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Vortragsreihe zum Nationalsozialismus

Erstellt von Pressestelle |

Ergebnisse der Memminger Kommission für historisch-belastete Straßenbenennungen und Ehrenbürgerwürden

In Zusammenarbeit mit dem Kulturamt lädt der Historische Verein zu drei Vortragsabenden ein. Im Mittelpunkt werden Persönlichkeiten aus Memmingen oder mit Bezug zur Stadt Memmingen stehen, die in der Zeit des Nationalsozialismus in unterschiedlichen Wirkungsfeldern tätig waren. Mit der Vortragsreihe werden Forschungsergebnisse vorgestellt, die im Zusammenhang mit der Arbeit der Kommission für historisch belastete Straßennamen und Ehrenbürgerwürden in den vergangenen Monaten gewonnen werden konnten. Beginn ist jeweils um 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei!

Mittwoch 24.06.: Ingenieure im Nationalsozialismus (Claude Dornier und Karl Bäßler), Ort: Lesesaal im Stadtarchiv Memmingen

Mit dem Wirken des Flugzeugkonstrukteurs Claude Dornier (1884-1969) hat sich Dr. Susanne Meinl intensiv beschäftigt. Ab Mitte der 1930er-Jahre war sein Unternehmen Teil der NS-Rüstungsindustrie wurde, in der zahlreiche Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge eingesetzt wurde. Anschließend wird Stadtarchivar Christoph Engelhard in das Leben von Karl Bäßler (1888-1973). Der gebürtige Memminger Ingenieur und Architekt war ab 1933 Verwaltungsdirektor des Deutschen Museums und an verantwortlicher Stelle mit dem vom NS-Regime geförderten Aufbau des Museums bzw. seinem Wiederaufbau nach 1945 beschäftigt.

Montag 29.06.: Bürgermeister im Nationalsozialismus (Dr. Heinrich Berndl), Ort: Antoniersaal Memmingen

Der Rolle von Memmingens Bürgermeister Dr. Heinrich Berndl (1887-1973) während des Nationalsozialismus widmet sich die Augsburger Historikerin Katrin Holly M.A. Im Mittelpunkt steht dabei unter anderen sein Handeln bei der Etablierung des NS-Regimes ab 1933 und bei der jahrelangen Ausgrenzung der Jüdinnen und Juden aus Wirtschaft und Gesellschaft.

Mittwoch 01.07.: Pfarrer im Nationalsozialismus (Oskar Daumiller und Walter Wittmann), Ort: Dorfgemeinschaftshaus Steinheim

Das Leben von Walter Wittmann (1900-1955) steht im Fokus des Referats von Philip Weidner M.A. über die Rolle der protestantischen Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus. Der Pfarrer der württembergischen Landeskirche war ab 1933 nicht nur Vertreter der „Deutschen Christen“, sondern engagierter Verfechter nationalsozialistischer Weltanschauung im Kirchen- bzw. ab 1938 im Schuldienst. Durch den gebürtigen Memminger Pfarrer und Oberkirchenrat der bayerischen Landeskirche Oskar Daumiller (1882-1970) erhielt er nach Ende seiner Haft im Internierungslager (1945-1948) die Möglichkeit, in der Kirchengemeinde Steinheim (heute Memminger Stadtteil) als Pfarrer zu wirken.

 

 

Claude Dornier (Foto: Bundesarchiv)
Karl Bäßler (Foto: Stadtarchiv)
Dr. Heinrich Berndl (Foto: Stadtarchiv_F.Schweyer)
Walter Wittmann (Foto: Stadtarchiv F. Schweyer)

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