKIB) https://www.vkib.de/ Die VKIB ist ein Zusammenschluß der in Bayern tätigen Behindertenbeauftragten und -beiräte in Landkreisen und kreisfreien Gemeinden (Städten). Ziel ist, die Belange der Menschen mit Behinderung zu vertreten und damit die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu erreichen. Als Grundlage ihres Handelns dienen die Behindertengleichstellungsgesetze auf Bundesebene und in Bayern. Netzwerk Allgäu Das Netzwerk Allgäu ist ein Zusammenschluß der Behindertenbeauftragten, Behindertenbeiräte und Arbeitskreise, das sich für die Belange behinderter Menschen im Allgäu einsetzt. Die Vernetzung dient der Information und Schulung der in der Behindertenarbeit tätigen Menschen. Hilfreiche Internetseiten Hilfe und Unterstützung Regens-Wagner-Stiftung - Hilfe und Unterstützung für Menschen mit Behinderung und Angehörige www.regens-wagner.de INTEGRA mensch Memmingen/Unterallgäu - Berufliche Integration von Menschen mit Beeinträchtigung auf dem Arbeitsmarkt www.integra-mm.de Aktion Mensch www.aktion-mensch.de Tourismus Datenbank barrierefreier Tourismus im Allgäu www.allgaeu-tirol-barrierefrei.eu Reisen in die ganze Welt für Menschen mit und ohne Behinderung www.grabo-tours.de Stadt-, Regional- und Tourismusentwicklung, barrierefreies Gestalten www.neumann-consult.com Landesebene Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung www.behindertenbeauftragte.bayern.de VKIB - Vereinigung kommunaler Interessensvertreter von Menschen mit Behinderung in Bayern e.V. www.vkib.de Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie www.stmas.bayern.de/behinderte Bundesebene Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung www.behindertenbeauftragte.de Deutscher Behindertenrat (DBR) www.deutscher-behindertenrat.de Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. www.bsk-ev.de Sozialverband VDK Deutschland www.vdk.de Bundesverband Polio Deutschland e.V. www.polio.sh Netzwerk Artikel 3, Verein für Menschenrechte und Gleichstellung Behinderter e.V. www.nw3.de