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Sprung in eine neue Schwimmbad-Ära

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Schwimmwerk Memmingen feierlich eröffnet: Badespaß im neuen Hallen- und Freibad - energieeffizienter Passivhaus-Neubau

Nach rund dreijähriger Bauzeit wurde Memmingens neues sportorientiertes Freizeitbad „Schwimmwerk Memmingen“ am Freitag, 10. Juli 2026, feierlich eröffnet. „Während vielerorts Bäder schließen, setzen wir ein bewusstes Zeichen für die Zukunft unserer Stadt: Mit dem Schwimmwerk haben wir ein modernes Bad für den Schwimmunterricht unserer Kinder, für Wassersportvereine und für alle Schwimmbegeisterten geschaffen. Wir eröffnen ein attraktives, energieeffizientes und nachhaltiges Schwimmbad für Bewegung und Sport, Freizeit und Entspannung – ein großer Gewinn für Memmingen und die ganze Region“, betonte Oberbürgermeister Jan Rothenbacher. Mit einem gemeinsamen Eröffnungssprung ins 25-Meter-Becken des Hallenbads starten Schwimmerinnen und Schwimmer der Memminger Wassersportvereine feierlich den Badebetrieb – ein Sprung in eine neue Schwimmbad-Ära. 

Die Baukosten liegen bei rund 47,7 Mio. Euro. Gefördert wurde der Neubau durch den Freistaat Bayern mit rund 3,7 Mio. Euro (Förderung als Schulsportanlage) sowie mit 500.000 Euro aus dem KfW-Programm.  

Den kirchlichen Segen für das neue Schwimmbad erteilten Dekan Christoph Schieder vom evangelisch-lutherischen Dekanat Memmingen und Stadtpfarrer Pater Joshy Palakunnel O. Praem. von der katholischen Pfarreiengemeinschaft Memmingen.

Nachhaltige Architektur und moderne Technik

„Beim neuen Schwimmwerk wurden nachhaltige Architektur und moderne Technik konsequent gemeinsam gedacht – immer mit dem Ziel, dauerhaft niedrige Betriebskosten zu erreichen und zugleich einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen sicherzustellen. Damit ist das Projekt zukunftsweisend und eine Investition für kommende Generationen“, erklärte Hochbauamtsleiterin Tanja Aberle. Rund 20 Planungsbüros für Tragwerksplanung, Planung Architektur, Freiraumgestaltung, Bauphysik, Brandschutz, technische Gebäudeausstattung und anderes arbeiteten gemeinsam an dem Großprojekt. Ein fester Kern von Planerinnen und Planern traf sich wöchentlich zur Abstimmung auf der Baustelle oder digital. Weit über 60 Gewerke waren am Bau des Kombibades beteiligt. 

„Wir freuen uns sehr, dass sich die Idee, die wir 2008 im Wettbewerb formuliert haben, als sehr tragfähig erwiesen hat. Im Laufe des langen Planungsprozesses wurden in einer großartigen Teamleistung viele Aspekte intensiv diskutiert und optimiert“, erklärte Architekt Bernhard Asböck (Asböck Architekten, München). „Die Zusammenarbeit zwischen dem Hochbauamt, den Stadtwerken als künftigem Betreiber und allen Planungskollegen war hervorragend, und auch alle Firmen haben mitgewirkt, unsere Vorstellungen eines zeitgemäßen Bades umzusetzen.“

Die Architektur des Schwimmwerks zeichnet sich durch eine bewusste Reduktion auf wenige, hochwertige und langlebige Materialien aus. Prägend für das Gebäude sind die markanten Holztragwerke mit ihren dynamisch geformten Trägern und den charakteristischen V-Stützen, die Konstruktion und Architektur miteinander verbinden und dem Innenraum eine warme und zugleich moderne Atmosphäre verleihen. Großflächige Glasfassaden schaffen helle, offene Räume und stellen einen engen Bezug zwischen Innen- und Außenbereich her. 

„Mit seiner Passivhauszertifizierung, dem Einsatz nachhaltiger Materialien wie Holz und einem konsequenten Monitoring im Betrieb steht das Schwimmwerk beispielhaft für klimafreundliche, wirtschaftliche und zukunftsfähige öffentliche Infrastruktur“, erklärt Marcus Geske, Leiter der Stadtwerke Memmingen, die Bauherr und Betreiber des Schwimmwerks Memmingen sind. 

Passivhauskonzept: Optimierter Energieverbrauch

Als Passivhaus-Hallenbad kombiniert das Schwimmwerk eine hochgedämmte, nahezu luftdichte Gebäudehülle mit modernster Technik und intelligenter Lüftungsführung. Dadurch können der Wärmebedarf um rund 70 Prozent und der Strombedarf um etwa 30 Prozent gegenüber konventionellen Hallenbädern reduziert werden. Die Wärmeversorgung des Bades erfolgt über die Nutzung von Grundwasser mittels Wärmepumpentechnik. Auf diese Weise können rund 78 Prozent des Wärmebedarfs CO₂-neutral und ohne Einsatz fossiler Energieträger gedeckt werden. Ein wesentlicher Anteil des für den Betrieb benötigten Stroms wird durch eine großflächige Photovoltaikanlage auf den Dachflächen erzeugt. Ergänzend kommen Wärmerückgewinnungssysteme hinzu, die Energie aus Duschwasser und Filterspülwasser erneut nutzbar machen. Auch eine kontrollierte Schichtlüftung trägt wesentlich zur Energieeinsparung und zu einem angenehmen Raumklima bei.

Ausstattung des Hallen- und Freibads

Im Hallenbad gibt es ein 25-Meter-Becken mit 8 Bahnen, einem Ein-Meter-Sprungbrett und einem Drei-Meter-Sprungbrett. Das Schwimmerbecken ist mit einer NinjaCross-Anlage (mit zwei Parcours) ausgestattet und für die Wettkampfkategorie B ausgelegt. Zudem gibt es ein Lehrschwimmbecken mit Nackenduschen und Massagedüsen, ein Kursbecken mit Hubboden sowie ein Kleinkinderbecken. Auch eine Dampfsauna und eine Ruhelounge finden sich im Hallenbadbereich.

Im Freibadbereich gibt es ein Schwimmerbecken mit sechs 50-Meter-Bahnen, ein Nichtschwimmerbecken mit Rutsche, Strömungskanal und Wasserpilz, Boden- und Massagedüsen, sowie ein Kleinkinderbecken mit kleiner Rutsche und verschiedenen Spritztieren. Im Freibadbereich erwarten die Badegäste zukünftig neben einem großzügigen Kioskbereich verschiedene Freizeitfelder auf denen Beach Volleyball, Boccia oder Tischtennis gespielt werden kann sowie ein großer Sandspielplatz für die Kleinsten. 

Die gesamte Wasserfläche beträgt ca. 2.233m². Die Wasserfläche im Hallenbad beträgt rund. 804m² und bietet damit fast doppelt so viel Wasserfläche wie im alten Hallenbad. Die Wasserfläche des Freibades beträgt ca. 1.429m².

Die acht Leute springen fast gleichzeitig von Startblöcken ins Wasser, dahinter die vielen Gäste der Eröffnung.
Mit einem ersten Sprung ins Wasser eröffneten Schwimmerinnen und Schwimmer der Memminger Sportvereine das neue Bad: Jürgen Bonnemann und Emma Bucke (beide DLRG), Peter Brix und Frank Holzheu (beide SV Amendingen), Finja Koberstein und Matteo Tasso (TV Memmingen), Philipp Degenhart und Sina Kehrle (beide Wasserwacht) (Foto: Alexandra Wehr/ Pressestelle Stadt Memmingen)
Kurz vor dem Banddurchschneiden, alle halten Scheren und das Band in Händen.
Die Wasserfläche ist freigegeben (v.l.): Dr. Julia Kössinger (Stadtratsreferentin Sport), Bürgermeisterin Petra Beer, Bürgermeister Michael Ruppert, Oberbürgermeister Jan Rothenbacher, Marcus Geske, Leiter der Stadtwerke, Leitender Baudirektor Fabian Damm, Hochbauamtsleiterin Tanja Aberle, Frank Michel (Hochbauamt), Prof. Dr. Dieter Buchberger (Stadtratsreferent Stadtwerke und Energie), Architekt Bernhard Asböck und Doreen Seeberger (Betriebsleiterin Schwimmwerk).
OB Jan Rothenbacher bei der Eröffnung: „Mit dem Schwimmwerk haben wir ein modernes Bad für den Schwimmunterricht unserer Kinder, für Wassersportvereine und für alle Schwimmbegeisterten geschaffen.“
Marcus Geske, Leiter der Stadtwerke Memmingen – die Stadtwerke sind Bauherr und Betreiber des Schwimmwerks Memmingen.
Seit vielen Jahren begleitet Architekt Bernhard Asböck (Asböck Architekten, München) die Planungen und schließlich den Bau des Schwimmwerks Memmingen.
Pater Joshy Palakunnel und Dekan Christoph Schieder segneten das neue Hallen- und Freibad.
Stehempfang im Schatten der großen Bäume, die schon früher im alten Freibad vielen Badegästen Schatten gespendet haben.
Bei der Eröffnung zogen die ersten Schwimmbegeisterten ihre Bahnen im 50-Meter-Becken des Freibads.

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