Stadt Memmingen:Weberstraße

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Grüner Weg - Weberstraße

Scharfrichterhaus

Die Tätigkeit des Scharfrichters umfasste nicht nur Hinrichtung und Folter, sondern u.a. auch die Reinigung der Stadtmauer und das Schinden kranker Tiere. Der Scharfrichter wurde pro Hinrichtung entlohnt und durfte die Kleidung des Hingerichteten behalten. Die Richtstätten, wie Galgen, Katzenweiher und Kopfhaus, befanden sich außerhalb der Stadtmauern.
 

Stadtmauer an der Hohen Wacht

Eindrucksvoll erhebt sich die Stadtmauer zu ihrer vollen Höhe. Ursprünglich fast drei Kilometer lang, ist heute gut die Hälfte der Stadtmauer noch erhalten. Der Rest fiel im 19. Jahrhundert der Spitzhacke zum Opfer. Im Zuge des Eisenbahnbaus ab 1862 wurde an der Ostseite Memmingens fast die gesamte Stadtmauer dem Abbruch preisgegeben.

Frauenhaus

Isoliert in der Südwestecke Memmingens befand sich bis zur Reformation das reichsstädtische Bordell. Ebenso wie der Scharfrichter, dessen Haus sich in der Nachbarschaft befindet, gehörten die hier arbeitenden „Hübschlerinnen“ zu den Außenseitern der damaligen Gesellschaft.

Weberviertel

Die Webererzeugnisse auf Leinwandbasis gehörten bis Anfang des 16. Jahrhunderts zu den Memminger Exportschlagern. Die Verlagerung der Handelswege, veränderte Produktionsabläufe und das verstärkte Aufkommen der Baumwolle trugen zum Niedergang dieses traditionsreichen Handwerks bei. Nur wenige Schritte entfernt sehen Sie die Frauenkirche. Hier haben Sie die Möglichkeit, sich dem Roten Weg zu den Hauptsehenswürdigkeiten anzuschließen.
 

Kempter Tor

Am Kempter Tor, das 1393 vollendet wurde, erkennt man die Urform der einst 37 Tor und Türme. Das Tor verdeutlicht zum einen den reichsstädtischen Verteidigungswillen, zum anderen ist es durch seinen Namen ein Indiz für die festen Handelsbeziehungen zu den Nachbarstädten Memmingens.