27.01.2020: Eltern, deren Kinder im KiTa-Jahr 2020/21 (01.09.2020 – 31.08.2021) eine KiTa (Krippe, Kindergarten, Hort) der Stadt oder Unterhospitalstiftung Memmingen besuchen sollen, können Ihre Kinder ab 7. Januar in der Einrichtung ihrer Wahl anmelden. Bitte beachten Sie auch unsere Anmeldeverfahren und -fristen für Krippe/Kindergarten, Schulkindergarten (SKG) und Schulkinder (Hort) in den Anlagen. Die Eltern werden gebeten in den jeweiligen Einrichtungen persönlich anzumelden. In den Schulkindergärten ist eine Anmeldung nur vormittags nach telefonischer Terminvereinbarung möglich. Weiter haben mehrere KiTas einen Tag der offenen Tür am 24. Januar 2020 von 14 bis 16.30 Uhr : KiTa Amendingen Fröbel-Kindergarten Heinrich-Galm-Kindergarten KiTa Im Mitteresch Kindergarten Stadtweiherstraße Kindergarten Steinheim KiTa Wartburgweg KiTa Westermannstraße Schulkindergarten Am Kempter Tor aktualisiert 13.03.2020: Platzvergabe KiGa und Krippe
20.04.2026: An der Ach in Steinheim kann man nicht nur gut radeln und joggen, man kann mittlerweile auch Wasserbüffel beobachten. Es sind die Tiere des Steinheimer Ehepaars Lea und Robin Robrook, die bereits im zweiten Jahr helfen, fast zehn Hektar Ausgleichsflächen der Stadt Memmingen instand zu halten. „Wasserbüffel sind die idealen Landschaftspfleger. Sie verhindern die Verbuschung, halten das Gras kurz und haben kein Problem mit feuchten Wiesen“, berichtet Robin Robrook. „Das alles fördert die Artenvielfalt auf den extensiv bewirtschafteten Wiesen“, freut sich Ferdinand Fehler, von der Unteren Naturschutzbehörde. Er ist Fachkraft für Naturschutz und Landschaftspflege der Stadt Memmingen und hat die Beweidung durch die Wasserbüffel der Familie Robrook sehr begrüßt und möglich gemacht. Wasserlöcher, wenig Büsche und dann auch noch der Dung der Tiere: das alles führt zu einer großen Biodiversität auf den beweideten Flächen. Vor allem insektenfressenden Vögeln und lichtkeimenden Pflanzen kommt das zugute. Zusätzlich muss das städtische Gartenamt nicht mit hohem Personalaufwand und Spezialmaschinen anrücken, um das Gras einmal im Jahr zu schneiden und die Büsche zu kürzen. „Die Büffelbeweidung ist ein super Projekt“, findet Oberbürgermeister Jan Rothenbacher, bei einem Termin vor Ort. „Die Büffel werten die Fläche viel besser auf als wir es könnten und sind gleichzeitig schon ein tierischer Anziehungspunkt geworden, vor allem bei Familien mit Kindern.“ Lea Robrook schwärmt vom ausgeglichenen Wesen der mittlerweile mehr als 20 Büffel, die von allen in der Familie geliebt werden. Personen, die sie schon länger kennen, können problemlos mit allen Tieren der Herde in den Austausch treten und es ist eine Mutterkuhhaltung im Herdenverbund möglich. Trotzdem warnen die Besitzer: „Es sind die ersten Kälbchen mit auf der Weide sowie unser Stier, die Tiere sind verständlicherweise nicht zutraulich, da sie ihren Nachwuchs schützen. Also bitte Abstand halten!“ Beim Termin konnten sich Oberbürgermeister Jan Rothenbacher und Dritter Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger ein Bild von den positiven Auswirkungen der Büffelbeweidung machen. Und direkt von Familie Robrook erfahren, welche Arbeiten auf der Fläche anfallen und wie die Pläne für die Zukunft sind. Wasserbüffel sind auf extensiv bewirtschafteten Flächen besonders wertvoll, weil sie auch sehr nasse, nährstoffarme Standorte nutzen, die für andere Weidetiere oft ungeeignet sind. Durch Fraß, Tritt und das Anlegen von Suhlen halten sie die Landschaft offen, fördern die Artenvielfalt und schaffen Lebensräume für typische Feuchtgebietsarten. Wasserbüffel waren früher in Europa beheimatet. Die jetzigen Wasserbüffelgattungen in Deutschland stammen jedoch aus Asien. Robin Robrook erzählt, dass er bald das besonders schmackhafte Fleisch der Büffel in einem Hofladen selber vermarkten will. Vielleicht auch mit weiteren Produkten die auf dem früheren „Kutterhof“ produziert werden, schließlich betreiben die beiden auch Ackerbau; halten Hühner, Hasen und Wachteln. Ferdinand Fehler hat mittlerweile einige der weiteren städtischen Ausgleichsflächen für Beweidungen mit den entsprechenden Tieren vergeben können. Es gibt Weiden mit Pferden, Schafen, Hochlandrindern und bald auch Alpakas. „Das bringt die Biodiversität und den Naturschutz auf unseren Ausgleichsflächen wirklich weiter“, betont Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger.
13.10.2022: Bei einem Festakt im Kreuzherrnsaal feierten die Mitglieder des Behindertenbeirats gemeinsam mit der Stadtspitze und zahlreichen Gästen das 30-jährige Bestehen des Behindertenbeirats. Am 06. Februar 1991 trat der Behindertenbeirat zum ersten Mal zu einer konstituierenden Sitzung zusammen. Oberbürgermeister Manfred Schilder überbrachte seine Glückwünsche: „Es ist großartig, wie viel der Behindertenbeirat in den letzten Jahrzehnten bereits geschafft hat – dennoch bleibt noch viel zu tun. Ich danke allen Beteiligten für ihr unermüdliches Engagement und gratuliere im Namen der Stadt und auch ganz persönlich herzlich zum Jubiläum.“ Verena Gotzes, 1. Vorsitzende des Behindertenbeirats und Regina Sproll, die stellvertretende Vorsitzende, dankten bei ihrer Begrüßung allen Anwesenden für ihr Kommen. „Ich freue mich, anlässlich unseres Jubiläums mit Ihnen zu feiern. Schön, dass Sie so zahlreich erschienen sind und dadurch Ihre Wertschätzung für unsere Arbeit zeigen“, führte Gotzes in die Feierlichkeit ein. Auch Alt-Oberbürgermeister und Ehrenbürger Dr. Ivo Holzinger nahm am Festakt teil: „Als wir Anfang der 90-er Jahre den Beirat ins Leben gerufen haben, war unser Ziel, Barrieren in Memmingen zu entfernen. Einiges konnte bereits verbessert werden. Dafür und für den beharrlichen Einsatz danke ich allen Beiratsmitgliedern.“ Gemeinsam ließen Verena Gotzes, Regina Sproll und Erika Winterwerb, Mitglied des Behindertenbeirats, die 30 Jahre des Behindertenbeirats Revue passieren und stellten den Gästen die bedeutendsten Errungenschaften im Bereich der Barrierefreiheit in Memmingen vor. So wurden beispielsweise auf Betreiben des Behindertenbeirats 1998 in der Innenstadt und dem Antonierhaus barrierefreie Toiletten geschaffen und 2000 alle Bahnsteige durch Rampen und Aufzüge erreichbar umgestaltet. Seit über drei Jahrzehnten veranstaltet der Behindertenbeirat zudem jährlich das „Straßenfest für Menschen mit und ohne Behinderung“. Vortragsredner Moritz Brückner schilderte anschließend dem Publikum in seinem Impulsvortrag eindrücklich seinen Surfunfall, den er mit 19 Jahren in Chile erlitt und seitdem er querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzt. „Der Bruchteil einer Sekunde hat alles verändert und mein Leben total auf den Kopf gestellt,“ erklärte der heute 23-Jährige. „Es hat sich alles geändert und nur mit Hilfe meiner Familie, Freunde, Therapeuten und Ärzte konnte ich mich im Alltag wieder zurechtfinden.“ Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen die Thematik nahe zu bringen, was es bedeutet, im Rollstuhl zu sitzen. Damit möchte er Hemmschwellen beseitigen und die Integration von Rollstuhlfahrer:innen vorantreiben. Bei einer kleinen Podiumsrunde gewährten auch Simone Magel-Dipre, Mutter einer schwer-mehrfach behinderten Tochter und Peter Holzmann, der durch einen Unfall erblindete, Einblicke in ihren Alltag, der nicht nur körperlich sondern auch seelisch herausfordernd ist. Musikalisch wurde der Festakt von Schlagzeuglehrer Tobias Mrzyk, Schlagzeuger Patrick Züfle und der Sängerin Silke Mrzyk umrahmt.
27.06.2020: Im Laufe des Lebens benötigt ungefähr jeder dritte Mensch professionelle Hilfe im Umgang mit psychischen Problemen. Alter, Beruf oder Herkunft sind dabei unwesentlich – es kann Jeden treffen. Kinder mit psychisch erkrankten Elternteilen sind oft selbst sehr belastet, da Mama und Papa nicht mehr wie sonst sind und voll zur Verfügung stehen. Kinder haben Angst, schämen sich, wissen nicht so recht, was mit ihren(m) Eltern(teil) los ist oder wie sie selbst mit der Situation umgehen sollen. Sie spüren, dass etwas anders ist, denn sie sind Experten darin, Veränderungen wahrzunehmen. Dann brauchen auch Kinder Unterstützung, Förderung und Zuwendung. Bei „KiWi“ finden Eltern und Kinder diese Hilfestellungen, um die Belastungen in der Familie zu reduzieren und die Kinder vor der Entwicklung eigener Auffälligkeiten zu schützen. Weitere Infos im beigefügten Flyer und unter dem beigefügten Link. Kontakt über kiwi@diakonie-memmingen.de
20.10.2020: Liebe Eltern, liebe KiTa-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, der Corona-Warnwert ist in Memmingen unverändert hoch und wir befinden uns in einer kritischen Phase. Bitte halten Sie sich deshalb in den KiTas weiter an die bereits angeordneten Maßnahmen: Mund-Nasen-Bedeckung für alle Erwachsenen und Hort-Kinder, konsequente Gruppentrennung und Einhaltung der Hygieneregeln. Das führt teilweise zu Einschränkungen im KiTa-Betrieb (weniger pädagogische Angebote und Öffnungszeiten). Es ist hier wichtig, dass wir alle mithelfen und zusammenarbeiten. Kommen Sie immer auf uns zu, wenn Sie Fragen haben. Gerne unterstützen unsere KiTas Sie auch, wenn es darum geht, wie Sie erzieherisch und im Gespräch mit den Kindern mit der Situation umgehen können. Wenn wir alle zusammen helfen, dann werden wir die Situation meistern: Wir wollen den Kindern hier ein Vorbild sein. Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Mitarbeit! Ihr Amt für Kindertageseinrichtungen Aktualisierung 20.10.2020: Allgemeinverfügung vom 20.10.2020
14.06.2020: Erzieherinnen und Erzieher tragen dazu bei, allen Kindern in Deutschland Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Bildung, Betreuung und Erziehung zu ermöglichen. Denn gute Betreuung findet dort statt, wo es motivierte und gut qualifizierte pädagogische Fachkräfte in ausreichender Zahl gibt. Das Bundesfamilienministerium unterstützt daher mit dem Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher: Nachwuchs gewinnen, Profis binden“ Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen dabei, pädagogische Fachkräfte zu gewinnen und bereits ausgebildete Fachkräfte im Beruf zu halten und ihre Kompetenzen zu stärken. Auch die Stadt und Unterhospitalstiftung Memmingen sind im Bereich "Aufstiegsbonus für Profis" mit dabei: Wir freuen uns, dass 33 unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unseren KiTas dabei durch Zulagen zwischen 100-300 EUR/Monat (brutto) aufgrund ihrer besonderen Qualifizierung im Rahmen dieses Programms profitieren und ihr Wissen und ihre Fähigkeiten im Rahmen von Workshops und Seminaren weiter geben. Weitere Infos zum Bundesprogramm finden Sie hier . Wenden Sie sich gerne auch direkt an uns .
19.04.2024: Liebe KiTa-Kolleginnen und Kollegen in den kommunal verwalteten KiTas, wir werden die Betriebsträgerschaft bei unseren KiTas zum 01.01.2025 vereinheitlichen. Diesen Grundsatzbeschluss hat der Finanzausschuss des Stadtrates nun gefasst. Wahrscheinlich wird man das im ersten Moment nicht gleich merken, weil alle diese KiTas schon immer aus einer Hand durch das KiTa-Amt verwaltet wurden. Für die Eltern ändert sich praktisch nichts. Nur die internen Strukturen werden einfacher: Es wird nun alles über eine gemeinsame Trägerschaft der Stadt Memmingen rechtlich abgewickelt und nicht über die mm-Unterhospitalstiftung und die mm-Stadt-Trägerschaft parallel: Also einfachere Arbeitsvertragsgestaltung für die Mitarbeitenden bei Bewahrung des Bestandes und weniger interne Verrechnungen. Das ist uns beides wichtig. Mit diesem Beschluss haben wir jetzt gut Zeit bis zum Jahreswechsel, die internen Abläufe umzustellen und für die Mitarbeitenden anzupassen. Zu Fragen dazu stehen das Personalamt, die Personalvertretung und das KiTa-Amt zur Verfügung. Auch wird des dazu noch eine eigene Personalversammlung geben und Sie bekommen dann noch eine persönliche Info. Ihr Amt für Kindertageseinrichtungen
12.02.2022: Im Seniorenzentrum Bürgerstift wird in den kommenden Monaten ein spannendes neues Projekt gestartet: Eine Kindergartengruppe zieht in die Alten- und Pflegeeinrichtung an der Frauenkirche ein. Die neue Gruppe ist eine Außenstelle des Stadtweiherkindergartens und wird pädagogisch einen Schwerpunkt auf die Begegnung von Jung und Alt setzen. „Mit dem Kindergarten im Bürgerstift kommen die Generationen näher zusammen. Ich freue mich über die Planung und bin gespannt, was daraus alles wachsen wird“, betont Oberbürgermeister Manfred Schilder. Die Idee dazu kam im Team des Bürgerstifts auf. „Bei Besuchen von Kindern in unserem Haus haben wir immer wieder festgestellt, wie positiv unsere Bewohnerinnen und Bewohner auf die Kleinen reagieren. Kinder zaubern ein Lächeln ins Gesicht der Seniorinnen und Senioren“, erklärt Martin Mayer, Leiter des Bürgerstifts. Beim Amt für Kindertageseinrichtungen wurde der Vorschlag interessiert aufgenommen und weiterentwickelt. Das pädagogische Konzept sieht Ziele vor wie „Toleranz und Rücksichtnahme gewinnen“, „Kulturgut erhalten und weitergeben“, „Sensibilität füreinander fördern und Berührungsängste abbauen“ oder „das Gefühl erhalten, für jemand wichtig zu sein.“ Möglich ist Vieles, wie gemeinsam gärtnern, singen oder backen. „Dabei achten wir schon bei den Rahmenbedingungen darauf, dass das Projekt gute Voraussetzungen hat und mögliche Schwierigkeiten vermieden werden: Beginnend von einem eigenen Eingang für die Kindergartengruppe bis zur Belegung der Gruppe vor allem mit etwas älteren Kindergartenkindern“, betont Bernhard Hölzle, Leiter des Amts für Kindertageseinrichtungen. Bei pandemiebedingt erhöhten Infekti¬onsschutzregeln kann die Kindergartengruppe auch komplett separat und für Jung und Alt sicher betrieben werden. „Hier bauen wir auf die gute Zusammenarbeit mit der Hausleitung und der Bewohnervertretung des Bürgerstiftes: Wir sind froh, dass wir von dort so aktiv unterstützt und eingeladen wurden, dieses Projekt gemeinsam anzugehen“, erklärt Hölzle. Für die Beschäftigten des Bürgerstifts bietet sich die Chance, das eigene Kind direkt an der Arbeitsstelle betreut zu wissen. Dies könnte sich zu einem wichtigen Plus für das Bürgerstift entwickeln, wenn dringend gesuchtes Pflegepersonal die möglichen Einrichtungen bei der Wahl der geeigneten Arbeitsstelle miteinander vergleicht. Die Kindergartengruppe wird in Räumlichkeiten im Untergeschoss des Bürgerstifts ziehen, die bislang für einen Gymnastikraum gedient haben und nur wenig genutzt wurden. 104m² stehen dort für einen Gruppenraum und einen Nebenraum zur Verfügung. Die neue Gruppe bietet bis zu 15 Kindern Platz. Damit kommt die Einrichtung der neuen Gruppe dem aktuell bestehenden Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder entgegen und bietet Eltern eine neue Möglichkeit, einen Kindergartenplatz für ihre Kind zu erhalten. Die neue Kindergartengruppe im Bürgerstift (Gebäude Nord) mit dem Konzept „Mehrere Generationen unter einem Dach“ soll im Frühjahr/Frühsommer 2022 starten. Die Betreuungszeiten sind von Montag bis Freitag jeweils von 7:30 Uhr bis 15 Uhr. Interessierte Familien können sich an das Amt für Kindertageseinrichtungen unter kita(at)memmingen.de wenden. Quelle: Pressestelle der Stadt Memmingen
21.12.2021: Im Seniorenzentrum Bürgerstift wird in den kommenden Monaten ein spannendes neues Projekt gestartet: Eine Kindergartengruppe zieht in die Alten- und Pflegeeinrichtung an der Frauenkirche ein. Die neue Gruppe ist eine Außenstelle des Stadtweiherkindergartens und wird pädagogisch einen Schwerpunkt auf die Begegnung von Jung und Alt setzen. „Mit dem Kindergarten im Bürgerstift kommen die Generationen näher zusammen. Ich freue mich über die Planung und bin gespannt, was daraus alles wachsen wird“, betont Oberbürgermeister Manfred Schilder. Die Idee dazu kam im Team des Bürgerstifts auf. „Bei Besuchen von Kindern in unserem Haus haben wir immer wieder festgestellt, wie positiv unsere Bewohnerinnen und Bewohner auf die Kleinen reagieren. Kinder zaubern ein Lächeln ins Gesicht der Seniorinnen und Senioren“, erklärt Martin Mayer, Leiter des Bürgerstifts. Beim Amt für Kindertageseinrichtungen wurde der Vorschlag interessiert aufgenommen und weiterentwickelt. Das pädagogische Konzept sieht Ziele vor wie „Toleranz und Rücksichtnahme gewinnen“, „Kulturgut erhalten und weitergeben“, „Sensibilität füreinander fördern und Berührungsängste abbauen“ oder „das Gefühl erhalten, für jemand wichtig zu sein.“ Möglich ist Vieles, wie gemeinsam gärtnern, singen oder backen. „Dabei achten wir schon bei den Rahmenbedingungen darauf, dass das Projekt gute Voraussetzungen hat und mögliche Schwierigkeiten vermieden werden: Beginnend von einem eigenen Eingang für die Kindergartengruppe bis zur Belegung der Gruppe vor allem mit etwas älteren Kindergartenkindern“, betont Bernhard Hölzle, Leiter des Amts für Kindertageseinrichtungen. Bei pandemiebedingt erhöhten Infekti¬onsschutzregeln kann die Kindergartengruppe auch komplett separat und für Jung und Alt sicher betrieben werden. „Hier bauen wir auf die gute Zusammenarbeit mit der Hausleitung und der Bewohnervertretung des Bürgerstiftes: Wir sind froh, dass wir von dort so aktiv unterstützt und eingeladen wurden, dieses Projekt gemeinsam anzugehen“, erklärt Hölzle. Für die Beschäftigten des Bürgerstifts bietet sich die Chance, das eigene Kind direkt an der Arbeitsstelle betreut zu wissen. Dies könnte sich zu einem wichtigen Plus für das Bürgerstift entwickeln, wenn dringend gesuchtes Pflegepersonal die möglichen Einrichtungen bei der Wahl der geeigneten Arbeitsstelle miteinander vergleicht. Die Kindergartengruppe wird in Räumlichkeiten im Untergeschoss des Bürgerstifts ziehen, die bislang für einen Gymnastikraum gedient haben und nur wenig genutzt wurden. 104m² stehen dort für einen Gruppenraum und einen Nebenraum zur Verfügung. Die neue Gruppe bietet bis zu 15 Kindern Platz. Damit kommt die Einrichtung der neuen Gruppe dem aktuell bestehenden Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder entgegen und bietet Eltern eine neue Möglichkeit, einen Kindergartenplatz für ihre Kind zu erhalten. Die neue Kindergartengruppe im Bürgerstift (Gebäude Nord) mit dem Konzept „Mehrere Generationen unter einem Dach“ soll im Frühjahr/Frühsommer 2022 starten. Die Betreuungszeiten sind von Montag bis Freitag jeweils von 7:30 Uhr bis 15 Uhr. Interessierte Familien können sich an das Amt für Kindertageseinrichtungen unter kita(at)memmingen.de wenden. Quelle: Pressestelle der Stadt Memmingen
24.07.2026: Zum Ferienbeginn eröffnet die letzte Ausstellung in der MEWO Kunsthalle, bevor es über den Sommer etwas ruhiger wird. Dafür verspricht der Termin ein besonderes Live-Erlebnis. Im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung "Schatten der Vergangenheit" (1. August 2026 bis 22. November 2026) findet eine Performance statt, die Tanz und Bildende Kunst verbindet. Das gesamte Projekt wurde von Beverley Onyangunga, Filip Anić und Kennedy Muntanga konzipiert und setzt sich mit der kolonialen Geschichte des Kongo-Freistaats und den bis heute spürbaren Folgen auseinander. Das Thema wiegt schwer, aber das Projekt verspricht den spannenden Blick dreier junger, internationaler Kunstschaffender in ihrer gemeinsamen Suche nach Ausdrucksformen jenseits der Sprache. Memmingen ist dabei die erste Station des sich weiterentwickelnden Projekts, das in der Folge auch in Großbritannien und Kroatien präsentiert wird. "Schatten der Vergangenheit" in der MEWO Kunsthalle in Memmingen ist der erste Teil des fortlaufenden Performance- und Ausstellungsprojektes "Shadows of the Free State", das von Beverley Onyangunga, Filip Anić und Kennedy Muntanga für Ausstellungsorte in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und in Kroatien entwickelt wurde. Thematischer Ausgangspunkt ist die koloniale Geschichte des Kongo-Freistaats – von 1885 bis 1908 ein formal unabhängiger Staat in Zentralafrika, der jedoch als Privatbesitz unter der absoluten Kontrolle des damaligen belgischen Königs Leopold II. stand. Die zu dieser Zeit begangenen Verbrechen resultierten schon früh in internationalen Protesten, doch die kolonialistische Ausbeutung von Menschen und Bodenschätzen setzt sich bis heute fort. Schatten dieser Vergangenheit verfolgen uns bis in die Gegenwart. Eventuell kann eine Auseinandersetzung mit dieser Geschichte dazu beitragen, unsere eigene Zeit besser zu verstehen und Verhaltensmuster zu begreifen. Doch Vergangenheit wird nicht allein durch Geschichtsschreibung erschlossen, teilweise überdauern auch Erfahrungen. So werden die Traumata der Opfer und Täter vererbt und beeinflussen die Wahrnehmung und das Tun der nachfolgenden Generationen. Filip Anić, Shadows of the Free State (Skizze zur Performance), 2026 "Shadows of the Free State" versucht, sich diesem Thema auf künstlerische Weise zu nähern. Manipulierte Fotografien von Beverley Onyangunga und Zeichnungen von Filip Anić geben den Rahmen vor. Onyangunga ergänzt historische Schwarz-Weiß-Fotografien durch rotgefärbte Gliedmaßen und verdeutlicht damit die Brutalität des damaligen Regimes, das selbst kleinste Vergehen mit Amputation bestrafte. Anić zeichnet, was während der Performance geschieht, wie die Tänzer*innen Farbe auf die Leinwände übertragen und so ihre Spuren hinterlassen. Zentrum des Projekts ist jedoch die Performance – live am Eröffnungsabend und als Dokumente in der Ausstellung (bestehend aus einem Film und den bemalten Leinwänden), die von Kennedy Muntanga choreografiert wird. Beverley Onyangunga (* 1995 in London, UK) studierte Bildende Kunst am Chelsea College of Arts in London. Ihre multidisziplinäre Arbeit ist durch ihre kongolesische Herkunft und ihre britische Sozialisation geprägt. Sie lebt und arbeitet in London. Filip Anić (* 2001 in Osijek, HR) studiert derzeit in einem Masterstudiengang an der Academy of Arts and Culture in Osijek. Er lebt und arbeitet in Osijek. Kennedy Junior Muntanga (* in Ndola, ZM) zog als Kind nach Leeds (UK), wo er früh seine Tanzausbildung begann. 2019 schloss er sein Studium an der Rambert School of Ballet and Contemporary Dance in London ab und arbeitete seither als Tänzer und Choreograf für zahlreiche international bekannte Kompanien. Weitere Termine: Digitale Führung durch ›Schatten der Vergangenheit‹ Do, 17. September 2026, 19 Uhr. Anmeldung per E-Mail unter vermittlung(at)mewo-kunsthalle.de