29.07.2026: In diesem Jahr feiert Memmingen ein ganz besonderes Jubiläum: Seit 50 Jahren besteht die Städtepartnerschaft mit Glendale (Arizona, USA). Beim Empfang im Rathaus waren neben den Delegierten aus Glendale auch die Fraktionsvorsitzenden, Ehrenbürger, der Vorsitzende der Europa Union und Vertreterinnen und Vertreter der Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Memmingen (DAG) anwesend. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher freute sich sehr, die Freunde aus Glendale und alle weiteren Gäste begrüßen zu dürfen und das Jubiläum gemeinsam zu begehen: „Die Städtepartnerschaft mit Glendale ist die erste Partnerschaft, die Memmingen eingegangen ist. Es ist toll, dass sich die Freundschaft über Generationen gehalten hat. Das 50-jährige Jubiläum bietet nun einen schönen Anlass, diese besondere Beziehung zu würdigen und weiter zu vertiefen.“ Die Partnerschaft ist aus der Geschichte des ehemaligen Fliegerhorsts hervorgegangen. Damals bestand ein enger Austausch mit der Region, da ein Teil der Ausbildung der Starfighter-Piloten des Nato-Standorts Memmingen in Luke Air Base stattfand, einem der größten Luftwaffenstützpunkte der USA. In den ersten Jahren wurde die Verbindung sehr aktiv gelebt und durch zahlreiche Besuche und Gegenbesuche geprägt. Über die Jahrzehnte entwickelte sich eine langjährige Tradition des freundschaftlichen Miteinanders. Auch wenn der Kontakt zwischenzeitlich etwas zurückging, weil die vorherige Bürgermeisterin Flugangst hatte, ist die Verbundenheit geblieben und in den letzten zwei Jahren wieder belebt worden. Betreut und gefördert wird die Städtepartnerschaft durch die städtische Partnerschaftsbeauftragte, Alexandra Hartge, und die Mitglieder der DAG unter dem Vorsitz von Dr. Dieter Geiger sowie auf amerikanischer Seite von dem Sister City Board, dem Städtepartnerschaftsverein unter der Leitung von Nancy Lenox. „Glendale, das selbst erst 1887 gegründet wurde, kann mit Memmingens jahrhundertelanger Geschichte nicht mithalten. Das macht mich etwas neidisch“, betonte Glendales Bürgermeister Jerry P. Weiers mit einem Augenzwinkern bei seiner Begrüßung. Er übergab Rothenbacher eine handgeflochtene Schale der indigenen Bevölkerung, die das Land vor den Siedlern und der Urbanisierung bewohnte. „So kann ich wenigstens etwas mit Geschichte nach Memmingen bringen.“ Die beiden Stadtoberhäupter unterzeichneten in einem zeremoniellen Akt zunächst die Urkunde zur Bekräftigung der Städtepartnerschaft. Danach folgte der Eintrag ins Goldene Buch. Anschließend überreichte Rothenbacher seinem amerikanischen Kollegen einen Schickler Stich als Geschenk.
25.06.2026: Der Memminger Stadtrat entscheidet über vieles, was den Alltag in Memmingen prägt. Die 40 ehrenamtlichen Stadträtinnen und Stadträte beschließen den städtischen Haushalt, sie stellen Bebauungspläne auf, weisen Wohn- oder Gewerbegebiete aus und entscheiden über Bau und Sanierung öffentlicher Gebäude. Der Stadtrat trifft damit die grundlegenden politischen Entscheidungen. Was sind die Aufgaben der Stadtratsreferentinnen und -referenten? Sie sollen das ihnen anvertraute Arbeitsfeld inhaltlich gut kennenlernen, bei Entwicklungen am Ball bleiben und den Kontakt zu Vereinen und Bürgerschaft mit Bezug zu ihrem Referat pflegen. Sie übernehmen damit eine Scharnierfunktion zwischen Stadtrat, Bürgerschaft und Stadtverwaltung. In 30 Referaten hat das Gremium nun einzelne Stadträtinnen und Stadträte als besondere Ansprechpartner für die Stadtteile und für Themen wie Feuerwehr, Einzelhandel, Schulen oder Senioren bestellt. Abgeordnete, Bürgermeister und Fraktionsvorsitzende werden bei der Referatsverteilung nicht berücksichtigt: Referat Fraktion Stadtratsmitglied Altstadt ÖDP Keckeis, Nina Amendingen CRB Mayer, Thomas Berufsbildende Schulen Bündnis 90/Die Grünen/Die Linke Aras, Çiğdem Brauchtumspflege, Heimatfeste, Musikschule, Kapellen CSU/FDP Baur, Christoph Buxach FW Pfalzer, Hans Dickenreishausen AfD Deininger, Maximilian Einzelhandel CSU/FDP Turgut, Aykut Eisenburg AfD Bergmiller, Klaus Feuerwehren und Rettungswesen FW Kolb, Jürgen Finanzen und Grundstücke CSU/FDP Ferraz-Mendes, Pedro Gesundheit und Pflege AfD Jurca, Titus Grund- und Mittelschulen mit Reichshainschule Bündnis 90/Die Grünen/Die Linke Dr. Schunk, Monika Gastronomie und Hotellerie CRB Dehn, Manuel Integration Bündnis 90/Die Grünen/Die Linke Reisinger, Rupert Jugend CRB Dörr, Bastian Kernstadt Ost CSU/FDP Zettler, Stephan Kernstadt West FW Heuß, Christof Kindertageseinrichtungen SPD Holzinger, Ivo Stadtgrün und Stadtklima SPD Stoll, Maximilian Kultur mit LTS und VHS CSU/FDP Rogg, Sabine Märkte und Messen SPD Spitz, Rolf Menschen mit Behinderung SPD Lachmann, Lena Mobilität und Verkehr ÖDP Karrer, Michael Senioren mit Altenpflege, Soziales CRB Fleschhut, Katrin Sport CSU/FDP Dr. Kössinger, Julia Steinheim CSU/FDP Salger, Isabella Land- und Forstwirtschaft AfD Kühn, Genovefa Volkratshofen AfD Bühler, Karl Weiterführende Schulen Bündnis 90/Die Grünen/Die Linke Herb-Müller, Stefanie Stadtwerke und Energie Bündnis 90/Die Grünen/Die Linke Prof. Dr. Buchberger, Dieter
12.06.2026: Die Stadt Memmingen führt Mitte Juni ihr Förderprogramm für Klimaschutz fort und baut damit ihr Engagement für eine nachhaltige Stadtentwicklung weiter aus. Ziel ist es, den Ausbau erneuerbarer Energien im Stadtgebiet zu beschleunigen und die Treibhausgasemissionen langfristig zu senken. Im Fokus des Programms stehen konkrete Maßnahmen im privaten Bereich. Anträge können ab 15. Juni 2026 online gestellt werden: https://www.memmingen.de/hier-leben/umwelt-klimaschutz/foerderung.html Gefördert werden unter anderem steckerfertige Photovoltaikanlagen, sogenannte Balkonsolaranlagen. Darüber hinaus unterstützt die Stadt die Installation von stationären Stromspeichern sowie Ladeinfrastruktur an Wohngebäuden. Voraussetzung ist jeweils die fachgerechte Installation durch ein Unternehmen. Ladepunkte wie Wallboxen müssen zudem mit erneuerbaren Energien betrieben werden, beispielsweise über eine Photovoltaikanlage oder einen entsprechenden Ökostromtarif. Ergänzend wird auch die Inanspruchnahme von Energie- und Speicherberatungen durch qualifizierte Fachpersonen gefördert.Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss. Balkonsolaranlagen werden mit 50 Prozent der Kosten, maximal 100 Euro bezuschusst. Für Stromspeicher und Ladeinfrastruktur beträgt die Förderung jeweils 20 Prozent der Kosten, maximal 750 Euro. Für Energieberatungen werden 50 Prozent der Kosten, maximal 200 Euro übernommen. Im Bereich der Klimaanpassung werden Maßnahmen wie Entsiegelung, Fassadenbegrünung oder Regenwasserrückhalt unterstützt. Ziel ist es, die Stadt widerstandsfähiger gegenüber Hitzeperioden und Starkregen zu machen. Zudem fördert die Stadt im Rahmen des Programms „Dein Projekt für Klimaschutz“ innovative Ideen aus der Bürgerschaft. Bürgerinnen und Bürger, Vereine oder Initiativen können eigene Projekte einreichen und finanzielle Unterstützung für deren Umsetzung erhalten. Wichtig ist, dass ausschließlich freiwillige Maßnahmen gefördert werden. Der Antrag muss vor Beginn gestellt werden. Anträge werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Sie können ab dem 15. Juni 2026 digital über das Antragsformular eingereicht werden. Ab diesem Zeitpunkt ist es erstmals möglich, die Anträge vollständig online zu stellen. Dies erleichtert die Antragstellung für Bürgerinnen und Bürger deutlich und sorgt für eine schnellere Bearbeitung. Mit der Kombination aus Klimaschutzförderung, Maßnahmen zur Klimaanpassung sowie der Unterstützung bürgerschaftlicher Projekte setzt die Stadt Memmingen auf einen ganzheitlichen Ansatz und lädt die Bevölkerung ein, aktiv an der Gestaltung einer klimafreundlichen Zukunft mitzuwirken. Kontakt: Stadt Memmingen Umwelt und Klima Schlossergasse 1 87700 Memmingen klimaschutz@memmingen.de
28.07.2026: Die Auswirkungen des Klimawandels auf Memmingen beschäftigte in der jüngsten Sitzung auch den Memminger Stadtrat. Marcus Geske, Leiter der Stadtwerke Memmingen, informierte über die Trinkwasserversorgung und die Entwicklung des Grundwasserstandes. Dabei betonte er, dass die aktuell beobachteten niedrigen Grundwasserstände keine Einschränkungen für die Trinkwasserversorgung erwarten lassen, zugleich aber Anlass für eine verstärkte Beobachtung und fachliche Prüfung der Versorgungssicherheit geben. In seinem Bericht ging Geske zunächst auf die Grundwassersituation und die Wassergewinnung ein. Das Rohwasser für die öffentliche Trinkwasserversorgung wird aus zwei südlich von Benningen gelegenen Trinkwasserbrunnen gewonnen. Das Wassereinzugsgebiet erstreckt sich von Süden kommend entlang des Memminger Trockentals und gilt als sehr ergiebig. Der Grundwasserpegel unterliegt jahreszeitlichen Schwankungen und ist direkt abhängig von in diesem Gebiet fallenden Niederschlägen. Die Aufzeichnungen der Ruhewasserpegel beider Brunnen seit 2010 zeigen, dass zunehmende Ausbleiben der typischen Verläufe der Jahreszeiten. So gab es in den Jahren 2019, 2023 und 2026 Niedrigwasserperioden, im Juni 2024 dafür Hochwasser. Derzeit ist ein bisher historische Niedrigpegel erreicht. Allerdings lässt sich ebenfalls erkennen, dass innerhalb kurzer Zeit die Fähigkeit zur Regeneration besteht, sollte es zu mehrtägigen Niederschlägen kommen. Auf die Förderleistung der beiden Brunnen und die Versorgungssituation der Stadt hat der niedrige Pegelstand in absehbarer Zeit keine Auswirkungen. Diese Auffassung wird vom Wasserwirtschaftsamt Kempten und vom Zweckverband zur Wasserversorgung der Woringer Gruppe geteilt. Die Ausbautiefe beider Brunnen beträgt rd. 18 m, die Ansaugöffnungen der jeweils 3 verbauten Unterwasserpumpen befinden sich zwischen 13 und 14 m unterhalb des Brunnenkopfdeckels. Das bedeutet, dass selbst bei einem theoretisch und gleichbleibend fallenden Grundwasserpegel über nochmals weitere zwei Jahre die Pumpen ausreichend mit Wasser angeströmt werden. Diese Pegelentwicklung ist nach fachlicher Einschätzung des Wasserwirtschaftsamtes Kempten (WWA) nicht realistisch, da das Memminger Trockental durch mehrere unterirdische Zuströme gespeist wird. Die geringe Wassermenge im Benninger Ried und im Stadtbach, zwei höhergelegene Austrittsstellen, sind bedingt durch die fallenden Pegelstände. Zum Schluss zog Geske ein Fazit und erklärte das weitere Vorgehen. So zeigen sich die Auswirkungen des Klimawandels auch in unserer Region durch atypische Niederschlagsmuster mit länger anhaltenden Trockenperioden und vermehrten Starkniederschlägen. Letztere wirken in der Regel aber nicht grundwasserneubildend. Die Erfahrungen der letzten Zeit zeigen, dass das Grundwasserdargebot weder qualitativ noch quantitativ „unantastbar“ ist. Eine akute Risiko- oder Gefährdungslage ist indes derzeit und selbst bei gleichbleibend fallendem Grundwasserpegel mittelfristig nicht zu befürchten. Unabhängig davon gilt es, die weitere Entwicklung des Grundwasserstands aufmerksam zu beobachten. Ein fachlicher Austausch mit dem Wasserwirtschaftsamt Kempten fand erstmalig bereits am 7.7.26 statt, um eine belastbare Redundanz für die Brunnen sowie entsprechende Entlastungs- und Ausweichszenarien zu prüfen.
25.03.2026: Um auch in den kommenden Jahren einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, müssen grundsätzlich Ausgaben verringert und Einnahmen erhöht werden. Das Haushaltskonsolidierungskonzept, das im vergangenen Jahr von Stadtrat und Verwaltung gemeinsam erarbeitet worden ist, wird nun fortgeschrieben. Dafür stimmte der Stadtrat in der Plenumssitzung vom 23. März mehrheitlich bei drei Gegenstimmen. Markus Weiß, Leiter der Finanzverwaltung, informierte über neue Eckpunkte des Haushaltskonsolidierungskonzepts: • Erhöhung der Grundsteuerhebesätze von 400 auf 440 Punkte als Ausgleich der aktuellen Preisentwicklung. • Ausgaben werden, wo immer möglich, vorerst eingefroren. • Das Gebäudemanagement städtischer Liegenschaften soll zukünftig zentral gesteuert und dadurch effizienter werden. • Der Wohngebäudebestand der Stadt soll reduziert werden. Aktuell hat die Stadt rund 800 Wohnungen, die nicht alle erhalten werden können. „Lieber versuchen wir, uns von dem einen oder anderen Objekt zu trennen und mit den Einnahmen daraus die Substanz der anderen Wohnungen zu erhalten“, erklärt der Kämmerer. • Gebühren sollen sukzessiv erhöht werden, die Neukalkulation der Friedhofsgebühren ist dabei bereits im März in Kraft getreten, die Kita-Gebühren werden zum Beginn des neuen Kindergartenjahres im September erhöht. Die Einführung einer Straßenreinigungsgebühr soll geprüft werden. • Eine Haushaltssperre gilt bis 30. September für 40 Prozent der Ausgabenansätze, soweit diese beeinflussbar sind. „Mir ist wohler, wenn wir uns ein bisschen Spielraum erhalten. Wir wissen nicht, wie sich die globalen politischen Ereignisse auf unsere heimische Wirtschaft auswirken“, betont Markus Weiß. • Leistungen der Stadt müssen eingeschränkt, Servicezeiten zurückgefahren und eventuell sogar Einrichtungen geschlossen werden. „Wir werden Einschnitte vornehmen müssen, denn wir können uns nicht mehr alles leisten. Ohne Verzicht wird es auf Dauer nicht gehen“, konstatiert der Kämmerer.
02.07.2026: Memmingen ist um eine optische Attraktion reicher. Auf dem Schrannenplatz wurde der neue, großformatige Schriftzug „Memmingen“ feierlich enthüllt. Initiiert wurde das Projekt vom Stadtmarketing und gesponsort wurde der Schriftzug von der Firma Goldhofer, deren Auszubildende in Zusammenarbeit mit erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diesen in vielen Arbeitsstunden fertigten. Das symbolische erste Selfie erstellte Oberbürgermeister Jan Rothenbacher gemeinsam mit allen Beteiligten. Das Stadtoberhaupt dankte in seiner Begrüßungsrede Firma Goldhofer für die großzügige Spende und das Erstellen des Schriftzugs: „Danke für dieses ganz besondere Highlight, um unsere Stadt noch fotogener zu gestalten. Es ist toll, dass dieses sensationelle Projekt mit einem so starken Partner der Stadt umgesetzt werden konnte.“ Auch Florian Werner, Vorstand der Goldhofer AG, freute sich über die gelungene Umsetzung: „Der Schriftzug fällt nicht nur ins Auge, sondern ist auch das Ergebnis unserer Ausbildung, von sehr viel Engagement und Eigeninitiative. Dieses Projekt ist zudem ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit mit der Stadt Memmingen.“ „Mit dem neuen Memmingen-Schriftzug schaffen wir einen Ort, an dem sich Stadtidentität, Aufenthaltsqualität und touristische Sichtbarkeit verbinden. Er lädt dazu ein, Memmingen noch bewusster wahrzunehmen, Erinnerungen festzuhalten und die Begeisterung für unsere Stadt nach außen zu tragen.“, erklärt Alexandra Hartge, Leiterin Stadtmarketing, wie es zu der Idee für den Selfie-Point kam und welches Ziel damit verfolgt wird. Wer zukünftig ein schönes Erinnerungs-Selfie machen möchte, kann dies nun besonders gut am Schrannenplatz tun. Der dreidimensionale Schriftzug ist 6 Meter lang und 2 Tonnen schwer. Er bietet die perfekte Kulisse für Erinnerungsfotos – sowohl für Bürgerinnen und Bürger, als auch für Touristen. Musikalisch umrahmt wurde die Enthüllung von der Musikkapelle Lautrach.
21.07.2026: Große Freude herrschte bei den Kindern des Kindergartens Stadtweiherstraße, als sie ihre Lesestart-Taschen in Empfang nehmen durften. Die Aktion ist Teil des bundesweiten Programms „Lesestart 1–2–3“ der Stiftung Lesen und soll Kinder früh für Bücher und das Vorlesen begeistern. Die Stadtbibliothek Memmingen verteilt insgesamt 400 Lesestart-Taschen an Kindergärten in Memmingen und Umgebung. Jede Stofftasche enthält ein altersgerechtes Pappbilderbuch sowie Informationen für Eltern in verschiedenen Sprachen. Familien, deren Kind keine Tasche über den Kindergarten erhält, können diese – solange der Vorrat reicht – auch direkt in der Stadtbibliothek Memmingen abholen. „Gemeinsames Vorlesen fördert Sprache, Fantasie und die Freude an Büchern. Mit der Lesestart-Aktion möchten wir Familien für das Lesen begeistern und gleichzeitig auf unser vielfältiges Angebot für Kinder aufmerksam machen“, sagt Bibliotheksleiterin Anke Limprecht. Die Stadtbibliothek Memmingen hält eine große Auswahl an Bilder- und Vorlesebüchern für jedes Alter bereit. Für Kinder ist die Ausleihe kostenlos; bei der Anmeldung wird lediglich eine einmalige Ausweisgebühr von 1 Euro erhoben. So können schon die Jüngsten die Welt der Bücher entdecken. Stadtbibliothek Memmingen, Martin-Luther-Platz 1, 87700 Memmingen Öffnungszeiten: Di: 10.00 – 17.30 Uhr Mi: 11.00 – 17.30 Uhr Mi: 11.00 – 17.30 Uhr Do: 11.00 – 17.30 Uhr Sa: 10.00 – 13.00 Uhr
23.07.2026: Unter dem Motto „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?“ fand der 73. Europäische Wettbewerb statt, an dem Memmingen zum 43. Mal teilnahm. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher zeichnete neben den diesjährigen fünf Landes- auch die 44 Stadtsiegerinnen und -sieger im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus aus. Die Wahl der Stadtsiegerinnen und -sieger – von den jeweiligen Schulen ausgewählte Schulsiegerinnen und -sieger – fand in diesem Jahr zum ersten Mal statt. „Die Siegerehrung des Wettbewerbs ist in jedem Jahr ein künstlerisches Highlight zum Ende des Schuljahres. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie ihr die politischen Themen und Impulse aufgreift, um eure eigene Perspektive anreichert und für uns so wunderbar kreativ aufbereitet“, betonte Rothenbacher bei der Begrüßung der Gäste. Die jungen Künstlerinnen und Künstler setzten ihre Ideen in verschiedenen Werken um. Sie beschäftigten sich dabei mit einer der insgesamt 13 Aufgaben, die für vier Altersgruppen gestellt wurden. So zum Beispiel „Kinderrechte – (k)ein Märchen?“, „Hier bin ich Mensch – hier darf ich’s sein!“, „Heißer Planet – schrumpfende Rechte?“ oder „Die Gedanken sind frei…“. Jugendliche des Bernhard-Strigel-Gymnasiums, des Vöhlin Gymnasiums, der Staatl. Realschule, der Wirtschaftsschule und der Berufsfachschule Kinderpflege waren mit ihren Bildern, Zeichnungen und Modellen beim Wettbewerb erfolgreich. Von bundesweit 74.938 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden fünf Landessiegerinnen und -sieger aus Memmingen ausgewählt und ausgezeichnet. Davon drei mit Weiterleitung an die Bundesjury. „Das Motto des diesjährigen Wettbewerbs könnte kaum aktueller sein. Mit Fragen rund um Recht und Respekt haben sich in diesem Jahr wieder mehr Schülerinnen und Schüler angesprochen gefühlt, als im letztjährigen Wettbewerb. Das ist ein starkes und ein gutes Zeichen, wie sehr sich junge Menschen mit diesen europäischen Themen beschäftigen“, lobte Harald Post, Vorstandsmitglied der Sparkasse Schwaben-Bodensee. „Der Wettbewerb ist wichtig, damit die Jugendlichen frühzeitig mit Europa und Demokratie in Kontakt kommen. In diesem Jahr wollten wir ein besonderes Zeichen setzen und haben deswegen auch Stadtsiegerinnen und -sieger gewählt, um den Jugendlichen unsere Wertschätzung für ihre Werke zu zeigen“, betonte Burkhard Arnold, Vorsitzender der Europa-Union Memmingen. Auch in diesem Jahr durften alle Gewinnerinnen und Gewinner ihre Wettbewerbsarbeiten wieder selber vor den zahlreichen Ehrengästen im Rathaus vorstellen und ihre Ideen dahinter erläutern. Der Rathauschef bedankte sich herzlichst bei der Sparkasse Schwaben-Bodensee für die Förderung der Ehrung und bei der Europa-Union Memmingen und dem Europabüro der Stadt für die Organisation der Auszeichnung. Deutschlands ältester Schulwettbewerb findet auch im nächsten Jahr wieder statt, dann unter dem Thema: „Europa gerecht gestalten: Was kostet die Zukunft?“.
29.04.2026: Der Memminger Stadtrat hat den nächsten entscheidenden Schritt für die zukünftige Wärmeversorgung der Stadt beschlossen: Mit lediglich zwei Gegenstimmen wurden die Stadtwerke Memmingen damit beauftragt, das Vertragswerk auf Grundlage eines erarbeiteten Letter of Intent (LOI) zu finalisieren. Ziel ist die Unterzeichnung der Verträge im vierten Quartal 2026. Bereits im Januar 2024 hatte der Stadtrat die Stadtwerke beauftragt, die Gründung einer kommunal geprägten Wärmegesellschaft zu prüfen, geeignete Partner zu identifizieren und die entsprechenden Rahmenbedingungen zu erarbeiten. In der Folge wurde ein interner Arbeitskreis eingerichtet, bestehend aus dem Oberbürgermeister, Vertreterinnen und Vertretern des Werkausschusses und der Stadtwerke sowie externen Beratern. Dieser Arbeitsprozess mündete nun in den vorliegenden LOI, der die Grundlage für die weitere Umsetzung bildet. Der LOI sieht vor, zum 1. Januar 2027 eine gemeinsame Wärmegesellschaft in Rechtsform einer GmbH & Co. KG mit Sitz in Memmingen zu gründen. Der finale Name der Wärmegesellschaft wird im weiteren Prozess gemeinsam mit allen Vertragspartnern abgestimmt und festgelegt. Die neue Gesellschaft soll aus der bestehenden Fernwärme Memmingen GmbH & Co. KG hervorgehen. Die Stadt Memmingen wird mit 51 Prozent Mehrheitsgesellschafterin, während die E-CON AG 49 Prozent der Anteile hält. Zu den zentralen Inhalten des LOI zählen neben der Mehrheitsbeteiligung der Stadt ein anteiliger Kaufpreis von 2,295 Millionen Euro zuzüglich des anteiligen handelsrechtlichen Eigenkapitals sowie die anteilige Absicherung von 51 Prozent der Verbindlichkeiten durch die Stadt beziehungsweise die Stadtwerke. Die Gesellschaft wird von einer technischen und einer kaufmännischen Geschäftsführung geleitet. Der Aufsichtsrat wird paritätisch mit sechs Personen besetzt, wobei bei Stimmengleichheit der Oberbürgermeister den Ausschlag gibt. Inhaltlich setzt die neue Wärmegesellschaft klare Schwerpunkte auf die Transformation der Energieversorgung. Vorgesehen ist ein beschleunigter Ausstieg aus der Erdgasversorgung bis spätestens 2050. Zur Kompensation zahlt die Gesellschaft über einen Zeitraum von zehn Jahren insgesamt zwei Millionen Euro an die Stadtwerke. Gleichzeitig wird das Geschäftsfeld deutlich erweitert, unter anderem um Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, Stromspeicher und Ladeinfrastruktur. Das Wärmenetz Süd wird anteilig erworben. Hingegen ist das Wärmenetz Nord zunächst von der neuen Gesellschaft ausgenommen. Im LOI ist allerdings festgehalten, dass das Wärmenetz Nord langfristig in die gemeinsame Wärmegesellschaft hineinwächst. Zielszenario ist ein großes Memminger Wärmenetz, damit nicht mehr zwischen Nord und Süd unterschieden werden muss. Das Wärmenetz wird wachsen und auch strukturell perspektivisch einen Zusammenschluss finden. Weiterhin steht im LOI, dass zwei Vollzeitkräfte die Gesellschaft führen sollen. Zum einen ein Geschäftsführer mit technischem Hintergrund, für den die E-CON AG das Vorschlagsrecht hat, zum anderen ein kaufmännischer Geschäftsführer, der von der Stadt bestellt wird. Zudem wird die Stadt einen bereits eingereichten Förderantrag zur Nutzung von Tiefengeothermie zurückziehen und stattdessen die Antragstellung durch die E-CON AG unterstützen. Für den Fall eines Ausstiegs der E-CON oder einer Liquidation der Gesellschaft fällt das Erlaubnisfeld an die Stadt zurück. Die geplanten Gesamtinvestitionen bis Ende 2026 belaufen sich auf rund 26,25 Millionen Euro, wobei Fördermittel sowie Baukostenzuschüsse bereits berücksichtigt sind. Einschließlich der bisherigen Entwicklungs- und Planungsleistungen ergibt sich ein prognostizierter Gesamtwert von etwa 30,75 Millionen Euro netto. Die Finanzierung erfolgt über eine Kombination aus Eigenmitteln und Darlehen, wobei die Stadt beziehungsweise die Stadtwerke künftig 51 Prozent der Darlehen absichern. Mit dem aktuellen Beschluss stellt der Stadtrat die Weichen für eine langfristig sichere, nachhaltige und stärker kommunal geprägte Wärmeversorgung in Memmingen.
20.05.2026: Das bayerische Telekommunikationsunternehmen Leonet (Deggendorf) wird den Memminger Ortsteil Amendingen nun doch nicht mit Glasfaser versorgen. Dies hat das Unternehmen der Stadt in einem Schreiben mitgeteilt. Betroffen von der Entscheidung sind rund 1.600 Haushalte und Gewerbebetriebe. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher zeigt sich von der Entscheidung enttäuscht: „Ich bedaure sehr, dass sich Leonet zurückzieht. Jedoch werden wir alles daransetzen, einen anderen Partner für den Ausbau in Amendingen und den bislang unversorgten Gebieten zu gewinnen.“ „Die Verwaltung befindet sich laufend in Gesprächen mit Telekommunikationsunternehmen und prüft alternative Möglichkeiten für den eigenwirtschaftlichen Ausbau. Parallel dazu werden auch Förderprogramme untersucht“, ergänzt Michael Haider, Breitbandbeauftragter der Stadt Memmingen. Die Stadt Memmingen unterstützt das Ziel des Bundes, bis 2030 allen Haushalten eine Möglichkeit für einen Glasfaseranschluss zu bieten. Derzeit liegt die Quote in Memmingen bei 25%. Ohne konkretes Ausbauvorhaben sind derzeit die Bereiche Amendingen, Eisenburg, Buxach/Hart und Volkratshofen. Jedoch auch in den übrigen Stadtgebieten gibt es noch zu schließende Lücken.