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Gedenkstunde zur Reichspogromnacht von 1938

Erstellt von Pressestelle |

Am 9. November um 18:30 Uhr an der Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge am Schweizerberg

Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Manfred Schilder laden die Deutsch Israelische Gesellschaft AG Memmingen-Kempten-Allgäu, der Deutsche Gewerkschaftsbund Region Schwaben und die KAB Memmingen-Unterallgäu am Samstag, 9. November 2019, um 18:30 Uhr an der Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge am Schweizerberg zur Gedenkstunde zur Reichspogromnacht von 1938 ein. Die Ansprache hält Leo Hiemer (Regisseur, Autor, Produzent). Für den musikalischen Rahmen sorgt Günter Schwanghart (Klarinette). Die interessierte Bevölkerung aus Memmingen und Umgebung ist herzlich eingeladen.

Leo Hiemer ist als Autor und Regisseur weit über das Allgäu hinaus bekannt. 1985 landete er mit dem Kultfilm „Daheim sterben die Leut‘“ einen bundesweiten Kinohit. 1994 machte sein vielfach international preisgekrönter Film „Leni …muss fort“ Furore. Der Film erzählt die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens, das als Pflegekind auf einem Allgäuer Bauernhof aufwächst und seiner Heimat eines Tages Lebewohl sagen muss. Seine Mutter, eine Jüdin aus Augsburg, wurde von den Nationalsozialisten ermordet. Verzweifelte Rettungsversuche von Lenis Pflegevaters und des Dorflehrers in München schlagen fehl. Das Kind kehrt nie mehr zurück. Leo Hiemer hat diese Geschichte nicht losgelassen. Das Ergebnis seiner Recherchen hat er vor Kurzem in seinem Buch „Gabi (1937-1943). Geboren im Allgäu. Ermordet in Auschwitz“ vorgelegt – Gabi, so hieß die Leni aus seinem Film nämlich in Wirklichkeit. Leo Hiemer hat sich eingehend mit dem Thema Nationalsozialismus und Judenverfolgung auseinandergesetzt. In seinem Redebeitrag wird er seine Sicht auf die aktuellen Entwicklungen im Allgäu und darüber hinaus schildern.