Stadt Memmingen:Kalchstraße

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Roter Weg - Kalchstraße

Kalchstraße

Einheitlich säumen die Giebelfronten diese ehemalige alte Handelsstraße, die ihre Breite den Flächen zum Stapeln von Salz verdankt. Nur das Haus zum „Gaul in der Wiege“, eines der Memminger Wahrzeichen, präsentiert sich mit der Traufseite zur Straße. Nach der Stadtwerdung im 12. Jahrhundert zwischen Martin-Luther-Platz und Marktplatz entstand hier um die Mitte des 13. Jahrhunderts die erste Stadterweiterung, das Kalchviertel. Im Zuge des Bahnhofsbaues wurde das Kalchtor 1862 abgerissen.

Salzstadel

An der alten Salzstraße von Bad Reichenhall in die Schweiz gelegen, besaß Memmingen mehrere Salzlagerhäuser. Durch kaufmännischen Fleiß entstand hier im Kalchviertel das Zentrum des Memminger Salzhandels. Über Jahrhunderte war der Salzhandel eine zuverlässige Einnahmequelle und bildete den Grundstock für den Reichtum der Stadt.

Dreikönigskapelle

1399 wurde sie von Niklaus Tagbrecht zur Verpflegung armer Leute gestiftet. Charakteristisch für solche mittelalterlichen Stiftungen war die Verschmelzung von Religion und sozialer Absicherung. Mangels staatlicher Altersversorgung gehörten unterschiedliche Kleinstspitäler zum Erscheinungsbild damaliger Städte. In späterer Zeit wurde die Dreikönigskapelle als Braukeller der gegenüberliegenden Brauerei Weisses Ross genutzt. Die ehemals 38 Brauereien zeugen von der langen Tradition der Bierherstellung in der Stadt.

Alter Friedhof

Idyllische Einsamkeit umfängt Sie nur wenige Gehminuten von der Kalchstraße. Zu einer einladenden Parklandschaft wurde der Alte Friedhof mit seinen Grabdenkmälern aus vergangener Zeit umgestaltet.