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Stadtoberhaupt verleiht Fassadenpreis der Stadt

Erstellt von Pressestelle |

Heimatstunde im barocken Kreuzherrnsaal

Bei der traditionellen Heimatstunde zum Ausklang des Memminger Fischertags zeichnete Oberbürgermeister Manfred Schilder die Bauherren Nursel und Kenan Abraham für die vorbildlich gelungene Sanierung des Gebäudes Kreuzstraße 11 mit dem Fassadenpreis der Stadt Memmingen aus. Nursel Abraham und ihr Sohn Benjamin Abraham nahmen die Urkunde freudestrahlend entgegen.

Michael Ruppert, Vorsitzender des Fischertagsvereins, begrüßte die Gäste und Ehrengäste zur Heimatstunde im Kreuzherrnsaal, darunter den neuen Fischerkönig Walter IV., "der Taucher". Ruppert blickte auf einen gelungenen Fischertag 2019 zurück und dankte Stadtarchivar Christoph Engelhard für den zur diesjährigen Zunft der "Zimmerer" passenden Vortrag über die "Zimmerhütte".
 
Zur Verleihung des mit 4500 Euro dotierten Fassadenpreises der Stadt Memmingen für die vorbildlich gelungene Sanierung des Gebäudes Kreuzstraße 11 an die Bauherren Nursel und Kenan Abraham bat Oberbürgermeister Manfred Schilder Nursel Abraham und stellvertretend für Kenan Abraham den Sohn und Architekten Benjamin Abraham zu sich nach vorne. Der Beschluss sei vom Bausenat des Stadtrates einstimmig gefasst worden, berichtete Schilder. "Das am Stadtbach liegende dreigeschossige Gebäude bildet stadträumlich den südöstlichen Abschluss des Roßmarktes und prägt somit maßgebend den Übergang der Kreuzstraße in den Roßmarkt", stellte der Oberbürgermeister fest. In der Denkmalliste des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege sei das Baudenkmal als "Wohnhaus, dreigeschossiger Satteldachbau, im Kern mittelalterlich, 1621 und 1892 verändert" geführt.

Wegen des schlechten Zustandes des Gebäudes, ungünstiger Geschosshöhen und schwierigen Raumaufteilungen sollte das Gebäude in den Jahren 2012/2013 abgebrochen werden, erinnerte Schilder. "Durch einen Eigentümerwechsel konnte das bauhistorisch und städtebaulich für Memmingen wichtige Gebäude erhalten werden." Die umfangreiche Sanierung des Gebäudes durch die Bauherren Nursel und Kenan Abraham sei in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden erfolgt, lobte das Stadtoberhaupt.

Neben gewerblichen Nutzungen im Erdgeschoss gebe es in den Obergeschossen Wohnungen, die durch den Einbau eines neuen Treppenhauses mit Aufzug und dank energetischer Maßnahmen den heutigen Wohnansprüchen gerecht würden. Erwähnenswert sei auch die Sanierung der Altanen an der Südfassade, wodurch den Bewohnern sogar Freisitze zur Verfügung stünden, so Schilder. In vorbildlicher Weise seien beim Einbau neuer Dachgauben für die Belichtung der Dachgeschosswohnung die Vorgaben der Denkmalbehörden umgesetzt worden. "Das heutige Erscheinungsbild der Fassade orientiert sich an der Umbauphase Ende des 19. Jahrhunderts und strahlt wieder positiv in den Stadtraum", schloss der Oberbürgermeister seine Laudatio.

Für den musikalischen Rahmen der Heimatstunde sorgte das Gitarren-Quartett der städtischen Sing- und Musikschule unter der Leitung von Denys Melnykov, unterhaltsame Tänze boten die Tänzerinnen der Tanzschule Orchidee von Raisa Schmidberger.

Über die Auszeichnung mit dem Fassadenpreis der Stadt für die vorbildlich gelungene Sanierung des Gebäudes Kreuzstraße 11 durch Oberbürgermeister Manfred Schilder freuen sich Bauherrin Nursel Abraham und ihr Sohn Benjamin Abraham, Architekt. (Fotos: Julia Mayer/Pressestelle Stadt Memmingen)
Das am Stadtbach liegende Gebäude Kreuzstraße 11.
Das Haus prägt den Übergang der Kreuzstraße in den Roßmarkt. Beim Einbau neuer Dachgauben wurden in vorbildlicher Weise die Vorgaben der Denkmalbehörden umgesetzt.
Durch die Sanierung der Altanen an der Südfassade stehen den Bewohnern Freisitze zur Verfügung.