City of Memmingen:Mobilitätskonzept

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Mobilitätskonzept für Memmingen als Modellregion

Helfen Sie mit, die Mobilität von Morgen zu gestalten

Aktuell wird ein Mobilitätskonzept für Memmingen erstellt und die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen zu einem Workshop am Dienstag, 2. November, ab 18 Uhr in der Stadthalle. (Anmeldeformular)

Aktuell wird ein Mobilitätskonzept für Memmingen erstellt und die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen zu einem Workshop am Dienstag, 2. November, ab 18 Uhr in der Stadthalle.

Für eine erfolgreiche Umsetzung des Mobilitätskonzeptes sollen neben Akteuren aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Mobilitätsdienstleistern und Interessen- und Umweltverbänden insbesondere auch die Bürgerinnen und Bürger als Nutzer und Wissensträger eng in die Konzepterstellung eingebunden werden. So sollen möglichst viele Zielvorstellungen, Mängel, Wünsche und Ideen berücksichtigt werden, um einen breiten Konsens im Hinblick auf eine zukünftige Gestaltung der Mobilität in Memmingen zu erhalten. Daher sind im Projektverlauf mehrere Bürgerworkshops vorgesehen.

In einem mehrstufigen Prozess soll ein passgenaues Mobilitätskonzept für den Verkehrsraum Memmingen erarbeitet werden. Memmingen ist auf dem Weg zur Modellregion „Zukunft der Mobilität“ und Beispielregion für ganz Bayern. Das Konzept wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr.

Die Grundstruktur des Projektes gliedert sich in mehrere Phasen:

  • Vororientierung: Was haben wir bereits?
  • Festlegung von Zielen und Leitbildern: Wo wollen wir hin?
  • Problem-/ Chancenanalyse: Was hindert uns, was hilft uns die Ziele zu erreichen?
  • Maßnahmenuntersuchung: Was müssen wir tun, um die Ziele zu erreichen?
  • Umsetzung und Wirkungskontrolle: Wie gehen wir vor und sind wir auf dem richtigen Weg?

Zurzeit erfolgt die Festlegung von Zielen und Leitbildern. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung wird daher in dieser Projektphase am 2. November ein erster Bürgerworkshop im Großen Saal der Stadthalle Memmingen angeboten. Hierbei soll eine Vorstellung entwickelt werden, wie eine zukünftige Mobilität in Memmingen aussehen könnte. Zu diesem Workshop sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, die mithelfen wollen, das Verkehrsgeschehen in Memmingen zu gestalten und im Blick auf die zukünftigen Herausforderungen zu verbessern.

Zur besseren Planung bitten wir aufgrund der Corona-Situation um eine vorherige Anmeldung über unser Anmeldeformular bzw. telefonisch unter der Nummer 08331/850 - 126.  Dort erhalten Sie auch weitere Infos zum Projekt. Da die Teilnehmerzahl aufgrund der Mindestabstandsregelungen auf insgesamt 168 Personen beschränkt ist, erfolgt die Zulassung in der Reihenfolge der Anmeldungen. Es gilt die 3G-Regelung.  

Um den Menschen attraktive und nachhaltige Mobilität anbieten zu können, wird Memmingen in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr als verkehrsträgerübergreifende Modellregion „Zukunft der Mobilität“ und Beispielregion für ganz Bayern ein integriertes Mobilitätskonzept erstellen. Dabei werden sämtliche Verkehrsträger (Luft, Schiene, Straße) und Verkehrsmittel sowie Mobilitätsformen (u. a. Elektromobilität, Sharing-System, Fuß- und Radverkehr) nicht als Einzelsysteme, sondern als Gesamtkonzept verstanden und die aktuelle und künftige Siedlungsstruktur mit einer verkehrsmittelübergreifenden Mobilitätsplanung verzahnt. Diese integrierten Lösungen sollen unter Einbezug der Nachbarregionen, insbesondere hinsichtlich der Pendlerverflechtungen gefunden werden.

Memmingen wurde als Modellregion ausgewählt, weil hier überdurchschnittlich viele Verkehrsträger auf engem Raum vorhanden sind. Derzeit befasst sich die Stadt im Rahmen einer eigenfinanzierten Studie mit der Umsetzung des Harmonisierungskonzeptes Stadtbus/Regionalbus. Zudem soll in Zusammenarbeit mit den Landkreisen Unterallgäu und Günzburg in einer vom Freistaat Bayern geförderten Studie die Sinnhaftigkeit einer möglichen Verbundraumerweiterung mit Integration des Schienenpersonennahverkehrs in einen Verkehrsverbund aus Bus und Bahn untersucht werden. Auch der Einbezug dieser Bausteine in das integrierte Mobilitätskonzept erscheint sinnvoll. 

Im Bereich der Stadtplanung liegen bereits umfangreiche Erkenntnisse auf Grund mehrerer Untersuchungsergebnisse, insbesondere im Zusammenhang mit der Erstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK), vor. So wurden konkrete Handlungsempfehlungen zum Thema Mobilität anhand des bestehenden Verkehrsverhaltens der Memminger Bürgerinnen und Bürger erarbeitet. Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen zur Sozialen Stadt Ost wurden im Maßnahmenkonzept ebenfalls verkehrliche Maßnahmen definiert. Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen für den Ortsteil Steinheim und die Altstadt werden aktuell die Verkehrssituationen untersucht und Maßnahmen für die Zukunft im Zusammenhang mit Mobilität erarbeitet. Aus den Trassenuntersuchungen für eine mögliche Umfahrung Steinheim liegen ebenfalls umfangreiche Erkenntnisse zu den Auswirkungen auf die umliegenden Stadtbereiche vor. 

Darüber hinaus wurde unter Federführung des Tiefbauamtes ein Radwegekonzept für die Stadt Memmingen erarbeitet. Auch die geplante Regio-S-Bahn-Trasse von Ulm nach Memmingen wird Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten der Memminger Bürgerinnen und Bürger haben. Das Stationsprojekt Memminger Halte ist ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung der Regio-S-Bahn Donau-Iller. Es ist derzeit auf knapp 15 Millionen Euro veranschlagt und umfasst neben dem Bau der sechs neuen, barrierefreien Stationen (Pleß, Fellheim, Heimertingen, Memmingen-Amendingen, Memmingen Berufsbildungszentrum (BBZ) und Buxheim) auch den Bau eines Wendegleises in Buxheim sowie weitere Anpassungen an der vorhandenen Infrastruktur. Im Rahmen der eingeleiteten Neuaufstellung des Flächennutzungsplans für die Gesamtstadt mit einem Planungshorizont 2040 wurden in einem ersten Schritt zum Thema Mobilität im Sommer 2019 die Verkehrsbelastungen an den wesentlichen Knotenpunkten erfasst. 

Das integrierte Mobilitätskonzept wird ein wesentlicher Bestandteil einer auf die Vermeidung und Verringerung von Verkehr ausgerichteten städtebaulichen Entwicklung sein und berücksichtigt relevante Vorgaben, die bei der Aufstellung von Bauleitplänen, insbesondere bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans, zu berücksichtigen sind. Als übergeordnetes Rahmenwerk kann es in vieler Hinsicht eine bedeutende und wegweisende Rolle sowie eine Grundlage für die Entscheidungen zur Mobilitäts- und Siedlungsentwicklung in Memmingen bilden. 

In einem mehrstufigen Prozess mit Grundlagenermittlung/Bestandsaufnahme, verkehrlicher Bestands- und Defizitanalyse, PotenziaIermittlung, Erarbeitung von Entwürfen, Leitbildern sowie Maßnahmenvorschlägen soll ein passgenaues Mobilitätskonzept für den Verkehrsraum der Stadt Memmingen, gegliedert nach entsprechenden Handlungsfeldern, erstellt werden. Hierbei sind öffentliche Auftakt- und Abschlussveranstaltungen sowie entsprechende Planungswerkstätten und Arbeitsgemeinschaften vorgesehen. Am Ende soll ein ausgearbeitetes Mobilitätskonzept den politischen Gremien vorgestellt und verbindlich beschlossen werden.

Um einen möglichst breiten Konsens zu erzeugen und möglichst viele Vorschläge und Anregungen zu berücksichtigen, wird eine umfangreiche Bürger- und Expertenbeteiligung während der Bearbeitung jeder Planungsstufe, z.B. im Rahmen von Planungswerkstätten, erfolgen.

Termine, Informationen und Dokumente / Unterlagen werden regelmäßig über diese Internetseite veröffentlicht.