15.12.2022: Mit einem Empfang in Augsburg will der Ministerpräsident sich bei den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern bedanken. An diesem Abend stehen rund 500 besondere Menschen aus ganz Schwaben im Mittelpunkt, für die er gern der Gastgeber ist. Mit einem Augenzwinkern betont er in seiner Rede, an diesem Abend ist „die Crème de la Crème" der Bürgerinnen und Bürger: Männer und Frauen, die sich ehrenamtlich engagieren“ vertreten. Mitglieder von Sportvereinen, Feuerwehrleute, Vertreter der verschiedensten Organisationen befanden sich unter den Gästen. Sie alle setzen sich in ihrer Freizeit dafür ein, dass etwas vorangeht. „Man müsste tausende von hauptamtlichen Stellen schaffen und Milliardenbeiträge investieren, um das aufzufangen, was das Ehrenamt leistet, betonte Söder. Der Ministerpräsident hat die Empfänge für Engagierte Menschen im Ehrenamt neu eingeführt. Damit möchte er ein Zeichen der Wertschätzung setzen. Dementsprechend nahbar zeigt er sich an diesem Abend. Er lacht herzlich, hat ein offenes Ohr für die Anliegen der Gäste und steht für Fotos bereit. Auch Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat sich für diese Veranstaltung Zeit genommen. Verena Gotzes, Gründungsmitglied und Vorsitzende des Behindertenbeirates in Memmingen bekam ebenfalls eine Einladung zum Empfang. Auch sie nutzte die Gelegenheit eines kurzen Gesprächs mit dem Ministerpräsidenten, um das Thema anzubringen, das ihr ganz besonders am Herzen liegt. Die Barrierefreiheit. Seit nun über 30 Jahre setzt sie sich unermüdlich für Menschen mit Behinderung ein, auch wenn dies teilweise mit großen Hürden und Rückschlägen verbunden ist. „Aber es zeigt sich, wenn man zusammenhält, ist man stark und man kann Dinge erreichen, bei denen man noch vor einigen Jahren dachte, das ist unmöglich“, so die Vorsitzende.
30.05.2022: Bei einer Exkursion nach Lindau verschaffte sich der Behindertenbeirat Memmingen einen Eindruck vom Zugverkehr bei Go-Ahead Bayern und besichtigte die in großen Teilen barrierefreie, neue Therme in Lindau. Anlass dieser Exkursion sind die, in den vergangenen Monaten durchgeführten Schulungen mit dem neuen Zugpersonal von Go-Ahead zum Thema „Umgang mit Menschen mit Behinderung“, sowie der anstehende Neubau des Kombi-Bades in Memmingen, bei dem auch die Barrierefreiheit umfassend berücksichtigt werden soll. Um dazu Inspirationen und Erfahrungen aus der Praxis einzuholen, wurde als Reiseziel die neue Therme in Lindau ausgewählt. Besonders positiv herausgestochen sind die groß gestalteten Umkleidekabinen mit breiten Liegen bzw. Sitzbänken und die direkt darin erreichbaren Spinde. Auch die gut platzierten barrierefreien WC Anlagen, sowie das verklebte Blindenleitsystem wurden für sehr gut befunden. Besonderen Anklang fanden die Zugangsgates an den Kassen und den Übergangsbereichen zwischen Therme, Freizeitbad und Sauna, die anstelle von Drehkreuzen, allen Menschen, egal ob mit oder ohne Mobilitätseinschränkung oder Kinderwagen etc. barrierefreien Zugang gewähren. Stufenfreier Einstieg, wenn der Bahnsteig entsprechend ausgebaut ist; genug Platz für Rollstühle; Hinweise in Brailleschrift für Menschen mit Sehbehinderung; eine barrierefreie Toilette; Informationen sowohl per Ansage als auch auf Bildschirmen, sodass Menschen mit verschiedensten Behinderungen auch alles mitbekommen – Vorsitzende Verena Gotzes und ihre Mitstreiter:innen waren angetan von den Eindrücken, die sie bei der Zugfahrt bekamen. Sie hatten sich schon bei der Schulung der Go-Ahead Kundenbetreuer:innen im vergangenen Jahr eingebracht und dabei ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten gut erklären können. „Es hat mir sehr gut gefallen, dass wir dort gefragt und einbezogen wurden. Ich selbst bin Rollstuhlfahrerin, bei manch anderen sieht man halt nicht auf den ersten Blick, dass sie vielleicht Unterstützung brauchen. Das konnten wir gut vermitteln, und das hilft sicherlich auch den Damen und Herren bei Go-Ahead, ihren Job gut zu machen,“ so Gotzes. Auch Regina Sproll sieht das positiv: „Man kann an den neuen Zügen von Go-Ahead sehen, wie der Öffentliche Verkehr Stück für Stück barrierefrei wird. Das ist ein großer Sprung in Richtung Teilhabe: dass ein Mensch mit Behinderung auch ohne Voranmeldung spontan mit dem Zug fahren kann.“ Go-Ahead bedient seit Dezember die Strecke von München über Memmingen nach Lindau; Auftraggeber dafür sind die Bayerische Eisenbahngesellschaft und das Land Baden-Württemberg, die mit der Ausschreibung auch Mindeststandards vorgegeben haben. Eine dieser Vorgaben ist, dass jeder Zug mit einer Kundenbetreuerin oder einem Kundenbetreuer besetzt ist - ein großer Vorteil für viele Menschen, auch für diejenigen mit Behinderung. So ist immer jemand zur Stelle, der beim Ein- oder Aussteigen helfen kann oder, wenn nötig, für Rollstuhlfahrer eine Rampe ausklappen kann. „Wenn jemand Unterstützung beim Ein- oder Aussteigen braucht und sich vorher anmeldet, stehen wir an der entsprechenden Station schon bereit. Und wer sich nicht anmeldet, bekommt natürlich auch Unterstützung“, sagt Hans-Jörg Boschner, Teamleiter für die Kundenbetreuer von Go-Ahead. Seit 30 Jahren besteht der Behindertenbeirat Memmingen – das Jubiläumsjahr war Anlass zu dieser Exkursion, die die Therme Lindau zum Ziel hatte.
09.05.2022: Fehlende Barrierefreiheit sorgt für Unsicherheit und längere Wegstrecken, nicht nur für Menschen mit Behinderung. „Tempo machen für Inklusion – barrierefrei zum Ziel“ war deshalb das Thema des diesjährigen europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, an dem sich auch der Behindertenbeirat der Stadt Memmingen mit einer Aktion beteiligte. Neben dem jährlichen Informationsstand am Weinmarkt, schickte der Behindertenbeirat in diesem Jahr sogenannte „Barriere-Checker*innen“ in die Altstadt. Ausgerüstet wurden die einzelnen Gruppen, die aus Schülern*innen der Heilerziehungspflegeschule und den Unterallgäuer Werkstätten bestanden, mit entsprechenden Materialien von Aktion Mensch, wie Maßbändern, Notizheften und Absprerrbändern. Jede Barriere verhindert die gesellschaftliche Teilhabe und individuelle Mobilität von Menschen mit Behinderung. Das wissen auch das Landestheater und die Stadtbibliothek und öffneten extra für diese Aktion ihre Türen, um den „Barriere-Checker*innen“ ihre barrierefreien Angebote zu präsentieren. Barrieren führen zu weniger Flexibilität im Alltag Es ging aber auch darum, noch bestehende Barrieren aufzudecken. Wie zum Beispiel fehlende, sichtbare Beschilderung am Bahnhof oder die schmalen Bordsteine am ZOB mit unebenem Pflasterbelag, wie eine Gruppe beim anschließenden Austausch berichtete. Während die „Barriere-Checker*innen“ unterwegs waren, gab es für die Passanten am Informationsstand des Behindertenbeirates einiges zu entdecken. Schüler des bfz stellten ihre Partnerschule für Kinder mit geistiger Behinderung in Afrika vor und die Freiwilligenagentur Schaffenslust informierte über ihr neues Projekt „Engagement für alle“ – ein Projekt für mehr Inklusion im Ehrenamt.
15.07.2021: Mitglieder des Behindertenbeirates, sowie des Arbeitskreises für die Belange alter und behinderter Menschen in Memmingen besuchten kürzlich die Ausstellung imPERFEKT. Dabei erklärte Leiter Axel Lapp den Teilnehmern auch, welche Aspekte der Barrierefreiheit bei der Zusammenstellung der Exponate, aber auch der Gestaltung der Ausstellung selbst, berücksichtigt wurden. Die Ausstellung ›imPERFEKT‹ versucht, auf verschiedenen Ebenen Wirkung zu entfalten. Zum einen ist ›imPERFEKT‹ eine Ausstellung über Schönheitsideale. Beginnend mit dem antiken Torso vom Belvedere, der seit der Renaissance zum weithin kopierten Inbegriff von Schönheit wurde, untersucht ›imPERFEKT‹ die Wahrnehmung von Vollkommenheit sowie das Streben nach Perfektion: Wie gehen wir mit den durch die Medien vorgeführten Idealen um? Wie bringen wir diese mit unserer eigenen Realität in Einklang? Wie beeinflusst das unsere Sicht auf Behinderungen? Auf der anderen Seite nähert sich die Ausstellung dem Thema Barrierefreiheit und erkundet, wie ein Museum für alle in Zukunft gestaltet werden kann. Orientierungspläne und Bodenleitsysteme erleichtern das Navigieren im Ausstellungsraum. Einzelne Ausstellungsstücke lassen sich ersehen, ertasten und erhören. Gleichzeitig sind zugehörige Informationen leichter zugänglich, da sie gedruckt und über Audio Guides, in Braille, in Gebärdensprache und in Leichter Sprache zur Verfügung stehen. Nähere Informationen zur Ausstellung und zur Kunsthalle finden Sie auf der Homepage im untenstehenden Link.
12.07.2021: Bei dem digitalen Jahrestreffen am 17. und 18. Juni 2021 tauschten sich die Kommunalen Behindertenbeauftragten mit dem Landesbehindertenbeauftragten Holger Kiesel über das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz aus. Daraus entstand die Münchner Erklärung zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Holger Kiesel, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung mahnt „Wir müssen in Bayern dringend die Chance nutzen, nicht nur die Bundesvorgaben erfüllen zu wollen. Wir sollten auf Landesebene alles daransetzen, über eine reine 1:1 Umsetzung des Bundesgesetzes hinaus zu kommen.“ Zum Hintergrund: Das Gesetz setzt eine Richtlinie der EU um und sieht verbindliche Mindestanforderungen für die Barrierefreiheit von Produkten und Dienstleistungen vor. Es gilt auch für private Dienstleistungen und Anbieter. Das Gesetz wurde vom Bundestag beschlossen, am 25. Juni 2021 soll die noch ausstehende Beschlussfassung des Bundesrates erfolgen. Die Bayerische Staatsregierung und der Bayerische Landtag sind im Anschluss dafür verantwortlich, für Bayern ausführende und ergänzende Re-gelungen zu schaffen. Der Bund hat mit der Überführung des European Accessibility Act ins Barrierefreiheitsstärkungsgesetz viele wichtige Punkte aufgegriffen. Allerdings wurden einige wesentliche Aspekte – wie z.B. die barrierefreie Umgebung, Übergangsfristen und Marktüberwachung – nicht ausreichend, bzw. gar nicht geregelt. Dies muss dringend auf bayerischer Ebene nachgeholt werden.
14.04.2021: Der 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Jedes Jahr laden zahlreiche Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe zu vielen verschiedenen Aktionen ein, um auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Deutschland aufmerksam zu machen. Dieses Mal lautet das Motto: „Deine Stimme für Inklusion – mach mit!“ Es ist ein Aufruf an alle Menschen, Missstände aufzudecken, Teilhabe-Barrieren sichtbar zu machen und Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, sich für ihre Rechte einzusetzen – für mehr Miteinander statt Nebeneinander. Trotz erschwerter Bedingungen durch die Corona-Pandemie, haben unzählige Menschen neue Wege gefunden, um weiterhin Corona konforme Aktionen und Projekte umzusetzen. Am Dienstag, den 04. Mai von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr sollen verschiedenste Stimmen zum Thema Inklusion in Memmingen sichtbar gemacht werden, um für das Thema zu sensibilisieren und zu zeigen, was jede*r tun kann. Dazu werden am Freiheitsbrunnen am Weinmarkt, sowie auf dem Theaterplatz Birken aufgestellt, an die die Bürger*innen von Memmingen ihre Stimme für Inklusion hängen können. Damit wollen wir uns stark machen, für eine inklusive Gesellschaft. Dazu gibt es bereits vorgefertigte Sprechblasen, die ausgeschnitten und beschriftet werden können. Diese werden dann vor Ort an den Bäumen aufgehängt. Die Sprechblasen können im Vorfeld hier auf der Homepage des Behindertenbeirates (untenstehend) heruntergeladen oder angefordert werden. Bitte wenden Sie sich dazu an die Inklusionsfachstelle der Stadt Memmingen anna.birk@memmingen.de | 08331 850740 oder an die Offenen Hilfen Regens Wagner regina.sproll@regens-wagner.de | 08331 97476230. Die ausgefüllten Sprechblasen können dann am 04. Mai von 10:00 – 13:00 Uhr an die Birken gehängt oder bereits vorab an die oben angegebenen Mailadressen geschickt werden (dann werden diese vom Behindertenbeirat an die Birken gehängt). Die Corona-Pandemie macht Präsenz-Veranstaltungen zurzeit unmöglich. Die Vorsitzende des Behindertenbeirates Verena Gotzes freut sich sehr über eine rege Beteiligung an der diesjährigen Aktion: „dass Menschen mit Behinderung und ihre Anliegen trotz Corona wahrgenommen werden und nicht unsichtbar sind“.
17.03.2021: „Das ist ein großer Fortschritt. Der Steg ist ein tolles Element des ehemaligen Landesgartenschaugeländes und ich freue mich, dass er jetzt auch mit dem Rollstuhl befahrbar ist“, erklärt Verena Gotzes, Vorsitzende des Behindertenbeirats der Stadt Memmingen, bei einem Ortstermin in der Grünanlage Neue Welt. Der hölzerne Steg, der über die Memminger Ach und entlang des Baches führt, wurde auf Antrag des Behindertenbeirats von der Stadtgärtnerei barrierearm gestaltet. Die Stufen auf beiden Seiten des Stegs wurden eingeebnet und der Steg über Rampen zugänglich gemacht. Zudem wurden auf der gesamten Länge an den Rändern des Stegs auf beiden Seiten fünf Zentimeter hohe, so genannte Radabweiser befestigt. „Schon beim Umbau haben uns betagte Spaziergänger angesprochen und sich gefreut, dass das Hindernis der Stufen beseitigt wird“, erzählt Michael Koch, Leiter des Garten- und Friedhofsamts der Stadt. Gebaut wurde der Steg im Zuge der Landesgartenschau, die im Jahr 2000 stattfand.
21.09.2020: Eine große neue Wippe, auf der viele Kinder gemeinsam Spaß haben können und dabei auch noch besonders gut gesichert sind, bereichert nun den Garten des Fröbel-Kindergartens. Das inklusive Spielgerät, das im Rahmen der Aktion „Stück zum Glück“ gespendet worden war, wurde von Oberbürgermeister Manfred Schilder und Verena Gotzes, Vorsitzende des Behindertenbeirats, offiziell an die Kindertageseinrichtung übergeben. „Wir freuen uns sehr über die Wippe, sie wird von den Kindern sehr gut angenommen“, erklärte Karin Lyra, Leiterin des Fröbel-Kindergartens. Oberbürgermeister Schilder erhielt von der fünfjährigen Zeynep-Hafsa feierlich eine Schere auf einem goldenen Kissen überreicht, damit er ein um die Wippe gewickeltes Band offiziell durchschneiden konnte. „Mit dieser Wippe können Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam spielen. So ein selbstverständliches Miteinander, wie Kinder es unter sich haben, würde ich mir für unsere ganze Gesellschaft wünschen“, betonte der Oberbürgermeister. Seinen Dank richtete der OB an Inklusionsbeauftragte Anna Birk und an Verena Gotzes, die die Teilnahme an der Aktion „Stück zum Glück“ der Firmen Procter&Gamble und Rewe initiiert hat. Koordiniert wurde die Spendenaktion „Stück zum Glück“ über die Aktion Mensch. Die inklusive Wippe wurde an die Behindertenkontaktgruppe gespendet, die es wiederum der Stadt zur Verfügung gestellt hat. „Bei Erwachsenen fehlt oft das Bewusstsein für den Lebensalltag von Menschen mit Behinderung. So eine Spendenaktion schafft Bewusstsein für die besonderen Bedürfnisse“, betonte Verena Gotzes die Bedeutung der Aktion „Stück zum Glück“. Quelle: Pressestelle der Stadt Memmingen
26.08.2020: „Es gibt viele, die aufgrund ihrer Behinderung keine Maske tragen können. Sei es, weil sie nicht verstehen, warum sie eine Maske tragen müssen, oder weil sie körperlich bedingt nichts über Mund und Nase tragen können. Es ist mir deshalb wichtig, dass diese Menschen von der Maskenpflicht ausgenommen werden. Auch sie müssen weiterhin mit dem ÖPNV fahren und in Geschäften einkaufen können.“, fordert Holger Kiesel, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung. Zwar gibt es von Seiten des bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege die Information, dass es keine ausdrückliche Regelung gibt, die Menschen mit Behinderung von der Pflicht befreit, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aber ausnahmsweise nicht erfolgen muss, wenn dies aus ärztlicher Sicht im Einzelfall unzumutbar ist. Sind Menschen aufgrund einer Behinderung nicht in der Lage eine solche Bedeckung zu tragen, müssen diese eine Sanktionierung nicht befürchten. „Entsprechende Einschränkungen sind durch die betroffene Person oder den Betreuer/Begleiter glaubhaft zu machen. Hierfür kann [beispielsweise] ein Schwerbehindertenausweis oder ein dies bestätigendes ärztliches Attest hilfreich sein.“, so das bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. Der Behindertenbeirat der Stadt Memmingen möchte an dieser Stelle auf dieses Thema aufmerksam machen, um für Verständnis zu werben und Aufklärung zu leisten. „Wem es möglich ist eine Maske zu tragen, bitte ich dennoch dringend darum, dies auch zu tun. Besonders, da viele Menschen mit Behinderung zur Risikogruppe gehören“, betont Stadträtin Verena Gotzes als Vorsitzende des Behindertenbeirates.
07.05.2020: Anlässlich dieses Protesttages veranstaltet der Behindertenbeirat der Stadt Memmingen alljährlich einen Informationsstand in der Memminger Fußgängerzone. Zurzeit verhindert die Verbreitung des Corona-Virus alle Veranstaltungen und öffentlichen Kundgebungen. Doch der 5. Mai verliert dadurch nicht an Relevanz – ganz im Gegenteil! Laut Behindertenbeauftragten Anna Birk bedeuten die aktuellen Besuchs- und Ausgangsbeschränkungen für Menschen mit Behinderung noch mehr Ausgrenzung. „Insbesondere für behinderte Menschen können aktuell eine Vielzahl an Angeboten nicht stattfinden, sie bleiben zu Hause oder in stationären Wohnformen und können nicht zur Arbeit“, erklärt Regina Sproll vom Behindertenbeirat. „Corona hat viele von uns zurzeit unsichtbar gemacht“, bringt es Komiker Martin Fromme auf den Punkt, der selbst eine Behinderung hat. Viele Menschen mit Behinderung gehören zu den Corona-Hochrisikogruppen und brauchen entsprechend ausreichend Gesundheitsschutz. Auch Informationen zur aktuellen Situation müssen barrierefrei zugänglich gemacht werden. Einige Initiativen übersetzen beispielsweise die Ausgangsbeschränkungen und Vorgaben in Leichte Sprache, um sie Menschen mit Lernschwierigkeiten zugänglich zu machen. Menschen mit Hörbehinderung vermissen einen Gebärdensprachdolmetscher bei den live übertragenen Pressekonferenzen. „Während der Corona Pandemie erleben viele Menschen, was es bedeutet, nur bedingt an der Gesellschaft teilhaben zu können. Menschen mit Behinderung geht es oft so, weil es trotz UN-Behindertenrechtskonvention noch viele Barrieren gibt. Deshalb setzte ich mich für eine barrierefreie und inklusive Zukunft ein“ betont Verena Gotzes Stadträtin und Vorsitzende des Behindertenbeirates.