Wirtschaftsförderung
der Stadt Memmingen

Michael Haider
Kuttelgasse 22
87700 Memmingen

Tel.: 08331/850-733
Fax: 08331/850-732

wirtschaftsfoerderung
@memmingen.de

Wirtschaftsraum Memmingen-Unterallgäu Innovation Zukunft
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Ansichten IKEA - Entwurf

Blick von Osten auf das Gelände; Quelle: IKEA
Ansicht von Süden - Buxheimer Str.; Quelle: IKEA
Ansicht von Süd/Ost - Kreisverkehr; Quelle: IKEA
Einfahrt auf das Gelände von Osten; Quelle: IKEA
 
 

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Aktuelles


Sortimentsanpassung im Fachmarktzentrum:
Anfang Juli 2017 hat IKEA nach intensiven Verhandlungen weitere Zugeständnisse an die Stadt Memmingen gemacht. Es wurden die kritischen Sortimente im Bereich Textil und Sport zum Teil deutlich reduziert. Die Kompensation erfolgt über eine Verkaufsflächenerweiterung im Baumarkt und die Aufnahme eines Spielwarenfachmarktes.

Grundsatzbeschluss des Stadtrats am 18. Juli 2017:
Mit deutlicher Mehrheit hat der Memminger Stadtrat (28/11 Stimmen) für die Pläne von IKEA gestimmt und die vorgebrachten Einwendungen abgewogen. Vor dem endgültigen Satzungsbeschluss, der für Oktober geplant ist, hat der Stadtrat eine erneute Auslegung gebilligt, da eine Änderung bei den Sortimenten vorgenommen wurde. Einwände und Anregungen können bei dieser Öffentlichkeitsbeteiligung nur zu den Änderungen vorgebracht werden.

Öffentliche Auslegung vom 07.08.2017 bis 01.09.2017
Wegen die Änderung der sortimentsspezifischen Verkaufsflächen im Fachmarktzentrum, ist eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen. Bürger und Träger öffentlicher Belange haben so die Möglichkeit, zu den Änderungen Stellung zu nehmen. Weitere Informationen finden Sie unten und in der öffentlichen Bekanntmachung über das Satzungs- und Verordnungsblatt der Stadt Memmingen.

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Warum will IKEA nach Memmingen?

IKEA will zusätzlich zu den bestehenden 50 Einrichtungshäusern in Deutschland in den kommenden Jahren 20 weitere eröffnen. Diese sollen vor allem in Gebieten liegen, die bislang noch nicht mit einem IKEA Einrichtungshaus versorgt sind. Seit längerem versucht IKEA einen Standort im Bodenseeraum zu finden.

Memmingen, das Tor zum Allgäu, besitzt durch seine zentrale Lage sehr gute infrastrukturelle Voraussetzungen. Das gefundene Grundstück, liegt direkt an den Autobahnen A7 und A96 und ist entsprechend gut angebunden. Ein weiteres Argument für Memmingen ist das erwartete Einzugsgebiet: Nach Berechnungen von IKEA leben in diesem rund 1,2 Millionen Menschen.

Das bestehende IKEA Einrichtungshaus in Ulm soll durch den Standort in Memmingen entlastet werden.

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An welchem Standort soll gebaut werden?

IKEA hat Grundstücke direkt an den Autobahnen erworben. Die Kaufverträge sind mit Rücktrittsklauseln versehen, welche bei einem Scheitern des Verfahrens zum Tragen kommen würden.

Derzeit befindet sich die Rinderbesamungsgenossenschaft am geplanten Standort. Diese wird vor der IKEA-Ansiedlung an einen neuen Standort umziehen. Nach aktuellen Planungen zufolge wird der landwirtschaftliche Teil nach Volkratshofen/Priemen verlagert.

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Welche Verkaufsfläche ist geplant und wieso plant IKEA mit einem Fachmarkt?

Die Gesamtfläche des Projekts betrug ursprünglich 56.520 Quadratmeter. Nach massiver Kritik an der Größe und Sortimentsgestaltung im Fachmarktzentrum, hat IKEA Ende 2016 den Fachmarkt von 31.020 auf 22.200 Quadratmeter reduziert. Somit betrugt die neue Gesamtfläche des Projekts 47.700 Quadratmeter, da die Größe des IKEA Einrichtungshauses mit 25.500 Quadratmeter unverändert blieb.

Im Juli 2017 hat IKEA erneut Zugeständnisse an die Stadt Memmingen gemacht und eine Erneute Reduzierung in den kritischen Sortimenten Bekleidung und Sport vorgenommen. Als Ausgleich wurden die Flächen im Baumarkt erhöht und zusätzlich ein Spielwarenmarkt aufgenommen.

Zum Vergleich hat Memmingen bisher eine Verkaufsfläche von 176.000 Quadratmetern, davon rund 50.000 in der Innenstadt.

Der Fachmarktzentrum ist nach Aussage von IKEA aus folgenden Gründen notwendig:

  • Ohne ein Fachmarktzentrum ist eine langfristig wirtschaftliche Ansiedlung in Memmingen nicht möglich.
  • An anderen IKEA Standorten ohne Fachmarktzentrum hat sich gezeigt, dass sich weiterer Einzelhandel rund um das Einrichtungshaus ansiedelt. Dieser lässt sich in einem Fachmarktzentrum sinnvoll bündeln.
  • Mit den Angeboten des Fachmarktzentrums sollen auch bestehende Angebotslücken in Memmingen geschlossen werden, etwa in den Bereichen Babyausstattung, Spielwaren sowie Baumarkt und Heimwerken. Die Kombination aus Einrichtungshaus und Fachmarktzentrum soll dazu beitragen, die Attraktivität, Einzelhandelsbedeutung und Nahversorgung von Memmingen zu stärken und das Einzugsgebiet zu vergrößern.
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Welche Vorteile bringt das Projekt?

Das Projekt schafft die einmalige Möglichkeit, die Rinderbesamungsgenossenschaft zu verlagern. Die einstmals isoliert liegende Genossenschaft ist mittlerweile von Bebauung umgeben und verhindert bislang den Lückenschluss zwischen Gewerbegebiet und Innenstadt. Die Verlagerung besitzt eine zukunftsorientierte, städtebauliche Dimension.

Etwa 100 Millionen Euro wird IKEA für die Ansiedlung in Memmingen in die Hand nehmen. Bei den Bauleistungen haben auch regionale Firmen eine Chance auf den Zuschlag, wenn sie sich an den Ausschreibungen beteiligen. Es wird eine eigene Informationsveranstaltung zum Ausschreibungsverfahren geben.

Die Reduzierung des Fachmarktzentrums schlägt sich auch auf die erwarteten Arbeitsplätze nieder. Statt von 350 neuen Arbeitsstellen geht IKEA geht nun von 300 aus. Hinzu kommen weitere Arbeitsplätze für Services und Dienstleistungen vor Ort. Weitere Pluspunkt für die Stadt Memmingen sind die zusätzlichen Steuereinnahmen. Nach Aussagen von IKEA liegen diese im Bundesschnitt im siebenstelligen Bereich pro Standort.

Das Memminger Einzugsgebiet wird durch die Ansiedlung von IKEA vervielfacht. Aktuell leben rund 270.000 Einwohner im Einzugsgebiet von Memmingen. IKEA-Berechnungen haben ergeben, dass das Einzugsgebiet durch die IKEA Ansiedlung auf 1,2 Millionen Einwohner anwachsen wird.

Auch auf die Innenstadt soll die IKEA-Ansiedlung Auswirkung haben. IKEA-Studien zeigen, dass bis zu 30 Prozent der IKEA Kunden den Möbelhausbesuch mit einem Besuch der Innenstadt verbinden. Für den Standort Memmingen wird hier jedoch von einem niedrigeren Wert ausgegangen. 

IKEA rechnet für den Standort Memmingen mit jährlich 2,5 Millionen Kunden.

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Welche Befürchtungen gibt es und wie wird damit umgegangen?

IKEA hat Anfang 2016 einen Bürger- und einen Handelsdialog durchgeführt. Bei diesen Veranstaltungen wurden die geäußerten Bedenken und Anregungen gesammelt, um diese frühzeitig im weiteren Verfahren berücksichtigen zu können. Bei Bedarf besteht das Angebot von IKEA weitere Dialogforen durchzuführen.

Konkurrenz zum bestehenden Einzelhandel

Durch eine unkontrollierte Schaffung weiterer Verkaufsflächen besteht die Gefahr, dass Umsätze aus der Innenstadt abgezogen werden.

Dieser Gefahr wird auf zwei unterschiedlichen Weisen begegnet.

Zum einen wird im Verfahren festgelegt welche Produkte auf welcher Verkaufsfläche angeboten werden dürfen, ohne dass die Innenstadt Schaden nimmt. Schützenswerte Innenstadtsortimente sind zum Beispiel Sportartikel, Textilwaren oder Schuhe. Die Sortimentsbeschränkung wird im Raumordnungsverfahren geprüft und im vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgelegt.

Zum anderen wird versucht die IKEA Kunden zu einem Besuch der Innenstadt zu bewegen. In diesem Zusammenhang ist zum Beispiel eine Busverbindung geplant, die die Innenstadt mit IKEA verbindet. Weitere Maßnahmen sollen zusammen mit dem örtlichen Einzelhandel und den Bürgern entwickelt werden. Ziel könnte beispielsweise sein, mindestens 15 Prozent der IKEA-Kunden in die Innenstadt zu bekommen. Dies wären 375.000 Altstadtbesucher mehr.

IKEA plant außerdem eine Beteiligung im Stadtmarketing und eine kooperative Zusammenarbeit mit den Einzelhändlern.

zusätzliches Verkehrsaufkommen

Das Memminger Autobahnkreuz ist immer wieder an seiner Belastungsgrenze. Wird diese Situation durch IKEA weiter verschlimmert?

Ein von IKEA beauftragtes Gutachten (Verkehrsgutachten Dr. Brenner) zeigt, dass dies nicht der Fall sein wird. Grund dafür ist, dass die Verkehrsspitzen am Autobahnkreuz unterschiedlich gelagert sind. So ist der Hauptreiseverkehr zu einem anderen Zeitpunkt am Kreuz als der typische IKEA Kunde.

Wie soll die Erschließung erfolgen?

Der IKEA Standort soll ausschließlich über die Europastraße erschlossen werden. Dadurch soll ein zusätzliches Verkehrs- und Lärmaufkommen auf die Buxheimer Straße und das angrenzende Wohngebiet ausgeschlossen werden. Die endgültige Erschließung wird im vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgelegt. Weiterhin ist geplant, entsprechende Lärmschutzmaßnahmen zu den benachbarten Wohngebieten zu errichten.

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Wie läuft das Verfahren ab und wo stehen wir?

Für die IKEA Ansiedlung sind drei Verfahren notwendig. Das Raumordnungsverfahren, die Änderung des Flächennutzungsplans sowie die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans.

Alle drei Verfahren können gleichzeitig gestartet werden. Der Abschluss der einzelnen Verfahren ist jedoch zum Teil voneinander abhängig.

Nach aktuellen Planungen von IKEA soll die Eröffnung Ende 2019 sein.

Raumordnungsverfahren (ROV)

Vor der IKEA-Ansiedlung in Memmingen muss das Projekt bei der Regierung von Schwaben geprüft werden:

Raumordnungsverfahren werden nur für Vorhaben durchgeführt, die von erheblicher überörtlicher Bedeutung sind. Die Dauer beträgt maximal 6 Monate. Ziel des Verfahrens ist es die Raumverträglichkeit des Vorhabens zu beurteilen. In diesem Zusammenhang werden beispielsweise die Auswirkung auf bestehende Wirtschaftsstrukturen (z. B. die Innenstadt sowie andere Städte), die Umwelt, den Verkehr oder die Lärmbelastung geprüft.

Die Ergebnisse des Raumordnungsverfahrens sind in allen Abwägungs- und Ermessensentscheidungen der nachfolgenden Verfahren zu berücksichtigen.

Die Stadt Memmingen hat im Rahmen eines Stadtratsbeschlusses (Plenum am 18.04.2016) im Rahmen des Raumordnungsverfahrens offiziell wie folgt Stellung genommen:

"Das Im Zuge des Raumordnungsverfahrens vorgelegte IKEA-Projekt trifft auf die Absicht der Stadt Memmingen, ihre raumbedeutsame Funktion als Oberzentrum zu erhalten und entsprechende Entwicklungen benachbarter Zentren gegenüber auch zu behaupten. Das Vorhaben wird deshalb grundsätzlich begrüßt. Eine Anpassung des Projekts, insbesondere hinsichtlich der Sortimente und ihrer zugeordneter Flächen bleibt im Zuge der der laufenden Bauleitplanung und damit des weiteren Bebauungsplanverfahrens der Planungshoheit der Stadt Memmingen und des Stadtrats vorbehalten."

Der Beschluss wurde mit 31 zu 5 Stimmen getroffen.

Abschluss Raumordnungsverfahren:

Das ROV wurde am 24.10.2016 von der Regierung von Schwaben mit dem Ergebnis abgeschlossen, dass das vorgelegte Konzept den Erfordernissen der Raumordnung entspricht. Als Bedingung wurde die Errichtung  einer zusätzlichen Haltestelle gefordert, um den Planstandort an den ÖPNV anzubinden.

Der Abschlussbericht zum Raumordnungsverfahren ist bei der Regierung von Schwaben zu finden.

Änderung Flächennutzungsplan (FNP)

Der Einleitungsbeschluss zur Änderung des FNP wurde durch den Stadtrat am 01.12.2015 gefasst. Bei der Änderung des Flächennutzungsplanes A6 sind die Ergebnisse aus dem Raumordnungsverfahren zu berücksichtigen.

Im Flächennutzungsplan wird in Grundzügen geregelt, wie der Boden zu nutzen ist. Typische Beispiele sind landwirtschaftliche, gewerbliche oder wohnwirtschaftliche Nutzung. Der bestehende Flächennutzungsplan muss dahingehende geändert werden, dass eine Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel möglich ist.

Erneute Beteiligung der Öffentlichkeit:

Die Unterlagen zur Änderung des Flächennutzungsplanes liegen in der Zeit vom 07. August 2017 bis einschließlich 01. September 2017 barrierefrei bei der Stadt Memmingen im Stadtplanungsamt, Schlossergasse 1, Verwaltungsgebäude Welfenhaus, III. Stock, Vorbereich Zimmer 311, während der Dienststunden öffentlich aus. Des Weiteren sind alle Unterlagen zum Flächennutzungsplanänderungsver-fahren in diesem Zeitraum auch unter www.memmingen.de/2860.html einsehbar.

vorhabenbezogener Bebauungsplan (VBP)

IKEA hat bei der Stadt einen Antrag auf Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans gestellt. Diesem Antrag hat der Stadtrat 01.12.2015 stattgegeben und den Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplans A41 "Amendinger Grenzweg" gefasst. Im Bebauungsplanverfahren sind die Ergebnisse aus dem Verfahren des Flächennutzungsplans und des Raumordnungsverfahren zu berücksichtigen.

Im Bebauungsplan können beispielsweise Art und Maß der baulichen Nutzung, Bauweise, überbaubare Grundstücksflächen sowie Stellung baulicher Anlagen, aber auch Grünflächen sowie Verkehrsflächen festgesetzt werden. Zudem werden im vorliegenden Fall die maximalen Verkaufsflächen für einzelne Sortimente (Sport, Elektronik, Textil, ...) rechtsverbindlich festgelegt.

Grundlage für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans, ist ein zwischen der Stadt Memmingen und IKEA abgestimmter Vorhaben- und Erschließungsplan. Zudem muss sich IKEA in einem Durchführungsvertrag zur Durchführung der Maßnahmen verpflichten.

Erneute Beteiligung der Öffentlichkeit:

Die Unterlagen zum vorhabenbezogenen Bebauungsplanentwurf liegen in der Zeit vom 07. August 2017 bis einschließlich 01. September 2017 barrierefrei bei der Stadt Memmingen im Stadtplanungsamt, Schlossergasse 1, Verwaltungsgebäude Welfenhaus, III. Stock, Vorbereich Zimmer 311, während der Dienststunden öffentlich aus. Des Weiteren sind alle Unterlagen zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan in diesem Zeitraum auch unter www.memmingen.de/2862.html einsehbar.

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Fragen an IKEA?

Für Fragen rund um die IKEA Ansiedlung in Memmingen wurde eigens ein Onlineforum eingerichtet. In diesem können Bürger Fragen stellen, sowie Anregungen oder Kritikpunkte vorbringen.

Zu finden ist das Bürgerforum unter
http://www.memmingen-online24.de/ikea-buergerforum/