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Rechenzentrum-Campus an Donaustraße geplant

Erstellt von Pressestelle |

Stadtrat fasst im Plenum den Aufstellungsbeschluss für das Bebauungsplanverfahren A49

Der Memminger Stadtrat fasste in seiner jüngsten Plenumssitzung den Aufstellungsbeschluss für das Rechenzentrum an der Donaustraße. Die Flächen des Industriebetriebs an der Donaustraße sollen neu geordnet werden. Der bestehende Betrieb soll sich künftig auf die nördlichen Industriehallen beschränken. Der südliche Teil des Geländes ist für einen Campus mit Rechenzentren vorgesehen.

Auf dem Campus sollen drei voneinander unabhängige Rechenzentren entstehen. Dazu kommen Zufahrts- und Rettungswege, Stellplätze, ein Lagergebäude sowie ein Umspannwerk für die Stromversorgung. Der Zugang soll über die bestehende nördliche Zufahrt an der Donaustraße erfolgen. Beeinträchtigungen für den Verkehr auf der Donaustraße sind nach der Planung nicht zu erwarten.

Das Gelände liegt derzeit außerhalb eines Bebauungsplans. Während der Umzug des Industriebetriebs in die bestehenden Hallen planungsrechtlich zulässig ist, benötigt der Rechenzentrum-Campus ein Bebauungsplanverfahren. Grund sind die geplanten Gebäudehöhen von über 22 Metern – mit technischen Aufbauten über 28 Metern – sowie Schornsteine für den Notbetrieb mit rund 35 Metern Höhe.

Das Bebauungsplanverfahren A49 „Rechenzentrum Donaustraße“ soll dafür die rechtliche Grundlage schaffen. Es soll ein Industriegebiet ausgewiesen werden, welches die geplante Bebauung ermöglicht und die Grünflächen im Westen und Süden des Areals sichert. Die Planung entspricht im Wesentlichen dem neu aufgestellten Flächennutzungsplan der Stadt.

Ein großer Teil der Grünflächen soll von Bebauung freigehalten werden. Außerdem sind Teile der Dächer und Fassaden als begrünt geplant. Die Gestaltung der Fassaden ist für die Projektgruppe besonders wichtig.

Zu den Wohngebieten im Westen und zum Grenzhofareal sind ausreichende Abstände vorgesehen. Im weiteren Verfahren wird zudem geprüft, welche Auswirkungen der Betrieb auf die Umgebung hat, etwa durch Lärm oder Emissionen, um entsprechende Schutzmaßnahmen festschreiben zu können Städtebaulich werden sowohl der Verbleib des Industriebetriebs in den nördlichen Hallen des Areals, als auch der neue Rechenzentrum-Campus positiv bewertet. Das Rechenzentrum bildet dabei einen Puffer zwischen der bestehenden Industrie und dem zukünftig geplanten Wohnnutzungen auf dem Grenzhofareal. Mit der Fassung des Aufstellungsbeschlusses beauftragt der Stadtrat die Verwaltung, in das Verfahren zu starten, das etwas mehr als ein Jahr dauern wird.

Mögliche Gestaltung der Fassade des Rechenzentrums Donaustraße (Grafiken: KUA DC/ Arcadis) ______________________________
Mögliche Gestaltung der Wirkung zur Donaustraße __________________________________
Planungsentwurf Rechenzentrum Donaustraße

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