30.06.2020: Die Landesarbeitsgemeinschaft der bayerischen Gleichstellungsstellen (LAG) ist ein bayernweites Bündnis von kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten aus Städten, Gemeinden und sonstigen kommunalen Gebietskörperschaften und vertritt derzeit über 100 Mitglieder. Einmal im Jahr lädt die LAG zu einer gemeinsamen Sitzung - dieses Jahr coronabedingt im virtuellen Raum. Fachlichen Input lieferten die Gleichstellungsbeauftragten mit Analysen aus ihrem Arbeitsalltag, Trainerin Susanne Westphal vom Institut für Arbeitslust, Dr. Christiane Nischler-Leibl und Ariane Wissmeier-Unverricht vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales. Hauptthemen waren Auswirkungen der Coronakrise auf den Alltag von Frauen und auf die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten, der sich immer mehr abzeichnende Role Back, was die Geschlechterrollen betrifft, und das Thema Häusliche Gewalt. Wie die Sprecherinnen der LAG schon in einem Schreiben an den bayerischen Ministerpräsidenten Söder betont haben, darf die Coronakrise mit den Vielfachbelastungen von Frauen nicht zu einer Krise für die Frauen werden und zu alten und einschränkenden Rollenmustern zurückführen. Doch gerade die Coronazeit macht bereits immer weiterhin bestehende Ungleichverhältnisse zusätzlich deutlich und verstärkt diese sogar. Frau Dr. Nischler-Leibl stellte in ihren Ausführungen heraus, dass das Einsetzen für Gleichstellung nun noch wichtiger geworden ist. Auch das Ministerium wird sich dies weiterhin ganz genau anschauen und innovative Vorschläge einbringen um die Arbeitsbedingungen von Frauen, die vielfach als systemrelevant gelten, zu verbessern. Insbesondere sind in diesem Zusammenhang politische Lösungen zur Förderung der partnerschaftlichen Vereinbarkeit von Familie und Beruf unverzichtbar. Auch das Thema Gewaltbetroffenheit von Frauen macht die Stellung der Frau im, immer noch patriarchalem, System deutlich. Dies erfordert einen vermehrten Beratungsbedarf und einen Austausch mit den Hilfesystemen. „Für die Umsetzung all dieser Themen braucht es auch weiterhin eine funktionierende Gleichstellungsarbeit. Wir freuen uns, dass das Ministerium das Thema bayernweite Ausstattung der Gleichstellungsstellen in den neu zu erstellenden Bayerischen Gleichstellungsbericht einfließen lassen wird,“ so Claudia Fuchs, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Memmingen. Die Sprecherinnen der Landesarbeitsgemeinschaft zeigten sich erfreut, dass die Tagung auch in virtueller Form bei den Kolleginnen sehr positive Resonanz fand.
21.04.2026: Die Stadt Memmingen erweitert ihr digitales Informationsangebot für Zugewanderte und stellt mit dem Welcome Hub ab sofort eine zentrale Informationsplattform auf der städtischen Homepage zur Verfügung. Mit dem Welcome Hub bündelt die Stadt Memmingen wichtige lokale Informationen für Zugewanderte sowie für Fachstellen und Ehrenamtliche in einem leicht verständlichen Online-Angebot. Ziel ist es, aktuelle und verlässliche Inhalte zu relevanten Themen des Alltags übersichtlich bereitzustellen und den Zugang zu Informationen zu erleichtern. Das Angebot ist bereits online und wird schrittweise weiter ausgebaut. Der Welcome Hub ist derzeit in deutscher Sprache sowie in Einfacher Sprache verfügbar. Zusätzlich sind über zehn Sprachen verfügbar, weitere Sprachen werden im Laufe des Jahres ergänzt. Die Übersetzungen sowie die Inhalte in Einfacher Sprache werden mit Unterstützung einer KI automatisiert erstellt und fortlaufend überprüft und ergänzt. Im Zuge der Umstellung wird die bisher von der Stadt Memmingen genutzte Plattform Integreat nicht weitergeführt. Die dort bereitgestellten Inhalte wurden in das neue Angebot auf der städtischen Homepage überführt. Lukas Krupinski, Integrationsbeauftragter der Stadt: „Wir sind im engen Austausch mit den Organisationen und Fachstellen, die Integreat genutzt haben und wollen sie ermutigen, nun den Welcome Hub in Ihrer Arbeit zu berücksichtigen. Das erweiterte Angebot soll noch mehr Ratsuchenden weiterhelfen.“ Zur Willkommenswebsite
19.11.2025: Das Druckwerk informiert insbesondere Jugendliche über wichtige Telefonnummern bei unterschiedlichen Notlagen oder Krisen. Das Spektrum reicht von akuten Notfällen, wie beispielsweise einem Unfall, über Fragen zur (ungewollten) Schwangerschaft, der „NummergegenKummer“ bis hin zur häuslichen Gewalt. Erstellt hat den plakativen Aushang die städtische Gleichstellungsbeauftragte in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Memmingen und dem Arbeitskreis Jugendliche. Die Plakate können im Gleichstellungsbüro im Rathaus, Marktplatz 1 abgeholt oder angefordert werden. Ebenso liegen sie im Eingangsbereich des Welfenhauses, Schlossergasse 1 zu folgenden Öffnungszeiten zur Abholung bereit: Montag bis Freitag 8 - 12 Uhr und Donnerstag 15 - 17 Uhr. Kontakt: Gleichstellungsbüro, Rathaus, Marktplatz 1, 3. Stock, 87700 Memmingen, Tel. 08331.850 2464 oder per Mail: gleichstellungsbeauftragte@memmingen.de.
17.07.2026: Was macht ein Zuhause eigentlich aus? Ist es ein Ort, an den wir jeden Tag zurückkehren, oder ein Gefühl, das wir überallhin mitnehmen? Die neue Familienausstellung ›Zuhause‹ in der MEWO Kunsthalle lädt Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu ein, dieser Frage gemeinsam nachzugehen. Nicht mit fertigen Antworten, sondern mit vielen Perspektiven, kreativen Mitmachstationen und Raum für eigene Gedanken. Die Ausstellung führt durch vier Themenräume und macht deutlich, wie vielschichtig der Begriff Zuhause ist: Er steht für Geborgenheit und Identität, kann aber ebenso von Veränderung, Verlust oder Verantwortung erzählen. Immer wieder regen philosophische Fragen dazu an, miteinander ins Gespräch zu kommen – über das, was uns verbindet und was uns wichtig ist. Besonders lebendig wird die Ausstellung durch die vielen Beiträge von Schüler*innen, die in Kooperation mit den Schulen entstanden sind. Sie erzählen in Hörstationen von ihrem Alltag, ihren Familien und den kleinen Dingen, die für sie Zuhause bedeuten. Persönliche Gegenstände öffnen Fenster in ihre Lebenswelten, Fotografien zeigen ganz unterschiedliche Vorstellungen von Zuhause und laden dazu ein, die Geschichten dahinter zu entdecken. An vielen Stationen wird das Publikum selbst aktiv. Aus Pappe entstehen Häuser, Figuren und ganze Fantasiewelten, die Teil der Ausstellung werden. Mit Filterbrillen lassen sich verborgene Bildwelten entdecken, auf Gefühlslandkarten werden Stimmungen sichtbar und an anderen Orten gilt es zu überlegen, was man mitnehmen würde, wenn man sein Zuhause plötzlich verlassen müsste. So wechseln sich kreatives Gestalten, genaues Beobachten und gemeinsames Nachdenken immer wieder ab. ›Zuhause‹ wächst mit allen Besucher*innen weiter. Jede Zeichnung, jedes gebaute Haus und jede neue Idee verändert die Ausstellung und macht sie zu einem gemeinsamen Projekt. Entstanden ist eine Familienausstellung, die neugierig macht, berührt und dazu einlädt, das eigene Zuhause mit neuen Augen zu betrachten. Zur Ausstellung
08.05.2026: Das Stadtmuseum Memmingen eröffnet am Internationalen Museumstag am Sonntag, 17. Mai, um 11 Uhr, eine weitere Ausstellung im Barockjahr: „Barock, Bombasin und Bonbons“ widmet sich den tiefgreifenden Neuerungen des Barocks und verfolgt deren Entwicklung bis in den Spätbarock und das Rokoko. Im Zentrum stehen textile Innovationen wie Bombasin sowie Zuckerwaren wie Bonbons – exemplarische Zeugnisse einer Epoche, in der sich Konsumverhalten und Alltagskultur nachhaltig wandelten – mit Fortwirkungen bis in die Gegenwart. Ein besonderer Fokus liegt auf den globalen Handelsverflechtungen, die diese Veränderungen ermöglichten. Memmingen nahm dabei als bedeutende Handelsstadt eine zentrale Position ein. Entlang der europäischen Handelsroute Venedig – Innsbruck – Memmingen – Frankfurt – Amsterdam zirkulierten Waren, Gelder, Menschen und Innovationen. Seide, Baumwolle, Kaffee und Zucker aus Asien, dem Mittelmeerraum und den kolonialen Anbaugebieten gelangten in stets höheren Mengen nach Mitteleuropa, wo sie weiterverarbeitet und in neue kulturelle Kontexte eingebettet wurden. Die Ausstellung zeigt, wie sich globale Güter mit lokalem Handwerk verbanden und neue Formen materieller Kultur hervorbrachten. Diese Entwicklungen prägten nicht nur Kleidung und Tafelkultur, sondern auch soziale Praktiken und Repräsentationsformen, deren Grundmuster bis heute erkennbar sind. Am Beispiel von Benedikt von Herman wird die enge Verschränkung von internationalem Handel und wirtschaftlichem Erfolg sichtbar. Seine Aktivitäten in Venedig und Memmingen, die ihn zu einem der wohlhabendsten Individuen des 18. Jahrhunderts in ganz Europa machten, verdeutlichen die Bedeutung individueller Akteure innerhalb transregionaler Netzwerke und machen die Reichweite Memminger Handelsbeziehungen anschaulich. „Barock – Bombasin und Bonbons“ versteht den Barock als eine Epoche von Austausch und Transformation. Die Ausstellung macht erfahrbar, wie intensiv globale Verflechtungen das Leben vor Ort prägten – und wie nachhaltig die in dieser Zeit angestoßenen Entwicklungen bis heute nachwirken. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher wird die Ausstellung eröffnen und Museumsleiterin Regina Gropper wird eine kuratorische Einführung in die Ausstellung geben. PD Dr. Magnus Ressel wird die historische Recherche zu den Ausstellungsthemen noch weiter erläutern. Kathrin Ebenhoch (Klavier) und Sandra Miller (Flöte) sorgen für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung. Das Ausstellungsprojekt wird unterstützt durch VR Bank, die Sparkassenstiftung Memmingen-Mindelheim und das Begleitprogramm durch die Anton & Petra Ehrmann-Stiftung. Mehr Infos unter www.stadtmuseum-memmingen.de Vernissage am Sonntag, 17.05.2026, 11 Uhr im Stadtmuseum Memmingen im Hermansbau (Zangmeisterstr. 8, 87700 Memmingen) Im Anschluss: Empfang und Besichtigung der Ausstellung Ausstellungsdauer: 17. März 2026 – 22. Dezember 2027 Winterschließzeit: ab 21. Dezember 2026 – März 2027
19.10.2017: „Meine Bilder sind meine Sprache“, mit diesen Worten nahm der Fotograf Rafael Herlich die zahlreichen Gäste in der Memminger Rathaushalle mit auf eine Reise in die Lebenswelten von Jüdinnen und Juden in Deutschland heute und in seine eigene Vergangenheit. Berührt von seinen persönlichen Erlebnissen und von seinem Engagement gegen den neu aufkeimenden Antisemitismus in unserem Land lauschten mehr als 100 Besucherinnen und Besucher bei der Ausstellungseröffnung den leisen und nachdrücklichen Worten Herlichs. Eingeladen von der Gleichstellungsbeauftragten Claudia Fuchs eröffnete der Frankfurter Künstler seine Ausstellung „Nashim“ (hebräisch:Frauen), in der Portraits jüdische Frauen aus Deutschland in ihrem Alltag gezeigt werden. Schülerinnen sind in der Ausstellung ebenso vertreten wie Rabbinerfrauen, Künstlerinnen, Soldatinnen – der deutschen und der israelischen Armee –, eine Anwältin und eine Ärztin sowie mehrere Überlebende der Schoa. Die Portraits umfassen die unterschiedlichsten Lebensentwürfe von Frauen und zeigen sie sowohl in ihrer Verschiedenheit als auch in ihren Gemeinsamkeiten. Von der Leiterin des Stadtmuseums Ute Perlitz professionell präsentiert auf weißen Stellwänden und durch Lichtleisten besonders in Szene gesetzt entlockten die 27 großformatigen Schwarzweißfotografien so manch beeindrucktes „Wow“ bei den Besucherinnen und Besuchern in der Rathaushalle. Bei Ihren einführenden Worten erinnerte die Ausstellungsinitiatorin auch an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt Memmingen, „die fast ein Jahrhundert geachteter Bestandteil des städtischen Lebens waren“, so Fuchs. Stellvertretend hat die Frauengeschichtswerkstatt Memmingen gemeinsam mit dem Stadtarchiv 8 Memminger Frauen mit kurzen Biografien und kleinen Besonderheiten mit in die Ausstellung genommen Insgesamt 50 Jüdinnen hat Rafael Herlich fotografiert und in einem Bildband veröffentlicht. Die Porträtierten selbst haben Texte zu den Fotos geschrieben und damit einen Teil ihrer Biografie, Gefühle, Gedanken und Lebenseinstellungen offenbart. Herzlich begrüßt wurde Rafael Herlich auch von Oberbürgermeister Manfred Schilder. Bei seiner Ansprache bezeichnete den Fotografen als einen der wichtigsten Chronisten jüdischen Lebens in Deutschland. Schilder macht deutlich, dass der Stadt Memmingen viel daran liege, die Geschehnisse der Vergangenheit nicht zu vergessen und verwies dabei auch auf die jüngste Stolpersteinverlegung in der vergangenen Woche. Rafael Herlich sieht sich als Botschafter gegen Rassismus und Antisemitismus und referiert gerne auch in Schulklassen. So führte er gestern eine Gruppe interessierter Schülerinnen der 12. Klasse des Vöhlin-Gymnasiums begleitet von ihrem Lehrer Robert Paulus durch die Ausstellung und kam mit den jungen Menschen ins Gespräch. Mit dieser nachhaltigen Aufklärungskampagne und mithilfe seiner Ausführungen und Fotografien hoffe er darauf, „eines Tages in einer Welt zu leben, in der Menschen gleich welcher Rasse, Religion oder Nationalität zusammenleben können und sich gegenseitig akzeptieren und respektieren“, so Herlich. Musikalisch umrahmt und in besonderer Weise gestaltet wurde die Eröffnung von Günter Schwanghart an der Klarinette. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit der vhs Memmingen, der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft, der Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e.V., dem Stadtarchiv und dem Kulturamt der Stadt Memmingen. Der Bildband kann während der Ausstellung im Gleichstellungsbüro (Rathaus, 3. Stock) eingesehen und für 24,90 € käuflich erworben werden. Im Begleitprogramm werden noch zwei kostenlose Führungen durch die jüdische Abteilung des Stadtmuseums angeboten. Am 22. Oktober um 11 Uhr und am 26. Oktober um 14 Uhr. Am 29. Oktober findet eine Spezialführung "Jüdisches Leben in Memmingen" statt. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Marktplatzbrunnen. Kostenbeitrag 5 €
06.06.2024: Liebe Eltern und Erziehungsberechtigten, der Stadtrat (Finanz- und Hauptausschuss) wird zu den Essensbeiträgen der kommunal verwalteten KiTas beraten. Entsprechend wurde eine Beschlussvorlage erstellt. Die Unterlagen, die Anhörund der Elternbeiräte und deren Stellungnahmen dazu finden Sie alle in den Anlagen. Ihr Amt für Kindertageseinrichtungen Aktualisierung 11.06.2024: Das KiTa-Amt hat noch eine weitere Stellungnahme eines Elternbeirates (KiTa Nudelburg) erhalten. Diese ist entsprechend beigefügt. Entsprechend ist die Stellungnahme und der Beschlussvorschlag zu korrigieren. Aktualisierung 26.08.2024: Diverse Zeitungsartikel iS KiTa-Essenspreise im Landkreis Unterallgäu
10.03.2016: Das Spektrum reicht von akuten Notfällen, wie beispielsweise einem Unfall, über Fragen zur (ungewollten) Schwangerschaft, der „NummergegenKummer“ bis hin zur häuslichen Gewalt. Erstellt hat den plakativen Aushang die städtische Gleichstellungsbeauftragte in Kooperation mit der Jugendpflegerin der Stadt Memmingen und dem „Arbeitskreis Jugendliche“. Die Plakate und kleinere Handzettel können im Gleichstellungsbüro im Rathaus abgeholt oder angefordert werden. Kontakt: Gleichstellungsbeauftragte Claudia Fuchs, Marktplatz 1, Rathaus, 3. Stock, 87700 Memmingen, Tel. 08331.850.260, E-Mail: frauenbeauftragte@memmingen.de
26.06.2026: Mit rund 120 Besucher:innen wurde mit einer Vernissage am Donnerstagabend, 25.06.2026, die Ausstellung „Das Große Format – Zeitgenössische Kunst im Kreuzherrnsaal Memmingen“ eröffnet. Das Ausstellungsprojekt ist eine gemeinsame Initiative des Kulturamts der Stadt Memmingen und des Berufsverbandes Bildender Künstler Schwaben Süd e. V. und wird seit 2015 im zweijährigen Turnus realisiert. Im Mittelpunkt des Abends stand die Verleihung der beiden Kunstpreise, mit denen herausragende künstlerische Positionen der Ausstellung ausgezeichnet wurden. Den Kunstpreis der Sparkasse Schwaben-Bodensee, dotiert mit 1.500 Euro, erhielt Monica Gayer (Landsberg am Lech) für ihre Arbeit „Parallel“. Der erstmals vergebene Kunstpreis der Alois Goldhofer Stiftung, dotiert mit 1.000 Euro, ging an Lucie Sommer-Leix (Waltenhofen) für ihre Arbeit „Lieber wollte ich eine Hagebutte im Zaun sein, als eine Rose in euer Gnaden (Shakespeare)“.Dritte Bürgermeisterin Petra Beer würdigte in ihrer Begrüßung die Bedeutung der Ausstellung für den Kulturstandort Memmingen und dankte den beiden Preisstiftern. Kulturamtsleiter Sebastian Huber stellte das Ausstellungsprojekt und das Juryverfahren vor und hob die langjährige Kooperation zwischen dem Kulturamt und dem Berufsverband Bildender Künstler Schwaben Süd hervor. Im Anschluss verkündete die Vorsitzende des Berufsverbandes, Peggy Uhlich, die beiden Preisträgerinnen und erläuterte in ihren Laudationes die Entscheidungen der Jury. „Hier sehen wir Menschen, teils sichtbar, teils verdeckt. Wer ist verborgen? Wer darf sichtbar sein? Durch die parallel ausgeführte Spachteltechnik lässt das Werk viele Fragen offen, die jeder für sich beantworten kann“, fasst Uhlich ihre Eindrücke zur ausgezeichneten Arbeit Parallel von Monica Gayer zusammen. Zur Arbeit Lieber die Hagebutte am Zaun, als eine Rose in Euer Gnaden der Preisträgerin Lucie Sommer-Leix, resümiert Uhlich: „Die Mischtechnik mit dem rätselhaften Titel führt uns hinein in die Welt der Symbole. Kerze, Tauben und Fische, sowie die Farben rot und weiß. All das spricht für Bescheidenheit, Reinheit, Liebe und Zufriedenheit.“ Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Sandra Miller (Blockflöte) und Kathrin Ebenhoch (Klavier), die mit Werken von Gordon Jacob, Chiel Meijering und Agnes Dorwarth den Abend gestalteten. Die Ausstellung präsentiert neun großformatige Arbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler des Berufsverbandes Bildender Künstler Schwaben Süd e. V., die in einem Juryverfahren ausgewählt wurden. Vertreten sind Marijanca Ambos, Winfried Becker, Brigitte Dorn, Monica Gayer, Monica Javani-Wiedemann, Angela Lohr, Franz Mair, Lucie Sommer-Leix und Cornelia Zembrod. Gezeigt werden Malerei, Fotografie und Skulptur, die im historischen Kreuzherrnsaal in einen spannenden Dialog mit der barocken Architektur treten. Die Ausstellung ist noch bis einschließlich 5. Juli 2026 im Kreuzherrnsaal Memmingen zu sehen. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
11.03.2026: Wenn Geschichte Bühne wird – und Kunst antwortet. Mit zeitgenössischen Perspektiven eröffnet das Stadtmuseum Memmingen nicht nur seine Tore nach der Winterpause, sondern läutet auch ein Barockjahr ein. Im Spiegel vergangener Pracht erscheinen moderne Positionen und gestalten einen eigenständigen Ausstellungsparcours, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander ins Gespräch bringt. In den barocken Fluchten und Räumen des ehemaligen Sommerpalais begegnen Künstler:innen der opulenten Bild- und Lebenswelt des Barock aus heutiger Perspektive. Dabei geht es nicht um historische Rekonstruktion, sondern um Reflexion, Bruch und Transformation. Malerei, Skulptur, Installation, Film und Mixed Media reagieren auf Themen wie Handel und Handelsrouten, Ständegesellschaft, Prunk und Überfluss, Vergänglichkeit, Macht, Körperlichkeit, Illusion oder Konsum – und spiegeln zugleich aktuelle gesellschaftliche Fragen. Salons, Gänge und ehemalige Repräsentationsräume werden zu einem lebendigen Rundgang, in dem zeitgenössische Kunst die historischen Räume neu aktiviert. Es entsteht ein Resonanzraum zwischen Epochen: Gegenwart flüstert in die Vergangenheit, Ornament trifft auf Pixel, barocke Theatralik auf heutige Perspektiven. Echo Barocco versteht sich als Brücke zwischen Zeiten und als Einladung, historische Räume neu zu erleben – als Orte lebendiger Auseinandersetzung mit unserer Gegenwart. Jan Rothenbacher, Oberbürgermeister der Stadt Memmingen wird die Ausstellung eröffnen und Regina Gropper M.A., Museumsleiterin des Stadtmuseums Memmingen wird in die Werke und Ausstellung einführen. Beteiligt an der Schau sind dreizehn Künstler:innen: Kaja El Attar, Cornelia Brader, Jan Davidoff, Adi Hösle, Kristina Johlige Tolstoy, Doro Klug, Julia Miorin, Stefan Porkert, Dieter Rehm, Lukas Rehm, Tatjana Stürmer, Sebastian Steinböck und Bernd Walcher. Das Ausstellungsprojekt wird unterstützt durch die GFA - Gesellschaft für Außenwerbung GmbH und die Printpiloten. Mehr Informationen dazu, rund um den Besuch und die Ausstellungen finden Sie auf der Website des Stadtmuseums Memmingen: www.stadtmuseum-memmingen.de Servicedaten: Vernissage am Sonntag, den 22.03.2026, 11 Uhr im Stadtmuseum Memmingen im Hermansbau Zangmeisterstr. 8, 87700 Memmingen Im Anschluss: Empfang und Besichtigung der Ausstellung im Stadtmuseum Memmingen. Ausstellungsdauer: 22. März – 20. Dezember 2026 Winterschließzeit: ab 21. Dezember 2026 – März 2027 Öffnungszeiten: Di bis So 11 - 17 Uhr Feiertage 11 - 17 Uhr Jeden ersten Mittwoch im Monat 11 - 20 Uhr Eintritt frei!