07.07.2026: Alkohol begleitet viele Momente unseres Alltags – oft ganz selbstverständlich. Die bundesweite Aktionswoche Alkohol, die im Zeitraum vom 13.06.-21.06.2026 stattfand, regte dazu an, den eigenen Umgang mit Alkohol bewusst zu reflektieren. Die Suchtpräventionsfachkräfte der Gesundheitsämter der Stadt Memmingen und des Landkreises Unterallgäu sowie der Psychosozialen Beratungsstelle Memmingen (AWO), haben verschiedene Angebote organisiert, unterstützt durch Fliegenpilz e.V. – Verein für Suchtprävention. Hierbei wurden Fachkräfte, Jugendliche, Senioren und die breite Bevölkerung in der Region erreicht. Ziel der verschiedenen Veranstaltungen war es, nicht mit erhobenem Zeigefinger zu belehren, sondern über Risiken aufzuklären, Informationen zu vermitteln und den Austausch über das oftmals unterschätzte Thema Alkohol(-abhängigkeit) zu fördern. Den Auftakt machte ein Aktionsstand auf dem Memminger Wochenmarkt zum Thema „Sucht im Alter“ in Zusammenarbeit mit der Seniorenfachstelle Memmingen. Darauf aufbauend fand ein ärztlicher Vortrag zu diesem Thema für Betroffene, Angehörige und Interessierte statt. Am 17.06.26 und am 18.06.26 hatten psychologische und pädagogische Fachkräfte aus der Region die Möglichkeit, sich zum Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien zu informieren und auszutauschen, erstmalig in einem besonderen Format. In Kooperation mit regionalen und überregionalen Partnern standen ein Film, die Erarbeitung verschiedener Impulse an Thementischen, sowie ein moderiertes Fachgespräch auf dem Programm. Fast 100 Fachkräfte widmeten an diesen beiden Tagen den Kindern aus suchtbelasteten Familien besondere Aufmerksamkeit. An Eltern, Erziehungsberechtigte und interessierte Personen richtete sich der hybride Vortrag „Cheers oder nein, Danke!? – Alkohol in unserem Alltag“ in Kooperation mit der VHS Memmingen. Mit Blick auf Kinder und Jugendliche fanden neben einem schulischen Präventionsangebot an der Mittelschule Mindelheim auch Aktionen im Jugendhaus Memmingen und im Jugendhaus Babenhausen statt. Die Jugendlichen konnten ihr Wissen bei einem Quiz testen, alkoholfreie Cocktails zubereiten und sich über K.O.-Tropfen und die Schutzmöglichkeiten informieren. Abgerundet wurde die Aktionswoche Alkohol mit der Teilnahme am Sporttag in Memmingen unter dem Motto „Alkoholfrei Sport genießen“.
29.04.2026: Die Entgelte der Städtische Musikschule werden zum 01. September 2026 moderat angehoben. Dies beschlossen die Mitglieder des Memminger Stadtrats einstimmig in der jüngsten Sitzung. Damit wird die bereits eingeschlagene Linie fortgesetzt, die Entgelte künftig regelmäßig, spätestens alle zwei Jahre, anzupassen. Zuletzt waren die Entgelte zum 1. September 2024 um rund 19 Prozent erhöht worden, nachdem zuvor fünf Jahre lang keine Anpassung erfolgt war. Vor dem Hintergrund der zwischenzeitlichen Tarifsteigerungen von insgesamt 5,9 Prozent in den Jahren 2025 und 2026 wird nun eine durchschnittliche Erhöhung von etwa 4 Prozent umgesetzt. Ziel ist es, die Musikschule weiterhin attraktiv und zugleich wirtschaftlich stabil zu halten. Die Anpassung führt zu Mehreinnahmen in Höhe von rund 18.000 Euro. Gleichzeitig bleibt die soziale Ausgewogenheit gewahrt: Für einkommensschwächere Familien besteht weiterhin die Möglichkeit, eine Ermäßigung zu beantragen. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihrer finanziellen Situation Zugang zu musikalischer Bildung haben. Ein Vergleich mit umliegenden Musikschulen zeigt zudem, dass sich die Entgelte in Memmingen weiterhin in einem vergleichbaren Rahmen bewegen: So kostet beispielsweise der Einzelunterricht (30 Minuten) jährlich in Memmingen 744 Euro (seit 01.09.2024), in Mindelheim 627,60 Euro (seit 01.09.2022), in Ottobeuren ebenfalls 744 Euro (seit 01.09.2023), in Illertissen/ Vöhringen/ Bellenberg 750 Euro (seit 01.09.2022) und im Unterallgäu 780 Euro (seit 01.09.2023). Im Zuge der Anpassung wurde auch die Entgeltordnung in einzelnen Punkten überarbeitet. Diese Änderungen ergeben sich aus praktischen Erfahrungen im laufenden Betrieb und dienen einer klareren und effizienteren Anwendung. Darüber hinaus präsentiert sich die Musikschule Memmingen zunehmend in einem modernen Erscheinungsbild. Mit neuem Namen, frischem Logo und einer zeitgemäßen Gestaltung der Räumlichkeiten setzt die Einrichtung sichtbare Impulse. Ein besonderer Akzent ist die Benennung eines Raumes als „Rittmayer-Saal“, der die Verbindung zu den Stiftern Rittmayer würdigt, deren Nachlass den Betrieb der Musikschule maßgeblich unterstützt.
14.07.2026: Mit frischen Ideen, bewährten Klassikern und vielen neuen Angeboten startet die Volkshochschule Memmingen unter dem Motto „Bildung in Bestform“ in das neue Semester. Ab sofort ist das komplette Kursangebot online verfügbar, das gedruckte Programmheft liegt pünktlich zum Memminger Kinderfest am 23. Juli aus. Nach den Sommerferien erwartet die Teilnehmenden ein vielfältiges Programm aus Bildung, Kultur, Gesundheit, Kreativität, Sprachen und persönlicher Weiterentwicklung. Besonders bei Sprach- und Gesundheitskursen empfiehlt die vhs aufgrund der hohen Nachfrage eine frühzeitige Anmeldung. Fitness und Gesundheit Frische Impulse setzt die vhs im Gesundheitsbereich. Erstmals stehen Mini-Yoga-Retreats, Tai-Chi- und Qi-Gong-Wochenenden sowie Boxtraining für Frauen auf dem Programm. Eine neue Kursleiterin aus Kanada bringt zudem ein Tanz-Fitness-Konzept nach Memmingen, das Bewegung, Muskelaufbau und Lebensfreude miteinander verbindet. Auch Kinder können in Bad Grönenbach und Babenhausen altersgerechte Bewegungsangebote entdecken. Ergänzt wird das Programm durch bewährte und neue von Krankenkassen geförderte Präventionskurse wie Yoga und Pilates. Für mehr Gelassenheit im Alltag sorgen Angebote wie Meditation mit Klangschalen oder Progressive Muskelentspannung. Der Kurs „Aufrecht gehen, aufrecht stehen“ unterstützt dabei, Stress abzubauen und gleichzeitig Haltung, Muskulatur und Beweglichkeit zu stärken. Kulinarik Kulinarisch lädt die vhs erneut zu einer Reise durch verschiedene Länder und Kulturen ein. In Kochkursen für Erwachsene stehen internationale Küchen im Mittelpunkt – von der aromatischen Levante-Küche bis zur Persischen Küche. Dabei wird deutlich: Genuss und gesunde Ernährung lassen sich hervorragend verbinden. Wie sich die herbstliche Ernte kreativ in haltbare Brotaufstriche für den Winter verwandeln lässt, vermittelt eine junge Dozentin, die das traditionelle Einwecken modern interpretiert. Kinder erwerben in Backkursen spielerisch wichtige Alltagskompetenzen und entdecken dabei die Freude am gemeinsamen Arbeiten und Genießen. Kreatives Kreative Köpfe können sich auf beliebte Mal- und Zeichenkurse sowie auf die japanische Kunst des Kintsugi freuen. Dabei werden zerbrochene Gegenstände mit Gold repariert – ein inspirierender Ansatz, der zeigt, wie aus vermeintlichen Brüchen etwas Besonderes entstehen kann. In Wochenendworkshops, u. a. zu Reliefschnitzen, haben Interessierte Gelegenheit, Techniken zu erlernen, auszuprobieren und Kunst zu schaffen. EDV und Beruf Im Bereich Beruf und Digitalisierung rückt das Thema Künstliche Intelligenz (KI) stärker in den Fokus. Praxisnah zeigen die Kurse, wie KI in unterschiedlichen Branchen sowie im Bereich Social Media sinnvoll eingesetzt werden kann. Eine neue Dozentin begleitet Menschen beim Berufsstart nach Ausbildung oder Studium ebenso wie beim erfolgreichen Wiedereinstieg nach der Familienphase. Ergänzend bietet die etablierte Xpert-Reihe weiterhin zertifizierte kaufmännische Weiterbildung. Exkursionen und Vorträge Eine wichtige Verbindung zwischen Weiterbildung und regionaler Wirtschaft schaffen die Betriebsführungen der vhs. Interessierte erhalten spannende Einblicke in mittelständische Unternehmen der Region und erleben Produkte, Dienstleistungen und Arbeitsweisen direkt vor Ort. Im kommenden Semester öffnen u. a. die Baufirma Unglert, die Firma Alois Müller und Fakt-motion ihre Türen. Im Veranstaltungsprogramm stehen außerdem Lesungen mit Michal Hvorecky (Bratislava) und Uschi Zietsch-Jambor (Buchautorin und Verlegerin) sowie der Reisebericht einer Iranerin, die allein, ohne festen Plan und Ziel, neun Länder mit dem Fahrrad bereist hat. Geschichtsbegeisterte können sich auf die Fortsetzung der Reihe „Memmingen im Wandel der Zeit“ freuen. Gemeinsam mit Stadtarchivar Christoph Engelhard rücken diesmal in einem neuen, gesprächsbezogenen Format die 1970er Jahre in den Mittelpunkt. Neben historischen Einblicken, auch mit vielen historischen Fotos, sind die Teilnehmenden ausdrücklich eingeladen, eigene Erinnerungen und Erfahrungen einzubringen. Verbraucherbildung Seit über einem Jahrzehnt ist die vhs „Stützpunkt Verbraucherbildung“ und bietet vom Bayerischen Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz geförderte Kurse zur Verbraucherbildung an. In diesem Semester liegt der Fokus auf aktuellen Kennzeichenerkennung in Parkhäusern und Park-Apps, aber auch KI und Finanzthemen. Lange Nacht der Demokratie Auch in diesem Jahr beteiligt sich die vhs erneut an der „Langen Nacht der Demokratie“. Unter dem Motto „Gemeinsam (klingen) für Freiheit und Vielfalt“ erwartet Besucherinnen und Besucher auf dem Memminger Marktplatz am Tag der Deutschen Einheit ein vielfältiges Programm zum Mitmachen, Zuhören und Austauschen, darunter auch „Deutschland singt“. Informationen und Anmeldung Informationen und Anmeldung zum neuen Semesterprogramm unter: vhs@memmingen.de | 08331 850-1616 | www.vhs-memmingen.de
10.07.2026: Nach rund dreijähriger Bauzeit wurde Memmingens neues sportorientiertes Freizeitbad „Schwimmwerk Memmingen“ am Freitag, 10. Juli 2026, feierlich eröffnet. „Während vielerorts Bäder schließen, setzen wir ein bewusstes Zeichen für die Zukunft unserer Stadt: Mit dem Schwimmwerk haben wir ein modernes Bad für den Schwimmunterricht unserer Kinder, für Wassersportvereine und für alle Schwimmbegeisterten geschaffen. Wir eröffnen ein attraktives, energieeffizientes und nachhaltiges Schwimmbad für Bewegung und Sport, Freizeit und Entspannung – ein großer Gewinn für Memmingen und die ganze Region“, betonte Oberbürgermeister Jan Rothenbacher. Mit einem gemeinsamen Eröffnungssprung ins 25-Meter-Becken des Hallenbads starten Schwimmerinnen und Schwimmer der Memminger Wassersportvereine feierlich den Badebetrieb – ein Sprung in eine neue Schwimmbad-Ära. Die Baukosten liegen bei rund 47,7 Mio. Euro. Gefördert wurde der Neubau durch den Freistaat Bayern mit rund 3,7 Mio. Euro (Förderung als Schulsportanlage) sowie mit 500.000 Euro aus dem KfW-Programm. Den kirchlichen Segen für das neue Schwimmbad erteilten Dekan Christoph Schieder vom evangelisch-lutherischen Dekanat Memmingen und Stadtpfarrer Pater Joshy Palakunnel O. Praem. von der katholischen Pfarreiengemeinschaft Memmingen. Nachhaltige Architektur und moderne Technik „Beim neuen Schwimmwerk wurden nachhaltige Architektur und moderne Technik konsequent gemeinsam gedacht – immer mit dem Ziel, dauerhaft niedrige Betriebskosten zu erreichen und zugleich einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen sicherzustellen. Damit ist das Projekt zukunftsweisend und eine Investition für kommende Generationen“, erklärte Hochbauamtsleiterin Tanja Aberle. Rund 20 Planungsbüros für Tragwerksplanung, Planung Architektur, Freiraumgestaltung, Bauphysik, Brandschutz, technische Gebäudeausstattung und anderes arbeiteten gemeinsam an dem Großprojekt. Ein fester Kern von Planerinnen und Planern traf sich wöchentlich zur Abstimmung auf der Baustelle oder digital. Weit über 60 Gewerke waren am Bau des Kombibades beteiligt. „Wir freuen uns sehr, dass sich die Idee, die wir 2008 im Wettbewerb formuliert haben, als sehr tragfähig erwiesen hat. Im Laufe des langen Planungsprozesses wurden in einer großartigen Teamleistung viele Aspekte intensiv diskutiert und optimiert“, erklärte Architekt Bernhard Asböck (Asböck Architekten, München). „Die Zusammenarbeit zwischen dem Hochbauamt, den Stadtwerken als künftigem Betreiber und allen Planungskollegen war hervorragend, und auch alle Firmen haben mitgewirkt, unsere Vorstellungen eines zeitgemäßen Bades umzusetzen.“ Die Architektur des Schwimmwerks zeichnet sich durch eine bewusste Reduktion auf wenige, hochwertige und langlebige Materialien aus. Prägend für das Gebäude sind die markanten Holztragwerke mit ihren dynamisch geformten Trägern und den charakteristischen V-Stützen, die Konstruktion und Architektur miteinander verbinden und dem Innenraum eine warme und zugleich moderne Atmosphäre verleihen. Großflächige Glasfassaden schaffen helle, offene Räume und stellen einen engen Bezug zwischen Innen- und Außenbereich her. „Mit seiner Passivhauszertifizierung, dem Einsatz nachhaltiger Materialien wie Holz und einem konsequenten Monitoring im Betrieb steht das Schwimmwerk beispielhaft für klimafreundliche, wirtschaftliche und zukunftsfähige öffentliche Infrastruktur“, erklärt Marcus Geske, Leiter der Stadtwerke Memmingen, die Bauherr und Betreiber des Schwimmwerks Memmingen sind. Passivhauskonzept: Optimierter Energieverbrauch Als Passivhaus-Hallenbad kombiniert das Schwimmwerk eine hochgedämmte, nahezu luftdichte Gebäudehülle mit modernster Technik und intelligenter Lüftungsführung. Dadurch können der Wärmebedarf um rund 70 Prozent und der Strombedarf um etwa 30 Prozent gegenüber konventionellen Hallenbädern reduziert werden. Die Wärmeversorgung des Bades erfolgt über die Nutzung von Grundwasser mittels Wärmepumpentechnik. Auf diese Weise können rund 78 Prozent des Wärmebedarfs CO₂-neutral und ohne Einsatz fossiler Energieträger gedeckt werden. Ein wesentlicher Anteil des für den Betrieb benötigten Stroms wird durch eine großflächige Photovoltaikanlage auf den Dachflächen erzeugt. Ergänzend kommen Wärmerückgewinnungssysteme hinzu, die Energie aus Duschwasser und Filterspülwasser erneut nutzbar machen. Auch eine kontrollierte Schichtlüftung trägt wesentlich zur Energieeinsparung und zu einem angenehmen Raumklima bei. Ausstattung des Hallen- und Freibads Im Hallenbad gibt es ein 25-Meter-Becken mit 8 Bahnen, einem Ein-Meter-Sprungbrett und einem Drei-Meter-Sprungbrett. Das Schwimmerbecken ist mit einer NinjaCross-Anlage (mit zwei Parcours) ausgestattet und für die Wettkampfkategorie B ausgelegt. Zudem gibt es ein Lehrschwimmbecken mit Nackenduschen und Massagedüsen, ein Kursbecken mit Hubboden sowie ein Kleinkinderbecken. Auch eine Dampfsauna und eine Ruhelounge finden sich im Hallenbadbereich. Im Freibadbereich gibt es ein Schwimmerbecken mit sechs 50-Meter-Bahnen, ein Nichtschwimmerbecken mit Rutsche, Strömungskanal und Wasserpilz, Boden- und Massagedüsen, sowie ein Kleinkinderbecken mit kleiner Rutsche und verschiedenen Spritztieren. Im Freibadbereich erwarten die Badegäste zukünftig neben einem großzügigen Kioskbereich verschiedene Freizeitfelder auf denen Beach Volleyball, Boccia oder Tischtennis gespielt werden kann sowie ein großer Sandspielplatz für die Kleinsten. Die gesamte Wasserfläche beträgt ca. 2.233m². Die Wasserfläche im Hallenbad beträgt rund. 804m² und bietet damit fast doppelt so viel Wasserfläche wie im alten Hallenbad. Die Wasserfläche des Freibades beträgt ca. 1.429m².
26.06.2026: Mit rund 120 Besucher:innen wurde mit einer Vernissage am Donnerstagabend, 25.06.2026, die Ausstellung „Das Große Format – Zeitgenössische Kunst im Kreuzherrnsaal Memmingen“ eröffnet. Das Ausstellungsprojekt ist eine gemeinsame Initiative des Kulturamts der Stadt Memmingen und des Berufsverbandes Bildender Künstler Schwaben Süd e. V. und wird seit 2015 im zweijährigen Turnus realisiert. Im Mittelpunkt des Abends stand die Verleihung der beiden Kunstpreise, mit denen herausragende künstlerische Positionen der Ausstellung ausgezeichnet wurden. Den Kunstpreis der Sparkasse Schwaben-Bodensee, dotiert mit 1.500 Euro, erhielt Monica Gayer (Landsberg am Lech) für ihre Arbeit „Parallel“. Der erstmals vergebene Kunstpreis der Alois Goldhofer Stiftung, dotiert mit 1.000 Euro, ging an Lucie Sommer-Leix (Waltenhofen) für ihre Arbeit „Lieber wollte ich eine Hagebutte im Zaun sein, als eine Rose in euer Gnaden (Shakespeare)“.Dritte Bürgermeisterin Petra Beer würdigte in ihrer Begrüßung die Bedeutung der Ausstellung für den Kulturstandort Memmingen und dankte den beiden Preisstiftern. Kulturamtsleiter Sebastian Huber stellte das Ausstellungsprojekt und das Juryverfahren vor und hob die langjährige Kooperation zwischen dem Kulturamt und dem Berufsverband Bildender Künstler Schwaben Süd hervor. Im Anschluss verkündete die Vorsitzende des Berufsverbandes, Peggy Uhlich, die beiden Preisträgerinnen und erläuterte in ihren Laudationes die Entscheidungen der Jury. „Hier sehen wir Menschen, teils sichtbar, teils verdeckt. Wer ist verborgen? Wer darf sichtbar sein? Durch die parallel ausgeführte Spachteltechnik lässt das Werk viele Fragen offen, die jeder für sich beantworten kann“, fasst Uhlich ihre Eindrücke zur ausgezeichneten Arbeit Parallel von Monica Gayer zusammen. Zur Arbeit Lieber die Hagebutte am Zaun, als eine Rose in Euer Gnaden der Preisträgerin Lucie Sommer-Leix, resümiert Uhlich: „Die Mischtechnik mit dem rätselhaften Titel führt uns hinein in die Welt der Symbole. Kerze, Tauben und Fische, sowie die Farben rot und weiß. All das spricht für Bescheidenheit, Reinheit, Liebe und Zufriedenheit.“ Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Sandra Miller (Blockflöte) und Kathrin Ebenhoch (Klavier), die mit Werken von Gordon Jacob, Chiel Meijering und Agnes Dorwarth den Abend gestalteten. Die Ausstellung präsentiert neun großformatige Arbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler des Berufsverbandes Bildender Künstler Schwaben Süd e. V., die in einem Juryverfahren ausgewählt wurden. Vertreten sind Marijanca Ambos, Winfried Becker, Brigitte Dorn, Monica Gayer, Monica Javani-Wiedemann, Angela Lohr, Franz Mair, Lucie Sommer-Leix und Cornelia Zembrod. Gezeigt werden Malerei, Fotografie und Skulptur, die im historischen Kreuzherrnsaal in einen spannenden Dialog mit der barocken Architektur treten. Die Ausstellung ist noch bis einschließlich 5. Juli 2026 im Kreuzherrnsaal Memmingen zu sehen. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.