Eine Woche lang wurden Kinder und Jugendliche zu Geschichtenerzählerinnen und -erzählern: Im Ferienprojekt „Ba Ba Rock – Fantasiereisen durch das barocke Memmingen“ setzten sie sich kreativ mit der Geschichte und dem kulturellen Erbe Memmingens auseinander. Zum Abschluss der Projektwoche präsentierten die jungen Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler im Innenhof des Stadtmuseums ihre selbst entwickelten Geschichten und Audioguide-Beiträge und nahmen die Gäste anschließend mit auf Fantasiereisen durch die Memminger Altstadt.
Bei sommerlichem Wetter fand die Abschlussveranstaltung in entspannter und familiärer Atmosphäre im Innenhof des Stadtmuseums Memmingen statt. Auch Oberbürgermeister Jan Rothenbacher nahm sich gemeinsam mit seinen Kindern die Zeit, die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu begrüßen und sich ein Bild von den Ergebnissen der Projektwoche zu machen.
Im Mittelpunkt des Ferienprojekts stand die aktive Auseinandersetzung mit dem barocken Memmingen. Die Kinder und Jugendlichen entwickelten eigene Geschichten, erarbeiteten Texte und beschäftigten sich intensiv mit Sprache, Stimme und Ausdruck. Ein weiterer wichtiger Bestandteil war die professionelle Umsetzung der entstandenen Beiträge: Die jungen Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler konnten ihre Texte im Tonstudio als Audiobeiträge aufnehmen und so Geschichte auf ihre ganz eigene Art hör- und erlebbar machen.
Unter der Projektleitung von Thieß Neubert entstand innerhalb einer Woche ein vielseitiges und außergewöhnliches Kulturerlebnis. Unterstützt wurde das Projekt von Ricarda Welz, die gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen insbesondere an Sprache, Präsenz und Ausdruck arbeitete. So wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur mit historischen Inhalten vertraut gemacht, sondern erhielten zugleich die Möglichkeit, selbst kreativ tätig zu werden, eigene Ideen einzubringen und Geschichte aus ihrer Perspektive zu erzählen.
„Ba Ba Rock“ verbindet damit historische Bildung und kreative Kulturvermittlung auf besondere Weise. Statt Geschichte lediglich zu hören oder zu lesen, wurden die Kinder selbst zu Vermittlerinnen und Vermittlern. Sie entwickelten eigene Zugänge zur Vergangenheit, verliehen historischen Themen ihre persönliche Fantasie und Stimme und machten das barocke Memmingen für andere erlebbar.
Bei der Abschlussveranstaltung präsentierten die Kinder und Jugendlichen zunächst ihre selbst entwickelten Geschichten und Audioguide-Beiträge. Anschließend ging es gemeinsam in die Memminger Altstadt. Dort führten die jungen Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler die Gäste zu ausgewählten Orten und ließen sie an ihren ganz persönlichen „Fantasiereisen durch das barocke Memmingen“ teilhaben.
Ein besonderer Dank gilt dem gesamten Team des Stadtmuseums Memmingen und der Stadt Memmingen für die engagierte und erfolgreiche Zusammenarbeit. Hervorzuheben sind insbesondere Museumsleiterin Regina Gropper, der Integrationsbeauftragte der Stadt Memmingen, Lukas Krupinski, sowie Kirstin Köllner, Sabine Rogg und Ricarda Welz, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben.
Ermöglicht wurde das Ferienprojekt durch die Unterstützung der Anton und Petra Ehrmann-Stiftung sowie des Rotary Club Kempten-Residenz, der das Projekt mit seinem Jugendförderpreis unterstützte. Durch diese Förderung konnte den Kindern und Jugendlichen eine besondere Woche voller Kreativität, Geschichte und kultureller Teilhabe ermöglicht werden.
Der Abschluss von „Ba Ba Rock“ zeigte eindrucksvoll, wie lebendig Geschichte werden kann, wenn junge Menschen selbst zu ihrer Vermittlung beitragen: mit eigenen Ideen, eigenen Geschichten und vor allem mit ihrer eigenen Stimme.