Zahlreiche Mädchen und Jungen in prächtigen Gewändern, ausgestattet mit Kronen und Sternen, kehrten nach dem Aussendungsgottesdienst der katholischen Pfarreiengemeinschaft in St. Johann traditionell zuerst ins Rathaus ein. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher, Bürgermeisterin Margareta Böckh und Dritter Bürgermeister Hans-Martin Steiger empfingen sie und freuten sich über die Darbietung des Lieds „Stern über Bethlehem“. Der Memminger Rathauschef bedankte sich bei den Mädchen und Jungen: „Die Tradition der Sternsinger, die den Segen von Haus zu Haus tragen, ist Jahrhunderte alt und ist, wie viele Bräuche, ein wichtiges Bindeglied für unsere Gesellschaft. Ich wünsche euch gutes Gelingen dabei.“
Im Anschluss an ein weiteres Lied schrieb Andreas Beck, von der Männer-Sternsingerguppe der Pfarrei Mariä Himmelfahrt, den Segen 20*C+M+B*26 „Christus mansionem benedicat“, (Christus segne dieses Haus) an das große Rathausportal. Stadtpfarrer Pater Joshy Palakunnel O. Praem bedankte sich für den alljährlichen Empfang und wünschte den Anwesenden ein Jahr der Gnade, des Segens und des Friedens. Insgesamt sind bei der katholischen Pfarreiengemeinschaft circa 90 Kinder und Erwachsene für die Aktion Sternsinger unterwegs.
„Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ lautet das Motto der 68. Aktion Dreikönigssingen. Die Aktion bringt den Sternsingerinnen und Sternsingern das Thema Kinderarbeit näher und zeigt, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind. Primär werden mit den Spenden Bildungsprojekte in Bangladesch unterstützt. Die Aktion Dreikönigssingen gibt es seit 1959.