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Stadtchronik
1128 Ersterwähnung Memmingens in der Gründungsurkunde für das Kloster Ochsenhausen
1191 Übergang in staufischen Besitz nach dem Tod Herzog Welfs VI
bis 1268 Erweiterung der Stadt nach Osten bis zum Kalchtor
1268 Nach dem Tod Konradins von Schwaben Entwicklung zur Reichsstadt
1286 1. Stadtrechtsprivileg König Rudolfs von Habsburg (Überlinger Recht)
1296 2. Stadtrechtsprivileg König Adolfs von Nassau (Ulmer Recht)
1347 Einführung der Zunftverfassung d.h. Regiment der Zünfte der „Bürger“ (Großkaufleute) und der Handwerker
1367 Teilung des zu Beginn des 13. Jahrhunderts gegründeten Spitals in Unter- (Fürsorgespital unter reichsstädtischer Verwaltung) und Oberhospital (Heilig-Geist-Orden)
bis 1370 Erweiterung der Stadt bis zur Frauenkirche und zum Kempter Tor
1403 Verleihung der hohen Gerichtsbarkeit durch Kaiser Ruprecht (von der Pfalz)
1475 Erweiterung der Stadt bis zum heutigen Ulmer Tor (Ulmer Vorstadt)
1478 Ersterwähnung einer Papiermühle, von etwa 1480 bis 1520 Buchdruckerei des Albrecht Kunne (aus Duderstadt)
15. Jh. Ausdehnung des Besitzes im Memminger Umland durch Stadt, Spital und Bürgerschaft; allmähliche Herausbildung eines reichsstädtischen Territoriums
1488 Teilnahme der Reichsstadt als Mitglied des Schwäbischen Bundes an der Befreiung König Maximilians, der sich später mehrfach in Memmingen aufhält
ab 1498 Fahrten der „Großen Deutschen Kompagnie“ (Vöhlin-Welser-Handelsgesellschaft) u.a. nach Indien (1505) und Venezuela (ab 1529)
1501/07 Errichtung eines neuen, reich verzierten Chorgestühles in der Martinskirche
1521 ff. Einführung der Reformation (in den ersten Jahren maßgeblich beeinflusst durch den Prediger Christoph Schappeler aus St. Gallen)
1525 Abfassung der 12 Artikel (durch Sebastian Lotzer), Versammlung von Vertretern der Bodenseer, Allgäuer und Baltringer Bauern in der Kramerzunftstube
1528 Abschaffung der alten Messfeier, anschließend (ab 1531) Einführung der zunächst zwinglianisch geprägten Reformation auch in den spitalischen Dörfern
1530 Zusammen mit Straßburg, Konstanz und Lindau Abfassung der Confessio Tetrapolitana, später Beitritt zur „Confessio Augustana“ (1532) und Unterzeichnung der Wittenberger Konkordie (1536)
1543 Empfang Kaiser Karls V mit großem Zeremoniell
1551 Auf kaiserlichen Druck hin Abschaffung der Zunftverfassung zugunsten einer Patriziatsverfassung, nach Passauer Vertrag (1552) und Augsburger Religionsfrieden (1555), Bestätigung des evang.-luth. Kirchenwesens und des Fortbestandes dreier katholischer Klöster innerhalb der Stadtmauern
1569 Vertrag zwischen dem Kreuzherrnkloster und der Reichsstadt über eine gemeinsame Nutzung der Frauenkirche für den katholischen Messritus und den protestantischen Gottesdienst (Simultaneum)
1630 Von Juni bis Oktober Aufenthalt Herzog Albrecht von Wallenstein in Memmingen, in den Jahren davor und danach zahlreiche Truppendurchzüge und Einquartierungen
1647 Monatelange Belagerung Memmingens
1655 Gründung des „Collegium musicum“ durch musikalisch interessierte oder begabte Bürger
1702/04 Besetzung der Reichsstadt durch Kurfürst Max Emanuel von Bayern
1749/50 Verzicht der Landvogtei Schwaben auf ihre Rechte innerhalb des Memminger Territoriums
ab 1796 Truppeneinquartierungen im Gefolge der Französischen Koalitionskriege
1802 Zivilbesitznahme der Reichsstadt durch das Kurfürstentum Bayern (30. November), neue Stadtverfassung (1804) mit einem bayerischen Kommissar an der Spitze
1805 Belagerung und Einnahme durch französische Truppen
1813/15 Neuorganisation des Memminger Schulwesens
1818 Kreisunmittelbarkeit (heute Kreisfreiheit) Memmingens
1856 Memmingen wird Sitz eines Bezirksgerichtes (heute Landgericht)
1862/63 Auf Initiative der Stadt, Bau der Illerbahn von Kempten nach Ulm bei vorausgehendem Abbruch eines Teils der Stadtbefestigung im Osten; im Umfeld von Gaswerk und Bahngelände Entstehung eines ersten Industriegebietes und kontinuierlicher Anstieg der Zahl der Einwohner (darunter auch jüdische Gewerbetreibende)
1859 ff. Zahlreiche Vereinsgründungen (1859/60 Turnverein und Feuerwehr, 1861 Liedertafel, 1869 Alpenverein, 1882 Altertumsverein (später Heimatpflege, heute Historischer Verein)
1871 Gründung eines Lehrerinnen-Seminars (neben der Lateinschule, heute Bernhard-Strigel-Gymnasium) zweite weiterführende Bildungseinrichtung (heute Vöhlin-Gymnasium)
1874/89 Eröffnung von Bahnlinien nach Buchloe und Leutkirch; später Lokalbahnen nach Ottobeuren und Legau
1895 Bau des Distriktskrankenhauses an der Buxacher Straße
1899 Mauerdurchbruch am Schweizerberg, am Graben Errichtung verschiedener öffentlicher Einrichtungen (1902 Bismarckschule, 1904 Finanzamt, 1905 Amtsgericht, 1909 Synagoge, 1911 Mittelschule)
1912 Auf Veranlassung der Stadt Gründung einer Baugenossenschaft zur Errichtung von Mietwohnungen für die wachsende Arbeiterschaft (heute Siebendächer-Baugenossenschaft)
1919 Nach dem Ende des 1. Weltkrieges unruhige Zeiten, Ablösung einer Räteregierung bereits nach wenigen Tagen
1922 Generalbaulinienplan durch den Münchner Städteplaner Theodor Fischer
1919 Eröffnung des neuen Waldfriedhofes
1929 Einweihung der neuen katholischen Kirche St. Josef und von Stadion und Festhalle als großzügige städtische Sportanlage im Westen
1929/31 Neubauten für den regional bedeutsamen Schlacht- und Viehhof
1933 ff. im Rahmen der sog. „Gleichschaltung“ Besetzung des Stadtrates mit NSDAP-Mitgliedern und Ausgrenzung von Kommunisten, Sozialdemokraten und bekennenden Christen, Diffamierung und Deportation der jüdischen Mitbürger
1934 SA-Sportschule am Hühnerberg (ab 1942 Kriegsgefangenenlager, nach 1945 Flüchtlingslager)
1935/36 Bau eines Fliegerhorstes auf Memmingerberger Flur, erfolglose Versuche der Stadt zur Eingemeindung Memmingerbergs, Eisenburgs, Amendingens und Trunkelsbergs
1937 Stadttheater nun ständiger Sitz der Wanderbühne der Bayer. Landesgruppe Theater
1938 Am 9. November Zerstörung von Wohnungen und Geschäftsräumen jüdischer Mitbürger und Plünderung/Abbruch der Synagoge
1940 Zuordnung der Stadt zum Landkreis Memmingen
1944/45 Mehrere Luftangriffe auf Memmingen, am 26. April Einnahme der Stadt durch US-amerikanische Truppen
1946 Erstmals nach Kriegsende wieder Stadtratswahlen, Integration der Heimatvertriebenen neben dem Wiederaufbau zerstörter Gebäude, Eröffnung des Kreuzherrnsaales als Konzert- und Ausstellungssaal
1948 Memmingen wieder kreisfrei
1950 Gründung einer städtischen Mittelschule (heute Sebastian-Lotzer-Realschule), Umzug der gewerblichen Berufsschule ins Feuerwehrhaus am Ratzengraben
1951 Deutschlands erstes Nachkriegskühlhaus am Memminger Schlachthof, Wiederherstellung des im Krieg schwer getroffenen Siebendächerhauses
1952 Einweihung der Lindenschule als erste Schule im Osten der Stadt, Gründung des Zweckverbandes Schwäbisches Landesschauspiel (seit 1972 Landestheater Schwaben)
1953 Gründung der Memminger Wohnungsbaugenossenschaft durch Stadt, Kreis- und Stadtsparkasse, Volksbank und 19 Bürger
1954/56 Errichtung eines neuen Krankenhauses an der Bismarckstraße durch die von der Stadt verwaltete Unterhospitalstiftung (später mehrfache Erweiterungen, 1971 Übergang in städt. Trägerschaft)
1955 Bau eines Sportbeckens und Umbau der städtischen Badeanstalt (bis 1960)
1956 Weihe eines Kirchenneubaues im Osten der Stadt und Teilung der katholischen Pfarrei in die Pfarreien Mariä Himmelfahrt (im Osten), St. Johann (im Zentrum), St. Josef (im Westen)
1958 Neubau der Städt. Berufsschule (gewerblich, kaufmännisch, hauswirtschaftlich) am Kaisergraben
1959 Am Fliegerhorst Indienststellung des Jagdbombergeschwaders 34 „Edelweiß“, Einweihung einer Aussegnungshalle am Waldfriedhof
1961 „Wirtschaftsplan“ der Stadt mit Festlegung der künftigen Verkehrs- und Stadtentwicklung
1962 Hochwasserbehälter im Eisenburger Wald zur Sicherung der Wasserversorgung
1963 Neubau für die Kreis- und Stadtsparkasse am St. Josefs-Kirchplatz (später mehrfach erweitert)
1964 Eröffnung der Edith-Stein-Schule in Memmingens Osten
1965 Einweihung eines neuen evang.-luth. Gemeindehauses (Dietrich-Bonhoeffer-Haus)
1967 Bezug des „Welfenhauses“ neben dem Rathaus und Neuorganisation der Stadtverwaltung
1968 Einweihung der Neubauten von Bernhard-Strigel-Gymnasium und Hallenbad sowie eines evang.-luth. Gemeindezentrums (im Siedlungsgebiet „Berliner Freiheit“)
1970 Erster protestantischer Kirchen-Neubau (Christuskirche), Abberufung der Neuendettelsauer Schwestern aus ihren Einsatzfeldern in Krankenhaus, Altenheim, Jugendhort, Kindergarten und Gemeindediakonie
1971 Inmitten der Wohnungsneubauten im Westen der Stadt Einweihung der Theodor-Heuss-Schule
1972 Eingemeindung von Buxach-Hart und Amendingen, Verstaatlichung der Stadtpolizei, Umgestaltung der Kramerstraße zwischen Marktplatz und Schrannenplatz zur Fußgängerzone, Übergabe des ersten Autobahnteilstück der A7 zwischen Memmingen und Altenstadt an den Verkehr
1974 Umbau des Landestheaters Schwaben (mit neuem Foyer)
1975 Absenkung des Westertorplatzes in Anlehnung an den ehemaligen Stadtgraben, im darauffolgenden Jahr Eröffnung eines großen Einzelhandels-Kaufhauses
1976 Eingemeindung Dickenreishausen, Eisenburg und Steinheim, Einweihung von Kirche und Gemeindezentrum Christi Auferstehung, an der Bodenseestraße Neubau für das kaufmännische Berufsbildungszentrum (Staatliche Berufsschule II mit Handels- und Wirtschaftsschule, heute Jakob-Küner-Schule)
1977 Sanierung und Erweiterung des Grimmelhauses für Kulturamt, Stadtbibliothek, Stadtarchiv und Volkshochschule
1978 Eingemeindung von Volkratshofen-Ferthofen. Schließung des (mittleren) Verkehrsringesm Eröffnung eines Centers für Geschäfte, Büro- und Kinoräume am Bahnhof
1979 Umsiedlung der Bürger- und Engelbrauerei ins nördliche Industriegebiet, das sich in den darauffolgenden Jahren zum zweitgrößten in Schwaben entwickelt
1980 Um- und Neubau des Bürgerstiftes, erstmals Wallenstein-Spiel (in Fortführung der Tradition der Großen Fischertage)
1981 Einweihung der evang.-luth. Versöhnungskirche in der Berliner Freiheit, südlich des Bahnhofes Eröffnung eines Zentralen Omnibusbahnhofes
1982 Neubau für die staatliche Berufsschule I mit Berufsaufbauschule (gewerbliche Berufsschule, heute Johann-Bierwirth-Schule), anschließend Umzug des Vöhlin-Gymnasiums an den Kaisergraben
1983 Umfassende Sanierung des barocken Parishauses durch die MeWo, Eröffnung des Teilstückes der A96 zwischen Autobahnkreuz und Ausfahrt Memmingen-Ost
1984 Eröffnung der neuen Stadthalle, Neubau des Postamtes an der Lindentorstraße
1985 Umzug der Feuerwehr in ihre neue Wache am Rennweg
1987 An Stelle der „Burg“ Eröffnung des Maximilian-Kolbe-Haus für katholische Einrichtungen, neue Eissporthalle nun Schauplatz des Eishockeysports
1988 Bahnunterführung beim Lindenbad, Prozess vor dem Landgericht gegen einen Memminger Frauenarzt wegen Abtreibungen mit bundesweiter Beachtung
1989 Neugestaltung des Frauenkirchplatzes, im Mitteresch neuer Kindergarten, Flächennutzungsplan für die Gesamtstadt mit Ausweisung von Wohn- und Industriegebieten
1992 Abschluss der Sanierung und Verkehrsberuhigung des Marktplatzes (mit Brunnen nach historischem Vorbild)
1993 Memmingen nun Oberzentrum
1994 Sanierung der ehemaligen Hallhofschule als Sitzungs- und Verwaltungsgebäude des Landgerichtes, das seit 1986 städtische Kreiskrankenhaus wird mit dem Stadtkrankenhaus an der Bismarckstraße zum Klinikum Memmingen vereinigt
1996 Neubau für die Elsbethenschule neben der Bismarckschule, Verabschiedung der US-Truppen am Fliegerhorst, Schließung des Schlacht- und Viehhofes aufgrund strengerer EU-Vorschriften, Einweihung des Antonierhauses Stadtbibliothek, Strigel- und Antonitermuseum
1997 Gemeinsames Gebäude für Landes-, Kriminal- und Autobahnpolizei am Schanzmeister, Vollendung der Zangmeisterpassage
1998 Anschluss des nördlichen Industriegebietes über die Europastraße neu ans Autobahnnetz, Orgelweihe in der evang.-luth. Pfarrkirche St. Martin
1999 Neues Dienstgebäude für das Finanzamt an der Bodenseestraße, Anbindung des Memminger Ostens mittels Bahnunterführung an der Augsburger Straße
2000 Im Beisein von Bundespräsident Johannes Rau Gedenken an die 475jährige Wiederkehr der Abfassung der Zwölf Artikel, überaus erfolgreiche Landesgartenschau 2000 (heute Stadtpark „Neue Welt“)
2001 Eröffnung des neuen Bahnhofes, Schließung des Kaufhauses X (Haupthaus in Memmingen)
2002 Auflösung des Fliegerhorstes
2003 „perspektive memmingen“ - ein Diskussions- und Entscheidungsprozess um die Zukunft der Stadt, Einzug der Sing- und Musikschule ins sanierte Kreuzherrnkloster, Sicherung der städtischen Wasserversorgung durch einen zweiten Brunnen bei Benningen
2004 Erstmalige Aufzeichnung der Faschingssitzung des Bayerischen Fernsehens „Schwaben weiß-blau“ in der Memminger Stadthalle, vorläufiger Geschäftsflugbetrieb am Allgäu-Airport
2005 Neubau für die Fachober-/Berufsoberschule (im westlichen Schulzentrum) und für die Agentur für Arbeit (an der Buxheimer Straße), erstmalige Verleihung des Memminger Freiheitspreises, Eröffnung der MeWo-Kunsthalle (am Bahnhof) und des Kaminwerkes als Jugendkulturzentrum
2006 Abschluss der Sanierungsarbeiten in der Maximilianstraße, Unterrichtsbeginn an der neuen privaten Business-School, Einweihung des Krematoriums am Waldfriedhof
2007 Sanierung von Kanalisation und Straßenbelag in der Maximilianstraße, Start des Linienflugbetriebes am Allgäu-Airport, Eröffnung der neuen Fußball-Arena, Inbetriebnahme des Cineplex-Kinos im Gewerbegebiet Nord
2008 Einweihung der sanierten und erweiterten Notkerschule, Abschluss der Sanierungsarbeiten am Altenheim Bürgerstift, Fertigstellung der A96 zwischen Erkheim und Memmingen, Übergabe des neugestalteten Weinmarktes
2009 Finanzierungsvertrag zur Bahn-Elektrifizierung zwischen Geltendorf über Memmingen nach Lindau, Inbetriebnahme der allgäuweit ersten Positronen-Emissions-Tomographie
2010 Einweihung eines Neubaues für die Staatliche Realschule an der Schlachthofstraße, Eröffnung der Palliativstation am Klinikum Memmingen, Fertigstellung des neugestalteten Stadtquartiers zwischen Schrannenplatz, Landestheater und Elsbethenkreuzgang
2011 Gründung eines Schulverbundes zwischen den Schulverbänden Memmingerberg und Memmingen-Amendingen sowie der Stadt Memmingen zur Weiterentwicklung der Hauptschulen zu Mittelschulen
2012 Gründung eines „Schwabenbundes“ zur Stärkung des Wirtschaftsraumes zwischen den Metropolregionen München und Stuttgart, Beginn des Lehrbetriebs der Donau-Universität Krems in Memmingen
2013 Erneuerung der Fußgängerzone zwischen Marktplatz und Schrannenplatz (bis 2015), Modernisierung des Geschäftszentrums am Machnigplatz, neues Baugebiet auf der Dobelhalde im Westen der Stadt
2014 Einweihung des „Freiheitsbrunnens“ am Weinmarkt, erstmals Verlegung von „Stolpersteinen“
2015 Einweihung eines Anbaues für die Kinderklinik, Beitritt der Stadt Memmingen zum Verein „Regio-S-Bahn Donau-Iller“, Einweihung der neuen Sebastian-Lotzer-Realschule an der Schlachthofstraße,
2016 Eröffnung einer Notfallpraxis für hausärztliche Hilfe am Klinikum, Erschließung eines Siedlungsgebietes auf der Dobelhale, Richtfest für das neue Stadtquartier "Kronenareal"
2017 Erwerb von Gesellschaftsanteilen am Gewerbepark "Allgäu Airport" durch Städte und Landkreise der Region
2018 Ende jahrelanger Vorbereitungen für ein IKEA-Einrichtungshaus am Autobahnkreuz
2019 Erstmals tagt ein Kinderparlament im Rathaus. Nach einem Bürgerentscheid beginnt für die Sanierung des Bahnhofs-/Rosenareals ein neues Verfahren.
2020 Abschluss der Elektrifizierung der Bahnstrecke von München über Memmingen nach Lindau
(Auszug aus dem "Geschichtlicher Zeittafel" zuletzt abgedruckt im Adressbuch Memmingen 2020, Text: Christoph Engelhard, Stadtarchiv Memmingen / Historischer Verein Memmingen)
Die Erforschung und Aufarbeitung der Stadtgeschichte steht seit Jahrzehnten im Fokus verschiedener Formen historischer Forschungs- und Bildungsarbeit der Stadt Memmingen. Die nachfolgende Übersicht enthält - jenseits der Dienstleistungen von Stadtarchiv oder Stadtmuseum - einige dieser Aktivitäten mit Fokus auf das 20. Jahrhundert und die Zeit des Nationalsozialismus. Eine Zusammenstellung bislang erschienener Monografien und Zeitschriftenaufsätze wird auf der Webseite des Stadtarchivs im Abschnitt Literaturhinweise fortlaufend ergänzt.
- 1970: Aufstellung eines Gedenksteines am Ort der 1938 zerstörten Synagoge am Schweizerberg (Stadt Memmingen), seither jährliches Gedenken an die Judenpogrome vom 9. November 1938
- 1979/80 Publikation von Zeitzeugenberichten über die Fliegerangriffe 1944/45 (veröffentlicht durch die Heimatpflege Memmingen e.V. in den Memminger Geschichtsblätter 1979 und 1989/90)
- 1979/80/91: Benennung von Straßen östlich der Römerstraße nach deutschen Widerstandskämpfern
- 1998: Erweiterung der Synagogen-Gedenkstätte um Tafeln mit namentlicher Nennung aller zwischen 1941 und 1945 ermordeten jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen in Memmingen (Stadt Memmingen / Deutsch-Israelische Gesellschaft Memmingen)
- 1999: Publikation des Stadtarchivs Memmingen von Kurzbiographien der deportierten und ermordeten jüdischen Männer, Frauen und Kinder in der Zeit des Nationalsozialismus (überarb. und ergänzte Neuauflage 2012)
- 2000: Einrichtung einer Museumsabteilung zum jüdischen Leben in Memmingen von 1862 bis 1945 im Stadtmuseum
- 2001: Publikation des Historikers Paul Hoser im Auftrag der Stadt Memmingen: „Die Geschichte der Stadt Memmingen. Vom Neubeginn im Königreich Bayern bis 1945“ (Geschichte der Stadt Memmingen Bd. 2) mit einer ausführlichen und quellenbasierten wissenschaftlichen Darstellung der Geschehnisse zwischen 1933 und 1945 (Stadt Memmingen). Auf der Basis der seinerzeitigen Quellen Auswertungen entstanden weitere vertiefende Aufsätze des Autors (u.a. 2004 zu „Spielraum und Grenzen nationalsozialistischer Parteiherrschaft am Beispiel Memmingens“, 2007 über die „Rosenbaum-Krawalle von 1921 in Memmingen“, 2014 über „Aufgaben, Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Darstellung“ oder demnächst zu „Dr. Heinrich Berndl“)
- 2005: Publikation von Schicksalen jüdischer Memminger Bürgerinnen im Exil, bearbeitet von der ehemaligen Redakteurin der Memminger Erika Gäble: „Ich wäre so gerne in Memmingen alt geworden“ (Stadtarchiv Memmingen / Frauengeschichtswerkstatt Memmingen)
- 2010: Dokumentation im öffentlichen Raum „Memmingen 1945“ (Kulturamt / Stadtarchiv Memmingen)
- 2013/14: Vorbereitung und Präsentation von Erinnerungsstücken aus der Zeit des Ersten Weltkrieges „Was Bleibt“, Ausstellung des Historischen Vereins Memmingen in der MeWo-Kunsthalle
- 2014 Umbenennung der Wernher-von-Braun-Straße in Rudolf-Diesel-Straße
- ab 2014: Verlegung der Stolpersteine durch den Verein Stolpersteine Memmingen e.V. auf der Grundlage der Recherchen im Stadtarchiv (siehe Publikation 1999) sowie neuerer Forschungen u.a. zur sog. Euthanasie im Nationalsozialismus (unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Manfred Schilder)
- 2016-2019: Erarbeitung und Aufstellung von Stelen zur Geschichte des Hühnerbergs im 20. Jahrhundert - vom Bismarckturm (1908) über Volks- und Sportpark (ab 1929), SA-Sportschule (1933/34) und Kriegsgefangenenlager (1940-1945) bis zur Flüchtlingssiedlung (ab 1946) durch den Historischen Verein Memmingen
- 2017: Benennung von Straßen im neuen Siedlungsgebiet auf der Dobelhalde nach Opfern des Nationalsozialismus 2019 Restitution von Kulturgut aus dem Besitz des jüdischen Kaufmanns Julius Guggenheimer an seine Nachkommen in England (Stadtmuseum)
- 2020: Online-Dokumentation des Stadtarchivs Memmingen „Die letzten Tage von Diktatur und Krieg in Memmingen 1945" mit Dokumenten, Fotografien und Zeitzeugenberichten zur Stadtgeschichte im April/Mai 1945
- 2021: Ausstellung im Stadtmuseum und im öffentlichen Stadtraum mit dem Titel „VerVolkt - Kann Spuren von Nazis enthalten“ mit Fokus auf die von den Nationalsozialisten verfolgten Opfergruppen, die Verbrechen und Schandtaten des Nationalsozialismus sowie den aktuellen Rechtsradikalismus und Antisemitismus im Allgäu
- In Vorbereitung: Forschungsprojekt Kriegsgefangenschaft und Zwangsarbeit in Schwaben (Stolpersteine Memmingen e.V., Universität Augsburg, Bezirk Schwaben, Stadt Memmingen)
- In Vorbereitung: Dokumentation des Stadtarchivs zu den Straßennamen in Memmingen und in den eingemeindeten Orten (Biographische Daten, Zeitpunkt und Hintergrund der Straßenbenennungen)
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