28.04.2026: Memmingen wurde am vergangenen Wochenende (24.-26.4.) zum Treffpunkt für den medizinischen Nachwuchs in Bayern: Rund 35 Medizinstudierende sowie betreuende Ärztinnen und Ärzte und begleitende wissenschaftliche Mitarbeitende, kamen im Rahmen des Förderprogramms „Beste Landpartie Bayern (BeLA)“ in die Stadt. Das Netzwerktreffen wurde von der Gesundheitsregionplus Unterallgäu-Memmingen organisiert, um den Austausch unter den Studierenden zu fördern, die Region erlebbar zu machen und einen Kontakt zur lokalen Ärzteschaft sowie politischen Entscheidungsträgern zu vermitteln. Nach einer Stadtführung und einem Bowlingabend stand der Samstag ganz im Zeichen der medizinischen Weiterbildung: In praxisnahen Workshops konnten die Studierenden ihre Fähigkeiten im Ultraschall (Sonographie) erweitern. Ergänzt wurde das Programm durch interaktive Fallbesprechungen mit Ärztinnen und Ärzten aus Stadt und Landkreis, die wertvolle Einblicke in den ärztlichen Alltag ermöglichten. Ein besonderes Highlight bildete am Sonntag ein Brunch im Memminger Rathaus mit Oberbürgermeister Jan Rothenbacher, Landrat Alex Eder und dem CSU-Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek. Zudem nahmen Ärztinnen und Ärzte teil, die sich kürzlich in der Region niedergelassen haben oder perspektivisch eine Praxisabgabe planen. In entspannter Atmosphäre entstand ein offener Dialog, bei dem persönliche Einblicke, berufliche Perspektiven und konkrete Zukunftsmöglichkeiten in der Region diskutiert wurden. Memmingen und das Unterallgäu konnten sich den Studierenden als lebendige, lebenswerte und beruflich attraktive Region präsentieren. Das Programm „Beste Landpartie Bayern (BeLA)“ ist eine Initiative zur Förderung des ärztlichen Nachwuchses im ländlichen Raum. Es richtet sich an Medizinstudierende, die sich frühzeitig mit einer möglichen beruflichen Zukunft außerhalb der Ballungszentren auseinandersetzen möchten. Neben finanzieller Unterstützung bietet das Programm praxisnahe Einblicke, Mentoring sowie gezielte Vernetzungsmöglichkeiten mit regionalen Akteurinnen und Akteuren im Gesundheitswesen. Aktuell gibt es vier BeLA-Standorte in Bayern: Augsburg, Erlangen, München und Würzburg. Die Gesundheitsregionplus Unterallgäu-Memmingen ist BeLA-Region der Universität Augsburg. Für die Studierenden eröffnet BeLA wertvolle Perspektiven: Sie erhalten frühzeitig Zugang zu praktischer Erfahrung, bauen tragfähige Netzwerke auf und lernen potenzielle Arbeits- und Lebensorte intensiv kennen. Gleichzeitig profitiert die Region von diesem Engagement, indem sie sich als attraktiver Standort für junge Ärztinnen und Ärzte präsentiert und langfristig zur Sicherung der medizinischen Versorgung beiträgt.
24.04.2026: Am 25. April jährt sich die Flugzeugpatenschaft zwischen der Stadt Memmingen und Lufthansa zum 35. Mal. Aktueller Namensbotschafter ist die „Memmingen“, ein hochmoderner Airbus A320neo mit der Registrierung D-AIIA. Es ist bereits das dritte Flugzeug, das den Namen der Stadt in die Welt trägt. Seit ihrer Indienststellung Anfang Januar 2026 hat die neue „Memmingen“ rund 30 Destinationen in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten angesteuert. Auf mehr als 510 Flügen beförderte sie dabei knapp 64.000 Passagiere sicher an ihr Ziel. Stationiert ist die Maschine am Flughafen München. Den Anfang der Patenschaft machte eine Boeing 737-500 (D-ABIL), die am 25. April 1991 am Flughafen München feierlich auf den Namen „Memmingen“ getauft wurde. Taufpatin war Margrit Holzinger, Ehefrau des damaligen Oberbürgermeisters Dr. Ivo Holzinger. Das Flugzeug blieb bis August 2015 im Einsatz und wurde anschließend verkauft. Ihr folgte ein Airbus A320 mit dem Kennzeichen D-AIWC, der im Dezember 2018 in die Lufthansa-Flotte aufgenommen wurde. Im April 2024 wechselte das Flugzeug konzernintern zur Airline Discover. Das Prinzip der Flugzeugpatenschaften bleibt dabei immer gleich: Scheidet ein Flugzeug aus der Flotte aus, wird der Name auf eine neue Maschine übertragen. Der Name der Patenstadt ist stets gut sichtbar außen am Rumpf neben der vorderen Einstiegstür angebracht. Die getauften Flugzeuge fungieren als fliegende Botschafter ihrer Städte und tragen deren Namen rund um den Globus. Die „Berlin“ machte im September 1960 den Anfang. Mittlerweile bestehen bei Lufthansa mehr als 300 solcher Patenschaften. Bei der Namensvergabe orientiert sich die deutsche Fluggesellschaft an der historischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung des betreffenden Ortes. Auch Städte, die in besonderer Weise mit der Luftfahrt oder Lufthansa verbunden sind, finden Berücksichtigung.
16.04.2026: Bereits seit 1986 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Teramo/ Abruzzen und Memmingen. Zur Vierzigjahrfeier dieser Verbindung und zum 174. Jahrestag der Gründung der italienischen Polizei reiste Oberbürgermeister Jan Rothenbacher am vergangenen Wochenende (9-12.4.) nach Teramo. Begleitet wurde er von Vertretern der Polizei und des Stadtrats sowie von Altoberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und Alexandra Hartge, städtische Beauftragte für Städtepartnerschaften. Der Besuch in der Partnerstadt stand ganz im Zeichen von Begegnung, Freundschaft, Austausch und weiterer, vertiefter Zusammenarbeit. Die Delegation flog vom Allgäu Airport nach Pescara, wurde dort von einer Abordnung italienischer Polizeikollegen empfangen und in die Partnerstadt eskortiert. Questore Dr. Pasquale Sorgonà empfing die Delegation zu einem Festakt anlässlich des 174. Bestehens der „Polizia di Stato“, dem Gründungstag der Polizei wird in Italien landesweit gedacht. Seit 1995 besteht eine intensive Freundschaft zwischen unserer Polizei und den italienischen Polizeikolleginnen und -kollegen. Bei einem Empfang im Rathaus mit Unterzeichnung einer Urkunde zur Bekräftigung der Städtepartnerschaft brachte der Bürgermeister von Teramo, Gianguido D`Alberto, seine Freude über das Jubiläum zum Ausdruck. „Städtepartnerschaften bilden die Keimzelle des Friedens in Europa und der europäischen Integration“, erklärte Bürgermeister D`Alberto. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher dankte allen Organisationen und Vereinigungen, die die Partnerschaft so stark und vielfältig mit Leben füllen, wie beispielsweise die Polizei oder die Feuerwehr. „Unsere Länder sind eng verflochten und von einem partnerschaftlichen Austausch geprägt“, betonte OB Rothenbacher. „Viele ehemalige Gastarbeiter aus Italien sind heute tief in unserer Gesellschaft verwurzelt, und für junge Leute aus Süddeutschland geht die erste Auslandsreise häufig nach Italien.“ Die Partnerschaft zwischen Italien und Deutschland weise eine große Geschichte auf, denn beide Nationen gehörten von Beginn an zu den Gründern der Europäischen Gemeinschaft.
30.03.2026: Memmingen geht in der Tourismuskommunikation bewusst einen neuen Weg: Mit einem neuen Reisemagazin ersetzt die Stadt ihre bisherige touristische Imagebroschüre – und setzt dabei konsequent auf Geschichten, Stimmungen und echte Erlebnisse statt nur auf klassische Sehenswürdigkeiten. „Klassische Broschüren zeigen, was es gibt. Wir wollten zeigen, wie es sich anfühlt, hier zu sein“, sagt Tourismusamtsleiterin Joy Neugebauer. „Memmingen ist kein Ort, den man abhakt – sondern einer, den man erlebt.“ Das Magazin ist ab sofort online verfügbar und liegt ab dem 20. April in der Tourist Information sowie in Hotels aus. Insgesamt werden 3.000 Exemplare gedruckt, die auch auf Tourismusmessen sowie per Infopost an interessierte Gäste verteilt werden. Vom Sehenswürdigen zum Spürbaren Der neue Ansatz ist kein Zufall, sondern eine Reaktion auf ein verändertes Reiseverhalten: Gäste suchen heute nicht nur nach perfekten Fotomotiven – sondern nach echten Momenten, Begegnungen und Atmosphäre. Genau das erzählt das Magazin auf 32 Seiten: nicht in Listen, sondern in Geschichten. • Ein Rollstuhlfahrer erkundet die Altstadt und testet ihre Zugänglichkeit • Memminger Familien zeigen ihre persönlichen Lieblingsorte • Historische Freiheitsrechte werden neu erzählt • Kuriose Anekdoten und überraschende Perspektiven eröffnen einen anderen Blick auf die Stadt Auch die großen Momente fehlen nicht – aber sie sind anders erzählt: Wenn beim Fischertag früh morgens eine ganze Stadt den Atem anhält oder beim Kinderfest Generationen gemeinsam feiern, geht es nicht um Programmpunkte, sondern um das Gefühl, Teil davon zu sein. Eine Stadt, die entdeckt werden will Das Magazin versteht Memmingen nicht als museal inszenierte Kulisse, sondern als lebendigen Ort: eine Stadt voller Geschichte und überraschenden Momenten. Oder, wie Oberbürgermeister Jan Rothenbacher im Vorwort zum Magazin sagt: „Manche Städte wollen beeindrucken. Memmingen möchte entdeckt werden.“ Das Magazin richtet sich bewusst an Gäste, die mehr suchen als einen klassischen Städtetrip – und gleichzeitig auch an Memminger selbst, die ihren Besuchern ihre Stadt näherbringen möchten. „Viele erleben Memmingen erst auf den zweiten Blick“, so Neugebauer. „Genau dazu wollen wir einladen.“ Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt sich bereits in den Zahlen: Die Zahl der Übernachtungen aus der Schweiz ist im vergangenen Jahr um 37 Prozent gestiegen – ein Markt, den Memmingen im letzten Jahr gezielt mit PR-Geschichten dieser Art angesprochen hat. Jetzt entdecken Das Magazin ist online abrufbar unter: Memmingen Tourismus: Prospektbestellung Die gedruckte Ausgabe liegt ab dem 20. April in der Tourist Information aus oder kann ab dann Online bestellt werden. Eine englische Version ist bereits in Planung. Tourist Information Marktplatz 3; 87700 Memmingen, Tel: (08331) 850-1572 info@memmingen.de
26.03.2026: Die Landtagsfraktionen von CSU und Freien Wähler geben mit Fraktionsinitiativen jedes Jahr hilfreiche Impulse für Projekte in ganz Bayern. Aus diesem Fördertopf fließen heuer auch Gelder nach Memmingen. „Wir freuen uns sehr über die hilfreiche Unterstützung und danken dem Landtagsabgeordneten und CSU-Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, und den Landtagsfraktionen der CSU und der Freien Wähler sehr herzlich für das erfreuliche Engagement zugunsten wichtiger Einrichtungen und Projekte in Memmingen“, erklärt Oberbürgermeister Jan Rothenbacher. Der ECDC Memmingen wird durch die Fraktionsinitiative mit 150.000 Euro bedacht, die in eine Sanierung und Erweiterung der Eissporthalle fließen sollen. Das Landestheater Schwaben erhält 25.000 Euro für die Freilichtproduktion „Ein Sommernachtstraum“ im Sommer 2027. Die Modellregion „System eResCopter“ in der Gesundheitsregionplus Unterallgäu-Memmingen erhält 170.000 Euro. Zukünftig soll das medizinische Transportsystem vor allem im ländlichen Raum um elektrisch angetriebene Senkrechtstarter, so genannte eVTOLs, ergänzt werden. Auch Memminger Vereine werden durch die Fraktionsinitiative begünstigt: der SV Steinheim (10.000 Euro), die Stadtbachhexen (3.000 Euro) und der Fischertagsverein (10.000 Euro).
16.03.2026: Mit einer Podiumsdiskussion im Antoniersaal vor rund 80 Interessierten ist das neue Dialog- und Kulturformat FREIheitsforum Memmingen am 12. März zu Ende gegangen. Mit unterschiedlichen Veranstaltungen widmete sich die Stadt Memmingen zwei Wochen lang einem gesellschaftlich relevanten und viel diskutierten Thema: dem § 218 des deutschen Strafgesetzbuches zum Schwangerschaftsabbruch und der Lebenswirklichkeit Betroffener. Auch 37 Jahre nach den Memminger Prozessen gibt es viel Gesprächsstoff, der nicht nur die damaligen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen bewegt, sondern zunehmend auch ein jüngeres Publikum. Bei vornehmlich sachlich geführten Diskussionen zeigte sich, dass auch heute noch ein Informationsdefizit besteht und dass politisch, rechtlich und vor allem gesellschaftlich noch viele Schritte zu gehen sind, um mit Schwangerschaftsabbrüchen angemessen umzugehen. Bei einer Spurensuche im Stadtarchiv wurde deutlich, dass es unter anderem durch schutzwürdige Belange betroffener Personen noch schwierig ist, an Originalunterlagen und Dokumente zu den Memminger Prozessen zu gelangen. Eine zentrale Quelle stellen deshalb zunächst Zeitungs- und Medienberichte aus der damaligen Zeit dar. Das Stadtarchiv nutzte die Gelegenheit und erweiterte in den vergangenen Wochen seine Bestände mit Unterlagen zu den Memminger Prozessen aus zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die Spurensuche ist auf einer neuen Webseite des Stadtarchivs einsehbar: Stadtarchiv Memmingen: Zeitgeschichte Der Film „Mutter aus Passion“ von 1990 im Stadtmuseum war sehr gut besucht und regte zu vertiefenden Gesprächen an. Die Thematik berührte neben Zeitzeug:innen auch interessierte jüngere Besucherinnen und Besucher. Das Theaterkollektiv Hystera (Berlin) brachte bei zwei ausverkauften Vorstellungen des Theaterstücks „Der Uteruskomplex – Ein Schauprozess“ im Landestheater Schwaben Zeitzeuginnenberichte betroffener Frauen auf die Bühne und ergänzte diese mit Berichten von Frauen, die gegenwärtig einen Schwangerschaftsabbruch durchgeführt haben. Hierbei und in den anschließenden Diskussionen wurde ersichtlich, dass auch heute noch Defizite im Umgang mit und in der Betreuung von betroffenen Frauen bestehen. Ein Bild, das sich in der Podiumsdiskussion verdichtete. Einig waren sich die Podiumsteilnehmerinnen, dass die ärztliche Infrastruktur zur Durchführung von Schwangerschaftsbrüchen insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg defizitär sei. Beratungsangebote seien hingegen reichlich vorhanden und auch dringend notwendig, um mangelnde Informationen auszugleichen, bekräftigte Stephanie Weißfloch, Leiterin der Schwangerenberatungsstelle Donum Vitae. Den Zwang zur Beratung, den der Gesetzgeber vorsieht, kritisierte Prof. Dr. Liane Wörner, Expertin für Medizinstrafrecht und Mitglied der Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin der letzten Bundesregierung. Das Straffrecht sei nicht geeignet, um den Schwangerschaftsabbruch zu regeln, betonte sie. Um den Frauen wirklich zu helfen, müsse zunächst gesellschaftlich eine Enttabuisierung des Themas stattfinden. Wie die Bauern 1525 in Memmingen Freiheit und Gerechtigkeit forderten, demonstrierten Ende der 1980er Jahre zahlreiche Frauen für ihr Recht auf Selbstbestimmung. Auch aus Sicht der Einrichtungen des Frauennetzwerks, die an der Programmgestaltung maßgeblich mitgewirkt haben, war das Memminger FREIheitsforum ein voller Erfolg. Seit Ende der 1980er Jahre demonstrierten zahlreiche Frauen für ihr Recht auf Selbstbestimmung. Aus dieser Bewegung heraus entstand in der Stadt ein Netz von Frauengruppen, die sich bis heute für die Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft stark macht. „In Zeiten, in denen Gleichstellung erneut in Frage gestellt wird, stehen wir fest zu unserem Einsatz für Freiheit, Selbstbestimmung und gerechte Teilhabe aller Frauen“, so Claudia Fuchs, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Memmingen. 2027 soll das FREIheitsforum erneut in der ersten Märzwoche stattfinden und mit einer Mischung aus Kulturprogramm und Dialogformaten Raum für Debatten und Gespräche bieten. „Das große öffentliche Interesse an dem neuen Format hat uns darin bestärkt, im nächsten Jahr mit einem neuen Thema in die Fortsetzung zu gehen“ resümiert Kulturamtsleiter Sebastian Huber. Veranstaltet wurde das FREIheitsforum Memmingen durch das Kulturamt der Stadt Memmingen. Das Programm der ersten Ausgabe entstand in enger Kooperation mit folgenden städtischen und nicht-städtischen Einrichtungen und Initiativen (in alphabetischer Reihenfolge): Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e.V., Frauenhaus Memmingen, Frauennetzwerk Memmingen e.V., Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Memmingen, Stadtarchiv Memmingen, Stadtbibliothek Memmingen, Stadtmuseum Memmingen, Landestheater Schwaben.
06.02.2026: Über fast dreihundertfünfzig Jahre – von 1214 bis 1562 – waren die Antoniter in Memmingen ansässig. Hier befand sich ihre wohl früheste Niederlassung im deutschsprachigen Raum und die bis heute am besten erhaltene Klosteranlage. Ihre Hauptaufgabe war die Pflege von Menschen, die am sogenannten ›Antoniusfeuer‹ litten, einer Krankheit, die mit brennenden Schmerzen und Gewebezerfall einherging. In den meisten Fällen litten die Betroffenen an Mutterkornbrand (Ergotismus), einer Vergiftung durch Mutterkorn (Claviceps purpurea). Dieser Pilz befällt Getreide, insbesondere Roggen, und bildet anstelle der Körner dunkle, alkaloidhaltige Auswüchse. Wird das befallene Getreide zu Brei oder Brot verarbeitet, gelangen die giftigen Alkaloide in den menschlichen Körper, wo sie zu starken Gefäßverengungen führen. In der Folge werden Extremitäten und innere Organe nicht mehr ausreichend durchblutet, was zu ihrem Absterben führen kann. Die Antoniter behandelten diese Krankheit mit den ihnen damals zur Verfügung stehenden Mitteln. Dazu gehörte das regelmäßige Gebet und die Gabe von Antoniuswein, der mit einer Reliquie des heiligen Antonius in Berührung gebracht worden war. Wunden versorgten sie mit Antoniusbalsam. Sowohl Wein als auch Balsam waren mit Kräutern angereichert, die entzündungshemmende oder gefäßerweiternde Wirkung zeigten. Nicht zuletzt erhielten die Spitalinsassen einwandfreies Brot – im vergleichsweise wohlhabenden Kloster wurde vorwiegend Weizen verwendet, der deutlich weniger von Mutterkorn befallen war. Unbewusst war man damit bereits auf dem richtigen Weg, da hierdurch die weitere Zufuhr toxischer Stoffe unterbunden wurde. Das erste Spital der Antoniter wurde 1392 in Memmingen errichtet. Ab der Mitte des 15. Jahrhunderts wurden die bestehenden Gebäudeteile zur Vierflügelanlage ausgebaut. Der Gebäudekomplex des Antonierhauses umfasste Wohn- und Verwaltungsräume, einen Wirtschaftstrakt, den Krankensaal des Spitals, eine Hauskapelle sowie eine bedeutende Bibliothek. Zur Finanzierung ihrer Einrichtungen sammelten die Antoniter in fast ganz Europa Almosen. Mit der Zeit entwickelte sich der Brauch, einzelne Schweine dem heiligen Antonius zu weihen und deren Erlös zu spenden. Diese ›Antoniusschweine‹ wurden mit einem Glöckchen gekennzeichnet. Deshalb wurden in künstlerischen Darstellungen Ferkel, Glocke und T-förmiger Wanderstab zum Erkennungszeichen des heiligen Antonius. Digitale Führung Donnerstag, 19. Februar 2026, 19 Uhr, kostenfrei Anmeldung unter vermittlung(at)mewo-kunsthalle.de Führungen (2 Euro): Fr, 6. Februar 2026, 15 Uhr Mi, 25. Februar 2026, 15 Uhr Sa, 28. März 2026, 15 Uhr Mi, 13. Mai 2026, 15 Uhr Mi, 24. Juni 2026, 15 Uhr Mi, 22. Juli 2026, 15 Uhr
14.10.2025: Unsere KiTas haben jetzt ein eigenes Lied: Wir sind die Kinder von der kita.memmingen! Anbei ein Liedblatt. Das Lied selber kannst Du hier auf kita.memmingen.de und auf Instagram anhören: Wir freuen uns, wenn Du mitsingst!
16.05.2025: Unser Haus für Kinder Benninger Straße und der Kindergarten Stadtweiherstraße hatten zusammen mit dem Gartenamt eine Fläche an der Müncher Straße mit geholfen zu gestalten. Das wurde nun in einer neuen Broschüre des Freistaates zum Blühpakt Bayern veröffentlicht: Dort ist dieses Projekt als eines der guten Beispiele in Bayern aufgeführt (Broschüre Seite 42, s. Anlage). Glückwunsch und Danke nochmals für die gute Zusammenarbeit mit dem Gartenamt! Wenn Ihr selber auch etwas für mehr Blühende Vielfalt in Memmingen machen wollt: Es gibt viele Möglichkeiten, dass jeder sich da mit seinen Möglichkeiten einbringt!
10.02.2026: Weiter Informationen finden sie hier .