Stadt Memmingen:Martin-Luther-Platz

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Roter Weg - Martin-Luther-Platz

Martinskirche

Eine karge Strenge dominiert das Äußere und Innere der Martinskirche, die in der Tradition der großen schwäbischen Stadtkirchen steht. Die barocke Kanzel, die große moderne Orgel sowie das Chorgestühl bringen Bewegung in den Raum. Selten findet man in Süddeutschland noch ein so eindrucksvolles Chorgestühl, das 1501-1507 von einheimischen Künstlern geschaffen wurde. Als Ausgangspunkt der Memminger Reformation strahlte der Einfluss dieser Kirche bis weit ins Umland. Der jetzige Martin-Luther-Platz diente bis 1529 als Friedhof.

Kinderlehrkirche

Von ihrer ursprünglichen Bedeutung erzählt das Fresko von Bernhard Strigel über dem Eingangsportal. Dargestellt sind neben der Kreuzigung Szenen aus dem Leben des Heiligen Antonius: links die Segnung von Mensch und Tier, rechts die Versuchung des Heiligen Antonius. Einst dem Heiligen Antonius Eremita geweiht, diente die Kinderlehrkirche den Mönchen der nebenstehenden Antoniterniederlassung bis 1562 als Kirche. Seit damals evangelisch-lutherische Predigerkirche, wurde sie auch als Sonntagsschule für Kinder genutzt.

Antonierhaus

Als Spitalorden, mit Mutterkloster in Südfrankreich, behandelten die Mönche eine der schrecklichsten Krankheiten früherer Zeiten, den Mutterkornbrand. Die vierflügelige Antoniterniederlassung gilt als eine der besterhaltenen ihrer Art in Europa. Heute befinden sich die öffentliche Stadtbibliothek und das Antoniter- und Strigelmuseum darin.