In diesem Jahr feiert Memmingen ein ganz besonderes Jubiläum: Seit 50 Jahren besteht die Städtepartnerschaft mit Glendale (Arizona, USA). Beim Empfang im Rathaus waren neben den Delegierten aus Glendale auch die Fraktionsvorsitzenden, Ehrenbürger, der Vorsitzende der Europa Union und Vertreterinnen und Vertreter der Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Memmingen (DAG) anwesend. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher freute sich sehr, die Freunde aus Glendale und alle weiteren Gäste begrüßen zu dürfen und das Jubiläum gemeinsam zu begehen: „Die Städtepartnerschaft mit Glendale ist die erste Partnerschaft, die Memmingen eingegangen ist. Es ist toll, dass sich die Freundschaft über Generationen gehalten hat. Das 50-jährige Jubiläum bietet nun einen schönen Anlass, diese besondere Beziehung zu würdigen und weiter zu vertiefen.“
Die Partnerschaft ist aus der Geschichte des ehemaligen Fliegerhorsts hervorgegangen. Damals bestand ein enger Austausch mit der Region, da ein Teil der Ausbildung der Starfighter-Piloten des Nato-Standorts Memmingen in Luke Air Base stattfand, einem der größten Luftwaffenstützpunkte der USA. In den ersten Jahren wurde die Verbindung sehr aktiv gelebt und durch zahlreiche Besuche und Gegenbesuche geprägt.
Über die Jahrzehnte entwickelte sich eine langjährige Tradition des freundschaftlichen Miteinanders. Auch wenn der Kontakt zwischenzeitlich etwas zurückging, weil die vorherige Bürgermeisterin Flugangst hatte, ist die Verbundenheit geblieben und in den letzten zwei Jahren wieder belebt worden. Betreut und gefördert wird die Städtepartnerschaft durch die städtische Partnerschaftsbeauftragte, Alexandra Hartge, und die Mitglieder der DAG unter dem Vorsitz von Dr. Dieter Geiger sowie auf amerikanischer Seite von dem Sister City Board, dem Städtepartnerschaftsverein unter der Leitung von Nancy Lenox.
„Glendale, das selbst erst 1887 gegründet wurde, kann mit Memmingens jahrhundertelanger Geschichte nicht mithalten. Das macht mich etwas neidisch“, betonte Glendales Bürgermeister Jerry P. Weiers mit einem Augenzwinkern bei seiner Begrüßung. Er übergab Rothenbacher eine handgeflochtene Schale der indigenen Bevölkerung, die das Land vor den Siedlern und der Urbanisierung bewohnte. „So kann ich wenigstens etwas mit Geschichte nach Memmingen bringen.“
Die beiden Stadtoberhäupter unterzeichneten in einem zeremoniellen Akt zunächst die Urkunde zur Bekräftigung der Städtepartnerschaft. Danach folgte der Eintrag ins Goldene Buch. Anschließend überreichte Rothenbacher seinem amerikanischen Kollegen einen Schickler Stich als Geschenk.