Stadt Memmingen:Hallhof

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Roter Weg - Hallhof

Hallhof

Als ehemaliger Klosterhof wurde er nach der Trennung von Ober- und Unterhospital häuserweise aufgeteilt. Die Eigentumsverhältnisse entschieden darüber, welches Gebäude nach der Reformation zum katholischen oder evangelischen Besitz gehörte. Heute bestechen vor allem die elegante Fassade des Landgerichts und die Gaubenlandschaft des ehemaligen Brauhauses an diesem Platz. 

Kreuzherrnkloster

Die Gründung erfolgte um 1210 durch die Mönche des Heilig-Geist-Ordens, im Volksmund „Kreuzherrn“ genannt. Bereits im 14. Jahrhundert wurde den Mönchen aber die Verwaltung des Hospitals entzogen. Nunmehr war der untere Teil reichsstädtisches Hospital, daher Unterhospital. Der obere Teil war bis 1803 Kloster, somit Oberhospital. Während im Unterhospital Arme und Kranke Unterkunft und Verpflegung fanden, beschränkte sich der klösterliche Aufgabenbereich hauptsächlich auf die Seelsorge.

Kreuzherrnsaal

Die ehemalige Klosterkirche, 1480 - 1484 erbaut, war St. Peter und Paul geweiht. Eine Seltenheit stellt die zweischiffige chorlose Halle dar, die im Inneren ein ungewöhnliches Raumerlebnis bietet. In dem hohen, schmalen Kirchenschiff beeindruckt vor allem die Verbindung von Fresko und Stuck. Der Stuck des Wessobrunner Meisters Matthias Stiller von 1709 gilt mit seinen Girlanden, Muscheln und Akanthusblättern als einer der schönsten in Süddeutschland.