Stadt Memmingen:Stadtmuseum

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Stadtmuseum im Hermansbau
Zangmeisterstr. 8 
(Eingang Hermansgasse)
87700 Memmingen

Tel.: 08331/850-134
Fax: 08331/850-244

Öffnungszeiten:

Geöffnet Mai bis Ende Januar

Dienstag bis Sonntag:

  • 11.00 bis 17.00 Uhr

Eintritt frei

Stadtmuseum Memmingen

In den großzügigen Zimmerfluchten des spätbarocken Stadtpalais präsentiert sich ein Streifzug durch die Memminger Kunst- und Kulturgeschichte. Mit Exponaten zum Alltagsleben, dem Wirken der Handelsherren, der Zünfte und der Kirchen eröffnet sich ein lebendiger Blick in die Vergangenheit der ehemals freien Reichsstadt. Eindrücklich auch die Darstellung jüdischen Lebens bis zu seiner Vernichtung durch das NS-Regime. Kunst- historische Höhepunkte des Rundgangs sind die Galerie mit Gemälden des in der Stadt geborenen Barockmalers Johann Heiß und die Fayencen aus der Künersberger Manufaktur. Das prächtige Gebäude mit feingegliederten Fassaden, einem barocken Treppenhaus und schönem Innenhof wurde 1766 von dem Stadtkaufmann Benedikt von Herman erbaut und erinnert an einen südländischen Palazzo.

Das Stadtmuseum weist einen Weg in die Geschichte der Stadt. Kunst und Kultur, Alltagssorgen und Obrigkeiten - mit einer Vielzahl von Ausstellungsstücken entsteht das lebendige Bild eines Gemeinwesens, das über Jahrhunderte hinweg eine bedeutende Rolle in Gewerbe und Handel, aber auch Politik und Religion spielte.

In dem spätbarocken Stadtpalais "Hermansbau", das der Memminger Patrizier und Kaufmann Benedikt von Herman im Jahr 1766 erbauen ließ, sind die Sammlungen und Abteilungen des Stadtmuseums untergebracht:

  • die Exponate zur Vor- und Frühgeschichte aus Memmingen und dem Umland,
  • die Barockgalerie "Johann Heiss", mit Werken des 1640 in Memmingen geborenen Malers,
  • die "Memminger Patrizierporträts", die Zeugnis geben von ihrem bürgerlichen Selbstbewusstsein,
  • das "Leben in der Reichsstadt Memmingen", inklusive der "Zwölf Artikel" der revoltierenden Bauern von 1525,
  • die Sammlung historischer Puppenstuben,
  • über 250 Stücke der seltenen "Künersberger Fayencen" aus dem 18. Jahrhundert,
  • das Heimatmuseum Freudenthal / Altvater und
  • die Abteilung zum jüdischen Leben in Memmingen.

Ergänzt wird die ständige Sammlung durch Wechselausstellungen.

Memmingerinnen - 25 Jahre Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e.V. (11.07. bis 03.11.2019)

Die Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e.V. (FGW) ist seit 1994 ununterbrochen aktiv. Bis 2018 arbeitete sie in fast gleicher Besetzung von knapp zwanzig Frauen. Über 80 Lebensbilder von Frauen aus Memmingen konnten die ehrenamtlich tätigen Frauen bislang erforschen und veröffentlichen. Zu ihrem Jubiläum präsentiert das Stadtmuseum Memmingen das einzigartige Schaffen der FGW Memmingen. Die Ausstellung bietet einen Überblick von der Gründungsphase bis heute, mit Fotos, Exponaten und mehr als 50 Kurzbiographien zu besonderen Memmingerinnen. In der Ära Helmut Kohl gründeten sich zahlreiche Alternativkulturen wie die Bewegung „Die Grünen“ und die Geschichtswerkstätten. Das Interesse an Alltagsgeschichte wuchs. Zur Forschungsarbeit von Frauengeschichtswerkstätten zählt das Aufspüren von Frauenpersönlichkeiten. Ihren Schwerpunkt legten sie meist auf Frauendiskriminierung, Problematiken im Berufsleben und Außenseiterinnen. Die Memminger Frauengeschichtswerkstatt setzte ihren Fokus schon früh optimistischer. Sie beschreibt besondere Frauen – von der Künstlerin über die Lehrerin, die Unternehmerin bis zur Politikerin. Ihr Augenmerk liegt auf deren Biographien und Alltagsgeschichten.

2012 erschien das umfangreiche Werk „Memminger Frauen. Biografien. Geschichten. Bilder“. Nach dem großen Erfolg kam es 2017 zur Herausgabe von Band 2. Die Mitgliederinnen der Frauengeschichtswerkstatt Memmingen entscheiden gemeinsam, über wen sie schreiben wollen. Die Autorinnen kommen aus den unterschiedlichsten Berufen. Forschungsarbeit, die Veröffentlichungen und die Organisation von Ausstellungen, Konzerten und Lesungen – das alles bedeutete für sie Neuland. Mit ihrem Schaffen haben sie einen besonderen Beitrag zum kulturellen Leben und zur Geschichtsforschung der Stadt Memmingen geschaffen.

TRAUM.STADT.MUSEUM.

Ein kultur macht stark Projekt

TRAUM.STADT.MUSEUM möchte die Museumstüren für alle Kinder und Jugendliche öffnen.

Die jungen TeilnehmerInnen dürfen ihre Träume und Lebensrealitäten zur Stadt Memmingen im Museum einbringen. Sie bekommen Einblick in die museale Arbeit. Am Ende der Projektzeit gehen sie gestärkt als Museumsexperten und Kuratoren ihrer eigenen Ausstellung heraus.

Das Stadtmuseum bietet einen Blick hinter die Kulissen: in alle Sektoren der Museumsarbeit (Sammlung, Präsentation, Vermittlung, Öffentlichkeitsarbeit…).

Ein Stadtmuseum sollte nicht nur Historisches bewahren und präsentieren und sich mit den schönen Seiten seiner Stadtgeschichte beschäftigen, sondern auch Platz für die dunklen Seiten haben. Ein Stadtmuseum sollte der Spiegel seiner Stadt sein. Es ist ein Identifikationsort, der nicht nur BildungsbürgerInnen vorbehalten ist.

Zusammen mit Kindern und Jugendlichen und unseren Bildungspartnern:

  • den Kursonauten
  • dem Jugendtreff Splash
  • der Inklusionsbeauftragen der Stadt Memmingen
  • der Lindenschule

möchte des Stadtmuseum an seinen Möglichkeiten arbeiten, wachsen und Museumszukunft gemeinsam gestalten.

Die Projektteilnahme ist kostenfrei.

TRAUM.STADT.MUSEUM wird finanziert und unterstützt durch den Deutschen Museumsbund und „Kultur macht stark“/ Bündnisse für Bildung, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Der Hermansbau

Das Stadtmuseum Memmingen befindet sich in einem spätbarocken Stadtpalais, das 1766 im Auftrag des Patriziers Benedikt von Herman erbaut wurde. Der sogenannte Hermansbau beeindruckt durch seine gutgegliederte Rokokofassade und erinnert vor allem mit seinem schönen Innenhof und dem barocken Treppenhaus mit allegorischer Deckenmalerei an einen südländischen Palazzo. Die städtischen Sammlungen, deren Grundlagen 1885 gelegt wurden, sind seit 1936 in diesem Prachtbau aufbewahrt und spiegeln Geschichte und Kultur der evangelischen Reichsstadt wieder. Großzügige Zimmerfluchten in zum Teil originaler Ausstattung vermitteln einen Eindruck von der patrizischen Wohnkultur und führen den Besucher von der Vor- und Frühgeschichte zur Rechts-, Kirchen- und Zunftgeschichte Memmingens. 

Stadtmuseum im Hermansbau
Zangmeisterstr. 8 
(Eingang Hermansgasse)
87700 Memmingen

Tel.: 08331/850-134
Fax: 08331/850-244

Öffnungszeiten:

Geöffnet Mai bis Ende Januar

Dienstag bis Sonntag:

  • 11.00 bis 17.00 Uhr

Eintritt frei