Ein wichtiger Schritt für die zukünftige medizinische Versorgung in Schwaben ist getan: Das Klinikum Memmingen und das Bezirkskrankenhaus Memmingen (BKH) haben heute (14. Oktober) das offizielle Richtfest für ihren modernen Gesundheitscampus am Memminger Autobahnkreuz gefeiert. Nachdem im Februar 2025 die Rohbauarbeiten begonnen hatten, liegt das größte nicht-universitäre Krankenhausbauprojekt Bayerns voll im Zeitplan. „Wir brauchen im gesamten Freistaat leistungsfähige und moderne Krankenhäuser, die eine hochwertige medizinische Versorgung gewährleisten“, betonte Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach. „Genau deshalb unterstützen wir den Neubau in Memmingen mit insgesamt rund 352 Millionen Euro. Das ist die aktuell größte Maßnahme im Jahreskrankenhausbauprogramm des Freistaats.“ Und Gerlach ergänzte noch: „Durch den Neubau entsteht ein hochleistungsfähiges Schwerpunktkrankenhaus, das die akutstationäre Versorgung im nördlichen Allgäu maßgeblich verbessert. Bayern bleibt auch weiterhin ein aktiver und verlässlicher Partner der Kliniken!“
Wie bereits berichtet, entstehen derzeit am Autobahnkreuz im Memminger Norden zwei hochmoderne Bauten für das Klinikum Memmingen und das Bezirkskrankenhaus Memmingen, das zu den Bezirkskliniken Schwaben mit Sitz in Augsburg gehört. „Unsere medizinische Versorgung auf Spitzenniveau beginnt nun auch äußerlich sichtbar eine zukunftsfähige Gestalt anzunehmen“, betonte der Vorstand des Klinikums Memmingen, Maximilian Mai. Die Bauarbeiten am rund 7,7 Hektar großen Areal liegen voll im Zeitplan: Im Oktober 2024 war der offizielle Spatenstich für das Jahrhundertprojekt, im Herbst 2025 die symbolische Grundsteinlegung. Seitdem laufen die Rohbauarbeiten. Im Anschluss starten schrittweise die Arbeiten an der Fassade sowie der umfassende Innenausbau. Die planmäßige Fertigstellung und der anschließende Umzug sind für das Jahr 2029 vorgesehen.
„Es ist beeindruckend, den Neubau kontinuierlich wachsen zu sehen. Mein großer Respekt gilt allen, die die Planungen und die Bauarbeiten bis heute hervorragend geleistet haben“, sagte Memmingens Oberbürgermeister Jan Rothenbacher und unterstrich die günstige Lage des künftigen Gesundheitscampus an der Schnittstelle der Autobahnen A7 und A96. Stefan Brunhuber, der Vorstandsvorsitzende der Bezirkskliniken Schwaben, nannte das Projekt einen „Meilenstein für Schwaben“: „Dieses Vorhaben ist auch für die Bezirkskliniken Schwaben ein Leuchtturmprojekt, das weit in die Zukunft strahlt.“
Die Baukosten für das neue Klinikum werden derzeit auf rund 440 Millionen Euro geschätzt. Die Kosten für den Bau des Bezirkskrankenhauses (BKH) belaufen sich auf rund 50 Millionen Euro. Die Finanzierung des Gesamtprojektes erfolgt maßgeblich über den Freistaat Bayern, die verbleibenden Eigenmittel werden durch die Stadt Memmingen und den Bezirk Schwaben als Träger der Kliniken bereitgestellt. „Dieses Großprojekt ist ein zentraler Baustein in der Gesundheitsversorgung“, unterstrich auch der CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek.
Der Klinikneubau setzt nicht nur medizinisch, sondern auch ökologisch Maßstäbe. Das Gebäude wird modernste Medizintechnik mit einem streng nachhaltigen Energie- und Umweltkonzept kombinieren. Kurze Wege, lichtdurchflutete Stationen und optimierte logistische Abläufe werden ab der geplanten Inbetriebnahme sowohl den Patientinnen und Patienten als auch den rund 2.500 Mitarbeitenden zu Gute kommen.
Auch weitere Gesundheitseinrichtungen könnten laut Klinikvorstand Mai auf dem Gesundheitscampus Platz finden, wie beispielsweise ein ambulantes OP- und Facharztzentrum, ein Physio- und Vitalcenter, eine Apotheke, Pflege- oder Rettungsdiensteinrichtungen. Mai bedankte sich beim Richtfest für die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Planungsteam, den beteiligten Baupartnern, den Bezirkskliniken Schwaben, sowie die große Unterstützung durch das Bayerische Gesundheitsministerium und die Regierung von Schwaben.