Der Behindertenbeirat der Stadt Memmingen hat bereits vor einiger Zeit den Antrag auf barrierefreie Umgestaltung des Pflasters im Antonierhof gestellt. Die Besucherinnen und Besucher, die zum Beispiel die Stadtbibliothek mit einem Rollator oder einem Rollstuhl besuchen, kommen auf dem bestehenden historischen Kopfpflasteruntergrund nur erschwert voran. Um die barrierefreie Umgestaltung des historischen Pflasters im Antonierhof ausführen zu können, wurden über einen längeren Zeitraum verschiedene Bearbeitungsverfahren hinsichtlich Tauglichkeit und Kosten beleuchtet. Nach der Bewilligung der Haushaltsmittel wurde gemeinsam mit dem Behindertenbeirat und den anbietenden Firmen die geeignetste Lösung für einen barrierefreien Bodenbelag gefunden.
Punktuelle Stolperstellen werden durch Austausch einzelner Steine beseitigt. In der Fläche werden die tief liegenden Fugen ausgesaugt und mit einer nahezu ebengleichen Verfugung mit einem speziellen Fugenmaterial verfüllt. Ausreichend breite Querungshilfen im Innenhofzentrum sowie an den verschiedenen Eingängen werden mittels neuer halbierter Flusssteine geschaffen. Diese Lösung bietet zusätzlich den Vorteil, dass das historische Pflaster und die Gestaltung des Hofes weitestgehend erhalten bleibt.
Die Arbeiten beginnen nach dem Jahrmarkt, frühestens am 26. Oktober. Damit dem Aufbau der Madlener Krippe in der Adventszeit nichts im Wege steht. Während der Bauarbeiten ist der Zugang zum Strigel- und Antoniter-Museum, dem Antoniersaal, dem Café Kunz und der Stadtbibliothek trotzdem gewährleistet.