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"Memmingerinnen - 25 Jahre Frauengeschichtswerkstatt"

Erstellt von der Gleichstellungsbeauftragten | |   mm-frauen

25 Jahre Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e.V. - das Stadtmuseum Memmingen präsentiert eine Ausstellung zum Jubiläum vom 10.07. - 3.11.2019

MEMMINGERINNEN
25 Jahre Frauengeschichtswerkstatt


Die Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e.V.  ist seit 1994 ununterbrochen aktiv. Bis 2018 arbeitete sie in fast gleicher Besetzung von knapp zwanzig Frauen. Über 80 Lebensbilder von Frauen aus Memmingen konnten die ehrenamtlich tätigen Frauen bislang erforschen und veröffentlichen. Zu ihrem Jubiläum präsentiert das Stadtmuseum Memmingen das einzigartige Schaffen der Frauengeschichtswerkstatt Memmingen. Am 10. Juli 2019, um 19 Uhr wird die Ausstellung „Memmingerinnen -  25 Jahre Frauengeschichtswerkstatt“ eröffnet. Sie bietet einen Überblick von der Gründungsphase bis heute, mit Fotos, Exponaten und 57 Kurzbiographien zu besonderen Memmingerinnen.
In der Zeit der Ära Kohl gründeten sich zahlreiche Alternativkulturen, die grüne Bewegung und die Geschichtswerkstätten. Das Interesse an Alltagsgeschichte wuchs. Zur Forschungsarbeit von Frauengeschichtswerkstätten zählt die Frauengeschichte, mit dem Aufspüren von Frauenpersönlichkeiten. Der Schwerpunkt liegt meist auf Frauendiskriminierung, Frauen im Berufsleben und Außenseiterinnen. Die Memminger Frauengeschichtswerkstatt setzt diesen schon früh optimistischer. Sie beschreiben besondere Frauen – von der Künstlerin über die Lehrerin, die Unternehmerin bis zur Politikerin. Ihr Augenmerk liegt auf den Biographien und Alltagsgeschichten.
2012 erschien das umfangreiche Werk „Memminger Frauen. Biografien. Geschichten. Bilder“. Band 2 wurde 2017 veröffentlicht. Doch die Wirkung der Frauengeschichtswerkstatt geht weit über dies hinaus. Ihre Geschichten finden Einzug im Landestheater Schwaben. So entstanden 2001 das Stück „Die schöne Juditha“ und 2018 „Das Café Rieger“ aus Biographien der Frauengeschichtswerkstatt heraus. Presseberichte, Radio- und Fernsehbeiträge tragen ihre Arbeiten in die Welt. Die Schau bietet an Medienstationen auch hierzu einen Einblick. Mit der Ausstellung werden Erinnerungen wach. Erinnerungen an Frauen die Stadtgeschichte geschrieben haben und noch immer schreiben. Dies wird durch ein Begleitprogramm mit Erinnerungscafés noch bestärkt. So kann man gemeinsam zum Beispiel über Maria Rieger und ihr Kaffeehaus oder Lieselotte Hauser und ihre Mode in eine vergangene Zeit eintauchen. Durch Mitmach- und Lesestationen für Kinder wird die Ausstellung die Ausstellung zu einem Erlebnis für die ganze Familie.
Die Mitgliederinnen der Frauengeschichtswerkstatt Memmingen entscheiden gemeinsam über wen Sie schreiben wollen. Ihre Motivation beschreiben sie so: „Unsere Arbeit trug aber auch zu unserer eigenen Bewusstseinsbildung bei. Wir Frauen kommen aus den unterschiedlichsten Berufen und wir sind in der Nachkriegszeit nach dem damals herrschenden Frauenbild erzogen worden. Fast alle haben wir zugunsten der Familie Beruf und Karriere hintangestellt. Die Forschungsarbeit, die Veröffentlichungen und die Organisation von Ausstellungen und sonstigen Veranstaltungen waren völlig neue Herausforderungen für uns, die wir gemeinsam meisterten. Das hat unser Selbstbewusstsein gestärkt und das Wissen um die immer wieder unterschiedliche Rolle der Frau im Lauf der Geschichte hat unseren Blick auf die heutige Situation geschärft.“ (Ursula Hinske-Gengnagel)
Die Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e.V. hat in den letzten 25 Jahren das Memminger Kulturleben bereichert und einen bedeutenden und eindrucksvollen Beitrag zur Memminger Geschichtsaufarbeitung geschaffen.

Partnerausstellung:
Auch die Lebensgeschichte von Hanna Forster wird von der Frauengeschichtswerkstatt erforscht. Mit ihren Kinderbüchern und Illustrationen hebt sie sich von anderen Memminger Künstlerinnen ab. Die Zusammenarbeit mit der MEWO Kunsthalle macht es möglich, dem künstlerischen Schaffen dieser außergewöhnlichen Frau besonderen Raum zu geben. Parallel zur Ausstellung „Memmingerinnen“ im Stadtmuseum  stellt die MEWO Kunsthalle einige ihrer Werke aus: „Hanna Forster: Künstlerin und Illustratorin“. (Bahnhofstr. 1, Memmingen)

Ausstellungseröffnung:
Mi, 10. Juli 19:00 Uhr
Grußworte: Bürgermeisterin Margareta Böckh
Input: Dr. Annegret Braun „Wandel der Frauenrolle“
Musik: La Boom


Ausstellungslaufzeit im Stadtmuseum:
 11. Juli bis 3. November 2019

Ort:
Stadtmuseum im Hermansbau
Zangmeisterstraße 8
(Eingang Hermansgasse)
87700 Memmingen
Telefon: (08331) 850 -134
E-Mail: stadtmuseum(at)memmingen.de
Öffnungszeiten Mai – Januar
Dienstag bis Sonntag 11 – 17 Uhr
Feiertage 11 – 17 Uhr
Eintritt frei
www.memmingen.de/stadtmuseum