Stadt Memmingen:Schrannenplatz

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Roter Weg - Schrannenplatz

Stadtbach

Seit langer Zeit durchzieht der Stadtbach Memmingen wie eine Lebensader. Als Grundlage der Wasserversorgung des Handwerks wurde bereits vor dem 12. Jahrhundert Wasser aus dem Benninger Ried in die Stadt umgeleitet. Die mangelnde Abwasserkanalisation schuf über Jahrhunderte ein großes hygienisches Problem.

Fischerbrunnen

Der Memminger Fischertag hat eine lange Tradition. Früher der sommerlichen Bachreinigung dienend, steht heute das Ausfischen im Vordergrund. Mit dem Böllerschuss um 8 Uhr „jucken“ (d.h. springen) die Fischer Ende Juli am Fischertag in den Bach. Der „Bären“, ein Gabelnetz, ist das wichtigste Utensil, um die Fische zu fangen. Fischerkönig wird, wer die schwerste Forelle fängt. Der 1955 von August Schwingenstein gestiftete Brunnen ist das Symbol dieses Festes.

Schrannenplatz

Von diesem Getreideumschlagplatz mit seinen ehemals drei Getreidestadeln, den Schrannen, wurden Weizen und Roggen in den gesamten süddeutschen Raum geliefert. Hier blühte nicht nur der Handel, das Handwerk der Weber und Gerber hat die südliche Altstadt entscheidend geprägt

Goldener Löwe

Die Salz- und Getreidefuhrwerke brachten früher als Rückfracht den begehrten Wein in die Stadt. Ältestes Weinhaus ist der Goldene Löwe, mit seiner alten Weinstube im 1. Stock. Hier ist auch das „Memminger Kupferstichkabinett“, Museum für topografische Kunst des Allgäus, in stil- und epochengerecht möblierten Räumen untergebracht. Am hochaufragenden Giebel findet sich noch eine Kanonenkugel der großen Belagerung von 1647.