Unter dem Motto „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?“ fand der 73. Europäische Wettbewerb statt, an dem Memmingen zum 43. Mal teilnahm. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher zeichnete neben den diesjährigen fünf Landes- auch die 44 Stadtsiegerinnen und -sieger im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus aus. Die Wahl der Stadtsiegerinnen und -sieger – von den jeweiligen Schulen ausgewählte Schulsiegerinnen und -sieger – fand in diesem Jahr zum ersten Mal statt. „Die Siegerehrung des Wettbewerbs ist in jedem Jahr ein künstlerisches Highlight zum Ende des Schuljahres. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie ihr die politischen Themen und Impulse aufgreift, um eure eigene Perspektive anreichert und für uns so wunderbar kreativ aufbereitet“, betonte Rothenbacher bei der Begrüßung der Gäste.
Die jungen Künstlerinnen und Künstler setzten ihre Ideen in verschiedenen Werken um. Sie beschäftigten sich dabei mit einer der insgesamt 13 Aufgaben, die für vier Altersgruppen gestellt wurden. So zum Beispiel „Kinderrechte – (k)ein Märchen?“, „Hier bin ich Mensch – hier darf ich’s sein!“, „Heißer Planet – schrumpfende Rechte?“ oder „Die Gedanken sind frei…“.
Jugendliche des Bernhard-Strigel-Gymnasiums, des Vöhlin Gymnasiums, der Staatl. Realschule, der Wirtschaftsschule und der Berufsfachschule Kinderpflege waren mit ihren Bildern, Zeichnungen und Modellen beim Wettbewerb erfolgreich. Von bundesweit 74.938 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden fünf Landessiegerinnen und -sieger aus Memmingen ausgewählt und ausgezeichnet. Davon drei mit Weiterleitung an die Bundesjury.
„Das Motto des diesjährigen Wettbewerbs könnte kaum aktueller sein. Mit Fragen rund um Recht und Respekt haben sich in diesem Jahr wieder mehr Schülerinnen und Schüler angesprochen gefühlt, als im letztjährigen Wettbewerb. Das ist ein starkes und ein gutes Zeichen, wie sehr sich junge Menschen mit diesen europäischen Themen beschäftigen“, lobte Harald Post, Vorstandsmitglied der Sparkasse Schwaben-Bodensee.
„Der Wettbewerb ist wichtig, damit die Jugendlichen frühzeitig mit Europa und Demokratie in Kontakt kommen. In diesem Jahr wollten wir ein besonderes Zeichen setzen und haben deswegen auch Stadtsiegerinnen und -sieger gewählt, um den Jugendlichen unsere Wertschätzung für ihre Werke zu zeigen“, betonte Burkhard Arnold, Vorsitzender der Europa-Union Memmingen.
Auch in diesem Jahr durften alle Gewinnerinnen und Gewinner ihre Wettbewerbsarbeiten wieder selber vor den zahlreichen Ehrengästen im Rathaus vorstellen und ihre Ideen dahinter erläutern.
Der Rathauschef bedankte sich herzlichst bei der Sparkasse Schwaben-Bodensee für die Förderung der Ehrung und bei der Europa-Union Memmingen und dem Europabüro der Stadt für die Organisation der Auszeichnung.
Deutschlands ältester Schulwettbewerb findet auch im nächsten Jahr wieder statt, dann unter dem Thema: „Europa gerecht gestalten: Was kostet die Zukunft?“.