Stadt Memmingen:Baudenkmäler und Denkmäler

DE Deutsch
 EN English
RSS
AAA
Zum Hauptinhalt

Kontakt Stadtarchiv

Stadtarchiv Memmingen
Ulmer Straße 19
87700 Memmingen

Tel.: 08331/850-143
Fax: 08331/850-149

stadtarchiv(at)memmingen.de

Baudenkmäler und Denkmäler der Stadt

Memmingen kann auf eine mehrhundertjährige Geschichte zurückblicken: Auf römischen Spuren entstand im 7./8. Jahrhundert eine alemannische Siedlung, die sich unter der Herrschaft von Welfen und Staufern zu einem bedeutenden Marktort entwickelte. Im 13./14. Jahrhundert wurde aus der Siedlung eine (Reichs-)Stadt inmitten von Oberschwaben. Zahlreiche Baudenkmäler zeugen von der einstigen Bedeutung dieses schwäbischen Gemeinwesens, das 1802 bayerisch wurde, ohne in Gründerzeit und Moderne seine Wurzeln zu vergessen.

Die nachfolgenden Webseiten informieren über einige herausragende Baudenkmäler, die von der Stadt Memmingen in den vergangenen Jahren saniert wurden oder derzeit im Fokus der Denkmalpflege stehen.

Die Memminger Stadtmauer

Jahrhundertelang sorgten sich die Bürgerinnen und Bürger der Reichsstadt Memmingen um ihre Sicherheit – und errichteten, erweiterten und reparierten mit sehr großem Aufwand ihre Stadtbefestigung. Tore, Türme und Mauern sollten die Menschen vor drohenden Gefahren schützen, was freilich nicht immer gelang – man denke nur an die bekannten 30 Jahre im 17. Jahrhundert, als Hunderte Frauen und Männer schanzten und verteidigten und letztlich doch nicht verhindern konnten, dass fremde Regimenter unsere Stadt besetzten.

Diese Zeiten sind vorüber - heutzutage suchen nicht mehr feindliche Augen die Stadtbefestigung nach Lücken und Schwachstellen ab, sondern Geschichtsinteressierte und Touristen nach historischen Spuren. Zur "Stadtmauer von Memmingen" ist eine umfangreiche Publikation von Dr. Christian Kayser erschienen, die beim Historischen Verein bezogen werden kann.

Seit 2019/20 saniert die Stadt Memmingen mit finanzieller Unterstützung des Freistaates Bayern in mehreren Bauabschnitten einzelne Partien der Stadtbefestigung. Die denkmalpflegerischen Maßnahmen sind zugleich Teil des 2019 verabschiedeten Stadtmarketingkonzeptes, das der Memminger Altstadt (und seiner Ummauerung) eine besondere Rolle zuspricht.

Zingg-Denkmal

1862 erhielt der aus Memmingen gebürtige Münchner Hofkünstler Johannes Leeb (1790-1863) den Auftrag, für Burkhard Zingg ein Standbild zu erstellen. Es fand zunächst am Hallhof seinen Platz und wurde 1904 an den Königsgraben unweit des Westertores verlegt.

Der gebürtige Memminger Bürger und ab 1415 Augsburger Kaufmann Burkhard Zingg (geboren 1396, gestorben ca. 1474/75) verfasste eine der ersten bekannten Autobiographien, die vom Leben in seiner Geburtsstadt Memmingen und in seiner späteren Wahlheimat Augsburg erzählt.

Bismarckturm

Auf Initiative des Memminger Verschönerungsvereins entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Westen der Stadt Erholungswege. Oben am Hühnerberg errichtete der Verein im Herbst 1904 nach historisierenden Plänen von Stadtbaumeister Peter Lang einen 18 Meter hohen, zinnenbekrönten Aussichtsturm aus Gestein bzw. Beton mit Anbau und zwei Plattformen. Zum 10. Todestag von Reichskanzler Otto von Bismarck erhielt das Bauwerk 1908 den Namen „Bismarckturm“. 2019/20 wurde das Denkmal von der Stadt Memmingen innen und außen umfassend saniert.

Am Bismarckturm nahm eine Geschichte ihren Anfang, die in den Siedlungsbau am Hühnerberg nach 1945 mündete. Weitere Informationen zum Turm und zum umliegenden Stadtteil finden Sie auf den Stelen des Historischen Vereins.

Kriegerdenkmäler

Vom Feldzug der deutschen Bundesstaaten und Führung Preußens 1870 gegen Frankreich erzählt das Kriegerdenkmal am Hallhof. Seit 1874 erinnern dort Adler, Kanonenrohr und Standarte an die gefallenen Memminger. Am Waldfriedhof und in den Memminger Stadtteilen erinnern Kriegerdenkmäler an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges.

Gedenkstein an der ehemaligen Synagoge

An die einstige Memminger Syngoge (1908-1938) und die Ermordung der jüdischen Frauen, Männer und Kinder 1941/42 erinnert am Schweizerberg eine Gedenkstätte. Alljährlich wird sie am Tag der Judenpogrome vom November 1938 zum Mittelpunkt des Gedenkens an die nationalsozialistische Gewaltherrschaft.

Kurzbiographien der Ermordeten finden Sie auf den Seiten des Stadtarchivs (Materialien zur Memminger Stadtgeschichte, Reihe B Forschungen).