Danke Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Wir werden Ihr Anliegen nun hausintern an die zuständige Stelle weiterleiten. Für konkrete Rückfragen zu Ihrer Barriere können Sie sich gerne an die Seniorenfachstelle der Stadt Memmingen wenden. Sie erreichen uns zu den Öffnungszeiten telefonisch unter 08331/850-489 oder per Mail unter seniorenfachstelle (at) memmingen.de . Sie können auch gerne persönlich in die Ulmer Straße 2 in Büro 117 kommen. Mit freundlichen Grüßen Ihre Seniorenfachstelle
30.04.2026: Unter dem Motto „Faktencheck: Barrierefreiheit, Behinderung, Beratung“ möchten wir ins Gespräch kommen, Themen diskutieren, Vorurteile abbauen und aufzeigen, wo Barrieren im Alltag noch bestehen – und wie sie gemeinsam überwunden werden können. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen, ihre Fragen mitzubringen und sich zu informieren. Bei einem kleinen Quiz kann zudem das eigene Wissen über Parkausweise, Kündigungsschutz, psychische Erkrankungen, oder auch schulische/berufliche Teilhabe getestet werden. Der Behindertenbeirat, in Kooperation mit Einrichtungen und Verbänden, lädt Sie herzlich an den Aktionsstand am Dienstag, 5. Mai 2026 von 09:00 bis 12:00 Uhr an den Weinmarkt (Freiheitsbrunnen) ein. Wir freuen uns auf Ihr Kommen Behindertenbeirat der Stadt Memmingen mit seinen Kooperationspartnern Diakonie: Sozialpsychiatrisches Zentrum „An der Kappel“ Katholische Arbeitnehmerbewegung Lebenshilfe MM/UA: Heilpädagogische Tagesstätte, Werkstattrat Unterallgäuer Werkstätten Regens Wagner: Offene Hilfen MM/UA Stadt Memmingen: Inklusionsfachstelle
Geschäftsordnung I. Aufgaben des Behindertenbeirates: Der Behindertenbeirat arbeitet zur Förderung der Belange von behinderten Menschen mit den freien und öffentlichen Trägern der Behindertenhilfe sowie mit allen anderen Einrichtungen eng zusammen, die sich mit Planungen und Maßnahmen für Menschen mit Behinderung befassen. Der Behindertenbeirat kann in allen die behinderten Bürger betreffenden Angelegenheiten, soweit sie in die Zuständigkeit der Stadt Memmingen fallen, Anträge stellen sowie Empfehlungen und Anregungen geben. Der Stadtrat, seine Ausschüsse oder die zuständigen Dienststellen der Stadtverwaltung behandeln die Anträge, Anregungen oder Empfehlungen des Behindertenbeirates innerhalb angemessener Zeit. Der Stadtrat, seine Ausschüsse oder die Ämter und Dienststellen der Stadtverwaltung unterrichten den Behindertenbeirat möglichst frühzeitig über alle in seinen Aufgabenbereich fallenden Angelegenheiten, soweit datenschutzrechtliche Belange nicht entgegenstehen. Als sachverständiges Gremium steht der Behindertenbeirat dem Stadtrat und der Verwaltung der Stadt Memmingen zur Seite. Die Tätigkeit im Behindertenbeirat ist ehrenamtlich. Eine Aufwandsentschädigung wird nicht gewährt. Ansprechpartner ist die/der kommunale Behindertenbeauftragte und Fachstelle für Inklusion der Stadt Memmingen. II. Zusammensetzung des Behindertenbeirates: Der bestehende Arbeitskreis für die Belange behinderter und alter Menschen in Memmingen benennt 5 Vertreter, die den Behindertenbeirat bilden. Für jedes Mitglied des Behindertenbeirates ist ein(e) Stellvertreter(in) zu benennen. Die Mitglieder und die Stellvertreter(innen) im Behindertenbeirat müssen Bürger der Stadt Memmingen sein. Die Fraktionen des Stadtrates können jeweils mit einem Vertreter beratend an den Sitzungen des Behindertenbeirates teilnehmen. Der Oberbürgermeister bzw. ein von ihm benannter Vertreter kann beratend an den Sitzungen teilnehmen. Eine Änderung der Zusammensetzung des Behindertenbeirates bedarf der Zustimmung des Stadtrates. Die stimmberechtigten Mitglieder des Behindertenbeirates wählen aus ihrer Mitte eine(n) Sprecher(in) sowie eine(n) Stellvertreter(in). Diese(r) vertritt den Behindertenbeirat nach außen. Die Wahl der Sprecherin/des Sprechers findet in der 1. Sitzung des Behindertenbeirates statt. Die 1. Sitzung des Behindertenbeirates wird vom Oberbürgermeister bzw. einem von ihm benannten Vertreter einberufen. Zur Regelung des Geschäftsganges (Sitzungen, Anträge, Abstimmungen, Niederschriften) gibt sich der Behindertenbeirat im Einvernehmen mit der Stadt eine Geschäftsordnung. Die Mitglieder des Beirates werden für 3 Jahre benannt, beginnend mit dem 01.01.1991. III. Geschäftsgang des Behindertenbeirates Der Behindertenbeirat wird bei Bedarf von dem/der Vorsitzenden schriftlich unter Beifügung der Tagesordnung einberufen. Er ist mit den erschienenen Mitgliedern beratungs- und beschlussfähig. Die Einladung soll den Mitgliedern und deren Stellvertretern spätestens eine Woche vor der Sitzung zugehen. Der Versand der Einladungen und Protokolle erfolgt durch die Stadt Memmingen (Amt 02, Inklusionsfachstelle). Die Beratungen des Behindertenbeirates sind grundsätzlich öffentlich. Nichtöffentlich ist zu beraten, wenn das Wohl der Allgemeinheit oder berechtigte Interessen Einzelner entgegenstehen. Über den Ausschluss der Öffentlichkeit wird in nichtöffentlicher Sitzung entschieden. Am Ende der Beratungen können mit Stimmenmehrheit Anträge, Empfehlungen und Anregungen an den Stadtrat, seine Ausschüsse oder über den Oberbürgermeister an die zuständigen Dienststellen der Stadtverwaltung gerichtet werden. Über die Sitzungen wird ein Stichwortprotokoll geführt, das vom/von der Schriftführer/in, der/die nicht Mitglied des Beirats sein muss, sowie vom/von der Vorsitzenden unterzeichnet wird. Die stimmberechtigten Beiratsmitglieder und deren Stellvertreter erhalten jeweils einen Abdruck des Protokolls. IV. Schlussbestimmungen Soweit die Bestimmungen dieser Geschäftsordnung nicht ausreichen, gilt die Geschäftsordnung des Stadtrates sinngemäß. Diese Geschäftsordnung tritt mit ihrer Beschlussfassung in Kraft.
14.04.2021: Der 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Jedes Jahr laden zahlreiche Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe zu vielen verschiedenen Aktionen ein, um auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Deutschland aufmerksam zu machen. Dieses Mal lautet das Motto: „Deine Stimme für Inklusion – mach mit!“ Es ist ein Aufruf an alle Menschen, Missstände aufzudecken, Teilhabe-Barrieren sichtbar zu machen und Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, sich für ihre Rechte einzusetzen – für mehr Miteinander statt Nebeneinander. Trotz erschwerter Bedingungen durch die Corona-Pandemie, haben unzählige Menschen neue Wege gefunden, um weiterhin Corona konforme Aktionen und Projekte umzusetzen. Am Dienstag, den 04. Mai von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr sollen verschiedenste Stimmen zum Thema Inklusion in Memmingen sichtbar gemacht werden, um für das Thema zu sensibilisieren und zu zeigen, was jede*r tun kann. Dazu werden am Freiheitsbrunnen am Weinmarkt, sowie auf dem Theaterplatz Birken aufgestellt, an die die Bürger*innen von Memmingen ihre Stimme für Inklusion hängen können. Damit wollen wir uns stark machen, für eine inklusive Gesellschaft. Dazu gibt es bereits vorgefertigte Sprechblasen, die ausgeschnitten und beschriftet werden können. Diese werden dann vor Ort an den Bäumen aufgehängt. Die Sprechblasen können im Vorfeld hier auf der Homepage des Behindertenbeirates (untenstehend) heruntergeladen oder angefordert werden. Bitte wenden Sie sich dazu an die Inklusionsfachstelle der Stadt Memmingen anna.birk@memmingen.de | 08331 850740 oder an die Offenen Hilfen Regens Wagner regina.sproll@regens-wagner.de | 08331 97476230. Die ausgefüllten Sprechblasen können dann am 04. Mai von 10:00 – 13:00 Uhr an die Birken gehängt oder bereits vorab an die oben angegebenen Mailadressen geschickt werden (dann werden diese vom Behindertenbeirat an die Birken gehängt). Die Corona-Pandemie macht Präsenz-Veranstaltungen zurzeit unmöglich. Die Vorsitzende des Behindertenbeirates Verena Gotzes freut sich sehr über eine rege Beteiligung an der diesjährigen Aktion: „dass Menschen mit Behinderung und ihre Anliegen trotz Corona wahrgenommen werden und nicht unsichtbar sind“.
18.06.2025: Der Autistic Pride Day ist ein Tag, an dem die Stärken und einzigartigen Perspektiven von autistischen Menschen gefeiert werden. Anstatt sich auf die Defizite zu konzentrieren, wird die Bedeutung von Autismus in unserer Gesellschaft hervorgehoben. In diesem Jahr bietet der Tag auch einen interessanten historischen Kontext: Die Bauernartikel von Memmingen , die 1525 im Rahmen der Deutschen Bauernkriege formuliert wurden, forderten grundlegende Freiheitsrechte und soziale Gerechtigkeit für die Bauern, die damals unterdrückenden Bedingungen litten. Autismus und der Kampf für Freiheit: Eine Parallele „Genau wie die Bauern von Memmingen vor 500 Jahren für ihre Rechte kämpften, so müssen auch heute autistische Menschen für ihre Anerkennung und Teilhabe an der Gesellschaft eintreten“, erklärt Verena Gotzes, Stadträtin und Sprecherin des Behindertenbeirates der Stadt Memmingen und ergänzt: „Der Autistic Pride Day ist eine Erinnerung daran, dass niemand aufgrund seiner Unterschiede ausgegrenzt oder benachteiligt werden sollte.“ Der Autistic Pride Day fordert nicht nur gesellschaftliche Akzeptanz, sondern auch die Schaffung von barrierefreien Lebenswelten und Arbeitsumfeldern. In vielen Bereichen des Lebens, von Bildung über Arbeit bis hin zu Freizeitgestaltung, stehen autistische Menschen vor besonderen Herausforderungen. Ein Aufruf zur Inklusion und Gleichbehandlung Die Bauernartikel standen für das Streben nach einer Gesellschaft, in der alle Menschen gleiche Rechte und Würde genießen. Der Autistic Pride Day erinnert uns heute daran, dass wir als Gesellschaft noch immer nicht alle Barrieren für Menschen im autistischen Spektrum überwunden haben. Nur durch einen fortlaufenden Dialog und ein wachsendes Bewusstsein können wir eine inklusive und gerechte Gesellschaft für alle schaffen.
16.01.2020: Der Behindertenbeirat veranstaltete 2019, wie jedes Jahr, einen Aktionsstand in der Memminger Fußgängerzone. Diesmal zum Thema „Jeder Mensch braucht ein passendes Zuhause“. Um Aufmerksamkeit zu erregen, wurde ein komplettes Badezimmer in der Fußgängerzone aufgebaut. Die Fa. Elements Badausstellung / Gienger hatte hierfür sofort ihre Unterstützung zugesagt und die notwendigen Ausstattungsgegenstände wie Badewanne und WC zur Verfügung gestellt. Dafür bekamen sie nun nachträglich die Auszeichnung des Behindertenbeirates "an Menschen mit Behinderung gedacht". Bereits bei der Jahresabschlusssitzung des Arbeitskreises für die Belange alter und behinderter Menschen in Memmingen im November zeichneten die beiden Vorsitzenden Verena Gotzes und Regina Sproll den Leiter der Stadtbibliothek für das Projekt "Bücher in einfacher Sprache" aus.
26.09.2019: Auch in diesem Jahr nahmen wieder Vertreter des Behindertenbeirats Memmingen an der jährlichen Fachtagung des Netzwerkes Allgäu teil. Unter dem Thema „Öffentlicher Personennahverkehr – barrierefrei! Chancen und Möglichkeiten“ erörterte Ministerialrat Carsten Fregin die Fördermöglichkeiten des Freistaates Bayern für einen barrierefreien ÖPNV. Zudem wurden verschiedene Ideen und Möglichkeiten zum Ausbau von Bahnhöfen und Haltestellen im Allgäu vorgestellt. In der Pause standen den Teilnehmern drei verschiedene, barrierefreie Busmodelle zur Besichtigung zur Verfügung. Klarer Favorit für den Memminger Stadtverkehr ist für die Vertreter des Behindertenbeirates der neu entwickelte Easybus. Dieser hebt sich durch generationenübergreifende Ausstattungselemente hervor. Darin enthalten sind unter anderem spezielle Sitzplätze für Rollatorengänger, zusätzlich ausreichend Platz für Kinderwagen und Rollstühle und ein deutlich breiterer Mittelgang, der das Rangieren mit Rollator ermöglicht.
17.03.2021: „Das ist ein großer Fortschritt. Der Steg ist ein tolles Element des ehemaligen Landesgartenschaugeländes und ich freue mich, dass er jetzt auch mit dem Rollstuhl befahrbar ist“, erklärt Verena Gotzes, Vorsitzende des Behindertenbeirats der Stadt Memmingen, bei einem Ortstermin in der Grünanlage Neue Welt. Der hölzerne Steg, der über die Memminger Ach und entlang des Baches führt, wurde auf Antrag des Behindertenbeirats von der Stadtgärtnerei barrierearm gestaltet. Die Stufen auf beiden Seiten des Stegs wurden eingeebnet und der Steg über Rampen zugänglich gemacht. Zudem wurden auf der gesamten Länge an den Rändern des Stegs auf beiden Seiten fünf Zentimeter hohe, so genannte Radabweiser befestigt. „Schon beim Umbau haben uns betagte Spaziergänger angesprochen und sich gefreut, dass das Hindernis der Stufen beseitigt wird“, erzählt Michael Koch, Leiter des Garten- und Friedhofsamts der Stadt. Gebaut wurde der Steg im Zuge der Landesgartenschau, die im Jahr 2000 stattfand.
16.12.2019: Als Kind hatte Dennis Klein Angst vor Menschen mit Behinderung - weil er keine kannte. Begegnungen ändern das. Auf einer Weltreise durch 23 Nationen mit 19 verschiedenen Sprachen versucht Filmemacher und Lehrer Dennis Klein Antworten zu finden auf die schwierigen Fragen: Wer sind wir füreinander? Was macht uns zu Menschen? Und: Warum behandeln wir uns unterschiedlich? Aus einer zunächst geplanten kleinen YouTube-Reprotage wurde ein beeindruckender Film voller besonderer Begegnungen, bei der man auch als Zuschauer immer wieder gezwungen wird, persönliche Wertevorstellungen zu hinterfragen. In rund 100 Kinos deutschlandweit wurde der Film am 03. Dezember gezeigt mit dem Ziel, Barrieren auszugleichen und Begegnung zu ermöglichen. Nach dem Film ergriffen Katharina Sinz, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Memmingen/Unterallgäu e.V. sowie Anna Birk als kommunale Behindertenbeauftragte im Rahmen einer Publikumsdiskussion das Wort und betonten die Wichtigkeit der Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung zur Thematik Behinderung. Auf Nachfrage aus dem Publikum hin zur Barrierefreiheit des Cineplex Memmingen berichtet Mitarbeiter Johannes Gersberger, dass zwar nicht alle Kinosäle barrierefrei erreichbar sind, aber nach Anmeldung jeder Film auf Wunsch in einen Saal im Erdgeschoss verlegt werde.
30.05.2022: Bei einer Exkursion nach Lindau verschaffte sich der Behindertenbeirat Memmingen einen Eindruck vom Zugverkehr bei Go-Ahead Bayern und besichtigte die in großen Teilen barrierefreie, neue Therme in Lindau. Anlass dieser Exkursion sind die, in den vergangenen Monaten durchgeführten Schulungen mit dem neuen Zugpersonal von Go-Ahead zum Thema „Umgang mit Menschen mit Behinderung“, sowie der anstehende Neubau des Kombi-Bades in Memmingen, bei dem auch die Barrierefreiheit umfassend berücksichtigt werden soll. Um dazu Inspirationen und Erfahrungen aus der Praxis einzuholen, wurde als Reiseziel die neue Therme in Lindau ausgewählt. Besonders positiv herausgestochen sind die groß gestalteten Umkleidekabinen mit breiten Liegen bzw. Sitzbänken und die direkt darin erreichbaren Spinde. Auch die gut platzierten barrierefreien WC Anlagen, sowie das verklebte Blindenleitsystem wurden für sehr gut befunden. Besonderen Anklang fanden die Zugangsgates an den Kassen und den Übergangsbereichen zwischen Therme, Freizeitbad und Sauna, die anstelle von Drehkreuzen, allen Menschen, egal ob mit oder ohne Mobilitätseinschränkung oder Kinderwagen etc. barrierefreien Zugang gewähren. Stufenfreier Einstieg, wenn der Bahnsteig entsprechend ausgebaut ist; genug Platz für Rollstühle; Hinweise in Brailleschrift für Menschen mit Sehbehinderung; eine barrierefreie Toilette; Informationen sowohl per Ansage als auch auf Bildschirmen, sodass Menschen mit verschiedensten Behinderungen auch alles mitbekommen – Vorsitzende Verena Gotzes und ihre Mitstreiter:innen waren angetan von den Eindrücken, die sie bei der Zugfahrt bekamen. Sie hatten sich schon bei der Schulung der Go-Ahead Kundenbetreuer:innen im vergangenen Jahr eingebracht und dabei ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten gut erklären können. „Es hat mir sehr gut gefallen, dass wir dort gefragt und einbezogen wurden. Ich selbst bin Rollstuhlfahrerin, bei manch anderen sieht man halt nicht auf den ersten Blick, dass sie vielleicht Unterstützung brauchen. Das konnten wir gut vermitteln, und das hilft sicherlich auch den Damen und Herren bei Go-Ahead, ihren Job gut zu machen,“ so Gotzes. Auch Regina Sproll sieht das positiv: „Man kann an den neuen Zügen von Go-Ahead sehen, wie der Öffentliche Verkehr Stück für Stück barrierefrei wird. Das ist ein großer Sprung in Richtung Teilhabe: dass ein Mensch mit Behinderung auch ohne Voranmeldung spontan mit dem Zug fahren kann.“ Go-Ahead bedient seit Dezember die Strecke von München über Memmingen nach Lindau; Auftraggeber dafür sind die Bayerische Eisenbahngesellschaft und das Land Baden-Württemberg, die mit der Ausschreibung auch Mindeststandards vorgegeben haben. Eine dieser Vorgaben ist, dass jeder Zug mit einer Kundenbetreuerin oder einem Kundenbetreuer besetzt ist - ein großer Vorteil für viele Menschen, auch für diejenigen mit Behinderung. So ist immer jemand zur Stelle, der beim Ein- oder Aussteigen helfen kann oder, wenn nötig, für Rollstuhlfahrer eine Rampe ausklappen kann. „Wenn jemand Unterstützung beim Ein- oder Aussteigen braucht und sich vorher anmeldet, stehen wir an der entsprechenden Station schon bereit. Und wer sich nicht anmeldet, bekommt natürlich auch Unterstützung“, sagt Hans-Jörg Boschner, Teamleiter für die Kundenbetreuer von Go-Ahead. Seit 30 Jahren besteht der Behindertenbeirat Memmingen – das Jubiläumsjahr war Anlass zu dieser Exkursion, die die Therme Lindau zum Ziel hatte.