Unser Pflegeleitbild Unser Angebot Wir sind eine Einrichtung zur Betreuung und Pflege alter Menschen und verstehen uns als sozial humanes Dienstleistungsunternehmen. Wir sehen den Menschen als selbst bestimmtes Wesen, als Einheit von Körper, Seele und Geist. Bei unserer Arbeit orientieren wir uns an den individuellen Bedürfnissen der Menschen, die unsere Kunden sind und die sich aus den verschiedensten Gründen für ein Leben in unserer Einrichtung entscheiden. Unsere Pflege Je nach Bedarf setzen wir für die Bewohner betreuende, anleitende, begleitende und/oder unterstützende Maßnahmen unter Ihrer Mitverantwortung und Einbeziehung der Angehörigen und Bezugsperson ein. Die fortwährende Abstimmung und Koordination zwischen betreuenden und pflegenden Fachkräften und externen Mitarbeitern gewährleistet eine individuelle, aktivierende Betreuung und Pflege. Wir gestalten die Arbeitsabläufe nach dem Prinzip der Beziehungspflege unter Berücksichtigung unserer sozialen Verantwortung, der gesetzlichen Vorgaben und wirtschaftlichen Möglichkeiten. Als Arbeitsmittel setzen wir das Pflegedokumentationssystem, individuelle Pflegeplanung, Pflegestandards, Qualitätszirkel sowie verbindliche Kommunikationsstrukturen ein. Kontinuität sind die Merkmale unserer professionellen Einstellung und Arbeitsweise. Unsere Ziele Unser Pflegeverständnis setzen wir in der täglichen Arbeit mit unseren Bewohnern um. Dieses Leitbild soll uns als Maßstab und Richtlinie dienen, um auch in Zukunft eine verlässliche und überprüfbare Qualität auf einem hohen fachlichen Niveau bieten zu können. Wir bemühen uns, unser Leistungsangebot und die Qualität unserer Arbeit durch kontinuierliche Fort- und Weiterbildung weiter zu entwickeln und den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen an zupassen. Und bilden als anerkannte Ausbildungseinrichtung zukünftige Pflege- und Fachkräfte aus.
Unser Küchenkonzept Unser Küchenkonzept basiert auf den Beratungen des staatlich geprüften Hotelbetriebswirts Herrn Klöber und soll im Folgenden hier wiedergegeben werden. Das Konzept bezieht sich auf die vier Säulen des Lebensweltenkonzepts: Lebensqualität Selbstbestimmung Sicherheit und Geborgenheit Selbstbestimmung heißt: dem Bewohner soviel Normalität, Wahlfreiheit und Eigenverantwortung wie möglich zu geben und seine Selbständigkeit zu erhalten und zu fördern. Die Abteilung Küche leistet durch ihr Angebot von Speisen und Getränken und deren Darreichungsform einen großen Beitrag dazu, denn gutes Essen bedeutet Lebensqualität. Frisch zubereitete Produkte und Speisen gewährleisten dem Bewohner eine hochwertige Verpflegung. Zum selbstständigen Zubereiten von einzelnen Komponenten in den Wohngruppen liefert die Küche gerne die Zutaten. Die Patenschaften Die sogenannten Patenschaften in den Wohnbereichen gewährleisten eine enge Bindung zwischen Bewohnern und den bestimmten Mitarbeitern der Küche, somit ist ein guter Austausch gewährleistet. In regelmäßigen Abständen begleiten die Paten die Essenausgabe am Mittag auf ihre Wohnbereiche. Bei dieser Vorgehensweise können mehrere Synergieeffekte erzielt werden: Die Bindung und das Verständnis zu den Bewohnern werden verstärkt. Das Verständnis und die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Wohnbereiche werden gefördert und gesteigert. Die Mitarbeiter der Küche sehen ihre Speisen nicht nur in Teilen während der Produktion, sondern wie sie als fertiges Gericht den Bewohner erreichen. Sie können die Mitarbeiter der Pflege bei einer ansprechenden Anrichteweise der Speisen auf den Tellern Hilfestellung leisten. (Kein „Verrühren“ der Speisen, schönes Anrichten, Benutzung der richtigen Schöpfbestecke, etc.) Probleme können sofort angesprochen und gegebenenfalls abgestellt oder Verbesserungen eingeleitet werden. Essenswünsche können direkt beim Bewohner abgefragt werden. Veränderungen im Essverhalten des Bewohners können beobachtet und/oder mit den Mitarbeitern der Pflege besprochen werden. Vorlieben und Abneigungen von Speisen werden direkt beim Bewohner beobachtet und können berücksichtigt werden Ebenfalls kann überprüft werden, ob die Konsistenz der passieren Kost verändert werden kann oder muss, in die eine, wie in die andere Richtung. Dadurch kann verhindert werden, dass es zu einer: „einmal passierte Kost, immer passierte Kost“ kommt. Patenschaft und Biografiearbeit Das Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohner steht immer im Vordergrund. Voraussetzung hierfür bietet die von unserern Pflegekräften durchgeführte, umfangreiche Biografiearbeit, deren Auswertung per EDV erfolgt. Biografiearbeit kann mit folgenden Fragestellungen beginnen, von denen hier nur einige beispielhaft genannt werden: Wo haben Sie Ihre Kindheit verbracht? (Land, Stadt, Region?) Sind Sie in einer Großfamilie oder einer Kleinfamilie aufgewachsen? Haben Sie in der Familie gemeinsam gefrühstückt? Wie war der Frühstückstisch gedeckt? (Vgl.: Biedermann/Hoffmann: „Der Heimkoch – Esskultur im Heim) Die Antworten liefern der Küche, ebenfalls per EDV, wertvolle Informationen über Essgewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen und bieten somit die Möglichkeit der individuellen Planung. Aus den angebotenen Komponenten kann sich jeder Bewohner ebenso ein Menü seiner Wahl kreiren. Des Weiteren stellt unsere Diätfachkraft auf Wunsch oder ärztlicher Vorschrift ein persönliches Diätkonzept zusammen. Der Pate dient als Informaionsvermittler und gibt beispielsweise Veränderungen im Essverhalten an die Küche weiter. Dort erarbeiten die Verantwortlichen der Küche Lösungen, die beispielsweise so aussehen können: Veränderung der Speisenkonsistenz. Installierung von Essstationen mit Fingerfood für Bewohner mit starkem Bewegungsdrang oder die nicht zum Essen am Tisch sitzen bleiben. Kochen auf den Wohnbereichen, z.B. Eierspeisen zum Frühstück, als basale Stimulation. Passierte Kost in Form gebracht. Fazit der bei uns eingeführten Patenschaft ist, dass diese „kleinen Gespräche“ zwischen den Bewohnern und den speziellen Küchenmitarbeitern insgesamt die Zufriedenheit und die Lebensqualität der Bewohner steigern.
Wäschepflege in der hauseigenen Wäscherei In der seit 2010 eröffneten hauseigenen Wäscherei wird sämtliche Bewohnerwäsche gewaschen. Durch die zeitnahe Bearbeitung der anfallenden Schmutzwäsche der ganzen Einrichtung kann die Sauberkeit und Hygiene aller Textilien in den einzelnen Bereichen, der Arbeitskleidung unserer Beschäftigten und der bewohnereigenen Wäsche sichergestellt werden. Der hohe Stellenwert der Bekleidung für Individualität, Selbstbestimmung und das Wohlbefinden für unsere Bewohner kann durch das Bearbeiten im eigenen Haus mit nur kurzer Verweildauer in der Wäscherei, unterstützt werden. Dabei spielt es eine große Rolle, dass der komplette Arbeitsablauf, vom Einsammeln der Schmutzwäsche im Bewohnerzimmer bis zum Zurückbringen und teilweise sogar das Einräumen der sauberen Wäsche von den Beschäftigten der Wäscherei übernommen werden. So ist die Individualität des einzelnen Bewohners bezüglich dessen Bekleidung bekannt und es kann darauf Rücksicht genommen werden. Die Kennzeichnung der Wäsche erfolgt mittels Thermo-Patch-Etiketten, die mit Hitze in das Textil eingebracht werden und eine richtige Zuordnung der Wäsche gewährleisten soll. Alle gewerblichen Waschmaschinen unserer hauseigenen Wäscherei werden mittels eines computergesteuerten Dosiersystems mit Waschmittel versorgt. Dies garantiert ein gleichbleibendes Waschergebnis und die Einhaltung der hygienerelevanten Bestimmungen. Zudem ist es jederzeit möglich, bspw. bei sehr stark verschmutzter Wäsche, die Wäsche desinfizierend zu Waschen und so eine Keimvermehrung zu vermeiden. Werbefilm der Organisation "Klasse Wäsche"
#komm ins Team - Pflegekräfte gesucht Das Seniorenzentrum Bürgerstift der Unterhospitalstiftung Memmingen sucht Pflegefachkräfte (w/m/d) in Voll- und Teilzeit Das können wir sicher bieten: * Ein beständiges und motiviertes Team in der Altenpflege mit familiärer Atmosphäre im Herzen Memmingens * Faire Arbeitsbedingungen: Orientierungswert je Pflegekraft ca. 7- 8 Bewohner*innen im Frühdienst * Einarbeitung durch erfahrene Kollegen*innen * Leistungsgerechte Bezahlung nach dem TVÖD Entgeltgruppe P7 * 30 Tage Urlaub zzgl. Sonderurlaub für Schicht- und Nachtdienste * Betriebliche Altersvorsorge, Vermögenswirksame Leistungen, Einspring-Pauschale und monatliches Mitarbeiterfrühstück * Zahlreiche Vergünstigungen bei Memminger Firmen (u.a. Modehaus, Einrichtungshaus, Fitnessstudio, Tankstelle u.v.m.) * Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten z.B. Gerontofachkraft, Wundexperte*in, Hygienebeauftragte*r, Stationsleitung Das wünschen wir uns: * Eine abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten Pflegeberuf (Gesundheits- und Krankenpfleger*in, Altenpfleger*in, Kinderkrankenschwester) * Toleranz und Fokus auf die Stärken der Kollegen*innen * Zuverlässigkeit als Wertschätzung unseres Gegenübers Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung. Die Unterhospitalstiftung wird von der Stadt Memmingen verwaltet, senden Sie Ihre Bewerbung deshalb bitte an die folgende Adresse: Stadt Memmingen Personalamt Marktplatz 1 87700 Memmingen ... oder per Datentransfer ausschließlich im pdf-Format über https://datentransfer.memmingen.de/submit/personalamt . Die Unterhospitalstiftung der Stadt Memmingen hat sich verpflichtet, bei Stellenbesetzungen die Aufgaben aus dem SGB IX und dem Bayerischen Gleichstellungsgesetz in besonderem Maße zu erfüllen
Begleitet leben - begleitet sterben Die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie deren Angehörigen ist eine menschliche und religiöse Aufgabe und versetzt uns häufig an die Grenze der Sprache. Es fordert loszulassen, Abschied nehmen und Trauern zu lernen. Ziel der Einrichtung ist es, schwerstkranke und sterbende Bewohner auf ihrem Weg zu begleiten und Leiden zu lindern. Uns liegt es fern, die Sterbephase zu normieren oder zu standardisieren. Vielmehr liegt es uns am Herzen, einen verbindlichen Rahmen für ein menschenwürdiges, individuelles Sterben abzustecken. Humanität im Umgang mit Schwerstkranken und Sterbenden bedeutet für uns, diesen Menschen den größtmöglichen Beistand, die notwendige Pflege, insbesondere aber ausreichende Schmerzfreiheit zu ermöglichen. Um dies zu ermöglichen bedarf es der Zusammenarbeit vieler Menschen im Bürgerstift, wobei vor allem unsere speziell auf die Bedürfnisse schwerstkranker und sterbender Menschen qualifizierten Palliativfachkräfte eine zentrale Rolle einnehmen. Darüber hinaus wirken alle, sowohl hauptberufliche, als auch ehrenamtliche Mitarbeiter, Ärzte, Therapeuten, Seelsorger an der Betreuung der Menschen in ihrer letzten Lebensphase mit. Professionelle Pflege allein ist jedoch nicht ausreichend um schwerstkranke und sterbende Menschen optimal zu begleiten. Hierzu bedarf es wesentlich mehr. Gerade in dieser Situation geht es um gelebte Solidarität zwischen Lebenden und Sterbenden. Wir möchten den gesamten Prozess – vor und nach dem Sterben – für alle Beteiligten verbessern und über den Tod hinaus Beistand und Hoffnung geben. Dadurch sollen Mitarbeiter und Angehörige gleichermaßen Trost und Verständnis erfahren. „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben zu geben." -Cicely Sauders, Begründerin der Hospizbewegung-
Begleitet leben - begleitet sterben Die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie deren Angehörigen ist eine menschliche und religiöse Aufgabe und versetzt uns häufig an die Grenze der Sprache. Es fordert loszulassen, Abschied nehmen und Trauern zu lernen. Ziel der Einrichtung ist es, schwerstkranke und sterbende Bewohner auf ihrem Weg zu begleiten und Leiden zu lindern. Uns liegt es fern, die Sterbephase zu normieren oder zu standardisieren. Vielmehr liegt es uns am Herzen, einen verbindlichen Rahmen für ein menschenwürdiges, individuelles Sterben abzustecken. Humanität im Umgang mit Schwerstkranken und Sterbenden bedeutet für uns, diesen Menschen den größtmöglichen Beistand, die notwendige Pflege, insbesondere aber ausreichende Schmerzfreiheit zu ermöglichen. Um dies zu ermöglichen bedarf es der Zusammenarbeit vieler Menschen im Bürgerstift, wobei vor allem unsere speziell auf die Bedürfnisse schwerstkranker und sterbender Menschen qualifizierten Palliativfachkräfte eine zentrale Rolle einnehmen. Darüber hinaus wirken alle, sowohl hauptberufliche, als auch ehrenamtliche Mitarbeiter, Ärzte, Therapeuten, Seelsorger an der Betreuung der Menschen in ihrer letzten Lebensphase mit. Professionelle Pflege allein ist jedoch nicht ausreichend um schwerstkranke und sterbende Menschen optimal zu begleiten. Hierzu bedarf es wesentlich mehr. Gerade in dieser Situation geht es um gelebte Solidarität zwischen Lebenden und Sterbenden. Wir möchten den gesamten Prozess – vor und nach dem Sterben – für alle Beteiligten verbessern und über den Tod hinaus Beistand und Hoffnung geben. Dadurch sollen Mitarbeiter und Angehörige gleichermaßen Trost und Verständnis erfahren. „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben zu geben." -Cicely Sauders, Begründerin der Hospizbewegung-
Werbefilm im Bürgerstift gedreht Am Donnerstag, 31.Juli 2014 hatten wir Besuch von einem Filmteam. Die Firma Miele hat unsere hauseigene Wäscherei ausgewählt, um einen Promotionfilm für die Organisation "Klasse Wäsche" bei uns im Haus zu drehen. Unter anderem wurden auch Bewohner und Mitarbeiter des Bürgerstifts vom Filmteam interviewt. Der Werbefilm ist im Internet unter www.klassewaesche.de oder über den städtischen You Tube Kanal zu sehen. Werbefilm der Organisation "Klasse Wäsche"
Unser Bürgerstift Das Einrichtungsleitbild im Bürgerstift Unser Leitbild basiert auf dem Stiftungszweck der Unterhospitalstiftung. Es beschreibt umfangreiche und übergreifende soziale Dienstleistungen, die das Bürgerstift für ältere Memminger Bürgerinnen und Bürger leistet. Qualität bedeutet für uns die Zufriedenheit der Bewohner. Der betagte Mensch steht im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns. Durch ein seniorenorientiertes und strukturiertes (prozessorientiertes) Qualitätsmanagement sichern wir die Qualität unserer Arbeit. Jeder einzelne Mitarbeiter ist verantwortlich für die Qualität mit dem Bestreben der ständigen Verbesserung. Im Vordergrund steht dabei die Idee des individuell und persönlich bestimmten Wohnens älterer Menschen. Der Erhalt der Selbständigkeit bzw. die Vermeidung von Femdbestimmtheit wird angestrebt. Dies gilt insbesondere dann, wenn diese älteren Menschen infolge familiärer, sozialer, gesundheitlicher oder wirtschaftlicher Ursachen teilweise oder gänzlich auf Unterstützung, Betreuung und Pflege durch Dritte angewiesen sind. Der Bewohner soll sich im Bürgerstift "zu Hause" fühlen. Das Seniorenzentrum Bürgerstift bietet dafür entsprechend unterschiedliche Wohnformen mit den dazugehörigen Betreuungs- und Pflegeangeboten, auch für Demenzerkrankte, an. Durch die damit verbundene Entlastung der Angehörigen wird die Verankerung und Integration der älteren Menschen in Familie und gewohntem gesellschaftlichen Umfeld innerhalb der Stadt - auch im Sinne des Stiftungszwecks - unterstützt. Konzept Um das Konzept des Seniorenzentrums zu vermitteln, ist es erst einmal wichtig, die unterschiedlichen Bereiche des Hauses darzustellen: Küche Hauswirtschaft | mit Wäscherei Pflege | vollstationäre, teilstationäre und ambulante Pflege Verwaltung | mit Case Management Jeder Bereich erfüllt eine wichtige Funktion und verfolgt eine Konzeption. Die Gesamtheit der Konzepte bildet das Konzept des Seniorenzentrums. Im Folgenden werden die vier wichtigsten Bereiche kurz mit ihren Konzepten dargestellt: das Pflege- und Betreuungskonzept, das den umfassendsten Aufgabenbereich bestreitet, das hauswirtschaftliche Konzept, das Küchen- und das Verwaltungskonzept.
Beschützender Bereich im Bürgerheim ...wir sind für Sie da, wenn Sie uns brauchen. Im Rahmen unseres beschützten Wohnbereiches im Bürgerheim bieten wir Hilfe und Unterstützung zur Bewältigung des Alltags in kleinen, überschaubaren Wohn- und Therapiegruppen. Im Vordergrund steht dabei: die Gestaltung der Umgebung flexible Anpassung der Pflege und Betreuung an die jeweilige Stimmung der Bewohner Therapien die beim Abbau von Ängsten, Aggressionen und Gefühlen des Verlassenseins helfen. Die Betreuung erfolgt durch gerontopsychiatrisch geschultes Pflege-Fachpersonal, in enger Zusammenarbeit mit Ergotherapeuten, externen Physiotherapeuten, Fach- und Hausärzten, unterstützt von Pflegehelfern, Betreuern und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Demenz bedeutet Veränderung für alle Beteiligten .
Stiftungsgeschichte Die Unterhospitalstiftung der ehemals freien Reichsstadt Memmingen betreibt seit dem 13. Jahrhundert Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten und gibt Zuwendungen an bedürftige Bürger der Stadt. Wahrscheinlich schon im 12. Jahrhundert hatten die Memminger Bürger ein Spital bruderschaftlich betrieben. Es war vor dem damaligen Kalchtor, also erst außerhalb der Stadtmauern errichtet, betreute Pilger und diente dann „armen Dürftigen", während für die Memminger Bürger innerhalb der Stadt bereits zwei Spitäler zur Verfügung standen. Durch die erste Stadterweiterung etwa Mitte des 13. Jahrhunderts, bei der das ganze Kalchviertel ummauert wurde, war das Spital aber bald innerhalb der Stadt angesiedelt. Seine formale Begründung erhielt die Unterhospitalstiftung mit einer Zustiftung Heinrich von Weißenhorns (einem dem staufischen Königshaus nahe stehenden Grafen). Dieser stattete es mit hinreichend Grundbesitz aus und stiftete auch einen Altar und ein Meßbenefizium in das Spital - seinem Geschlecht zur Ehre, seiner Seele zur Beruhigung - und übergab das Spital dem Orden vom Heiligen Geist. Aufgrund des Kreuzes mit zwei Querbalken, welches die Ordensbrüder auch auf ihren schwarzen Kutten trugen, waren sie in Memmingen bald als die „Kreuzherren" bekannt. Weil die Mönche im oberen Teil des Klostergebäudes wohnten, während das eigentliche Spital im unteren war, unterschied man zwischen einem Ober- und Unterhospital. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde die Unterhospitalstiftung zu einem großen Wirtschaftsunternehmen, das zur Stadt schon fast in Konkurrenz stand. Man beschäftigte eigene Handwerker, Angestellte und natürlich landwirtschaftliche Arbeiter. In dieser Zeit entstand ein „Kindshaus", ein „Seelhaus"(später Alterspfründe), die „Kindbettstuben", ein „Narrenhaus" und ein „Blatternhaus" (für ansteckende Krankheiten). Der Reichsstadt selbst wurden dadurch viele soziale Aufgaben abgenommen. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Unterhospitalstiftung aber auch viele Krisen überstehen müssen. Verluste durch Inflation, Kriege, Währungsumstellung und ideologische Änderungen der Stiftungssatzung um 1942. Was sich aber durch alle Krisen bis heute wie ein roter Faden durch die Stiftungsgeschichte zieht, ist der Stiftungszweck hinter der Unterhospitalstiftung. In der letzten Fassung von 2012 ist folgender Zweck noch immer festgelegt: Unterhaltung und Betrieb des Altenheims Bürgerstift, sowie der Kindergärten Stadtweiherstrasse, Wartburgweg ,der Kinderhorte Zollergarten und Edith-Stein-Schule und Kinderkrippe Stebenhaberstrasse. Zuwendungen an alte, arbeitsunfähige, bedürftige Einwohner der Stadt Memmingen, sowie für kinderreiche, bedürftige Familien und Alleinerziehende, einschließlich Mittagsbetreuung in Kinderhorten und Kindergärten. Krankenpflege und Krankenfürsorge. Stiftungen sind keine Relikte vergangener Zeit, sondern die Chance zu innovativem sozialen Engagement und zukunftsorientierter Gestaltung der Gesellschaft außerhalb staatlicher und politischer Einflüsse. Stifter geben damals wie heute ein Beispiel für verantwortliches Handeln im demokratischen Staat. Zudem ermöglicht es dem Stifter dauerhaft einen von ihm bestimmten Zweck zu verfolgen, denn Stiftungen sind für die Ewigkeit angelegt. Neben dem Wunsch eine gute Sache zu fördern, sprechen handfeste Steuervorteile für die Überlegung zu stiften, zuzustiften oder zu spenden. So sind Stiftungen von Erbschafts- und Schenkungssteuer befreit. Erben, die sich binnen zweier Jahre nach Erhalt des Nachlasses dazu entscheiden, einen Teil zu stiften, erhalten bereits bezahlte Erbschaftssteuer sogar zurück.