13.10.2023: Sind auch Frauen „Fachmänner“? Haben Männer einen „Mädchennamen“? Wir wollen unsere Konzeption geschlechtersensibel überarbeiten – können Sie uns behilflich sein? Diese und ähnliche Fragen und Anliegen werden zunehmend an das Gleichstellungsbüro der Stadt Memmingen gerichtet. In der Arbeitshilfe finden sich deshalb kreative Tipps und Formulierungsbeispiele. Interessierte erhalten den Flyer über das Gleichstellungsbüro: Telefonisch unter 08331 / 850 260 oder Mail an: gleichstellungsbeauftragte@memmingen.de
13.06.2016: Insgesamt 2 500 Euro spendete die Dorr Unternehmensgruppe aus Kempten für soziale Projekte in der Stadt. Mit dem Geld wurden jetzt vier Bäume finanziert und im Pausenhof der Lindenschule im Memminger Osten gepflanzt. Ein Teil des Betrages wird als Zuschuss für die Wanderausstellung „Alles unter einem Hut!? - Flexible Lebensentwürfe für Frauen und Männer“ des Frauennetzwerkes verwendet. „Ich möchte der Firma Dorr ausdrücklich für Ihre großzügige Spende danken“, begrüßte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger Werner Voth, Geschäftsführer der Dorr Unternehmensgruppe, und Klaus Roggors, Niederlassungsleiter in Memmingen, neben den Ehrengästen im Pausenhof der Lindenschule. Insgesamt vier größere Bäume hatte die Stadtgärtnerei im Pausenhof für die Pflanzaktion vorbereitet. Bei den Bäumen handelte es sich um 15-jährige Linden, passend zum Namen der Schule. Mit Blick auf die im Schulhof stehenden Bäume meinte Dr. Holzinger: „Es wird wohl so dreißig Jahre dauern, bis die jetzt gepflanzten Linden die Größe erreichen werden“. „Durch Ihre Spende ist es jetzt möglich, das Lindenareal im Pausenhof zu erweitern“, dankte Schulleiter Franz Schneider. Die jetzt neu gepflanzten Bäume ergänzten den Lindenbestand aus den 80-Jahren. Die „Kunstwerke“ aus den alten Ahornbäumen mussten aus Sicherheitsgründen jetzt gefällt werden. So war Platz für die neuen Linden. Die Ehrengäste ließen es sich nicht nehmen, mit den vorbereiteten Spaten selbst Hand anzulegen, während die Schülerinnen und Schüler der Schule die Pflanzaktion beobachteten. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Frauennetzwerkes Memmingen e.V. und 20 Jahre Bayerisches Gleichstellungsgesetz konzipierte der Vorstand des Frauennetzwerkes und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Memmingen eine Wanderausstellung „Alles unter einem Hut!? – Individuelle Lebensentwürfe für Frauen und Männer“. 500 Euro der Spende werden jetzt als Zuschuss für die neue Ausstellung verwendet. Berta Huber, die Vorsitzende des Frauennetzwerkes, bedankte sich sehr herzlich für die großzügige Spende: „Die Vereinbarkeit von Familien und Beruf ist ein Dauerthema. Hier gibt es kein Patentrezept“. Die Ausstellung solle zum Nachdenken anregen und helfen, Ideen zu entwickeln, wie sich die beruflichen Wege entwickeln und welche Folgen sich daraus ergeben könnten, so Huber weiter. „Derzeit arbeiten die Ausstellungsmacherinnen zusammen mit dem Netzwerk und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, Claudia Fuchs, an der Umsetzung“, erläuterte Huber. „Seit 1985 gibt es eine Niederlassung der Firma Dorr in Memmingen. Wir legen großen Wert darauf, dass an jedem Firmensitz der Dorrgruppe für soziale Projekte gespendet wird“, betonte Geschäftsführer Werner Voth.
16.12.2020: Liebe Eltern und liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den KiTas, der Freistaat Bayern hat zur Eindämmung der Corona-Pandemie angeordnet, dass die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen vom 16. Dezember 2020 bis vorläufig 10. Januar 2021 grundsätzlich geschlossen sind (s.a. Newsletter in der Anlage). Die KiTas und Tagespflegestellen bieten jedoch außerhalb der jeweiligen Weihnachtsferien eine Notbetreuung an. Anspruch auf Notbetreuung haben: Kinder, deren Eltern die Betreuung nicht auf andere Weise sicherstellen können, insbesondere, wenn sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen, Kinder, deren Betreuung zur Sicherstellung des Kindeswohls von den zuständigen Jugendämtern angeordnet worden ist, Kinder, deren Eltern Anspruch auf Hilfen zur Erziehung nach den §§ 27 ff. SGB VIII haben, Kinder mit Behinderung und Kinder, die von wesentlicher Behinderung bedroht sind. Anders als im Frühjahr wird vom Freistaat Bayern diesmal darauf verzichtet, spezielle Berufsgruppen festzulegen, die zur Notbetreuung berechtigen. Vielmehr wird auf den konkreten Bedarf der Eltern abgestellt. Die Eltern werden deshalb aufgefordert, Kinderbetreuung wirklich nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn eine Betreuung im häuslichen Umfeld nicht sichergestellt werden kann. Die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen werden vom Freistaat Bayern weiter gebeten, keine Nachweise von den Eltern einzufordern, dass beispielsweise der Urlaub bereits aufgebraucht ist. Eine formlose Bestätigung der Eltern (s. Anlage) kann von den KiTas im Zweifel gefordert werden. Grundsätzlich vertrauen wir aber auf die Angaben der Eltern und darauf, dass sie sehr verantwortungsvoll von ihrem Anspruch auf Notbetreuung Gebrauch machen. Wichtig ist, dass auch weiterhin keine Kinder mit reduziertem Allgemeinzustand oder Kinder, die in Quarantäne sind oder die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit COVID-19 infizierten Personen hatten, die Notbetreuung besuchen dürfen. Beachten Sie auch die allgemeinen Einschränkungen, die ab 16.12.2020 für ganz Bayern gelten (s. Link). Wir bitten alle besonders darauf zu achten, dass Kontakte vermieden werden, wo immer es möglich ist! Achten wir in diesen Tagen besonders aufeinander und helfen wir zusammen, gemeinsam unsere Familien, unsere Kolleginnen und Kollegen und unsere KiTas zu schützen. Ihr Amt für Kindertageseinrichtungen Aktualisierung 15.12.2020: Link zu den allgemeinen Einschränkungen für Bayern Aktualisierung 16.12.2020: Bekanntmachung des Sozialministeriums zur Notbetreuung
04.09.2026: Der Memminger Wegweiser für unsere Seniorinnen und Senioren steht in der 7. Auflage ab sofort kostenlos zur Verfügung. Die aktualisierte Broschüre bündelt wichtige Adressen, Veranstaltungen sowie u.a. Informationen zu Beratung, Pflege, Vorsorge, sozialer Sicherheit und finanzieller Unterstützung. Die werbefreie Broschüre wurde zur besseren Lesbarkeit bewusst in großer Schrift gedruckt und ist unter anderem in der Seniorenfachstelle (Ulmer Straße 2), im Welfenhaus, beim Bürgeramt sowie in vielen Arztpraxen und Apotheken erhältlich. Der Wegweiser ist eine der vielen Maßnahmen des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts der Stadt. Neben der Druckversion steht er auch online zum Durchblättern sowie zum Download bereit. Kontakt für Rückfragen: Seniorenfachstelle Memmingen Herr Ellermann Mail: seniorenfachstelle@memmingen.de Tel. 08331/850 -2970
08.05.2020: Die Erfahrung zeigt, dass Paare, die heiraten, oft intensiv mit Hochzeitsvorbereitungen wie Tischschmuck, Blumen, Kleidung etc. befasst sind, jedoch nicht genügend mit notwendigen rechtlichen und finanziellen Fragen rund um Ehe und Partnerschaft. Fragen, wie z.B. ein fairer finanzieller Ausgleich vereinbart wird, wenn einer der Ehepartner zu Gunsten von familiären Aufgaben beruflich zurücksteckt, bleiben oft außen vor. Das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales hat eine neue Broschüre herausgegeben, die mit vielen Fallbeispielen aus der Praxis die rechtlichen Regelungen und Folgen anschaulich und vor dem Hintergrund der jeweiligen Paarkonstellation erklärt. Handelt es sich um eine Zuverdienstehe, eine Einverdienstehe, eine Doppelverdienstehe, eine zweite/ späte Ehe, unverheiratete Partnerschaften mit und ohne Kinder, eine eingetragenen Lebenspartnerschaft, einen Ehe mit Auslandsbeteiligung? Hat einer der Eheleute ein eigenes Unternehmen oder ein Erbe? Je nach Konstellation ist es wichtig, unterschiedliche Regelungen und Vereinbarungen zu treffen. Erhältlich ist die Broschüre im Gleichstellungsbüro der Stadt Memmingen. Kontakt: Claudia Fuchs, Rathaus, Marktplatz 1, 87700 Memmingen, Tel. 08331 / 850260 oder E-Mail: gleichstellungsbeauftragte@memmingen.de
06.03.2017: Im Jahr 2012 initiierte die New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler den weltweiten Kampagnentag „One Billion Rising“, der sich gegen Gewalt an Frauen richtet. Am vergangenen Dienstag fand nun bereits zum zweiten Mal in Memmingen eine Aktion zu dieser weltweiten Bewegung statt. Unter dem Motto „Steht auf, streikt, tanzt“ wurde ein Tanz für Gerechtigkeit und Gewaltfreiheit im Innenhof des Antonierhauses dargeboten. Choreografiert von Nadja Habermann vom Dance&ArtHouse „naDANSja“ zeigten Schülerinnen und Schüler aus Aitrach und Leutkirch einen Lichtertanz und den eigens einstudierten Thementanz zu One Billion Rising. „Eine Milliarde erhebt sich“, so übersetzte Berti Huber bei der Eröffnungsrede das Thema One Billion Rising für die zahlreich Zuschauenden. Laut Huber, der ersten Vorsitzenden des Frauennetzwerkes, finden an diesem Tag, dem Valentinstag, mehr als 10.000 solcher Veranstaltungen in etwa 190 Ländern der Welt statt. Das Frauennetzwerk Memmingen e.V. fungierte als Mitveranstalterin an diesem Abend, gemeinsam mit Claudia Fuchs, der Gleichstellungsbeauftragten und dem Verein zum Schutz misshandelter Frauen und Kinder e.V. Im Anschluss an den Tanz unter freiem Himmel eröffnete Cornelia Schlögl, die erste Vorsitzende des Frauenhaus-Vereins, die Bilderausstellung „Ich habe nicht alles gesagt, aber ich habe alles gemalt“ in der Stadtbibliothek. In der Wanderausstellung des Frauenhauses Göttingen e.V. zeigen ehemalige Bewohnerinnen eines Frauenhauses in aussagekräftigen Acrylbildern ihr Erleben und ihre Träume. Unter einfühlsamer Anleitung der Künstlerin Lilly Stehling entstanden wunderschön farbenfrohe und eindrucksvolle Bilder, die aus dem Leben von Frauen erzählen, die nach einer Gewalterfahrung durch den Partner erzählen und neugierig machen. Die Bilder des Kunstprojekts zeigen in besonderer Weise wie Frauen auch schwierige Situationen im Leben kreativ bewältigen können. „Das macht Mut!“ kommentierte Cornelia Schlögl die gezeigten Kunstwerke. Mithilfe der Ausstellung wolle man sich mit dem leider in der Gesellschaft immer noch vorhandenen Thema „Häusliche Gewalt“ öffentlich auseinandersetzen und präventive Aufklärungsarbeit leisten, so Schlögl. In der Zeit vom 15. – 25. Februar 2017 ist die Ausstellung in der Stadtbibliothek Memmingen zu sehen. In der Zeit vom 15. – 22. März 2017 wird die Ausstellung im CINEPLEX Memmingen gezeigt.
26.03.2026: In ihrer jüngsten Sitzung im Rathaus diskutierten die Mitglieder des Memminger Jugendparlaments mit Oberbürgermeister Jan Rothenbacher über die Beleuchtung des Skateparks, ein eigenes Jahresbudget, Verbesserungen am ZOB sowie den öffentlichen Nahverkehr. Als erstes stellten die Jugendlichen ihr Anliegen vor, ein Fundraising für die Beleuchtung des Skateparks im Stadtpark Neue Welt zu starten. Über eine Online-Plattform soll Geld gesammelt werden, um das Projekt, dass seit 2022 Thema im Jugendparlament ist, voranzutreiben und die geschätzten Kosten von circa 13.000 Euro abzudecken. Geplant ist eine nachhaltige und umweltverträgliche Beleuchtung mit einer Handschaltung mit 30-Minuten-Takt. Mit Rücksicht auf die umliegende Nachbarschaft wäre es dann möglich, bis 22 Uhr den Platz auch im Frühjahr und Herbst zu nutzen. Der Austausch mit Städten, in denen sich eine solche Anlage bereits bewährt hat, wird angestrebt, ebenso wie eine Gesprächsrunde mit dem Garten- und Friedhofsamt. Finanzielle Unterstützung etwa durch die LEW und auch die Stadt befinden sich in Abstimmung. Die jungen Parlamentarier sprachen sich dafür aus, zünftig ein festes Jahresbudget in Höhe von 10.000 Euro pro Haushaltsjahr zu erhalten. Die Mittel sollen der Umsetzung und Förderung von Jugendprojekten, Veranstaltungen und notwendigen Anschaffungen dienen. Ziel ist es, eigenständiger agieren und Vorhaben besser planen zu können. Das Jugendparlament beabsichtigt, hierzu einen Antrag im Jugendhilfeausschuss zu stellen. Ein entsprechender Vorschlag soll bis zur nächsten Sitzung am 17. Juni vorbereitet werden. Die Verwaltung prüft derzeit die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen für die Bereitstellung eines solchen Budgets. Als nächstes Thema brachten die Jugendlichen ein, dass es zu wenige und teilweise beschädigte Sitzmöglichkeiten am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Memmingen gibt. Für wartende Fahrgäste jeder Altersgruppe wäre es von Vorteil, wenn hier Abhilfe geschaffen und mehr Sitzgelegenheiten geschaffen würden. Gerne nahm Oberbürgermeister Rothenbacher diese Anregung mit in die Verwaltung, um eine Verbesserung zu erwirken. Die Jugendparlamentarier fragten auch nach dem Sachstand zu den geplanten und neuen Busverbindungen in Memmingen und Umgebung. Besonders bewegte die Jugendlichen dabei die Schülerbeförderung und die Abendverbindungen. Nach der Umstellung der freien Schülerbeförderung (Busse nur für Schüler) auf einen gemeinwirtschaftlichen Verkehr vor drei Jahren für die Linien 1 bis 7 wird nun die Umstellung aller Linien auf dieses System geplant. Da die Verträge auslaufen, werden nun alle Linien gemeinsam ausgeschrieben. Gerade die Planung mit den Linien, die das Umland bedienen muss hierzu aber eine Abstimmung mit dem Landratsamt Unterallgäu erfolgen. Um den ÖPNV vorzustellen, wird eine Sondersitzung einberufen werden, in der der Mobilitätsbereich der Verwaltung das Leistungsverzeichnis vorstellen soll. Zu guter Letzt fragten die Jugendlichen nach der Möglichkeit, die Turnhallen auch vermehrt in den Ferien zu nutzen. Die Verwaltung räumte ein, dass die Schließung der Turnhallen in den Ferien zumeist mit Wartungsarbeiten oder Urlaub des Personals zusammenhängt.
07.01.2025: Es galt die Posten von fünf sog. Mitgliedern und fünf Stellvertretern zu besetzen. Als Mitglieder wurden in ihrem Amt bestätigt: Verena Gotzes für die Behindertenkontaktgruppe, Regina Sproll für Regens Wagner, Ingrid Willner-Sambs für das Mehrgenerationenhaus, für die Caritas Dr. Rudolf Weinhart, sowie Erika Winterwerb für den VdK. Auch bei den Stellvertreter:innen zeigt sich Kontinuität. Lediglich Peter Czech konnte auf Grund beruflicher Veränderungen sein Amt nicht mehr weiter ausüben. Für ihn wurde nun Edmund Güttler für die AWO in den Beirat gewählt. Die weiteren Stellvertreter:innen sind Inge Oberst für die Lebenshilfe e.V., Simone Magel-Dipre für Körperbehinderte Allgäu e.V., Yvonne Burkhardt als Vertreterin des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes, sowie Brunhilde Engstel für die Rheumaliga. Die zehn gewählten Mitglieder:innen und Stellvertreter:innen wählen bei der ersten öffentlichen Sitzung des Behindertenbeirates mit Oberbürgermeister Rothenbacher im neuen Jahr aus ihrer Runde eine Sprecherin bzw. einen Sprecher, sowie eine stellvertretende Sprecherin bzw. einen stellvertretenden Sprecher. Dieses Vorgehen geht auf einen Stadtratsbeschluss von 1990 zurück, der die Gründung des ersten Behindertenbeirates einläutete. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher gratulierte den Beteiligten und bedankte sich für deren Bereitschaft, der Stadt auch weiterhin mit ihrer Expertise zur Verfügung zu stehen. „Inklusion ist ein fortlaufender Prozess. Wir müssen kontinuierlich an Lösungen arbeiten, die nicht nur die baulichen Barrieren abbauen, sondern auch gesellschaftliche Hürden überwinden“, betonte Verena Gotzes, die gleichzeitig zuständige Stadträtin für die Belange von Menschen mit Behinderung, sowie Vorsitzende im Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. ist. Ein starkes Zeichen für Inklusion Die Neuwahl des Behindertenbeirats ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer barrierefreien und inklusiven Stadt Memmingen. Der Beirat wird auch weiterhin ein Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger sein, die auf Barrieren im Alltag stoßen oder Anliegen zu Inklusionsfragen haben. Zudem wird er aktiv an der Gestaltung von Projekten und Initiativen mitwirken, die das Zusammenleben aller Menschen in Memmingen fördern. Neben der Neuwahl gab Regina Sproll den Sitzungsteilnehmenden einen Rückblick über das vergangenen Jahr, sowie Ausblick für das Jahr 2025, das u.a. eine Veranstaltung mit Inklusionsaktivist Raul Krauthausen im Herbst 2025 bereithält.
29.04.2026: Die städtischen Katastrophenschutzeinheiten haben ihre Zusammenarbeit im Rahmen einer groß angelegten Übung der Stadt Memmingen „TeReEx 2026“ erfolgreich auf die Probe gestellt. Rund 130 ehrenamtliche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW), Bayerischem Roten Kreuz (BRK), Malteser Hilfsdienst, Johanniter-Unfall-Hilfe und Deutscher Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) nahmen am vergangenen Wochenende (24.-26. April) an der Übung im Bundeswehr-Übungsdorf Bonnland am Truppenübungsplatz Hammelburg teil. Bereits am Freitag errichteten die Einsatzkräfte eine Zeltstadt und starteten am Abend mit einem ersten komplexen Einsatzszenario. Simuliert wurden unter anderem eine Unfallfahrt aufgrund eines medizinischen Notfalls mit zahlreichen Schäden, ein Gebäudeschaden durch einen umgestürzten Baum sowie ein Wohnhausbrand. Nach einer ersten unübersichtlichen Phase lief die strukturierte Abarbeitung an: Die Feuerwehr übernahm Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung und Menschenrettung aus den verunfallten Fahrzeugen sowie aus dem Gebäude. Der Rettungsdienst versorgte Verletzte, führte Sichtungen durch und richtete einen Behandlungsplatz ein. Das THW unterstützte mit technischer Bergung, Ausleuchtung der Einsatzstelle, Abstützmaßnahmen und verschaffte sich mithilfe von Drohnentechnik einen Überblick über das Schadensgebiet. Die Wasserrettung konzentrierte sich auf die Rettung von Personen im und am Gewässer. Am zweiten Übungstag gab es zunächst verschiedene Ausbildungsstationen, darunter Rettungsübungen aus Höhen und Tiefen, Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie Trainingseinheiten für den Atemschutzeinsatz und die technische Hilfeleistung. Darauf folgte eine weitere anspruchsvolle Übungsphase mit mehreren gleichzeitigen Schadenslagen. Dazu zählten unter anderem ein abgestürztes Fahrzeug in einer Kiesgrube, ein Garagenbrand mit vermissten Personen sowie eine Explosion in einer Kanalbaustelle mit verschütteten Personen, was umfangreiche Ortungs- und Rettungsmaßnahmen notwendig machte. Weitere Einsatzstellen banden zusätzliche Kräfte: Eine Person musste aus einem Gewässer gerettet werden, während andernorts ein Maschinenunfall sowie ein weiterer Fahrzeugbrand schnelle technische Hilfeleistung und medizinische Versorgung erforderten. Die umfangreiche Übung war von Sandra Schneider vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz und von Stephan Zettler vom Technischen Hilfswerk vorbereitet worden. Die Szenarien stellten bewusst hohe Anforderungen an Koordination und Kommunikation, und boten eine realitätsnahe Übungslage für alle beteiligten Organisationen. Neben der fachlichen Ausbildung standen auch der Austausch und die Vernetzung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Fokus. Die Großübung zeigte einmal mehr die hohe Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit des Memminger Katastrophenschutzes.
18.04.2019: Vor zehn Jahren trat in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) in Kraft. Ziel war es, Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben und gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. „Es ist noch Einiges zu tun, aber wir haben als Stadt auch schon viel erreicht“, formuliert die Vorsitzende des Behindertenbeirates Verena Gotzes bei ihrer Begrüßung im Rathaus und stellt im Zuge dessen Gebärdensprachdolmetscherin Jimena Sauer vor, die schon die Bürgerversammlung im vergangenen Jahr begleitete und auch die Sitzung an diesem Abend für die gehörlosen Teilnehmer übersetzt. Mit einer kurzen Präsentation blickt die stellvertretende Vorsitzende Regina Sproll auf das vergangene Jahr zurück und berichtet dabei unter anderem von Aktionen wie dem Familientag ohne Grenzen, dem Aktionsstand zum europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung und dem Straßenfest auf dem Theaterplatz, die alle auch in diesem Jahr wieder durchgeführt werden. Erfreuliche Nachrichten brachte auch Oberbürgermeister Manfred Schilder mit zur Sitzung, der nach der Verlesung des Antrages aus dem Vorjahr zur barrierefreien Ausstattung des Freibades berichten konnte, dass ein mobiler Lifter für den Beckeneinstieg angeschafft wurde. Dass Barrierefreiheit mehr ist als eine Rampe zeigt der Behindertenbeirat in zwei Anträgen an den Rathauschef. Um Menschen mit Lernschwierigkeiten oder anderen sprachlichen Barrieren nicht auszuschließen ist es wichtig, Informationen in „Leichter Sprache“ zur Verfügung zu stellen. Dass dies auch auf der Homepage der Stadt Memmingen, beispielsweise zu Themen wie „Wie und wo beantrage ich einen Personalausweis“ umgesetzt wird, forderte der Behindertenbeirat nun bei seiner Sitzung im Rathaus. Ausgehend von den Vorbereitungen zur Ausstellung „imPERFECT“, die im Herbst in der MEWO Kunsthalle startet und für möglichst alle Besuchergruppen zugänglich sein soll, kam die Frage nach einem taktilen Orientierungsplan für das Gebäude am Bahnhof auf. Insbesondere Menschen mit Sehbehinderung sind auf diese taktil erfassbaren Übersichtspläne angewiesen.