Waffen, z. B. Schusswaffen, bestimmte Messer, Schwerter, Verteidigungsspray etc. werden nach dem Waffengesetz in verschiedene Kategorien eingeteilt. Der Umgang mit ihnen - Erwerb, Besitz, Führen, Schießen, Transport, Überlassen, Herstellen, Behandeln, Handel treiben und Bearbeiten usw. - ist entweder frei, an ein Alterserfordernis gebunden, erlaubnispflichtig oder generell verboten. Der Erwerb und Besitz von Munition ist ähnlich geregelt. Der Umgang mit Waffen oder Munition ist im Regelfall nur Personen gestattet, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Ausnahmen gibt es z. B. beim Schießen auf genehmigten Schießstätten unter Aufsicht. Für den Erwerb und Besitz von großkalibrigen Waffen beträgt das Mindestalter bei Sportschützen in der Regel 21 Jahre. Für den Erwerb großkalibriger Schusswaffen müssen Personen zwischen 18 und 25 Jahren zusätzlich ein medizinisch-psychologisches Gutachten über ihre persönliche Eignung beibringen. Hiervon befreit sind Jäger. Wenn Sie mit Waffen oder Munition umgehen wollen, brauchen Sie in den meisten Fällen eine waffenrechtliche Erlaubnis Ihrer Kreisverwaltungsbehörde. Diese Erlaubnis wird auf Antrag z. B. in Form einer Waffenbesitzkarte, eines Waffenscheins, einer Schießerlaubnis, einer Herstellungs- und Handelserlaubnis etc. ausgestellt. Voraussetzungen für die Erteilung dieser Erlaubnisse ist in aller Regel, dass Sie zuverlässig und körperlich geeignet sind, ein Bedürfnis glaubhaft machen können, die notwendige Sachkunde haben und in einigen Fällen eine entsprechende Haftpflichtversicherung besitzen. Die Zuverlässigkeit ist im Regelfall dann gegeben, wenn Sie sich bisher gesetzestreu verhalten haben. Ein Bedürfnis kann vor allem bei Sportschützen, Jägern, Waffensammlern und nachweislich erheblich gefährdeten Personen vorliegen. Die Sachkunde kann bei staatlichen Behörden, privaten Institutionen (z. B. Sportvereinen) oder bei der Ausbildung zum Jäger erlangt werden. Sofern Sie Waffen oder Munition besitzen, müssen Sie dafür Sorge tragen, dass diese Waffen sicher verwahrt sind. Dies soll verhindern, dass Waffen oder Munition abhanden kommen oder dass Dritte, insbesondere Kinder und Jugendliche, diese Gegenstände unbefugt an sich nehmen. Die Stadt Memmingen steht für Rückfragen gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich frühzeitig vor dem Erwerb von Waffen und Munition an uns. Nähere Informationen für einzelne waffenrechtliche Themen finden Sie unter den ähnlichen Dienstleistungen. Unter dem Punkt Formulare finden Sie einen Link zu einer Übersicht aller Online-Dienstleistungen der Waffenbehörde der Stadt Memmingen Waffenrechtliche Erlaubnisse sind wie auch andere staatliche Erlaubnisse gebührenpflichtig. Die einzelnen Gebühren können Sie bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde (Landratsamt oder Kreisfreie Stadt) erfragen oder über die entsprechende Leistungsbeschreibung (siehe "Verwandte Themen") aufrufen. Waffengesetz (WaffG) Allgemeine Verordnung zum Waffengesetz (AWaffV) Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz (WaffVwV)
RÜCKBLICK: DIGITALWOCHE DER STADT MEMMINGEN | 8.11. - 11.11.2025 Eindrücke der Digitalwoche 2025 Vielen Dank an alle Besucherinnen und Besucher und alle Beteiligten! Ein solches Angebot wäre ohne die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedensten Bereichen und weitere Akteure nicht möglich gewesen. Tipp: digitaler Einstieg leicht gemacht mit der vhs Kursangebote der vhs Memmingen Smart Surfer, Online-Banking für digitale Einsteiger, Künstliche Intelligenz und mehr Flyer 2025 Download RAHMENPROGRAMM Thema präsentiert von Onlineanträge ausfüllen - Bürgerterminal mit Beratung Organisation und Digitalisierung Infostand Kindertagesstätten KiTa-Amt Starthilfe: Onlinefunktion des Ausweises freischalten Bürgeramt Infostand "zusammen digital" Organisation und Digitalisierung/Seniorenfachstelle Infostand Smart City/Digitaler Zwilling Stadtplanung/Geoinformation Digitale Angebote für Seniorinnen und Senioren MehrGenerationenHaus Memmingen Lego Robotic für Kinder MehrGenerationenHaus Memmingen Vielen Dank an die Kooperationspartner sowie die Kolleginnen und Kollegen, die uns an allen drei Tagen tatkräftig unterstützt haben! Die Digitalwoche ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Memmingen, der Seniorenfachstelle und der Volkshochschule Memmingen mit freundlicher Unterstützung des MehrGenerationenHauses Memmingen und der AOK Bayern, Direktion Memmingen-Unterallgäu, der GesundheitsregionPlus und der Hochschule Kempten, Faktultät Soziales und Gesundheit. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit! Eine Initiative der Stadt Memmingen in Kooperation mit: Mit freundlicher Unterstützung von:
30.03.2026: Memmingen geht in der Tourismuskommunikation bewusst einen neuen Weg: Mit einem neuen Reisemagazin ersetzt die Stadt ihre bisherige touristische Imagebroschüre – und setzt dabei konsequent auf Geschichten, Stimmungen und echte Erlebnisse statt nur auf klassische Sehenswürdigkeiten. „Klassische Broschüren zeigen, was es gibt. Wir wollten zeigen, wie es sich anfühlt, hier zu sein“, sagt Tourismusamtsleiterin Joy Neugebauer. „Memmingen ist kein Ort, den man abhakt – sondern einer, den man erlebt.“ Das Magazin ist ab sofort online verfügbar und liegt ab dem 20. April in der Tourist Information sowie in Hotels aus. Insgesamt werden 3.000 Exemplare gedruckt, die auch auf Tourismusmessen sowie per Infopost an interessierte Gäste verteilt werden. Vom Sehenswürdigen zum Spürbaren Der neue Ansatz ist kein Zufall, sondern eine Reaktion auf ein verändertes Reiseverhalten: Gäste suchen heute nicht nur nach perfekten Fotomotiven – sondern nach echten Momenten, Begegnungen und Atmosphäre. Genau das erzählt das Magazin auf 32 Seiten: nicht in Listen, sondern in Geschichten. • Ein Rollstuhlfahrer erkundet die Altstadt und testet ihre Zugänglichkeit • Memminger Familien zeigen ihre persönlichen Lieblingsorte • Historische Freiheitsrechte werden neu erzählt • Kuriose Anekdoten und überraschende Perspektiven eröffnen einen anderen Blick auf die Stadt Auch die großen Momente fehlen nicht – aber sie sind anders erzählt: Wenn beim Fischertag früh morgens eine ganze Stadt den Atem anhält oder beim Kinderfest Generationen gemeinsam feiern, geht es nicht um Programmpunkte, sondern um das Gefühl, Teil davon zu sein. Eine Stadt, die entdeckt werden will Das Magazin versteht Memmingen nicht als museal inszenierte Kulisse, sondern als lebendigen Ort: eine Stadt voller Geschichte und überraschenden Momenten. Oder, wie Oberbürgermeister Jan Rothenbacher im Vorwort zum Magazin sagt: „Manche Städte wollen beeindrucken. Memmingen möchte entdeckt werden.“ Das Magazin richtet sich bewusst an Gäste, die mehr suchen als einen klassischen Städtetrip – und gleichzeitig auch an Memminger selbst, die ihren Besuchern ihre Stadt näherbringen möchten. „Viele erleben Memmingen erst auf den zweiten Blick“, so Neugebauer. „Genau dazu wollen wir einladen.“ Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt sich bereits in den Zahlen: Die Zahl der Übernachtungen aus der Schweiz ist im vergangenen Jahr um 37 Prozent gestiegen – ein Markt, den Memmingen im letzten Jahr gezielt mit PR-Geschichten dieser Art angesprochen hat. Jetzt entdecken Das Magazin ist online abrufbar unter: Memmingen Tourismus: Prospektbestellung Die gedruckte Ausgabe liegt ab dem 20. April in der Tourist Information aus oder kann ab dann Online bestellt werden. Eine englische Version ist bereits in Planung. Tourist Information Marktplatz 3; 87700 Memmingen, Tel: (08331) 850-1572 info@memmingen.de
13.05.2026: Europa mitten in Memmingen erleben – dazu luden das Europabüro der Stadt Memmingen und die Europa-Union Kreisverband Memmingen, sowie Schülerinnen und Schüler des Bernhard-Strigel- und des Vöhlin-Gymnasiums zu einem Bürgerdialog auf den Marktplatz ein. Unter dem Motto „Memmingen in Europa“ verwandelte sich das Herz der Stadt am Europatag in einen lebendigen Treffpunkt für Austausch, Information und europäische Begegnung. Am Donnerstagnachmittag nutzten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich über Europa, die Europäische Union und internationale Zusammenarbeit zu informieren. Die Veranstaltung bot dabei nicht nur informative Gespräche, sondern auch ein abwechslungsreiches und gastfreundliches Rahmenprogramm. Besonders die Schülerinnen und Schüler der beiden Gymnasien engagierten sich mit großem Einsatz und machten Europa für die Besucherinnen und Besucher erlebbar. von Patisserie über ein Glücksrad, Europaquiz und einen ansprechenden Zeitstrahl zur Europäischen Gesichte. Parallel dazu informierte die Europa-Union, KV Memmingen und das Europabüro die Passanten mit Broschüren, Flyern und kreativen Give-aways über europäische Themen und Projekte. Für besondere Aufmerksamkeit sorgten zudem landestypische Köstlichkeiten aus verschiedenen europäischen Nachbarländern, die den Gästen angeboten wurden und den europäischen Gedanken auch kulinarisch erlebbar machten. Auch Oberbürgermeister Jan Rothenbacher besuchte die Veranstaltung und zeigte sich erfreut über das große Engagement der jungen Menschen und der beteiligten Organisationen. „Europa lebt von Aufklärung, Information. Austausch und von Begegnungen. Gerade Veranstaltungen wie diese zeigen, wie wichtig der europäische Gedanke für unsere Stadt und unsere Gesellschaft ist“, betonte Rothenbacher. Der Vorsitzende der Europa-Union Memmingen, Arnold, hob die Bedeutung des direkten Dialogs mit den Bürgerinnen und Bürgern hervor: „Europa beginnt nicht in Brüssel, sondern hier vor Ort – im Gespräch miteinander. Es ist schön zu sehen, mit wie viel Offenheit und Interesse die Menschen auf uns zukommen.“ Auch die Leiterin des Europabüros, Hartge, zog ein positives Fazit der Veranstaltung: „Besonders beeindruckend war das Engagement der Schülerinnen und Schüler. Sie haben Europa mit viel Kreativität, Offenheit und Begeisterung präsentiert und damit viele Menschen erreicht.“ Die Veranstalter zeigten sich insgesamt sehr zufrieden mit dem Verlauf des Nachmittags. Der offene Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern, das große Interesse an europäischen Themen und die engagierte Beteiligung der jungen Menschen machten „Memmingen in Europa“ zu einer rundum gelungenen Veranstaltung auf dem Memminger Marktplatz.
24.06.2026: Während viele Tourismus-Destinationen auf bekannte Influencer mit hohen Reichweiten setzen, verfolgt Tourismus Memmingen einen anderen Ansatz im Marketing auf der Social-Media-Plattform Instagram. Mit einem neuen Hosted Creator Programm werden gezielt aufstrebende Creator zur Zusammenarbeit eingeladen, die mit Kreativität, Authentizität und guten Geschichten überzeugen – unabhängig von ihrer Followerzahl. „Wir achten nicht in erster Linie auf Followerzahlen, sondern auf Talent, Kreativität und die Fähigkeit, Geschichten zu erzählen“, erklärt Joy Neugebauer, Leiterin des Tourismusamts Memmingen. „Viele erfolgreiche Creator haben klein angefangen. Wir möchten bewusst aufstrebenden Creatorn eine Chance geben.“ Die Influencerinnen und Influencer erleben Memmingen im Rahmen eines individuell gestalteten Kurztrips und berichten anschließend auf ihren Social-Media-Kanälen über ihre Erfahrungen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Geschichten der Stadt: die Freiheitsrechte von 1525, der Memminger Mau, außergewöhnliche Sagen und Legenden sowie das Lebensgefühl der „Stadt der Freiheit“. „Freiheit bedeutet für uns auch Freiheit vom Alltag. Kurze Wege, entspannte Atmosphäre und unser Dolce-Vita-Flair machen Memmingen zu einem idealen Ziel für einen Kurztrip.“ Dass dieser Ansatz Potenzial hat, zeigen erste Erfahrungen. Die in München lebende indische Creatorin Farhin (@contractorfarhin) besuchte Memmingen im Rahmen ihrer Instagram-Serie „Munich Escapes“. Obwohl ihr Account damals nur rund 4.200 Follower zählte, erreichte ihr Beitrag über Memmingen rund 116.000 Menschen. Nach Beobachtung der Tourist Information erzielen gerade kleinere Creator häufig überraschend hohe Reichweiten. Während Beiträge über bekannte Reiseziele wie Paris, New York oder Rothenburg ob der Tauber mit einer Vielzahl ähnlicher Inhalte konkurrieren, besitzt Memmingen für viele Nutzer einen hohen Neuigkeitswert. „Wenn jemand etwas entdeckt, das noch nicht jeder kennt, erzeugt dies Aufmerksamkeit. Genau darin liegt unsere Chance. Memmingen ist für viele Menschen noch eine echte Entdeckung.“ Der Ansatz unterscheidet sich bewusst von klassischen Influencer-Kampagnen. Statt Reichweite einzukaufen, setzt die Tourist Information auf Partnerschaften mit kreativen Menschen, die ihre Community aufbauen und sich als Reisegeschichtenerzähler etablieren möchten. „Wir sehen das Programm als Win-win-Situation. Memmingen gewinnt an Bekanntheit und die Creator gewinnen an Sichtbarkeit. Wir wachsen gemeinsam. Deshalb unterstützen wir bewusst aufstrebende Talente und geben ihnen die Möglichkeit, außergewöhnliche Geschichten zu erzählen.“ Nach einer Testphase wurde das Hosted Creator Programm inzwischen professionalisiert und mit einer eigenen Bewerbungsplattform ausgestattet. Interessierte Creator aus dem In- und Ausland können sich dort direkt für eine Zusammenarbeit mit der Tourist Information Memmingen bewerben. Besonders interessant sind Content Creator aus Märkten mit einer guten Anbindung über den Flughafen Memmingen oder die Bahn. Ziel ist es, Menschen zu erreichen, die Freude am Reisen, Entdecken und Geschichtenerzählen haben und ihre Erlebnisse mit einer engagierten Community teilen. „Jetzt geht es darum, das Programm bekannt zu machen. Wir freuen uns über jeden, der die Idee weiterträgt und uns dabei unterstützt, Memmingen als inspirierendes Ziel für Kurztrips sichtbar zu machen.“ Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Bewerbung finden Interessierte auf der Website der Tourist Information Memmingen: https://www.tourismus-memmingen.de/germany-creator-program.html
Seit seiner Einweihung im Jahr 1920 zeigt der Waldfriedhof alle Veränderungen im Umgang mit Tod und Trauer. Information: sabine.streck@heimatpfleger.bayern und 08331/69566 Eine Anmeldung zu dieser Führung ist nicht erforderlich.
06.08.2026: Mehr als 50 Pflegeeltern und -kinder folgten auch in diesem Jahr der Einladung des Memminger Stadtjugendamtes zum Pflegefamilienausflug. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher begrüßte die Teilnehmer und dankte den Pflegeeltern für ihr beispielhaftes Engagement. Danach ging es mit dem Bus ins Honigdorf Seeg, wo die großen und kleinen Besucher in der Erlebnisimkerei viel über Bienen und Honigherstellung lernten. Das anschließende gemeinsame Mittagessen bot den Pflegemüttern und -vätern Gelegenheit zum Austausch untereinander und mit den Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes. Das Stadtjugendamt Memmingen ist stets auf der Suche nach neuen Pflegefamilien. „Eine bestimmte Qualifikation wird dabei nicht verlangt – wichtig sind ein großes Herz und die Bereitschaft, einem Kind ein liebevolles und familiäres Zuhause zu bieten – auf Zeit oder auf Dauer“, erläutert Jugendamtsleiter Michael Wagner. Unverbindliche Informationen erhalten Interessenten beim Pflegekinderdienst des Stadtjugendamtes (Frau Bottos, Frau Lässle und Frau Kasper, E-Mail pflegekinderdienst@memmingen.de , Tel. 08331/850-3040, -3041 und -3042).
16.03.2026: Mit einer Podiumsdiskussion im Antoniersaal vor rund 80 Interessierten ist das neue Dialog- und Kulturformat FREIheitsforum Memmingen am 12. März zu Ende gegangen. Mit unterschiedlichen Veranstaltungen widmete sich die Stadt Memmingen zwei Wochen lang einem gesellschaftlich relevanten und viel diskutierten Thema: dem § 218 des deutschen Strafgesetzbuches zum Schwangerschaftsabbruch und der Lebenswirklichkeit Betroffener. Auch 37 Jahre nach den Memminger Prozessen gibt es viel Gesprächsstoff, der nicht nur die damaligen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen bewegt, sondern zunehmend auch ein jüngeres Publikum. Bei vornehmlich sachlich geführten Diskussionen zeigte sich, dass auch heute noch ein Informationsdefizit besteht und dass politisch, rechtlich und vor allem gesellschaftlich noch viele Schritte zu gehen sind, um mit Schwangerschaftsabbrüchen angemessen umzugehen. Bei einer Spurensuche im Stadtarchiv wurde deutlich, dass es unter anderem durch schutzwürdige Belange betroffener Personen noch schwierig ist, an Originalunterlagen und Dokumente zu den Memminger Prozessen zu gelangen. Eine zentrale Quelle stellen deshalb zunächst Zeitungs- und Medienberichte aus der damaligen Zeit dar. Das Stadtarchiv nutzte die Gelegenheit und erweiterte in den vergangenen Wochen seine Bestände mit Unterlagen zu den Memminger Prozessen aus zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die Spurensuche ist auf einer neuen Webseite des Stadtarchivs einsehbar: Stadtarchiv Memmingen: Zeitgeschichte Der Film „Mutter aus Passion“ von 1990 im Stadtmuseum war sehr gut besucht und regte zu vertiefenden Gesprächen an. Die Thematik berührte neben Zeitzeug:innen auch interessierte jüngere Besucherinnen und Besucher. Das Theaterkollektiv Hystera (Berlin) brachte bei zwei ausverkauften Vorstellungen des Theaterstücks „Der Uteruskomplex – Ein Schauprozess“ im Landestheater Schwaben Zeitzeuginnenberichte betroffener Frauen auf die Bühne und ergänzte diese mit Berichten von Frauen, die gegenwärtig einen Schwangerschaftsabbruch durchgeführt haben. Hierbei und in den anschließenden Diskussionen wurde ersichtlich, dass auch heute noch Defizite im Umgang mit und in der Betreuung von betroffenen Frauen bestehen. Ein Bild, das sich in der Podiumsdiskussion verdichtete. Einig waren sich die Podiumsteilnehmerinnen, dass die ärztliche Infrastruktur zur Durchführung von Schwangerschaftsbrüchen insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg defizitär sei. Beratungsangebote seien hingegen reichlich vorhanden und auch dringend notwendig, um mangelnde Informationen auszugleichen, bekräftigte Stephanie Weißfloch, Leiterin der Schwangerenberatungsstelle Donum Vitae. Den Zwang zur Beratung, den der Gesetzgeber vorsieht, kritisierte Prof. Dr. Liane Wörner, Expertin für Medizinstrafrecht und Mitglied der Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin der letzten Bundesregierung. Das Straffrecht sei nicht geeignet, um den Schwangerschaftsabbruch zu regeln, betonte sie. Um den Frauen wirklich zu helfen, müsse zunächst gesellschaftlich eine Enttabuisierung des Themas stattfinden. Wie die Bauern 1525 in Memmingen Freiheit und Gerechtigkeit forderten, demonstrierten Ende der 1980er Jahre zahlreiche Frauen für ihr Recht auf Selbstbestimmung. Auch aus Sicht der Einrichtungen des Frauennetzwerks, die an der Programmgestaltung maßgeblich mitgewirkt haben, war das Memminger FREIheitsforum ein voller Erfolg. Seit Ende der 1980er Jahre demonstrierten zahlreiche Frauen für ihr Recht auf Selbstbestimmung. Aus dieser Bewegung heraus entstand in der Stadt ein Netz von Frauengruppen, die sich bis heute für die Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft stark macht. „In Zeiten, in denen Gleichstellung erneut in Frage gestellt wird, stehen wir fest zu unserem Einsatz für Freiheit, Selbstbestimmung und gerechte Teilhabe aller Frauen“, so Claudia Fuchs, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Memmingen. 2027 soll das FREIheitsforum erneut in der ersten Märzwoche stattfinden und mit einer Mischung aus Kulturprogramm und Dialogformaten Raum für Debatten und Gespräche bieten. „Das große öffentliche Interesse an dem neuen Format hat uns darin bestärkt, im nächsten Jahr mit einem neuen Thema in die Fortsetzung zu gehen“ resümiert Kulturamtsleiter Sebastian Huber. Veranstaltet wurde das FREIheitsforum Memmingen durch das Kulturamt der Stadt Memmingen. Das Programm der ersten Ausgabe entstand in enger Kooperation mit folgenden städtischen und nicht-städtischen Einrichtungen und Initiativen (in alphabetischer Reihenfolge): Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e.V., Frauenhaus Memmingen, Frauennetzwerk Memmingen e.V., Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Memmingen, Stadtarchiv Memmingen, Stadtbibliothek Memmingen, Stadtmuseum Memmingen, Landestheater Schwaben.
Willkommen in Memmingen Memmingen aus der Luft Memmingen ist eine offene und vielfältige Stadt, in der Menschen aus vielen verschiedenen Ländern zusammenleben. Hier erhalten Sie erste Informationen über das Leben in unserer Stadt. Wir freuen uns, dass Sie hier sind und wünschen Ihnen einen guten Start in Ihrem neuen Leben. Grußwort des Oberbürgermeisters Erste Schritte nach der Ankunft Wissenswertes über unsere Stadt Stadtplan welcome hub Willkommen in Memmingen Willkommen in Memmingen Behörden Notrufnummern Sprache Bildung und Arbeit Familie Leben Gesundheit Freizeit EU, EWR und Deutschland Behörden Willkommen in Memmingen Behörden Notrufnummern Sprache Bildung und Arbeit Familie Leben Gesundheit Freizeit EU, EWR und Deutschland Notrufnummern Willkommen in Memmingen Behörden Notrufnummern Sprache Bildung und Arbeit Familie Leben Gesundheit Freizeit EU, EWR und Deutschland Sprache Willkommen in Memmingen Behörden Notrufnummern Sprache Bildung und Arbeit Familie Leben Gesundheit Freizeit EU, EWR und Deutschland Bildung und Arbeit Willkommen in Memmingen Behörden Notrufnummern Sprache Bildung und Arbeit Familie Leben Gesundheit Freizeit EU, EWR und Deutschland Familie Willkommen in Memmingen Behörden Notrufnummern Sprache Bildung und Arbeit Familie Leben Gesundheit Freizeit EU, EWR und Deutschland Leben Willkommen in Memmingen Behörden Notrufnummern Sprache Bildung und Arbeit Familie Leben Gesundheit Freizeit EU, EWR und Deutschland Gesundheit Willkommen in Memmingen Behörden Notrufnummern Sprache Bildung und Arbeit Familie Leben Gesundheit Freizeit EU, EWR und Deutschland Freizeit Willkommen in Memmingen Behörden Notrufnummern Sprache Bildung und Arbeit Familie Leben Gesundheit Freizeit EU, EWR und Deutschland EU, EWR und Deutschland Willkommen in Memmingen Behörden Notrufnummern Sprache Bildung und Arbeit Familie Leben Gesundheit Freizeit EU, EWR und Deutschland Integrationsbeirat
19.06.2026: Auf Einladung des Europabüros sowie der Europa-Union, KV Memmingen, und in Kooperation mit der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, veranschaulichte die Europaforscherin Dr. Carolin Rüger, Mitglied im Team Europe Rednerpool der Europäischen Kommission, anlässlich eines Besuchs in Memmingen, welche Berührungspunkte wir im Alltag mit der Europäischen Union haben. Wie viel EU steckt im Alltag junger Menschen? Dieser Frage ging die Rednerin beim „EU-Check“ mit ca. 250 Memminger Jugendlichen des Bernhard-Strigel-Gymnasiums, der städtischen und staatlichen Realschulen sowie des BBZ nach. Anhand eines ganz normalen Tages einer Familie in Memmingen machte die Referentin deutlich, dass Europa nicht nur in Brüssel oder auf Reisen stattfindet, sondern uns täglich betrifft: vom sauberen Trinkwasser über Lebensmittelkennzeichnung, Verbraucherschutz und Garantiefristen bis hin zu Datenschutz, Handyladekabel oder Badegewässerqualität. Viele europäische Standards seien für Bürgerinnen und Bürger selbstverständlich geworden, obwohl ihr Ursprung oft kaum wahrgenommen werde. Im Fokus stand außerdem die Frage, wie die Europäische Union funktioniert. Die Referentin betonte dabei besonders den demokratischen Charakter der EU und stellte heraus, dass Demokratie in der Welt des 21. Jahrhunderts keine Selbstverständlichkeit mehr sei. Besonders deutlich wurde: Junge Menschen haben eine Stimme in der EU und auf anderen politischen Ebenen – und diese sollten sie auch nutzen. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich in der interaktiven Veranstaltung per Smartphone beteiligen und nutzten die Gelegenheit, viele unterschiedliche Fragen zur EU zu stellen. Bereits am Vorabend der Schulveranstaltung informierte Dr. Rüger im Rahmen eines Diskussionsforums über das Thema „Europa zwischen Alltag und Weltpolitik: Was die EU für uns bedeutet“, wobei sie eindrucksvoll aufzeigte, welchen politischen und finanziellen Verlust die Bundesrepublik Deutschland erleiden würde, sollte man hierzulande wieder auf die nationale Karte setzen.