40 Stühle – nur 12 davon für Frauen
Auf dem Marktplatz werden 40 Stühle stehen – so viele Sitze hat der Memminger Stadtrat. Doch lediglich 12 dieser Stühle sind weiblich gekennzeichnet. Das entspricht einem Frauenanteil von nur 30 Prozent in diesem Gremium.
Demgegenüber stehen rund 50 Prozent Frauenanteil an der Gesamtbevölkerung. Diese Diskrepanz macht deutlich, dass politische Mitbestimmung in unserer Stadt noch immer nicht gerecht verteilt ist.
Bayernweit liegt der Frauenanteil in kommunalen Vertretungen ebenfalls nur bei rund einem Drittel. In vielen Stadt- und Gemeinderäten sind Frauen sogar noch deutlich schwächer vertreten.
Fraueninteressen vertreten und Demokratie stärken
Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere aber Frauen, dazu auf, zur Wahl zu gehen und ihre Stimme Parteien und Kandidierenden zu geben,
- die unsere Demokratie stärken,
- die sich klar für Gleichstellung einsetzen und
- die Fraueninteressen sichtbar und wirksam vertreten.
Eine vielfältige Demokratie braucht vielfältige Perspektiven. Studien zeigen, dass gemischte Gremien ausgewogenere und nachhaltigere Entscheidungen treffen. Frauen bringen wichtige Erfahrungen und Sichtweisen ein – sie gehören selbstverständlich an die Entscheidungstische unserer Städte und Gemeinden.
Die Kommunalwahl findet am Internationalen Frauentag statt.
Equal Pay Day: Gleiche Arbeit, gleicher Lohn
Unsere Aktion findet bewusst am Equal Pay Day statt. Dieser Tag markiert die drastische Lohnlücke zwischen Frauen und Männern.
Der Gender Pay Gap in Deutschland beträgt aktuell 16 Prozent. Das bedeutet: Frauen arbeiten rechnerisch bis zum 27. Februar unbezahlt, während Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit entlohnt werden.
Das diesjährige Motto des Equal Pay Day lautet:
„equal pay every day.“
Die Unterrepräsentanz von Frauen in politischen Gremien und die bestehende Lohnlücke sind Ausdruck struktureller Benachteiligungen, die sich durch viele gesellschaftliche Bereiche ziehen.
Politische und wirtschaftliche Gleichstellung gehören untrennbar zusammen und es ist gesetzliche Aufgabe der Bayerischen Gleichstellungsstellen „auf die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Gremien hinzuwirken“ (Art. 2 (2) BayGlG) hinzuwirken.
Bayernweit vernetzt: „Bavaria ruft“
Mit dieser Aktion wird zugleich die bayerische Kampagne Bavaria ruft unterstützt, „Bavaria ruft!“ ist eine parteiübergreifende Initiative zur Förderung von Frauen in der Kommunalpolitik mit dem Ziel: Mehr Frauen in die Räte!
Freitag, 27. Februar 2026
Marktplatz
12 – 14 Uhr
Kommen Sie gerne vorbei - Demokratie lebt von Beteiligung.
Die Veranstalterinnen freuen sich über viele Interessierte.