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Stadt Memmingen:Detailseite Veranstaltung

Kopfbild für den Herbst

„Sag mir, wo steht unser Mandelbaum“: Eindrucksvolles Kunstprojekt in der Synagoge Fellheim

Zeitraum:  08.02.2026 - 22.02.2026

Kurzbeschreibung:

Öffnungszeiten: jeweils Freitag bis Sonntag, 15 bis 19 Uhr

Ausführliche Beschreibung:

Zum feierlichen Abschluss des Jubiläumsjahres „Zehn Jahre Wiedereröffnung der Synagoge Fellheim“ präsentiert der renommierte Künstler Adi Hoesle ein interaktives Kunstprojekt, das die Brücke zwischen dunkler Vergangenheit und aktueller Gegenwart schlägt. Unter dem Titel „Sag mir, wo steht unser Mandelbaum“ erwartet die Besucher eine Ausstellung, die die Geschichte der Shoah mit den Ängsten heutiger Generationen verwebt.

Im Zentrum der Ausstellung steht ein eigens für diesen Anlass geschaffener Film, der die grauenvolle Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus Fellheim thematisiert. Hoesle bleibt jedoch nicht in der Rückschau stehen: Er stellt einen expliziten Bezug zu den Themen Flucht und Vertreibung in unserer heutigen Zeit her und macht die zeitlose Tragik des Heimatverlusts spürbar.

In einem Kooperationsprojekt mit Schülerinnen des Vöhlin-Gymnasiums Memmingen und der Anton-Fugger-Realschule Babenhausen entstand eine sogenannte „soziale Plastik“. Im Rahmen von Workshops im Kunstunterricht setzten sich die Jugendlichen mit der existenziellen Frage auseinander: „Was würdest du mitnehmen, wenn du heute noch fliehen müsstest oder deportiert werden würdest?“

Die Ergebnisse – zahlreiche, teils geöffnete „Fluchtkoffer“ – bilden das Herzstück der Ausstellung. Sie geben auf metaphorischer Ebene einen tiefen und oft erschütternden Einblick in die Sorgen und Ängste junger Menschen von heute.

Über dieser Installation aus Koffern lässt Adi Hoesle ein besonderes Symbol schweben: einen aus Golddraht geformten Kometen. Hoesle setzt damit der Grausamkeit der Shoah bewusst die Kraft der Schönheit und ein Zeichen der Hoffnung entgegen.

„Das Projekt versucht, den deportierten Menschen ihre verlorene Heimat und ihren religiösen Raum auf einer ästhetischen Ebene zurückzugeben und ihnen so ihre Würde wiederzugeben“, so der Künstler über die Intention der Ausstellung.

Eintritt:

frei (Spenden erbeten)

Ort:

ehem. Synagoge Fellheim
Memminger Str. 17
87748 Fellheim

Stadtplan: Google Maps
Veranstalter:
Forderkreis ehem. Synagoge Fellheim e. V.