23.03.2020: "Wer bekommt einen KiTa-Notplatz?" , fragen sich viele Erziehungsberechtigte. Anbei die wichtigsten Infos in den Anlagen und ein vereinfachtes Prüfungsschema. Es müssen alle 4 Punkte zutreffen : Tätigkeit in kritische Infrastruktur u.a.: Dazu zählen vor allem Gesundheit/Pflege/Behindertenhilfe/JuHi, Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Öffentliche Infrastruktur (Telekommunikation, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung), Lebensmittelversorgung, zentrale Stelle Staat, Justiz, Verwaltung oder Zuweisung durch Jugendamt Erziehungsberechtigter in Gesundheitsversorgung/Pflege oder Alleinerziehend/beide Erziehungsberechtigte im Bereich der kritischen Infrastruktur: Ist der Erziehungsberechtigte in der Gesundheitsvorsorge oder Pflege tätig, besteht ein bedarfsgerechter Anspruch. Für andere Erziehungsberechtigten besteht dieser Anspruch, wenn sie alleinerziehend oder beide in diesen Bereichen tätig sind. Alleinerziehend bedeutet, dass der Erziehungsberechtigte das Kind allein im Haushalt betreut. Dienstliche/berufliche Notwendigkeit: Diese Bedarfsnotwendigkeit ist ein wichtiges Kriterium: Es ist zu erklären, für welche Zeiträume ein konkreter Betreuungsbedarf besteht. Gegebenenfalls ist nur ein zeitweiser Rechtsanspruch gegeben. Kein Risikofall: u.a. Kind gesund/kein aktueller Risikogebietbesuch oder COVID-19-Kontakt Hinweise: Die Erziehungsberechtigten müssen eine entsprechende schriftliche Erklärung unterschreiben und ggf. Nachweise vorlegen. Die Notplätze haben das Ziel, den Infektionsschutz sicher zu stellen (Verbreitung des Virus verlangsamen) und gleichzeitig wichtige Infrastruktur für die Bevölkerung zu sichern. Die betreffenden Familien von diesen Beschäftigten (z.B. Alleinerziehende im Gesundheitsdienst) stehen jetzt bereits vor großen Herausforderungen. Für diese wollen wir verlässlich während der üblichen Öffnungszeiten und für die Zeiten, die sie für ihre Arbeit konkret benötigen, da sein. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an kita@memmingen.de . Ihr Amt für Kindertageseinrichtungen Letzte Aktualisierung 16.04. 16 Uhr: Bitte beachten Sie, dass ab 27.04. neue Regelungen zur Anspruchsberechtigung gelten.
01.06.2020: 5,6,7,8 let’s Dance. Es ist Mittwoch und das bedeutet KiTa-Zoom-Danceparty. 23 Familien haben sich auf der Online Plattform „Zoom“ in ein „Meeting“ geklickt und warten gespannt darauf was passiert. Musik geht los und meine Kollegin und ich fangen an zu tanzen und alle Kinder mit ihren Eltern machen mit, nur diesmal in ihrem Wohnzimmer. Nach 30 Minuten sind alle k.o. und glücklich. Jeder grinst nochmal in die Kamera für das letzte Foto und dann ist wieder Ruhe in dem leeren Kindergarten. Im Rahmen von dem Pilotprojekt „Medien in der Frühpädagogik“ haben wir in der KiTa Volkratshofen Tablets und WLAN erhalten. So haben wir jetzt die Möglichkeit, in Kontakt mit den Eltern und den Kindern zu treten. Via Email bekommen die Kinder immer mal wieder Videos, Arbeitsblätter, Links oder den Link für ein neues Zoom-Meeting. Im Moment machen wir dreimal die Woche ein Zoom-Meeting. Von Bilderbuch Betrachtungen, über Tanzen bis hin zu Fingerspiel ist alles möglich. Ideen und Anregungen dürfen auch jederzeit per Email an uns getragen werden und wir versuchen jedem Gerecht zu werden. „Quatsch und Tratsch“ ist auch bei uns eine Möglichkeit für die Kinder und Eltern mit uns in Kontakt zu kommen. Die Eltern machen mit uns einen Termin aus an dem wir mit den Kindern quatschen können, aber auch mit den Eltern Antworten und Informationen austauschen. Wir sehen es in dieser Situation als sehr großen Segen, die Möglichkeit zu haben mit den Kindern und Eltern online in Kontakt zu treten. Jedoch freuen wir uns auch wieder, den normalen Alltag mit dem persönlichen Kontakt zurück zubekommen. Viele Grüße aus der KiTa Volkratshofen Die KiTa Volkratshofen ist in Bayern eine von 100 teilnehmenden KiTas des Modellprojektes Medienpädagogik des Institutes für Frühpädagogik
25.06.2026: Der Memminger Stadtrat entscheidet über vieles, was den Alltag in Memmingen prägt. Die 40 ehrenamtlichen Stadträtinnen und Stadträte beschließen den städtischen Haushalt, sie stellen Bebauungspläne auf, weisen Wohn- oder Gewerbegebiete aus und entscheiden über Bau und Sanierung öffentlicher Gebäude. Der Stadtrat trifft damit die grundlegenden politischen Entscheidungen. Was sind die Aufgaben der Stadtratsreferentinnen und -referenten? Sie sollen das ihnen anvertraute Arbeitsfeld inhaltlich gut kennenlernen, bei Entwicklungen am Ball bleiben und den Kontakt zu Vereinen und Bürgerschaft mit Bezug zu ihrem Referat pflegen. Sie übernehmen damit eine Scharnierfunktion zwischen Stadtrat, Bürgerschaft und Stadtverwaltung. In 30 Referaten hat das Gremium nun einzelne Stadträtinnen und Stadträte als besondere Ansprechpartner für die Stadtteile und für Themen wie Feuerwehr, Einzelhandel, Schulen oder Senioren bestellt. Abgeordnete, Bürgermeister und Fraktionsvorsitzende werden bei der Referatsverteilung nicht berücksichtigt: Referat Fraktion Stadtratsmitglied Altstadt ÖDP Keckeis, Nina Amendingen CRB Mayer, Thomas Berufsbildende Schulen Bündnis 90/Die Grünen/Die Linke Aras, Çiğdem Brauchtumspflege, Heimatfeste, Musikschule, Kapellen CSU/FDP Baur, Christoph Buxach FW Pfalzer, Hans Dickenreishausen AfD Deininger, Maximilian Einzelhandel CSU/FDP Turgut, Aykut Eisenburg AfD Bergmiller, Klaus Feuerwehren und Rettungswesen FW Kolb, Jürgen Finanzen und Grundstücke CSU/FDP Ferraz-Mendes, Pedro Gesundheit und Pflege AfD Jurca, Titus Grund- und Mittelschulen mit Reichshainschule Bündnis 90/Die Grünen/Die Linke Dr. Schunk, Monika Gastronomie und Hotellerie CRB Dehn, Manuel Integration Bündnis 90/Die Grünen/Die Linke Reisinger, Rupert Jugend CRB Dörr, Bastian Kernstadt Ost CSU/FDP Zettler, Stephan Kernstadt West FW Heuß, Christof Kindertageseinrichtungen SPD Holzinger, Ivo Stadtgrün und Stadtklima SPD Stoll, Maximilian Kultur mit LTS und VHS CSU/FDP Rogg, Sabine Märkte und Messen SPD Spitz, Rolf Menschen mit Behinderung SPD Lachmann, Lena Mobilität und Verkehr ÖDP Karrer, Michael Senioren mit Altenpflege, Soziales CRB Fleschhut, Katrin Sport CSU/FDP Dr. Kössinger, Julia Steinheim CSU/FDP Salger, Isabella Land- und Forstwirtschaft AfD Kühn, Genovefa Volkratshofen AfD Bühler, Karl Weiterführende Schulen Bündnis 90/Die Grünen/Die Linke Herb-Müller, Stefanie Stadtwerke und Energie Bündnis 90/Die Grünen/Die Linke Prof. Dr. Buchberger, Dieter
13.05.2026: Der Memminger Stadtrat ist in die Amtsperiode 2026-2032 gestartet. 15 neue Stadträtinnen und Stadträte wurden von Oberbürgermeister Jan Rothenbacher vereidigt. Zudem wählte der Stadtrat die Stellvertreter des Oberbürgermeisters: Michael Ruppert wurde zum Zweiten Bürgermeister gewählt, Petra Beer zur Dritten Bürgermeisterin. Mit einer ökumenischen Andacht in St. Johann wurde die neue Wahlperiode eingeläutet. Dekan Christoph Schieder und Stadtpfarrer Pater Joshy Palakunnel stellten das Wirken des Stadtrats unter Gottes Segen. Gemeinsam wurde auch dem getöteten 14-jährigen Jugendlichen gedacht, der vor wenigen Tagen in Memmingen gewaltsam zu Tode gekommen ist. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher dankte den Stadträtinnen und Stadträten, die das Amt neu oder zum wiederholten Mal übernehmen. „Es ist ein besonderes Ehrenamt. Es geht um Verantwortung, Engagement, um ein Zusammenbringen aller Interessen, Anliegen, Sorgen, Nöte, Erfahrungen, Wünsche und Perspektiven der Stadtgesellschaft. Es ist eine anspruchsvolle und große Aufgabe“, betonte der Oberbürgermeister. Für den Stadtrat, ein Aufsichts- und Strategiegremium, gelte es, die Arbeit des Oberbürgermeisters und der Verwaltung kritisch und konstruktiv zu begleiten. Für das Amt des Zweiten Bürgermeisters wurde nur ein Kandidat vorgeschlagen. Der Stadtrat wählte Michael Ruppert (CSU) im ersten Wahlgang. Seit 2020 ist der 58-Jährige Mitglied des Memminger Stadtrats. In der vergangenen Wahlperiode hatte er das Referat für Finanzen, Grundstücke und Einzelhandel inne. Für das Amt der Dritten Bürgermeisterin wurden Petra Beer (SPD), Dr. Monika Schunk (Grüne) und Kathrin Fleschhut (CRB) vorgeschlagen. Im ersten Wahlgang erhielt Dr. Monika Schunk 15 Stimmen, Petra Beer 13 Stimmen und Katrin Fleschhut 10 Stimmen. In einer anschließenden Stichwahl fielen 21 Stimmen auf Petra Beer und Dr. Monika Schunk erhielt 12 Stimmen. Petra Beer (64 Jahre) ist seit 2002 Mitglied des Memminger Stadtrats. Seit 2014 ist sie stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende. Von 2002-2007 war sie Referentin für Verkehr, seit 2007 Referentin für weiterführende Schulen. Petra Beer wurde 2008 in den Bezirkstag gewählt, sie ist stellvertretende Bezirkstagspräsidentin. Mit einstimmigen Beschlüssen bildete der Stadtrat Ausschüsse und entschied über deren Besetzung sowie die Besetzung von Beiräten, Beteiligungen an Zweckverbänden und sonstigen Gremien. Auch eine Geschäftsordnung wurde einstimmig verabschiedet. Zur Berechnung der Sitzverteilung in den Ausschüssen wurde, wie bereits vor 2020 verwendet, wieder das Hare-Niemeyer-Verfahren eingeführt.
28.04.2026: Memmingen wurde am vergangenen Wochenende (24.-26.4.) zum Treffpunkt für den medizinischen Nachwuchs in Bayern: Rund 35 Medizinstudierende sowie betreuende Ärztinnen und Ärzte und begleitende wissenschaftliche Mitarbeitende, kamen im Rahmen des Förderprogramms „Beste Landpartie Bayern (BeLA)“ in die Stadt. Das Netzwerktreffen wurde von der Gesundheitsregionplus Unterallgäu-Memmingen organisiert, um den Austausch unter den Studierenden zu fördern, die Region erlebbar zu machen und einen Kontakt zur lokalen Ärzteschaft sowie politischen Entscheidungsträgern zu vermitteln. Nach einer Stadtführung und einem Bowlingabend stand der Samstag ganz im Zeichen der medizinischen Weiterbildung: In praxisnahen Workshops konnten die Studierenden ihre Fähigkeiten im Ultraschall (Sonographie) erweitern. Ergänzt wurde das Programm durch interaktive Fallbesprechungen mit Ärztinnen und Ärzten aus Stadt und Landkreis, die wertvolle Einblicke in den ärztlichen Alltag ermöglichten. Ein besonderes Highlight bildete am Sonntag ein Brunch im Memminger Rathaus mit Oberbürgermeister Jan Rothenbacher, Landrat Alex Eder und dem CSU-Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek. Zudem nahmen Ärztinnen und Ärzte teil, die sich kürzlich in der Region niedergelassen haben oder perspektivisch eine Praxisabgabe planen. In entspannter Atmosphäre entstand ein offener Dialog, bei dem persönliche Einblicke, berufliche Perspektiven und konkrete Zukunftsmöglichkeiten in der Region diskutiert wurden. Memmingen und das Unterallgäu konnten sich den Studierenden als lebendige, lebenswerte und beruflich attraktive Region präsentieren. Das Programm „Beste Landpartie Bayern (BeLA)“ ist eine Initiative zur Förderung des ärztlichen Nachwuchses im ländlichen Raum. Es richtet sich an Medizinstudierende, die sich frühzeitig mit einer möglichen beruflichen Zukunft außerhalb der Ballungszentren auseinandersetzen möchten. Neben finanzieller Unterstützung bietet das Programm praxisnahe Einblicke, Mentoring sowie gezielte Vernetzungsmöglichkeiten mit regionalen Akteurinnen und Akteuren im Gesundheitswesen. Aktuell gibt es vier BeLA-Standorte in Bayern: Augsburg, Erlangen, München und Würzburg. Die Gesundheitsregionplus Unterallgäu-Memmingen ist BeLA-Region der Universität Augsburg. Für die Studierenden eröffnet BeLA wertvolle Perspektiven: Sie erhalten frühzeitig Zugang zu praktischer Erfahrung, bauen tragfähige Netzwerke auf und lernen potenzielle Arbeits- und Lebensorte intensiv kennen. Gleichzeitig profitiert die Region von diesem Engagement, indem sie sich als attraktiver Standort für junge Ärztinnen und Ärzte präsentiert und langfristig zur Sicherung der medizinischen Versorgung beiträgt.
07.01.2025: Es galt die Posten von fünf sog. Mitgliedern und fünf Stellvertretern zu besetzen. Als Mitglieder wurden in ihrem Amt bestätigt: Verena Gotzes für die Behindertenkontaktgruppe, Regina Sproll für Regens Wagner, Ingrid Willner-Sambs für das Mehrgenerationenhaus, für die Caritas Dr. Rudolf Weinhart, sowie Erika Winterwerb für den VdK. Auch bei den Stellvertreter:innen zeigt sich Kontinuität. Lediglich Peter Czech konnte auf Grund beruflicher Veränderungen sein Amt nicht mehr weiter ausüben. Für ihn wurde nun Edmund Güttler für die AWO in den Beirat gewählt. Die weiteren Stellvertreter:innen sind Inge Oberst für die Lebenshilfe e.V., Simone Magel-Dipre für Körperbehinderte Allgäu e.V., Yvonne Burkhardt als Vertreterin des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes, sowie Brunhilde Engstel für die Rheumaliga. Die zehn gewählten Mitglieder:innen und Stellvertreter:innen wählen bei der ersten öffentlichen Sitzung des Behindertenbeirates mit Oberbürgermeister Rothenbacher im neuen Jahr aus ihrer Runde eine Sprecherin bzw. einen Sprecher, sowie eine stellvertretende Sprecherin bzw. einen stellvertretenden Sprecher. Dieses Vorgehen geht auf einen Stadtratsbeschluss von 1990 zurück, der die Gründung des ersten Behindertenbeirates einläutete. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher gratulierte den Beteiligten und bedankte sich für deren Bereitschaft, der Stadt auch weiterhin mit ihrer Expertise zur Verfügung zu stehen. „Inklusion ist ein fortlaufender Prozess. Wir müssen kontinuierlich an Lösungen arbeiten, die nicht nur die baulichen Barrieren abbauen, sondern auch gesellschaftliche Hürden überwinden“, betonte Verena Gotzes, die gleichzeitig zuständige Stadträtin für die Belange von Menschen mit Behinderung, sowie Vorsitzende im Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. ist. Ein starkes Zeichen für Inklusion Die Neuwahl des Behindertenbeirats ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer barrierefreien und inklusiven Stadt Memmingen. Der Beirat wird auch weiterhin ein Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger sein, die auf Barrieren im Alltag stoßen oder Anliegen zu Inklusionsfragen haben. Zudem wird er aktiv an der Gestaltung von Projekten und Initiativen mitwirken, die das Zusammenleben aller Menschen in Memmingen fördern. Neben der Neuwahl gab Regina Sproll den Sitzungsteilnehmenden einen Rückblick über das vergangenen Jahr, sowie Ausblick für das Jahr 2025, das u.a. eine Veranstaltung mit Inklusionsaktivist Raul Krauthausen im Herbst 2025 bereithält.
13.06.2016: Insgesamt 2 500 Euro spendete die Dorr Unternehmensgruppe aus Kempten für soziale Projekte in der Stadt. Mit dem Geld wurden jetzt vier Bäume finanziert und im Pausenhof der Lindenschule im Memminger Osten gepflanzt. Ein Teil des Betrages wird als Zuschuss für die Wanderausstellung „Alles unter einem Hut!? - Flexible Lebensentwürfe für Frauen und Männer“ des Frauennetzwerkes verwendet. „Ich möchte der Firma Dorr ausdrücklich für Ihre großzügige Spende danken“, begrüßte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger Werner Voth, Geschäftsführer der Dorr Unternehmensgruppe, und Klaus Roggors, Niederlassungsleiter in Memmingen, neben den Ehrengästen im Pausenhof der Lindenschule. Insgesamt vier größere Bäume hatte die Stadtgärtnerei im Pausenhof für die Pflanzaktion vorbereitet. Bei den Bäumen handelte es sich um 15-jährige Linden, passend zum Namen der Schule. Mit Blick auf die im Schulhof stehenden Bäume meinte Dr. Holzinger: „Es wird wohl so dreißig Jahre dauern, bis die jetzt gepflanzten Linden die Größe erreichen werden“. „Durch Ihre Spende ist es jetzt möglich, das Lindenareal im Pausenhof zu erweitern“, dankte Schulleiter Franz Schneider. Die jetzt neu gepflanzten Bäume ergänzten den Lindenbestand aus den 80-Jahren. Die „Kunstwerke“ aus den alten Ahornbäumen mussten aus Sicherheitsgründen jetzt gefällt werden. So war Platz für die neuen Linden. Die Ehrengäste ließen es sich nicht nehmen, mit den vorbereiteten Spaten selbst Hand anzulegen, während die Schülerinnen und Schüler der Schule die Pflanzaktion beobachteten. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Frauennetzwerkes Memmingen e.V. und 20 Jahre Bayerisches Gleichstellungsgesetz konzipierte der Vorstand des Frauennetzwerkes und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Memmingen eine Wanderausstellung „Alles unter einem Hut!? – Individuelle Lebensentwürfe für Frauen und Männer“. 500 Euro der Spende werden jetzt als Zuschuss für die neue Ausstellung verwendet. Berta Huber, die Vorsitzende des Frauennetzwerkes, bedankte sich sehr herzlich für die großzügige Spende: „Die Vereinbarkeit von Familien und Beruf ist ein Dauerthema. Hier gibt es kein Patentrezept“. Die Ausstellung solle zum Nachdenken anregen und helfen, Ideen zu entwickeln, wie sich die beruflichen Wege entwickeln und welche Folgen sich daraus ergeben könnten, so Huber weiter. „Derzeit arbeiten die Ausstellungsmacherinnen zusammen mit dem Netzwerk und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, Claudia Fuchs, an der Umsetzung“, erläuterte Huber. „Seit 1985 gibt es eine Niederlassung der Firma Dorr in Memmingen. Wir legen großen Wert darauf, dass an jedem Firmensitz der Dorrgruppe für soziale Projekte gespendet wird“, betonte Geschäftsführer Werner Voth.
13.10.2022: Bei einem Festakt im Kreuzherrnsaal feierten die Mitglieder des Behindertenbeirats gemeinsam mit der Stadtspitze und zahlreichen Gästen das 30-jährige Bestehen des Behindertenbeirats. Am 06. Februar 1991 trat der Behindertenbeirat zum ersten Mal zu einer konstituierenden Sitzung zusammen. Oberbürgermeister Manfred Schilder überbrachte seine Glückwünsche: „Es ist großartig, wie viel der Behindertenbeirat in den letzten Jahrzehnten bereits geschafft hat – dennoch bleibt noch viel zu tun. Ich danke allen Beteiligten für ihr unermüdliches Engagement und gratuliere im Namen der Stadt und auch ganz persönlich herzlich zum Jubiläum.“ Verena Gotzes, 1. Vorsitzende des Behindertenbeirats und Regina Sproll, die stellvertretende Vorsitzende, dankten bei ihrer Begrüßung allen Anwesenden für ihr Kommen. „Ich freue mich, anlässlich unseres Jubiläums mit Ihnen zu feiern. Schön, dass Sie so zahlreich erschienen sind und dadurch Ihre Wertschätzung für unsere Arbeit zeigen“, führte Gotzes in die Feierlichkeit ein. Auch Alt-Oberbürgermeister und Ehrenbürger Dr. Ivo Holzinger nahm am Festakt teil: „Als wir Anfang der 90-er Jahre den Beirat ins Leben gerufen haben, war unser Ziel, Barrieren in Memmingen zu entfernen. Einiges konnte bereits verbessert werden. Dafür und für den beharrlichen Einsatz danke ich allen Beiratsmitgliedern.“ Gemeinsam ließen Verena Gotzes, Regina Sproll und Erika Winterwerb, Mitglied des Behindertenbeirats, die 30 Jahre des Behindertenbeirats Revue passieren und stellten den Gästen die bedeutendsten Errungenschaften im Bereich der Barrierefreiheit in Memmingen vor. So wurden beispielsweise auf Betreiben des Behindertenbeirats 1998 in der Innenstadt und dem Antonierhaus barrierefreie Toiletten geschaffen und 2000 alle Bahnsteige durch Rampen und Aufzüge erreichbar umgestaltet. Seit über drei Jahrzehnten veranstaltet der Behindertenbeirat zudem jährlich das „Straßenfest für Menschen mit und ohne Behinderung“. Vortragsredner Moritz Brückner schilderte anschließend dem Publikum in seinem Impulsvortrag eindrücklich seinen Surfunfall, den er mit 19 Jahren in Chile erlitt und seitdem er querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzt. „Der Bruchteil einer Sekunde hat alles verändert und mein Leben total auf den Kopf gestellt,“ erklärte der heute 23-Jährige. „Es hat sich alles geändert und nur mit Hilfe meiner Familie, Freunde, Therapeuten und Ärzte konnte ich mich im Alltag wieder zurechtfinden.“ Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen die Thematik nahe zu bringen, was es bedeutet, im Rollstuhl zu sitzen. Damit möchte er Hemmschwellen beseitigen und die Integration von Rollstuhlfahrer:innen vorantreiben. Bei einer kleinen Podiumsrunde gewährten auch Simone Magel-Dipre, Mutter einer schwer-mehrfach behinderten Tochter und Peter Holzmann, der durch einen Unfall erblindete, Einblicke in ihren Alltag, der nicht nur körperlich sondern auch seelisch herausfordernd ist. Musikalisch wurde der Festakt von Schlagzeuglehrer Tobias Mrzyk, Schlagzeuger Patrick Züfle und der Sängerin Silke Mrzyk umrahmt.
20.04.2026: An der Ach in Steinheim kann man nicht nur gut radeln und joggen, man kann mittlerweile auch Wasserbüffel beobachten. Es sind die Tiere des Steinheimer Ehepaars Lea und Robin Robrook, die bereits im zweiten Jahr helfen, fast zehn Hektar Ausgleichsflächen der Stadt Memmingen instand zu halten. „Wasserbüffel sind die idealen Landschaftspfleger. Sie verhindern die Verbuschung, halten das Gras kurz und haben kein Problem mit feuchten Wiesen“, berichtet Robin Robrook. „Das alles fördert die Artenvielfalt auf den extensiv bewirtschafteten Wiesen“, freut sich Ferdinand Fehler, von der Unteren Naturschutzbehörde. Er ist Fachkraft für Naturschutz und Landschaftspflege der Stadt Memmingen und hat die Beweidung durch die Wasserbüffel der Familie Robrook sehr begrüßt und möglich gemacht. Wasserlöcher, wenig Büsche und dann auch noch der Dung der Tiere: das alles führt zu einer großen Biodiversität auf den beweideten Flächen. Vor allem insektenfressenden Vögeln und lichtkeimenden Pflanzen kommt das zugute. Zusätzlich muss das städtische Gartenamt nicht mit hohem Personalaufwand und Spezialmaschinen anrücken, um das Gras einmal im Jahr zu schneiden und die Büsche zu kürzen. „Die Büffelbeweidung ist ein super Projekt“, findet Oberbürgermeister Jan Rothenbacher, bei einem Termin vor Ort. „Die Büffel werten die Fläche viel besser auf als wir es könnten und sind gleichzeitig schon ein tierischer Anziehungspunkt geworden, vor allem bei Familien mit Kindern.“ Lea Robrook schwärmt vom ausgeglichenen Wesen der mittlerweile mehr als 20 Büffel, die von allen in der Familie geliebt werden. Personen, die sie schon länger kennen, können problemlos mit allen Tieren der Herde in den Austausch treten und es ist eine Mutterkuhhaltung im Herdenverbund möglich. Trotzdem warnen die Besitzer: „Es sind die ersten Kälbchen mit auf der Weide sowie unser Stier, die Tiere sind verständlicherweise nicht zutraulich, da sie ihren Nachwuchs schützen. Also bitte Abstand halten!“ Beim Termin konnten sich Oberbürgermeister Jan Rothenbacher und Dritter Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger ein Bild von den positiven Auswirkungen der Büffelbeweidung machen. Und direkt von Familie Robrook erfahren, welche Arbeiten auf der Fläche anfallen und wie die Pläne für die Zukunft sind. Wasserbüffel sind auf extensiv bewirtschafteten Flächen besonders wertvoll, weil sie auch sehr nasse, nährstoffarme Standorte nutzen, die für andere Weidetiere oft ungeeignet sind. Durch Fraß, Tritt und das Anlegen von Suhlen halten sie die Landschaft offen, fördern die Artenvielfalt und schaffen Lebensräume für typische Feuchtgebietsarten. Wasserbüffel waren früher in Europa beheimatet. Die jetzigen Wasserbüffelgattungen in Deutschland stammen jedoch aus Asien. Robin Robrook erzählt, dass er bald das besonders schmackhafte Fleisch der Büffel in einem Hofladen selber vermarkten will. Vielleicht auch mit weiteren Produkten die auf dem früheren „Kutterhof“ produziert werden, schließlich betreiben die beiden auch Ackerbau; halten Hühner, Hasen und Wachteln. Ferdinand Fehler hat mittlerweile einige der weiteren städtischen Ausgleichsflächen für Beweidungen mit den entsprechenden Tieren vergeben können. Es gibt Weiden mit Pferden, Schafen, Hochlandrindern und bald auch Alpakas. „Das bringt die Biodiversität und den Naturschutz auf unseren Ausgleichsflächen wirklich weiter“, betont Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger.
24.07.2026: Zum Ferienbeginn eröffnet die letzte Ausstellung in der MEWO Kunsthalle, bevor es über den Sommer etwas ruhiger wird. Dafür verspricht der Termin ein besonderes Live-Erlebnis. Im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung "Schatten der Vergangenheit" (1. August 2026 bis 22. November 2026) findet eine Performance statt, die Tanz und Bildende Kunst verbindet. Das gesamte Projekt wurde von Beverley Onyangunga, Filip Anić und Kennedy Muntanga konzipiert und setzt sich mit der kolonialen Geschichte des Kongo-Freistaats und den bis heute spürbaren Folgen auseinander. Das Thema wiegt schwer, aber das Projekt verspricht den spannenden Blick dreier junger, internationaler Kunstschaffender in ihrer gemeinsamen Suche nach Ausdrucksformen jenseits der Sprache. Memmingen ist dabei die erste Station des sich weiterentwickelnden Projekts, das in der Folge auch in Großbritannien und Kroatien präsentiert wird. "Schatten der Vergangenheit" in der MEWO Kunsthalle in Memmingen ist der erste Teil des fortlaufenden Performance- und Ausstellungsprojektes "Shadows of the Free State", das von Beverley Onyangunga, Filip Anić und Kennedy Muntanga für Ausstellungsorte in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und in Kroatien entwickelt wurde. Thematischer Ausgangspunkt ist die koloniale Geschichte des Kongo-Freistaats – von 1885 bis 1908 ein formal unabhängiger Staat in Zentralafrika, der jedoch als Privatbesitz unter der absoluten Kontrolle des damaligen belgischen Königs Leopold II. stand. Die zu dieser Zeit begangenen Verbrechen resultierten schon früh in internationalen Protesten, doch die kolonialistische Ausbeutung von Menschen und Bodenschätzen setzt sich bis heute fort. Schatten dieser Vergangenheit verfolgen uns bis in die Gegenwart. Eventuell kann eine Auseinandersetzung mit dieser Geschichte dazu beitragen, unsere eigene Zeit besser zu verstehen und Verhaltensmuster zu begreifen. Doch Vergangenheit wird nicht allein durch Geschichtsschreibung erschlossen, teilweise überdauern auch Erfahrungen. So werden die Traumata der Opfer und Täter vererbt und beeinflussen die Wahrnehmung und das Tun der nachfolgenden Generationen. Filip Anić, Shadows of the Free State (Skizze zur Performance), 2026 "Shadows of the Free State" versucht, sich diesem Thema auf künstlerische Weise zu nähern. Manipulierte Fotografien von Beverley Onyangunga und Zeichnungen von Filip Anić geben den Rahmen vor. Onyangunga ergänzt historische Schwarz-Weiß-Fotografien durch rotgefärbte Gliedmaßen und verdeutlicht damit die Brutalität des damaligen Regimes, das selbst kleinste Vergehen mit Amputation bestrafte. Anić zeichnet, was während der Performance geschieht, wie die Tänzer*innen Farbe auf die Leinwände übertragen und so ihre Spuren hinterlassen. Zentrum des Projekts ist jedoch die Performance – live am Eröffnungsabend und als Dokumente in der Ausstellung (bestehend aus einem Film und den bemalten Leinwänden), die von Kennedy Muntanga choreografiert wird. Beverley Onyangunga (* 1995 in London, UK) studierte Bildende Kunst am Chelsea College of Arts in London. Ihre multidisziplinäre Arbeit ist durch ihre kongolesische Herkunft und ihre britische Sozialisation geprägt. Sie lebt und arbeitet in London. Filip Anić (* 2001 in Osijek, HR) studiert derzeit in einem Masterstudiengang an der Academy of Arts and Culture in Osijek. Er lebt und arbeitet in Osijek. Kennedy Junior Muntanga (* in Ndola, ZM) zog als Kind nach Leeds (UK), wo er früh seine Tanzausbildung begann. 2019 schloss er sein Studium an der Rambert School of Ballet and Contemporary Dance in London ab und arbeitete seither als Tänzer und Choreograf für zahlreiche international bekannte Kompanien. Weitere Termine: Digitale Führung durch ›Schatten der Vergangenheit‹ Do, 17. September 2026, 19 Uhr. Anmeldung per E-Mail unter vermittlung(at)mewo-kunsthalle.de